INHALT
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS 3
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 4
TABELLENVERZEICHNIS 5
1. Einleitung 6
2. Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Frauenerwerbstätigkeit 7
2.1. Auswirkungen einer hohen Frauenerwerbsbeteiligung 7
2.2. Einflussfaktoren auf die Frauenerwerbstätigkeit 7
2.3. Maßzahlen für die Erfassung der Frauenerwerbstätigkeit 9
3. Länderbeispiel Polen 12
3.1. Datengrundlagen 12
3.2. Frauenerwerbstätigkeit in der Volksrepublik Polen 13
3.3. Frauenerwerbstätigkeit in Polen 1990-2003 13
3.4. Landesspezifische Einflussfaktoren 15
4. Länderbeispiel Schweden 17
4.1. Datengrundlagen 17
4.2. Frauenerwerbstätigkeit im schwedischen Wohlfahrtsstaat 17
4.3. Frauenerwerbstätigkeit in Schweden 1983-2003 18
4.4. Landesspezifische Einflussfaktoren 20
5. Europäischer Kontext 22
5.1. Datengrundlagen 22
5.2. Frauenerwerbstätigkeit in der Europäischen Union 22
5.3. EU-Maßnahmen zur Steigerung der Frauenerwerbsbeteiligung 23
6. Ergebnisse und Fazit 24
ANHANG 27
LITERATURVERZEICHNIS 36
2
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
AM arithmetisches Mittel ELQ Erwerbslosenquote EPR Employment-to-population ratio EQ allgemeine Erwerbsquote FEB Frauenerwerbsbeteiligung FET Frauenerwerbstätigkeit GFR Gesamtfruchtbarkeitsrate LFPR Labour force participation rate LFS Labour Force Survey (EU) LFSs Labour Force Statistics (OECD) MEB Männererwerbsbeteiligung
3
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 3.1.: Polen: LFPR nach Geschlecht 1992-2003. (Quelle: OECD (2004b): LFSs, Paris, S. 274f.; Eigene Darstellung) 27
Abbildung 3.2.: Polen: LFPR der Frauen nach Altersgruppen 1992-2003. (Quelle: OECD (2004b): LFSs, Paris, S. 274f.; Eigene Darstellung.) 27
Abbildung 3.3.: Polen: ELQ nach Geschlecht 1990-2003.
(Quelle: OECD (2004b): LFSs, Paris, S. 272f.; eigene Darstellung) 28
Abbildung 3.4.: Polen: ELQ der Frauen nach Altersgruppen 1992-2003. (Quelle: OECD (2004b): LFSs, Paris, S. 274f.; eigene Darstellung) 28
Abbildung 3.5.: Polen: Teilzeit-Erwerbstätigkeit nach Geschlecht in Prozent der Gesamterwerbstätigkeit 1997-2003. (Quelle: OECD (2004b): LFSs, Paris, S. 273; eigene Darstellung) 29
Abbildung 3.6.: Polen: Rohe Geburtenrate 1983-2003.
(Quelle: OECD (2004b): LFSs, Paris, S. 270f.; eigene Darstellung) 29
Abbildung 4.1.: Schweden: LFPR nach Geschlecht 1983- 2003. (Quelle: OECD (2004b): LFSs, Paris, S. 314f.; eigene Darstellung) 30
Abbildung 4.2.: Schweden: LFPR der Frauen nach Altersgruppen 1983-2003. (Quelle: OECD (2004b): LFSs, Paris, S. 314f.; Eigene Darstellung) 30
Abbildung 4.3.: Schweden: ELQ nach Geschlecht 1983-2003. (Quelle: OECD (2004b): LFSs, Paris, S. 312f.; eigene Darstellung) 31
Abbildung 4.4.: Schweden: ELQ der Frauen nach Altersgruppen 1983-2003. (Quelle: OECD (2004b): LFSs, Paris, S. 314f.; eigene Darstellung) 31
Abbildung 4.5.: Schweden: Teilzeit-Erwerbstätigkeit nach Geschlecht in Prozent der Gesamterwerbstätigkeit 1987-2003. (Quelle: OECD (2004b): LFSs, Paris, S. 312f.; eigene Darstellung) 32
Abbildung 4.6.: Schweden: Rohe Geburtenrate 1983-2003. (Quelle: OECD (2004b): LFSs, Paris, S. 310f.; eigene Darstellung) 32
4
TABELLENVERZEICHNIS
Tabelle 2.1.: Einflussfaktoren der Erwerbstätigkeit von Frauen. (Quelle: Funk (1993), Jaumotte (2003); eigene Darstellung) 8
Tabelle 2.2.: Das Labour-Force-Konzept. (Quelle: Eurostat (1996): Bevölkerung und soziale Bedingungen, Reihe 3C, S. 13.; OECD (2004a),Glossary of Statistical Terms, Paris.) 10
Tabelle 3.1.: Polen: Teilzeit-Erwerbstätigkeit nach Geschlecht 1997-2003. (Quelle: OECD (2004b): LFSs, Paris, S. 273) 15
