Lohntheorie - Zeitlohn Prämienlohn
1. Inhaltsverzeichnis
1. Inhaltsverzeichnis. 2
2. Abbildungsverzeichnis 2
3. Einleitung 3
4. Zeitlohn 6
5. Prämienlohn 10
6. Zusammenfassung und Ausblick 13
7. Literaturverzeichnis. 14
2. Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Lohnformen im Überblick 3
30.03.2006 Sascha Gail 2
Lohntheorie - Zeitlohn + Prämienlohn
3. Einleitung
Die vorliegende Hausarbeit verschafft einen kurzen Überblick über die verschiedenen Lohnformen und setzt sich dann detailliert mit dem Zeitlohn sowie dem Prämienlohn auseinander.
Für die Unternehmen stellt der Lohn eine möglichst niedrig zu haltende Kostenart dar. Dagegen ist Lohn für den Arbeitnehmer Einkommen, aus dem er möglichst gut seinen Lebensunterhalt bestreiten will und muss. Der Konflikt, der sich aus Lohnsenkung für die Unternehmung und Lohnsteigerung für den Arbeitnehmer ergibt, führt zu der Frage ob es einen gerechten Lohn gibt und wie dieser bestimmt werden soll. Heutzutage wird der Lohn, welcher sowohl Arbeitsleistungen als auch soziale Merkmale wie Familienstand, Lebensalter, Kinderzahl oder Dauer der Betriebszugehörigkeit berücksichtigt, als gerecht empfunden. 1
Letztendlich wird neben dem Soziallohn, welcher sich aus dem Sozialstatus des Arbeitnehmers ergibt, nach Zeitlöhnen und Leistungslöhnen unterschieden. 2 Zu den Formen des Leistungslohnes kann neben dem Akkord- und dem Prämienlohn auch noch die Erfolgsbeteiligung gezählt werden. 3 Auf diese und die Sonderformen der Entlohnung, wie zum Beispiel der Pensumlohn, 4 soll hier aber nicht näher eingegangen werden.
Abb. 1: Lohnformen im Überblick 5
1 Vgl. Drumm, H.J., Personalwirtschaftslehre, 1994, Seite 474-476
2 Vgl. Scholz, C., Personalmanagement, 1994, Seite 547
3 Vgl. Wöhe, G., Einführung in die allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 2005, Seite 181
4 Vgl. Bisani, F., Personalwesen und Personalführung, 1995, Seite 464-467
5 Vgl. Wöhe, G., Einführung in die allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 2005, Seite 176 30.03.2006 Sascha Gail 3
Das Merkmal des Akkordlohnes, welcher zum Leistungslohn gezählt wird, ist der direkte und unmittelbare Zusammenhang zwischen Lohnhöhe und erzielter Mengenleistung. Erreicht der Arbeitnehmer die doppelte Mengenleistung, so erhält er auch den doppelten Lohn. Dabei spielt der benötigte Zeitaufwand keine Rolle. Aus diesem Grund bleiben die Fertigungslohnkosten pro Mengeneinheit immer gleich. Es sind die Formen des Geldakkordes und des Zeitakkordes zu unterscheiden. Beim Geldakkord wird ein bestimmter Lohnsatz je erbrachter Mengeneinheit gezahlt. Anwendung findet diese Form heute vor allem in der Heimarbeit. Die Basis des Zeitakkordes ist die Vorgabezeit je Auftrag oder je Mengeneinheit, unabhängig von dem tatsächlich benötigten Zeitaufwand. Diese Vorgabezeiten werden durch Arbeitsstudien ermittelt. Vereinfacht dargestellt lassen sich beide Formen wie folgt berechnen: Geldakkord = Leistungsmenge * Geldeinheit je Leistungseinheit
Zeitakkord = Leistungsmenge * Stückzeit (Vorgabezeit pro Leistungseinheit) * Geldfaktor (Entgelt je Vorgabezeiteinheit)
Damit der Akkordlohn wirtschaftlich sinnvoll eingesetzt werden kann, sind mehrere Voraussetzungen nötig. Dazu gehören zunächst Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen, welche nach wissenschaftlichen Grundsätzen gestaltet sind. Zudem müssen geschulte und für diese Arbeitsform geeignete Personen eingesetzt werden. Weiterhin ist eine planmäßige Gestaltung und Steuerung des Arbeitsablaufes vorauszusetzen, so dass keine schwerwiegenden Störungen auftreten. Außerdem müssen die Vorgabezeiten jederzeit reproduzierbar und die Mengenleistung durch den Arbeitnehmer beeinflussbar sein. 6 Beim Akkordlohn ist weiterhin in Einzelakkord und Gruppenakkord zu unterscheiden. Durch den Einzelakkord wird jeder Arbeitnehmer, entsprechend seiner erbrachten Leistung, einzeln entlohnt. Wird die erbrachte Leistung einem ganzen Team zugerechnet und dieses entsprechend leistungsgemäß bezahlt, so spricht man vom Gruppenakkord. Dieser Gruppenakkord wird eingesetzt, wenn der Output entscheidend von der Effizienz der Zusammenarbeit mehrerer Person abhängig ist. Beispiele dafür sind der Montagetrupp oder die Müllwerkerkolonne. 7
Der Akkordlohn hat jedoch stark an Bedeutung verloren, während Zeit- und vor allem Prämienlöhne wichtiger geworden sind. Die Gründe sind vielseitig. Zunächst sind die
6 Vgl. Bisani, F., Personalwesen und Personalführung, 1995, Seite 452-454
7 Vgl. Wöhe, G., Einführung in die allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 2005, Seite 177
Lohntheorie - Zeitlohn + Prämienlohn
meisten einfachen Massenarbeiten immer mehr mechanisiert und automatisiert worden. Zudem sind bei vielen Tätigkeiten die Anforderungen und Qualifikationen enorm angestiegen. Auch hat die Integration der Aufgabengebiete bei Leistungserstellung und Unternehmensführung auf vielen Tätigkeitsfeldern zugenommen. Eine weitere Ursache ist, dass viele Arbeitnehmer immer häufiger mehrere wechselnde Stellen einnehmen müssen. 8 Die Vorteile des Akkordlohnes liegen in dem hohen Leistungsanreiz für den Arbeitnehmer, der Kalkulationssicherheit für den Arbeitgeber durch die konstanten Lohnstückkosten sowie der besseren Maschinenauslastung aufgrund des gesteigerten Outputs pro Zeiteinheit. Die Nachteile des Akkordlohnes ergeben sich in erster Linie durch das überhöhte Arbeitstempo. Folgen können gesundheitliche Schäden des Arbeitnehmers sein, aber auch technische Schäden an den Aggregaten sowie Qualitätsmangel an den produzierten Gütern. 9
Eine weitere Form des Leistungslohnes ist der Prämienlohn auf den später näher eingegangen wird. Der Soziallohn ergibt sich, wie bereits geschildert, aus dem Sozialstatus des Arbeitnehmers und berücksichtigt Fakten wie Familienstand, Lebensalter, Kinderzahl oder Dauer der Betriebszugehörigkeit. Nun folgt eine detaillierte Beschreibung des Zeitlohnes.
8 Vgl. Drumm, H.J., Personalwirtschaftslehre, 1994, Seite 473
9 Vgl. Wöhe, G., Einführung in die allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 2005, Seite 179 30.03.2006 Sascha Gail 5
Arbeit zitieren:
Sascha Gail, 2005, Lohntheorie - Zeitlohn und Prämienlohn, München, GRIN Verlag GmbH
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