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Inhaltsverzeichnis
Seite
1 Einleitung
1
2 Was ist eine Krise?
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2.1 Wortursprung
2.2 Vergleich China
2.3 Arten von Krisen und Krisenverläufe
2.4 Objektive und Subjektive Krisenzeichen 4
3 Personzentrierte Krisenberatung
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3.1 Kompatibilität Bedeutung des personzentrierten Ansatzes für
die Krisenintervention
3.2 Die sechs Dimensionen einer Krise und personzentrierte
Krisenintervention 7
3.2.1 Intensität und Eskalation 8
3.2.2 Krisenauslöser 10
3.2.3 Krisenstadium
3.2.4 Zeitdruck 11
3.2.5 Subjektives Krisenerleben 12
3.2.6 Beziehungsebenen 13
4 Sozialpädagogische Relevanz und Schlussbetrachtung
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Literatur
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1 Einleitung
Nach meinem 20-wöchigen Praktikum beim Jugendamt Oberhausen entschloß ich mich zum Wintersemester 2002/2003 den Schwerpunkt Beratung zu belegen. In den meisten sozialpädagogischen Praxisfeldern findet, mehr oder weniger formal, Beratung statt. Daher bin ich der Meinung, dass eine solide Basis von Beratungskenntnissen für die praktische Tätigkeit in einem sozialpädagigischen Beruf nicht fehlen darf. Besonders interessiere ich mich für den personzentrierten Ansatz nach Carl Rogers, dessen Grundannahmen ich schon im Grundstudium kennen lernen konnte. Nach der Einführungsveranstaltung zum Schwerpunkt Beratung war mir persönlich klar, dass ich mich innerhalb dieses Schwerpunktes intensiver auf den personzentrierten Ansatz konzentrieren möchte und im Hauptstudium meine Kenntnisse über diesen Ansatz weiter ausbauen möchte. Besonders faszinierend finde ich die vielseitige Anwendbarkeit des personzentrierten Ansatzes, zum einen innerhalb von Beratungssituationen und therapeutischen Interventionen als methodische Vorgehensweise, zum anderen aber auch in jeglichen Erziehungssituationen als menschliche Grundeinstellung. Aus diesem Aspekt heraus, entschloß ich mich auch in meiner Hausarbeit das Thema ,,Der personzentrierte Ansatz in der Krisenberatung“ zu bearbeiten, um herauszustellen, dass dieser Ansatz auch in der Beratung von kritischen Lebensereignissen und krisenhaften Lebenssituationen anwendbar ist, obwohl hier, der allgemeinen Vorstellung nach, nicht die Veränderung bzw. Entwicklung der Person und ihres Selbstkonzeptes, sondern das Lösen der bestehenden Probleme vorrangig ist. Im ersten Teil meiner Ausarbeitung möchte ich den Versuch unternehmen die ,,Krise“ zu erklären und zu definieren. Innerhalb dessen sollen auch unterschiedliche Arten von Krisen erläutert und deren Verläufe anhand von zwei Modellen dargestellt werden. Daraufhin möchte ich die Übertragbarkeit des personzentrierten Ansatzes nach Carl Rogers und dessen Bedeutung für die Krisenberatung und die Krisenintervention verdeutlichen und somit zeigen, dass der klientenzentrierten Krisenintervention die traditionellen Techniken der klientenzentrierten Therapie zugrunde liegen.
Darüber hinaus werde ich anhand des Modells der sechs Dimensionen einer Krise, diese Dimensionen erläutern und im Rahmen dessen, personzentrierte Interventionsmöglichkeiten beschreiben.
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2 Was ist eine Krise?
2.1 Wortursprung
Krise (griechisch): Unsicherheit, bedenkliche Lage, Zuspitzung, Höhepunkt, Not Entscheidung, Wendepunkt.
2.2 Vergleich China
Krise (chinesisch): Gefahr und Chance (Sonnek, 2000,S.29)
Krise kann demnach verstanden werden als ein Wendepunkt/Höhepunkt, der sowohl eine Gefahr, als auch eine Chance mit sich bringt. So muss eine Krise nicht immer etwas negatives sein, denn es können sich aus ihr positive Entwicklungen ergeben.
2.3 Arten von Krisen und Krisenverläufe
Psychosoziale Krisen sind der Verlust des inneren Gleichgewichts, den ein Mensch verspürt, wenn er mit Ereignissen oder Lebensumständen konfrontiert wird, die er im Moment nicht bewältigen kann, weil sie von Art und Ausmaß seine Fähigkeiten zur Bewältigung überfordern.
* Traumatische Krisen (nach Cullberg):
Anlässe bei traumatischen Krisen sind meist unvorhergesehene, plötzliche Schicksalsschläge, wie z.B.: Krankheit, Invalidität, Tod eines Angehörigen, Trennung, Kündigung... . Schock
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Schockphase: Der sog. Krisenschock ist die erste Reaktion auf die Krise und kann wenige Sekunden bis 24 Stunden andauern. Es folgt die Reaktionsphase, die einige Tage bis Wochen andauern kann. Sie ist geprägt von affektiven Turbulenzen, Apathie, Verzweiflung Depressivität, Hoffnungs-, Hilflosigkeit, Feindseligkeit, Aggression, Wut, Trauer und oft schwere körperliche Begleitsymptomatik. Dieses Stadium verläuft nicht kontinuierlich, sondern schließt auch Perioden ein, in denen schon eine Bearbeitung und Neuorientierung möglich sind. In der Reaktionsphase besteht die Gefahr einer Fehlanpassung, die sich in Chronifizierung, Substanzmißbrauch, Erkrankung (körperlich), psychischen Zusammenbruchs äußern kann. Die Reaktions-, Bearbeitungs- und Neuorientierungsphasen überschneiden sich vor allem bei Beginn (Sonnek, 2000, S. 32 ff). * Veränderungskrisen (nach Caplan):
Veränderungskrisen entstehen durch Ereignisse, die im Verlauf des Lebens mehr oder weniger vorprogrammiert sind. Anlässe können das Verlassen des Elternhauses, Heirat, Geburt, Umzug, Pubertät, Schwangerschaft... sein.
Konfrontation
Mobilisierung Vollbild der Krise
Nach der Konfrontation mit der Veränderung kommt es durch die Erkenntnis, dass das Ereignis nicht in das Leben integriert werden kann, zu dem Gefühl des Versagens. Innere Spannung und Druck steigen an. Es kommt zu dem Punkt, wo das Mobilisieren von inneren und äußeren Hilfsmöglichkeiten notwendig wird. Hier besteht die größte Chance für den Helfer, Angebote zu vermitteln und die größte Bereitschaft Hilfe anzunehmen. Ist die Hilfe ädaquat kommt es zur Bewältigung und damit auch zur Beendigung der Veränderungskrise. Ist die Hilfe allerdings inädaquat kann es zu Rückzug, Resignation oder auch zur Chronifizierung kommen. Ebenso kann sich ein Vollbild der Krise entwickeln, welches ähnlich aussieht, wie die Reaktionsphase der traumatischen Krise und auch den gleichen Verlauf nehmen kann. Lebensveränderungen gehören zum normalen Lebenslauf. Die Vorbereitung hierauf ist relativ gut möglich, während traumatische Krisenanlässe meist
Arbeit zitieren:
Claudia Lüttig, 2003, Der personzentrierte Ansatz in der Krisenberatung, München, GRIN Verlag GmbH
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