Gliederung
1. Einleitung 2
2. Hauptteil 2
2.1. Kommunikationspolitik der EZB 3
2.1.1. Kommunikationsgruppen und Kommunikationsmittel 3
2.1.2. Kommunikationsfehler und Auswirkungen auf
die Glaubwürdigkeit und Transparenz der EZB 5
2.1.3. Lösungsmöglichkeiten 10
3. Schluss 12
4. Literaturverzeichnis 14
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1. Einleitung
Die Europäische Zentralbank (EZB) behauptet eine der „transparentesten Zentralbanken weltweit zu sein“ 1 . Der eigene seit 1999 existierende Anspruch beschäftigt sich mit zeitnahen und detaillierten Einblicken in Politik, Standpunkten und Entscheidungen der EZB. Diese Praxis soll für Transparenz und Glaubwürdigkeit sorgen.
Die Kommunikationspolitik der EZB ist ein wesentlicher Schwerpunkt, um diese Transparenz und Glaubwürdigkeit zu schaffen. Daher werde ich in dieser Hausarbeit aufzeigen, ob die EZB ihren eigenen Ansprüchen und Behauptungen gerecht werden kann. Inhalt der Hausarbeit ist die jetzige Kommunikationspolitik sowie ihre Auswirkungen auf Transparenz und Glaubwürdigkeit der Europäischen Zentralbank. Verstärkt die Kommunikationspolitik die Glaubwürdigkeit und Transparenz der EZB? Kann die EZB mit ihren Kommunikationsmittel alle Zielgruppen erreichen oder bestehen Kommunikationsdefizite? Zunächst beginne ich bei meinen Ausführungen mit einer Beschreibung der Kommunikationsgruppen und Kommunikationsmittel der EZB. Die Monatssowie Jahresberichte der EZB weisen eine Gesamtdarstellung der Kommunikationspolitik auf. In diesen Zusammenhang beinhalten diese auch Definitionen von Transparenz und Glaubwürdigkeit. Weiterhin stelle ich mögliche Kommunikationsfehler sowie deren Auswirkungen auf die Glaubwürdigkeit und Transparenz der Europäischen Zentralbank vor. Ich werde nur einige mögliche Beispiele von Kommunikationsfehler, wie die Homepage der EZB nennen. Darüber hinaus möchte ich Lösungsmöglichkeiten beschreiben, welche die Kommunikationsdefizite der EZB erschließen können. Die volkswirtschaftlichen Zeitschriften dienen hierbei als Quelle für Kommunikationsfehler und -lösungen. In den Schlussbemerkungen werde ich ein Fazit ziehen sowie die Schwierigkeiten der EZB mit Kommunikationsmitteln und -gruppen darstellen.
1 EZB (2003), Öffentlichkeitsarbeit, Jahresbericht, Seite 161
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2. Hauptteil
2.1. Die Kommunikationspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) Im August 2003 wird ein Leitbild für die EZB verabschiedet, welches „richtungsweisend für die interne und die externe Kommunikation ist“ 2 : „Wir bei der Europäischen Zentralbank haben uns verpflichtet, alle uns übertragenen Zentralbankaufgaben effektiv zu erfüllen. Dabei streben wir höchste Integrität, Kompetenz, Effizienz und Transparenz an.“ 3 .
Die Kommunikation stellt somit einen integralen „...Bestandteil der Geldpolitik der EZB...“ 4 dar, mit dem Ziel die „...Glaubwürdigkeit der Geldpolitik zu erhöhen...“ 5 .
Die EZB muss offen und transparent ihre Aufgaben und ihre Politik an die Bevölkerung vermitteln, um „das Verständnis für diese Bereiche zu vertiefen“. 6 Die Kommunikationsaktivitäten der EZB sollen die unterschiedlichen regionalen und nationalen Zielgruppen der Europäischen Union ansprechen. Die Informationen der EZB werden somit in die jeweilige Landessprache übersetzt und an das jeweilige Umfeld gerichtet.
2.1.1. Kommunikationsgruppen und Kommunikationsmittel
Die Kommunikationspolitik der Europäischen Zentralbank richtet sich an unterschiedliche Kommunikationsgruppen. Die Fachleute oder Experten, wie etwa die Finanzmarktteilnehmer stellen eine Zielgruppe der Europäischen Zentralbank dar.
2 EZB (2003), Öffentlichkeitsarbeit, Jahresbericht, Seite 163
3 Ebd., Seite 163
4 Ebd., Seite 160
5 Ebd., Seite 160
6 Ebd., Seite 160
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Die zweite Zielgruppe ist die Öffentlichkeit. Diese unterscheidet sich in „aktive Empfänger“ 7 , „Multiplikatoren“ 8 (Übersetzung durch die Verfasserin) sowie „passive Empfänger“.
Die „aktiven Empfänger“ weisen einen Teil der interessierten Öffentlichkeit auf, welche „zum überwiegenden Teil aus Studierende der Wirtschaftswissenschaften und anderer sozialwissenschaftlicher Disziplinen“ 9 besteht. Die „aktiven Empfänger“ besuchen zum Beispiel die Europäische Zentralbank in Frankfurt/Main oder gehören zu den Nutzern der EZB Webseite. Lehrer und auch Medienvertreter sind „Multiplikatoren“. Die „Multiplikatoren“ erhalten eine besondere Aufgabe in der Öffentlichkeit. Sie zeichnen sich in der Schule oder Öffentlichkeit als Informationsübermittler aus. Die breite Öffentlichkeit besteht aus „passiven Empfänger“. Sie interessieren sich nicht aktiv für die EZB und ihre Geldpolitik.
Die EZB besitzt unterschiedliche Kommunikationsmittel, um mit ihren Zielgruppen kommunizieren zu können. Das Fernsehen weist neben den Zeitungen und Zeitschriften den Mittelpunkt der Kommunikationspolitik der Europäischen Zentralbank auf.
Die monatlichen Pressekonferenzen des Präsidenten/Vizepräsidenten sowie die periodischen Publikationen (Monats- und Jahresberichte) sollen die geldpolitischen Beschlüsse der EZB und ihre Einschätzung der Wirtschaftslage transparent und aktuell aufzeigen.
Nach den einleitenden Bemerkungen des Präsidenten/Vizepräsidenten beinhalten die Pressekonferenzen auch einen Frageteil für die Medienvertreter. Die EZB unterstützt mit diesem Frageteil am Ende der Pressemitteilungen die Stellung der „Multiplikatoren“ in der Öffentlichkeit.
Bei den Monatsberichten besteht die Möglichkeit, der Öffentlichkeit und den Finanzmärkten eine detaillierte und umfassendere Analyse des wirtschaftlichen Umfelds sowie einen Einblick in die Analyseinstrumente der EZB zu geben.
7 Kuhn, Britta (2005), The Communication Policy of the European Central Bank - A Review of the First
Five Years, in: Intereconomics, January/ February, Seite 23
8 Ebd., Seite 23
9 EZB (2003), Öffentlichkeitsarbeit, Jahresbericht, Seite 162
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Arbeit zitieren:
Sandra Timmer, 2006, Die Kommunikationspolitik der Europäischen Zentralbank, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
Transparenz als funktionales Element der Geldpolitik der EZB
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