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Inhaltsverzeichnis
1 1 3 4 5 6 7 8 8 8 9 11 3.3 Der Film „Soloalbum“ 12 4 Die feinen Unterschiede und Gemeinsamkeiten 14 5 Literaturverzeichnis 2
1
Einleitung
Ich habe lange überlegt, wie ich das Thema bearbeiten soll. Schwerpunkte bilden im Rahmen von Hausarbeiten, die eine bestimmte Länge nicht überschreiten sollen, eine schwierige Hürde. Ein weiteres Problem dieser Arbeit ist die Suche nach geeigneter und passender Literatur gewesen. Wie so oft ist die Wissenschaft der Gegenwart nur auf den Fersen. Passagen dieser Arbeit lassen mit Sicherheit die Frage aufkommen, ob es sich um Populär-Wissenschaft handelt. Doch was ist besser, als die populären Geschehnisse in ein Licht zu hüllen, welches auf der gleichen Wellenlänge liegt wie die beleuchteten Objekte. Eine ausführliche chronologische Herangehensweise erschien mir als außerordentlich wichtig, da es sich um eine kulturwissenschaftliche Arbeit handelt. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Zusammenhang zwischen einer so genannten Popliteratur und der Populärkultur.
2
Vom Dadaismus zur Populärkultur
Will man verstehen was sich auf der Bühne abspielt, sollte man zuerst einen Blick hinter den Vorhang werfen. Mit der Worthülse „Popliteratur“ wird so einiges bezeichnet was heutzutage in Erscheinung tritt.
„Die Popliteratur hat ihren Ursprung im 20. Jahrhundert. Die Folgen von Industrialisierung, zwei Weltkriegen und Kaltem Krieg führten zu einem Zweifel an aufklärerischen und humanistischen Werten. Damit stand auch der Sinn einer hochkulturellen, bürgerlichen Literatur in Frage. Diese Skepsis zeigte sich erstmals deutlich bei den Dadaisten […].“ 1
2.1
Der Dadaismus
Der Dadaismus war eine künstlerische und literarische Bewegung. Sie entstand 1915 in Zürich. Zweck des Dadaismus war es, die gesamte bisherige Kunst in Frage zu stellen. Während des 1. Weltkrieges breitete er sich über ganz Europa aus. Durch gezielte Unlogik
1 Thomas Ernst: Popliteratur. Online im Internet: URL: http://thomasernst.net/popliteratur.html [Stand: 2005-03-
03]
3
und Banalität protestierten die Künstler gegen das Bürger- und Künstlertum. Den Zufall entdeckten die Dadaisten für sich als schöpferisches Prinzip. Zuerst wurde das Cabaret Voltaire am 5. Februar 1916 gegründet. Es war für über ein Jahr das Zentrum der Zürcher Dadaisten. 2
„Mit seinen lärmend-kabarettistischen, simultan-poetischen Soireen, von Janco und Ball, Tristan Tzara und Richard Huelsenbeck, Emmy Ball-Hennings, Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp als polyglottes, kuriosesfurioses Neben-, In- und Nacheinander von Rezitations-, Tanz- und Musiknummern aus aller Welt gestaltet, entwickelt sich das Cabaret Voltaire zum Experimentierfeld der modernen Künste.“ 3
Nach der Schließung wurde die Galerie Dada zum neuen Zentrum der Bewegung. Dort wurde von Hugo Ball am 25. Juli 1917 das erste Lautgedicht aufgeführt. Dieses war eines der wichtigsten Neuerungen der jungen Bewegung. Hugo Ball begründete sie mit dem Satz:
„Mit diesen Tongedichten wollten wir verzichten auf eine Sprache, die verwüstet und unmöglich geworden ist durch den Journalismus. Wir müssen uns in die tiefste Alchemie des Wortes zurückziehen und selbst die Alchemie des Wortes verlassen, um so der Dichtung ihre heiligste Domäne zu bewahren.“ 4
Durch die Erprobung von Alternativen (Anti- oder Nicht-)Kunst- und Kommunikationsformen sprengten sie sämtliche Konventionen. 5
„Priveligiertes Ausdrucksmittel waren Manifeste, Plakate und Zeitschriften, bevorzugte Ausdrucksform Pamphlet und Gedicht, wobei die Grenze zwischen Literatur und bildender Kunst immer wieder verschwimmt.“ 6
Collagenartig wurde die Sprachkunst reduziert. Gedicht und Syntax wurden auf Wortfetzen, Satzfragmente und rhythmische Lautfolgen reduziert. Das Prinzip der Sprach- und Geräuschcollage wurde vom neorealistischen Roman fortgeführt und scheint heute im Zeitalter von Hörspiel und Videoclip selbstverständlich zu sein. Die Literaturproduktion des
20. Jahrhunderts wurde durch den Dadaismus entscheidend revolutioniert. Ebenso wurden die
2 Vgl. hierzu: Wikipedia (2005): Dadaismus. Online im Internet: URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Dada [Stand:
2005-03-15]
3 Regina Keil-Sagawe: Dadaismus in der Literatur: „Ich will keine Worte, die andere erfunden haben“. In: Der Brockhaus in Text und Bild 2003. Auf CD-ROM von: Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus
4 Vgl. hierzu: Wikipedia (2005): Dadaismus. Online im Internet: URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Dada [Stand:
2005-03-15]
5 Vgl. hierzu: Regina Keil-Sagawe: Dadaismus in der Literatur: „Ich will keine Worte, die andere erfunden haben“. In: Der Brockhaus in Text und Bild 2003. Auf CD-ROM von: Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus
