Inhalt
1. Einleitung 3
2. Das Leben und Schaffen von Madonna 3
2.1 Madonnas musikalische Karriere 3
2.2 Das Album „Music“ und der Song „I deserve it“ 5
3. Der formale Aufbau von „I deserve it“ 5
4. Die Instrumentierung 6
5. Die Harmonik und Melodik von „I deserve it“ 6
5.1 Die Harmonik 6
5.2 Die Melodik 7
6. Die Instrumente und ihre Spielweise 8
6.1 Gitarren-Begleitung 8
6.2 Schlagzeug-Begleitung 8
6.3 Die Synthesizer 9
7. Das Wort-Ton-Verhältnis 10
8. Resümee 12
Literatur und Tonträger 13
Anhang 14
Anhang 1: Transkription Madonna - I deserve it 14
Anhang 2: Schlagzeug-Pattern 25
Anhang 3: Motivanalyse Refrain 26
2
1. Einleitung
Madonna Ciccone gilt heute als eine der erfolgreichsten Popstars der Welt. Ein Grund mehr einen ihrer Songs näher zu untersuchen. Diese Hausarbeit baut sich auf die von mir angefertigte Transkription des Songs „I deserve it“ 1 von Madonna auf. Ich möchte im Folgenden das Leben und Schaffen des Popstars Madonna kurz beleuchten und fahre dann mit einer Analyse des Popsongs „I deserve it“ fort. In der Analyse werde ich sowohl die Harmonischen als auch die melodischen Aspekte dieses Songs näher untersuchen. Das Text-Ton-Verhältnis von „I deserve it“ und eine daraus folgende Interpretation wird ebenfalls Gegenstand dieser Hausarbeit sein, die ich mit einem kurzen Resümee beenden werde.
2. Das Leben und Schaffen von Madonna
2.1 Madonnas musikalische Karriere
Madonna Louise Veronica Ciccone kommt am 16. August 1958 in Michigan zur Welt 2 . In ihrer Jugend nimmt sie Instrumental- und Tanzunterricht und geht 1977 3 nach New York, um dort eine Tanzkarriere anzustreben. In den folgenden Jahren wirkt Madonna in den Bands „Breakfast Club“ und „Emmy“ mit und bekommt 1982 4 bei Warner Brothers einen Plattenvertrag und veröffentlicht ihre erste Single „Everybody“. 1983 schafft es Madonna mit der Single „Holiday“ von dem Album „Madonna“, welches 1982 5 erscheint, in die US Top 20 und ein Jahr später in die Top 10 der europäischen Charts 6 . Mit ihrem nächsten
1 Transkription des Songs „I deserve it“: Siehe Anhang 1
Madonna (2000). I deserve it. Auf Music [CD]. Warner Music Deutschland.
2 Anmerkung des Verfassers: Ich gebe hier nur den Bundesstaat als Geburtsort an, da in den Quellen unter-
schiedliche Geburtsorte genannt werden:
Rock & Pop von A bis Z. Herausgegeben von Julia Edenhofer. 5. Auflage. Bergisch Gladbach: Lübbe 1993.
S. 395: Detroit, USA
The encyclopedia of popular music. Band V Louvin Charlie - Paul, Clarence. Herausgegeben von Colin
Larkin. 3. Auflage. London: Macmillan 1998. S. 3402: Rochester, Michigan, USA
http://www.schlampfie.de/culturalstudies/C-C1.htm 26.10.2005: Pontiac
3 Larkin, Colin 1998: 3402
4 Larkin, Colin 1998: 3402
Edenhofer, Julia 1993: 395
5 Larkin, Colin 1998: 3404
6 Larkin, Colin 1998: 3402
Edenhofer, Julia 1993: 395
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Album und der dazu gehörigen Single „Like a virgin“ schafft Madonna 1984 den Karrieredurchbruch in den USA mit Platz 1 in den Charts und avanciert zur Stilikone der damaligen Jugendgeneration 7 .
