INHALTSVERZEICHNIS
1. Einleitung 2
2. Rhetorische Strategien in Ciceros theoretischen Schriften 7
2.1 Ciceros Deutung der antiken Rhetorik 10
2.2 Die Darstellung rhetorischer Strategien in Ciceros theoretischen Schriften 15
3. Rhetorische Strategien in Ciceros Rede De lege agraria II 22
3.1 Gewinnen von Zuneigung 23
3.2 Erzeugen von Hass und Zorn 29
3.3 Erzeugen von Furcht 33
3.4 Erzeugen und Beschwichtigen von Neid Erzeugen von Mitleid 39
3.5 Widerlegen vorhersehbarer Gegenargumente 40
3.6 Bezugnahme auf Geschichte 45
4. Zusammenfassung und Ausblick 49
5. Literaturverzeichnis 53
5.1 Primärliteratur 53
5.2 Sekundärliteratur 54
1
1. EINLEITUNG
Zu Beginn seines Konsulats im Jahre 63 v. Chr. hielt Cicero vier Reden 1 , in denen er vehement
gegen den Antrag auf eine lex agraria agierte, die der Volkstribun Publius Servilius Rullus 2
unmittelbar nach seinem Amtsantritt eingebracht hatte. Die erste Rede De lege agraria hielt er
am 1. Januar im Senat, die zweite wenige Tage später vor der Volksversammlung. 3 In diesen zwei Reden entfaltet Cicero vor den beiden politischen Gremien der Republik die zentralen Punkte seiner Argumentation gegen das Agrargesetz. In der dritten Rede, die Cicero selbst „gleichsam als kurzen Abriss“ 4 bezeichnet, greift Cicero nur noch einzelne Argumente auf, die die Volkstribunen gegen ihn in Umlauf gebracht hatten; er wendet sich gegen die Behaup- tung, die Interessen sullanischer Landbesitzer zu vertreten. 5 Die vierte Rede ist nicht überlie- fert. Da Cicero sie wie die dritte Rede nur „als kurzen Abriss“ 6 erwähnt, ist aber davon auszugehen, dass sich auch ihr Inhalt auf die Behandlung weniger Einzelaspekte beschränkt. Cicero war mit seiner ersten Rede vor dem Senat und mit der zweiten Rede vor dem Volk überaus erfolgreich. So berichtet Plutarch, dass er mit seiner scharfen Rede im Senat die An- tragssteller derartig eingeschüchtert habe, dass sie keinen Widerspruch erhoben. Als Rullus und seine Anhänger einen zweiten Versuch machten und die Konsuln vor das Volk forderten, sei es ihm nicht nur gelungen, den Antrag zu Fall zu bringen, sondern er habe es durch seine Beredsamkeit auch erreicht, dass die Volkstribunen von ihren übrigen Plänen abzubringen. 7
Aus Ciceros eigenen Beschreibungen geht hervor, dass er zumindest in der contio sein rheto-
risches Ziel erreicht hatte. Denn in seiner Rede Pro C. Rabirio perduellionis reo erklärt er dem
Volk, dass es sich genauso vorsichtig und streng wie der Senat verhalten habe, als es die Verteilung des gesamten Weltkreises und gerade des Ager Campanus mit Herzen, Händen und Stimmen zurückwies. 8
Auch wenn Ciceros Reden De lege agraria in der wissenschaftlichen Diskussion nicht das glei-
che Interesse zuteil wurde wie den deutlich prominenteren Reden gegen Catilina, beschäftigt sich doch eine Zahl von Beiträgen zumindest mit den ersten beiden Reden. Dabei wurde (1)
1
Cicero erwähnt in Att. II 1,3 vier Reden zur Agrargesetzgebung: quarum una [sc. oratiuncula] est in senatu Kalendis Ianuariis, altera ad populum de lege agraria […]. sunt praeterea duae breves, quasi ἀποσπασµάτια legis agraria. Von diesen vier Reden sind nur noch drei überliefert, davon die erste Rede vor dem Senat nur unvollständig.
2
Die wesentlichen Angaben zu Publius Servilius Rullus finden sich bei Stein 1923, Sp. 1808-1809.
