Inhaltsverzeichnis
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1 Einleitung 1
2 Epidemiologie jugendlichen Drogenkonsums
2.1 Arzneimittelkonsum
2.2 Nikotin
2.3 Alkohol 2
2.4 Illegale Drogen
3 Risikofaktoren der Drogengefährdung in der Jugendphase
3.1 Personale Risikofaktoren
3.2 Soziale Risikofaktoren 4
3.3 Gesellschaftspolitische Risikofaktoren 6
4 Erklärungsansätze zur Entwicklung des Drogenkonsums im Jugendalter 7
4.1 Psychologische Erklärungsmodelle
4.2 Soziologische Erklärungsmodelle 8
5 Schlussbetrachtung 10
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1 Einleitung
Ich entschloß mich das Thema ,,Suchtverhalten und Drogenkonsum im Jugendalter“ zu bearbeiten, da dieses Thema meiner Meinung nach immer mehr an Bedeutung gewinnt und es, vor allem in der sozialen Arbeit, wichtig ist über ein Basiswissen dieses Themas zu verfügen, um gerechtfertigt in solch einem Bereich arbeiten zu können. In der folgenden Arbeit soll zunächst einmal die Verbreitung von legalen und illegalen Drogen unter Jugendlichen festgestellt werden. Daraufhin werden verschiedene Risikofaktoren, die zum Drogenkonsum von Jugendlichen beitragen können festgehalten. Des weiteren ist es meiner Meinung nach notwendig, Erklärungsansätze aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, die zum Drogenkonsum im Jugendalter führen können, um ein Verständnis dieses Problemverhaltens zu gewinnen.
2 Epidemiologie jugendlichen Drogenkonsums
2.1 Arzneimittelkonsum
Arzneimittelkonsum ist zunächst einmal zu unterscheiden zwischen bestimmungsgemässem Gebrauch und Mißbrauch. Wird ein Medikament ohne medizinische Indikation in einer zu hohen Dosis oder in zu häufiger Wiederholung eingenommen, so wird dies als Arzneimittelmißbrauch definiert (Kollehn & Weber, 1985 zit. in Hurrelmann, 1999, S.208). Untersuchungen deuten daraufhin, dass Jugendliche meist in Stress- oder Belastungssituationen in Schule und Berufsausbildung den gewohnheitsmäßigen Griff zum Arzneimittel vornehmen. Von den befragten 13-17 jährigen Jugendlichen gaben über 30% an, dass sie in den vorherigen zwölf Monaten regelmäßig (mindestens einmal wöchentlich) Medikamente konsumiert hatten. Nur 23% gaben an, dass sie keines der genannten Medikamente in dem besagten Zeitraum eingenommen hatten. Des weiteren zeigt diese Untersuchung, dass mit zunehmendem Alter der Jugendlichen auch der Anteil der Konsumenten steigt. Außerdem kann man feststellen, dass die Einnahme von Erkältungs-, Grippemitteln und Kopfschmerzmitteln in dieser Altersgruppe am häufigsten stattfindet. Durchschnittlich läßt sich ab dem 16 Lebensjahr ein Unterschied im Konsumverhalten von Jungen und Mädchen verzeichnen, der erkennen läßt, dass ab diesem Alter deutlich mehr Mädchen in allen Arzneimittelgruppen die führenden Konsumenten sind (Nordlohne, Hurrelmann & Holler 1989; Hurrelmann, 1999, S.208).