Tabelle 4.1.: Schweden: Teilzeit-Erwerbstätigkeit nach Geschlecht 1987-2003. (Quelle: OECD (2004b): LFSs, Paris, S. 312f.) 20
Tabelle 5.1.: EU-25: LFPR der Frauen nach Mitgliedstaaten 1999-2003. (Quelle: EU (2005b): Erwerbsquoten nach Geschlecht und Alter auf NUTS-Ebene 2 - EU-25 (%), Eurostat, Luxemburg; eigene Darstellung) 33
Tabelle 5.2.: EU-25: ELQ der Frauen nach Mitgliedstaaten 1999-2003. (Quelle: EU (2005a): Arbeitslosenquote, gegliedert nach Geschlecht; eigene Darstellung) 34
Tabelle 5.3.: EU-25: GFR nach Mitgliedstaaten 1999-2003. (Quelle: EU (2005c): Gesamtfruchtbarkeitsrate, Eurostat, Luxemburg; eigene Darstellung) 35
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1. Einleitung
„The female labour force participation rate has increased strongly in most OECD countries over the last few decades …“ (Jaumotte, 2003, S. 5). Dies ist ein allgemeiner Trend in Europa. Dennoch gibt es Unterschiede bezüglich der absoluten Höhe der FET 1 und den soziokulturellen, ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen.
Diese Arbeit wird die FEB in Polen und Schweden innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte betrachten. Die hierzu vorliegenden Daten sollen einerseits in Bezug auf die im jeweiligen Land gegebenen Verhältnisse interpretiert werden. Zum anderen wird eine Einordnung der einzelstaatlichen Ergebnisse in den Kontext der Europäischen Union und ihrer Gemeinschaftspolitik angestrebt.
Schweden gilt in der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Literatur als Vorbild in der FEB und der Familienpolitik. 2 Dahingegen gibt es nur wenig Literatur zur FET oder den gesellschaftlichen und politischen Grundlagen in Polen. 3 Jeweils im Vorfeld der drei Untersuchungen werden die Datengrundlagen erläutert. Die Maßzahlen zur FET werden graphisch aufbereitet dargestellt. Auf dieser Grundlage können die landesspezifischen Einflussfaktoren bewertet werden. Die Untersuchung verläuft in folgenden Gliederungsschritten: Der nächste Abschnitt umfasst einführende Überlegungen zu den Effekten, zur Beeinflussung und Erfassung der FEB. Im dritten Abschnitt wird die FET im Länderbeispiel Polen betrachtet. Der vierte Abschnitt behandelt parallel dazu die FET im Länderbeispiel Schweden. Im fünften Abschnitt werden die Resultate zur FEB in beiden Staaten in den Europäischen Kontext eingeordnet. Den Schluss bilden Ergebnisse und Fazit der Untersuchungen.
Die im Rahmen dieser Arbeit gebrauchten Begriffe und Definitionen werden an entsprechender Stelle eingeführt.
1 Wenn im Rahmen dieser Arbeit von Frauenerwerbstätigkeit oder Frauenerwerbsbeteiligung die Rede ist, steht dahinter noch kein explizites ökonomisches Konzept. Solche werden erst im Abschnitt 2.3. eingeführt und benannt.
2 So der Fall bei Henningsen (1993), Kolbe (2002), Olsson (1993) und Veil (2003). Hoem(1992) und zum Teil Kolbe weisen auch auf immer noch bestehende Schwierigkeiten in der Gleichstellung der Geschlechter hin.
3 Ausnahmen bilden hier der Bericht von Rudolph et al. (1992) und die Aufsatzsammlung herausgegeben von Ingham et al. (2001).
6
2. Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Frauenerwerbstätigkeit
2.1. Effekte einer hohen Frauenerwerbsbeteiligung
Die Gründe für den eingangs zitierten OECD-weiten Anstieg der FEB sind vielfältig. Eindeutig seien die vornehmlich positiven Effekte auf eine Volkswirtschaft, wie Eichhorst und Thode (2002) betonen. 4 Vielmehr noch sei eine höhere FEB die Lösung für die sich in Europa abzeichnenden Probleme.