3
Die Datierung ergibt sich wie die Anzahl der Reden aus Cic. Att. II 1,3.
4
Diese Bezeichnung der dritten und vierten Rede findet sich in Att. II 1,3: […] duae breves, quasi ἀποσπασµάτια legis agraria.
5
Vgl. Cic. leg. agr. III 1-3.
6
Cic. Att. II 1,3. Text wiedergegeben in Anm. 1 und 4.
7
Vgl. Plut. Vit. Cic. 12,6.
8
Vgl. Cic. Rab. perd. 32: itaque non senatus in ea causa […] diligentior aut inclementior fuit quam vos universi, cum orbis terrae distributionem atque illum ipsum agrum Campanum animis, manibus vocibus repudiavistis. Der Teil der Rede, der Paragraph 32 enthält, ist nur in einem Palimpsest erhalten. Auf diesem ist von dem Prädikat nur das Präfix erhalten, die Konjektur repudiavistis geht auf den Herausgeber Niebuhr zurück. Sie ist, wenn nicht der Form, so zumindest ihrem Inhalt nach aufgrund der Übereinstimmung mit Plutarch plausibel.
2
der Erfolg der beiden Reden sowie (2) die relative Parallelität ihrer Argumentationsstrukturen und die Übereinstimmung hinsichtlich des rhetorischen Ziels, nämlich der Vereinnahmung des Publikums im Senat und in der Volksversammlung gegen das Ackergesetz des Rullus, als Aus- gangspunkt genommen, um die Rhetorik Ciceros genauer zu analysieren. Auch wenn es dabei zu Überschneidungen kommt, lassen sich die bisherigen Forschungsansätze doch anhand der Wahl des jeweiligen Ausgangspunktes ordnen.
So beschäftigt sich der eine Teil der Beiträge, vertreten durch Jürgen Blänsdorf und Jerise Fogel, mit der Frage nach dem rhetorischen Erfolg Ciceros. Jürgen Blänsdorf kommt dabei zu dem Ergebnis, dass „die Bedeutung dieser Reden gerade in der Erkenntnis liegt, wie es dem Politiker [sc. Cicero] gelingt, die politischen Absichten des scheinbar harmlosen […] Gesetzes- textes […] aufzudecken und die weitreichenden Folgen einer scheinbar sozialen Wohltat […] auszumalen und dies alles dem Volke in einer öffentlichen Rede erfolgreich zu erklären.“ 9 Der Erfolg der Rede erklärt sich demnach aus der „pädagogische Leistung“ 10 , mit der Cicero den Gesetzestext verständlich macht. Vorsichtiger als Blänsdorfs Absolutsetzung des Pädagischen sind die Überlegungen von Jerise Fogel, die Ciceros Reden auf die Verwendung des Motivs
des mos maiorum hin untersucht. Zwar stellt auch sie einen Zusammenhang zwischen der von
ihr untersuchten Motivverwendung und dem Erfolg von Ciceros Reden her, sie schränkt diesen aber auf die Perspektive des antiken Redners ein, der sich rhetorischer Strategien bediente, um sein Publikum zu beeinflussen: „Wenn Cicero sich in der Öffentlichkeit auf die römische Tradition der Vorfahren berief, dann musste dies überzeugend auf sein Publikum wirken.“ 11 Der rhetorische Erfolg ist bei ihr also eine Annahme, mit der sie die Verwendung dieses Motivs auch in seiner historischen Plausibilität untersuchen kann. Inwieweit diese Annahme zutref- fend ist, wird aber nicht weiter problematisiert.
Der andere Teil der Beiträge, verfasst von Jürgen Leonhardt, Christine Elaine Thompson und
Carl Joachim Classen, beschäftigt sich auf der Grundlage der Senatsrede (De lege agraria I)
und der Rede vor der Volksversammlung (De lege agraria II) mit der rhetorischen Technik,
derer Cicero sich bedient, um in der jeweiligen Situation ein spezifisches Publikum durch seine rednerische Tätigkeit zu überzeugen. Dabei untersucht Jürgen Leonhardt, inwieweit Cicero bei
der beratenden Rede vor dem Volk eher im Sinne der utilitas und vor dem Senat eher im
Sinne der dignitas argumentiert und inwieweit eine Ungleichgewichtung dieser Argumente mit
Ciceros Sicht des Volkes und des Senatorenstandes korreliert. 12 Ebenfalls auf dem Mittel des Vergleiches basierend untersucht Christine E. Thompson die Anpassung der Senats- und
9
Blänsdorf 2002, 41.