6 Ebenda.
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Grenzen zwischen den einzelnen Kunstgattungen und der Gegensatz zwischen Kunst und Massenkultur nivelliert. 7
„Dada degradierte, an der Schwelle zum Medienzeitalter, das Buch zum Sekundärmedium und privilegierte flüchtige Publikations- und Aufführungsformen, die Auge und Ohr viel direkter ansprechen.“ 8
In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde das Interesse an den Dadaisten immer kleiner. Die Bewegung ging an dem Desinteresse, dass ihnen entgegengebracht wurde zu Grunde. 9 Eine eigene einheitliche Kunstrichtung konnte durch die Dadaisten nicht etabliert werden. 10 Wie stark der Dadaismus auf die Kunstgeschichte Einfluss nahm, ist umstritten. Der Surrealismus wird oft als Nachfolger genannt. 11 Bis in die Gegenwart gab es sporadische neodadaistische subkulturelle Aktualisierungsschübe. Diese sind unter anderem: Die Wiener Gruppe, Beatniks, New Wave und Konkrete Poesie, um nur einige zu nennen. 12
2.2
Die Beat Generation
Die Beat Generation war eine literarische und gesellschaftliche Protestbewegung nach dem zweiten Weltkrieg in den USA. Deren Hauptvertreter waren unter anderem: Allen Ginsberg, William S. Burroughs, Jack Kerouac und Gregory Corso. Jack Kerouac prägte den Begriff 1948 in Anlehnung an die Lost Generation. In der Öffentlichkeit erschien der Begriff in einem von John Clellon Holmes verfassten Artikel in der New York Times 1952. 13 Eine weitere Bezeichnung für die Anhänger der Beat Generation war der Begriff Beatniks. Dieser wurde durch Herb Caen im San Francisco Chronicle am 2. April 1958 als degradierende Anspielung auf den russischen Satelliten Sputnik eingeführt. Herr Caen wollte damit implizieren, dass die Beat Generation weit entfernt ist und prokommunistisch eingestellt sei.
7 Vgl. hierzu: Ebenda.
8 Ebenda.
9 Vgl. hierzu: Wikipedia (2005): Dadaismus. Online im Internet: URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Dada [Stand:
2005-03-15]
10 Vgl. hierzu: Regina Keil-Sagawe: Dadaismus in der Literatur: „Ich will keine Worte, die andere erfunden haben“. In: Der Brockhaus in Text und Bild 2003. Auf CD-ROM von: Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus
11 Vgl. hierzu: Wikipedia (2005): Dadaismus. Online im Internet: URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Dada [Stand: 2005-03-15]
12 Vgl. hierzu: Regina Keil-Sagawe: Dadaismus in der Literatur: „Ich will keine Worte, die andere erfunden haben“. In: Der Brockhaus in Text und Bild 2003. Auf CD-ROM von: Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus
13 Vgl. hierzu: Wikipedia (2005): Beat Generation. Online im Internet: URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Beat_Generation [Stand: 2005-02-14]
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Quote paper:
Phillip Schacht, 2004, Popliteratur und Popkultur, Munich, GRIN Publishing GmbH
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