In den Jahren 1985 bis 1987 folgen die Singles: „Material Girl“, „Papa don´t preach“ und „La Isla Bonita“ 8 . Madonna arbeitet neben der Musik auch als Schauspielerin und veröffentlicht 1987 das Album „Who´s that girl“ zum gleichnamigen Film, in dem sie in der Hauptrolle mitwirkt. 9 1989 folgt das Album „Like a prayer“, das einen Konflikt mit der katholischen Kirche auslöst, da Madonna in dem Video „Like a prayer“ die Themen Kirche und Erotik vereint. 10 In den folgenden Jahren beschäftigen sich Madonnas Album vor allem mit dem Thema Erotik und sie veröffentlicht das Buch „Sex“, das ebenfalls ein Erfolg wird. 11 1996 12 erreicht Madonna den Höhepunkt ihrer Schauspielkarriere mit der Hauptrolle in dem Film „Evita“, wofür sie mit dem Golden Globe ausgezeichnet wird. 13 Für das Album „Ray of Light“ gewinnt Madonna 1998 bei den MTV Music Awards mehrere Preise. Nur zwei Jahre darauf veröffentlicht sie das Album „Music“, deren gleichnamige Single der zwölfte Number-One-Hit für Madonna in den USA wird und heiratet ihren jetzigen Ehemann Guy Ritchie. 14 Madonna hat zu diesem Zeitpunkt ein drei Jahre altes Kind und ist erneut schwanger. 15
2003 veröffentlich Madonna wieder ein Buch, diesmal ein Kinderbuch, bei dem sie selbst als Autorin tätig ist, mit dem Namen „The English Roses“ 16 und ihr Album „American
7 Larkin, Colin 1998: 3403
8 http://www.madonnamusic.de/wiz/ww_View.jsp?aid=2307&spid=2423 26.10.2005
9 Edenhofer, Julia 1993: 397
10 Larkin, Colin 1998: 3403
11 Larkin, Colin 1998: 3403
12 Larkin, Colin 1998: 3403
13 http://www.schlampfie.de/culturalstudies/C-C1.htm 26.10.2005
14 http://www.schlampfie.de/culturalstudies/C-C1.htm 26.10.2005
15 http://www.cosmopolis.ch/cosmo18/madonna.htm 26.10.2005
16 http://www.schlampfie.de/culturalstudies/C-C1.htm 26.10.2005
4
Life“ wird veröffentlicht. Am 11. November 2005 wird ihr aktuelles Album „Confessions On A Dance Floor“ in Deutschland erscheinen. 17
2.2 Das Album „Music“ und der Song „I deserve it“
Madonna veröffentlicht das Album „Music“ 18 2000 bei Warner Brothers. Mirwais Ahmadzai, eine wichtige Persönlichkeit in der französischen Dancemusic 19 , produziert „Music“ und beteiligt sich am Schreiben der Songs. 20
„I deserve it“ ist der vierte Song auf dem Album „Music“ und hat eine Spieldauer 4 Minuten und 24 Sekunden. 21 Der Song wurde nicht als Single veröffentlicht.
3. Der formale Aufbau von „I deserve it“
„I deserve it“ setzt sich aus drei Strophen mit jeweils 8 Takten zusammen. Die erste Strophe beginnt ohne Vorspiel und geht direkt in die 2. Strophe über. Nach dieser folgt das erste Mal der Refrain mit ebenfalls 8 Takten. Es folgt ein viertaktiges Zwischenspiel. Nach der dritten Strophe folgt der Refrain mit einem 8-taktigen Zwischenspiel. Es folgt eine Bridge mit acht Takten, nach der der Refrain zweimal wiederholt wird. Danach folgt ein instrumentaler Schlussteil mit 16 Takten, wobei ab Takt 13 ein Fade Out beginnt und nach Takt 16 der Song ausgeblendet ist.
17
http://www.warnermusic.de/artist/index.html?dest=http%3A//www.warnermusic.de/artist/2307/artist_default
30.10.2005
18 Madonna (2000). Music [CD]. Warner Music Deutschland.
19 Ich verwende den Begriff hier als feststehenden Begriff, da der deutsche Begriff Tanzmusik nichts mit dem
Stil Dancemusik zu tun hat.
20 Madonna. The Complet Guide to her Music. Hrsg. von Rikky Rooksby. London (u.a.): Omnibus Press
2004. S. 56
21 http://www.madonnamusic.de/wiz/ww_View.jsp?aid=2307&spid=2422 26.Oktober 2005
5
4. Die Instrumentierung
In dem Song „I deserve it“ werden Gitarre, Schlagzeug und Synthesizer eingesetzt. Die erste Strophe wird durch Gesang und Gitarre gestaltet. Ab der zweiten Strophe kommt das Schlagzeug dazu. Der Gesang setzt im ersten Zwischenspiel aus und es werden Klänge vom Synthesizer eingesetzt. Die dritte Strophe wird wieder nur von Gesang, Gitarre und Schlagzeug gestaltet. Im zweiten Refrain kommen wieder Klänge vom Synthesizer dazu und der Gesang setzt während des zweiten Zwischenspiels aus. Der Gesang setzt bei der Bridge wieder ein, das Schlagzeug setzt aus und der Synthesizer produziert orgelähnliche Klänge.
Im dritten Refrain kommt eine zweite Gesangstimme 22 hinzu und der Synthesizer setzt aus. Dieser kommt im vierten Refrain wieder dazu. Der Schlussteil wird ohne Gesang, allein durch Gitarre, Schlagzeug und Synthesizer-Klänge gestaltet.
5. Die Harmonik und Melodik von „I deserve it“
5.1 Die Harmonik
Die Grundtonart von „I deserve it“ ist A-Moll. Das harmonische Grundgerüst des Songs ist A-Moll, G-Dur und D-Dur. A-Moll ist also die Tonika des Stückes, G-Dur die Dominantparallele und D-Dur der Subdominanten-Gegenklang. Diese drei Akkorde gestalten in gleich bleibender Reihenfolge, nämlich A-Moll, G-Dur, D-Dur sowohl Strophen, Refrain als auch Zwischenspiele. Lediglich bei den Refrains tritt die Tonikaparallele C-Dur hinzu und Akkordreihenfolge ändert sich in A-Moll, C-Dur, G-Dur und D-Dur. Durch die einfach gehaltene Harmonik, die sich ja ausschließlich in einer einfachen Kadenz bewegt, wirkt das Stück eingängig. Auch wenn das Stück in einer Mollgrundtonart steht, hat es eher Dur-Charakter.
22 Da sich die 2. Gesangsstimme nicht von der ersten unterscheidet, sondern nur durch einen Filter
verfremdet wird, werde ich darauf nicht genauer eingehen.
6
Arbeit zitieren:
Sonja Waschulzik, 2005, I deserve it - Madonna - Die Analyse einer eigenen Transkription, München, GRIN Verlag GmbH
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