10 Blänsdorf 2002, 42. Blänsdorfs Ansatz ist in mehrerlei Hinsicht fragwürdig: Zunächst bleibt eine Definition dessen, was unter „pädagogischer Leistung“ verstanden werden soll, aus. Dies führt in der Folge dazu, dass Blänsdorf, obwohl er Literaturwissenschaftler ist, die Rede nicht so sehr auf „pädagogische“ Erklärungsmuster hin untersucht, sondern diese historisch zu plausibilisieren versucht. Dabei scheint er schließlich das von Cicero Berichtete grundsätzlich glaubhaft anzusehen - ihm entgeht so der rhetorische Charakter der Rede. 11 Fogel 1994, 2: „for when Cicero appealed in public to the Roman ancestral tradition, that appeal had to be persuasive to his audience.“ Übersetzung des Verfassers.
12 Vgl. Leonhardt 1998, 282-288.
3
Volksreden an das jeweilige Publikum. Sie verwendet dabei eine Vielzahl von Kategorien, wie etwa die Komposition der Reden, den Umgang mit politischen Schlagwörtern und Formen des Rekurses auf die Vergangenheit. 13 Die im deutschen Sprachraum wohl bekannteste Untersu- chung zur ciceronischen Rhetorik findet sich in Carl Joachim Classens Monographie „Recht - Rhetorik - Politik. Untersuchungen zu Ciceros rhetorischer Strategie“. Der im Titel verwendete Singular „rhetorische Strategie“ ist insofern programmatisch, als Classen seine Aufmerksam- keit weitestgehend auf eine Strategie, nämlich auf die Anpassung der Reden an das jeweils zu überzeugende Publikum richtet. 14 Von diesem Erkenntnisinteresse aus untersucht er dann die Auswahl der Argumente, ihre Anordnung in der Rede und den Beitrag von stilistischer Gestaltung, Satzbau und Wortwahl bei der Überzeugung des Publikums. 15 Dabei kann er signifikante Unterschiede in der Gestaltung den beiden Reden aufzeigen und kommt so zu dem Schluss, dass Ciceros Reden „von einem einzigen Gesichtspunkt bestimmt werden, näm- lich seine Hörer auf eine bestimmte Entscheidung vorzubereiten und sie dazu zu bringen, diese in seinem Sinne zu fällen.“ 16 Die Anpassung der Reden an das entsprechende Publikum ist demnach die zentrale Strategie für den rednerischen Erfolg, der sich alle weiteren Einzelziele unterordnen.
Auch wenn diese Arbeiten bei der Behandlung ihrer jeweiligen Fragestellung durchaus über- zeugend sind, ergibt sich zusammengenommen aus ihnen dennoch ein problematisches Bild der ciceronischen Rhetorik. Zum einen greifen sie nämlich nur einzelne Kategorien heraus, anhand derer sie die zugrunde liegenden Texte der Reden einseitig untersuchen und ihre Gestaltung erklären. Dabei werden dann Ergebnisse erzielt, die nur bedingt miteinander vergleichbar sind. So ist nicht abschließend zu klären, ob es gerade das pädagogische
Erläutern des Gesetzestextes, der häufige Verweis auf das mos maiorum oder die Auswahl
publikumsspezifischer Argumente ist, die Ciceros Rhetorik ausmachen und ihren Erfolg begründen können. Zum anderen wird die theoretische Seite der antiken Rhetorik, wie sie sich etwa in Ciceros rhetorischen Schriften findet, vernachlässigt oder nur im Hinblick auf den Untersuchungsgegenstand des modernen Verfassers hin behandelt. Dass gerade die antiken theoretischen Schriften eine Vielzahl von Anhaltspunkten für die Analyse rhetorischer Strate- gien bieten, wird dabei übersehen.