2.2 Nikotin
In diesem Bereich läßt sich erkennen, dass der Anteil jugendlicher Raucher in den letzten Jahren zurückgegangen ist. Doch immer noch rauchen 29% der 14-17 jährigen ständig oder gelegentlich. Außerdem lassen sich in dieser Altersspanne 44% Nieraucher und 22% Probierer finden (BzgA, 1994 zit. in Schmidt, 1998, S.30). Des weiteren läßt sich feststellen, dass von den 12-16 jährigen ungefähr die Hälfte noch nie geraucht haben und ca.15% regelmäßig oder gelegentlich rauchen (Kolip, Hurrelmann & Schnabel, 1995 zit. in Schmidt, 1998, S.30). Zwischen 12 und 24 Jahren rauchen knapp 30%, wobei die meisten vor
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dem 17 Lebensjahr mit dem Konsum beginnen (Bayrisches Staatsministerium für Arbeit % Sozialordnung, Familie, Frauen & Gesundheit, 1997 zit. in Schmidt, 1998, S.30). Das Durchschnittsalter beim Probieren der ersten Zigarette liegt bei Jungen und Mädchen gleichermaßen bei 13,8 Jahren und hat sich in den letzten zwanzig Jahren erhöht. Der Trend eines späteren Einstiegs scheint sich hier zu bestätigen (BzgA, 1994 zit. in Kolip, 1999, S.10).
2.3 Alkohol
Bis zum 16. Lebensjahr werden etwa 16% der Jungen und 6% der Mädchen zu Dauerkonsumenten von Wein, Sekt und Bier. Weitere 21% konsumieren einmal pro Woche diese Getränke. Diese Werte sind in den letzten Jahren stabil geblieben (Nordlohne, 1992 zit. in Hurrelmann, 1999, S.212)
Laut Befragungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung trinken 36% der 14-25 jährigen mindestens einmal pro Woche Bier. Ungefähr 12% dieser Altersgruppe trinken einmal wöchentlich Wein oder Sekt, und 7% konsumieren Spirituosen. Die Trendanalyse zeigt, dass der Konsum in den letzten Jahren gesunken ist. Sehr auffällig ist der starke Konsumrückgang in den jüngeren Altersstufen: Harte Spirituosen werden kaum konsumiert und der Bier- und Weinkonsum ist in den letzten Jahren ebenfalls stark zurückgegangen. Die BzgA führt dies jedoch auf den heutzutage späteren Einstieg zurück(BzgA, 1994 zit. in Kolip, 1999, S 9). Trotz allem ist Alkohol laut Heaven (1996 zit. in Schmidt, 1998, S.32) die bevorzugte Droge der Jungen und Mädchen.
2.4 Illegale Drogen
Im Unterschied zu den legalen Drogen Nikotin und Alkohol haben wenig Jugendliche zwischen 12 und 25 Jahren überhaupt Erfahrungen mit illegalen Drogen gemacht. Es läßt sich eine Zahl von 24% festhalten. Bei den 12 und 13 jährigen haben 1% schon mal illegale Drogen, primär Haschisch, konsumiert, während sich unter den 14-17 jährigen ungefähr 10% befinden (Bayrisches Staatsministerium, 1997 zit. in Schmidt, 1998, S.35). Der Anteil der Jugendlichen, die Erfahrungen mit illegalen Rauschmitteln gemacht hat ist aber seit 1990 sprunghaft angestiegen (Kraus, Bauernfeind & Herbst, 1998 zit. in Kolip, 1999, S.11).
3 Risikofaktoren der Drogengefährdung in der Jugendphase
3.1 Personale Risikofaktoren
Unter dem Begriff ,,Personale Risikofaktoren“ sollen im folgenden biomedizinische Faktoren, Persönlichkeitsmerkmale und individuelle Verhaltensweisen verstanden und dargestellt werden. Biologische Risikofaktoren
Nach Igra und Irwin (1996 zit. in Schmidt, 1998, S.43) führt körperliche Reife bzw. ein reifes äußeres Erscheinungsbild zu stärkerem Risikoverhalten und somit auch zu stärkerem Substanzgebrauch. Eine weitere Studie von Magnusson (1988 zit. in Schmidt, 1998, S.43) belegt, dass Mädchen mit früher biologischer Reife, gemessen am Alter bei Eintritt der Menarche, unter anderem zu erhöhtem Suchtmittelkonsum
Arbeit zitieren:
Claudia Lüttig, 2001, Suchtverhalten und Drogenkonsum im Jugendalter, München, GRIN Verlag GmbH
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