So sei die FET ein Weg aus der Schuldenspirale der Wohlfahrts- und Sozialstaaten. Denn durch eine „wachsende Beschäftigung von Müttern [und Frauen allgemein] werden […] zusätzliche Einnahmen aus Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen sowie Einsparungen bei Sozialtransfers […] anfallen“ (Eichhorst/ Thode, 2002, S. 11; Hinzufügung und Auslassungen Verfasserin). Dadurch könnten die Renten- und Gesundheitssysteme stabilisiert werden. Die höhere FET soll zudem zukünftige „Fachkräfteengpässe“ (Ebd., S. 9) ausgleichen. Insbesondere, da der anhaltende Strukturwandel neue Berufe im Dienstleistungsbereich hervorbringe. Eine hohe FEB wirkt sich somit positiv auf die finanzielle Stabilität des Staatshaushaltes aus. Dies trifft insbesondere auf die durch hohe Sozialtransfers belasteten und von Bevölkerungsüberalterung bedrohten Staaten Europas zu.
2.2. Einflussfaktoren auf die Frauenerwerbstätigkeit
In der Forschungsliteratur zur FET werden verschiedene Faktoren genannt, die die individuelle Entscheidung zum Eintritt in den Arbeitsmarkt lenken können. 5 Sie lassen sich in drei Gruppen gliedern:
4 Ihr Bericht bezieht sich zwar auf die Bundesrepublik Deutschland, doch die Analysen zu den Auswirkungen einer höheren FET sind auch für die anderen Länder der Europäischen Union gültig.
5 Ich orientiere mich mit den folgenden Ausführungen an den Forschungsbeiträgen von Funk (1993) und Jaumotte (2003).
7
Jaumotte (2003); eigene Darstellung)
Den hier mit ‚persönlich’ überschriebenen „Faktoren wie Alter, Familienstand und Fertilität“ (Stephan, 1995, S. 13) wird kein direktes Erklärungsvermögen für die FET zugesprochen. 6 Ein allgemeingültiger Zusammenhang zwischen Geburtenrate und FET kann verneint werden; entscheidend ist die Familienpolitik eines Landes. 7 Ein höherer Bildungsabschluss oder Status im Berufsleben birgt Anreize nach Heirat oder Geburt nicht oder nur kurzzeitig aus dem Erwerbsleben auszutreten. Entgegengesetzt wirken sich Einkommen und Stellung des Ehemannes aus. Je besser er verdient und je sicherer sein Status, desto geringer sind die ökonomischen Zwänge, etwas zum Haushaltseinkommen beizutragen. Die Einstellungen der Familie zur Erwerbstätigkeit der Frau kommen hauptsächlich in Abwesenheit finanzieller Notwendigkeit zum Tragen.
Die mit ‚gesellschaftlich’ umschriebenen Faktoren umfassen Rollenbilder und Wertvorstellungen. Sie wirken eher subtil über öffentliche Inszenierungen von Frau und Familie als Kontollinstanzen oder Schablone für das eigene Verhalten. Es gibt vielfältige politische und ökonomische Instrumente zur Beeinflussung der FET: Eine getrennte steuerliche Veranlagung der Ehepartner befördert die FEB. Das
6 Dennoch lassen sich in den Daten gewisse Regelmäßigkeiten in Bezug auf diese Kriterien finden. So etwa die Übereinstimmungen für Frauen im Alter von 25- 34, d.h. in ihren „prime child-rearing years“ (KILM1, o.J., S. 2), wo viele Frauen dann zumindest zeitweise für die Kinderbetreuung aus dem Arbeitsmarkt austreten. Eine Untersuchung des Zusammenhanges zwischen der FET und Alter und Anzahl der Kinder im Haushalt kann bei den Länderbeispielen nicht erfolgen. Auf die Anfrage nach entsprechenden Datenreihen wurde mir sowohl vom polnischen als auch vom schwedischen Statistik-Amt mitgeteilt, dass sie solche Informationen wegen der Bestimmungen zu Datenschutz und Auskunftspflicht nicht bereitstellen dürften
7 Klement/ Rudolph sprechen eher davon, das in den Ländern mit zugleich hoher Geburtenrate und FET die „Integration von Frauen in das Erwerbssystem gelungen“ sei (2003, S. 23). Eine niedrige Geburtenrate oder FEB weise somit die Unvereinbarkeit von Familie und Beruf, d.h. die mangelnde Unterstützung der Frau durch Familie, Gesellschaft und vor allem Politik aus.
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Arbeit zitieren:
Sarah Weier, 2005, Frauenerwerbstätigkeit - Polen und Schweden im europäischen Kontext, München, GRIN Verlag GmbH
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