Ziel dieser Arbeit ist es daher, ein komplexeres Bild der ciceronischen Rhetorik zu zeichnen, das theoretische Schriften zur Rhetorik und Reden miteinander verbindet. Das Bindeglied ist dabei der noch zu definierende Begriff der rhetorischen Strategien. Dieser Begriff, und das ist der Ausgangspunkt dieser Arbeit, lässt sich sowohl auf die römische Theorie der Rhetorik und auf deren praktische Umsetzung in Reden anwenden. Die Analyse verläuft dabei in zwei
Schritten: Im ersten Schritt soll zunächst anhand der theoretischen Schriften De oratore,
13 Vgl. Thompson 1978, II-IX.
14 Vgl. Classen 1985, 1-2 und 13, explizit zu den Reden de lege agraria I und II vgl. 309.
15 Vgl. Classen 1985, 12.
16 Classen 1985, 368.
4
Brutus und Orator 17 dargestellt werden, wie Cicero selbst die Stellung der Rhetorik deutet.
Hierbei ist es sinnvoll zu fragen, welche Ziele der antike Redner mit seiner Rhetorik zu errei- chen sucht, über welche Fähigkeiten und Voraussetzungen er verfügen sollte, anhand welcher Kriterien eine Rede beurteilt werden kann und welche Bedeutung der Rolle des Publikums beigemessen wird. Nach dieser allgemeinen Untersuchung der ciceronischen Rhetorik werden die rhetorischen Strategien dargestellt, die Cicero selbst in seinen theoretischen Schriften nennt. Unter „rhetorischen Strategien“ sollen im Folgenden alle von Cicero genannten Formen der Argumentation verstanden werden, derer sich der Redner bedienen kann, um in der jeweils gegebenen Situation sein Publikum dazu zu bewegen, die von ihm gewünschte Sicht oder Beurteilung eines Sachverhalts jedenfalls für den Augenblick zu akzeptieren. Der Begriff wurde gewählt, weil er eine Verbindung von Reden und theoretischen Schriften zur Rhetorik ermöglicht. Was in den theoretischen Schriften als normantive Aussage geäußert wird, wie denn eine gute Rede zu halten sei oder welcher Mittel sich der gute Redner bedient, lässt sich auch auf die Reden selbst anwenden und auf Funktion und Form der Realisierung untersu- chen. Diese Begriffsfassung lehnt sich an die von Carl Joachim Classen gegebene Definition an, 18 wird aber in etwas engerem Sinne verstanden. Während Classen in einem allgemeinen Sinne die „Mittel“ der Überzeugung untersucht und somit auch stilistische Gestaltung, Satzbau und Wortwahl in den Blick nimmt, 19 beschränkt sich der Untersuchungsbereich der vorlie- gende Arbeit ausschließlich auf argumentative Strukturen. Ebenso wird die Anpassung der Rede an das Publikum nur insoweit thematisiert, als die Vorgaben Ciceros den Blick darauf lenken. Da in dieser Arbeit zudem nur eine Rede behandelt wird, bietet sich diese Untersuchungskategorie mangels Vergleichsmöglichkeiten nicht an. Soweit sich aus den theo- retischen Schriften rhetorische Strategien ergeben beziehungsweise ableiten lassen, werden diese zu einem Katalog zusammenfasst, dessen Reihenfolge dann die rhetorische Analyse der Rede strukturiert.
Nach der grundlegenden Einordnung der Rhetorik aus der Sicht Ciceros und der Erstellung
eines Kataloges der rhetorischen Strategien wird in einem zweiten Schritt die Rede De lege
agraria II anhand der gewonnenen Kategorien analysiert. Diese Rede bietet sich aufgrund der
komplexen Kommunikationssituation 20 besonders für eine solche Analyse an, denn Cicero
steht hier vor der Herausforderung, sein Publikum, also das in der contio versammelte Volk,
davon zu überzeugen, gegen einen Gesetzesantrag zu votieren, der die Verteilung von Sied- lungsland vorsieht und so durchaus den Interessen der stadtrömischen Bevölkerung
17 Meine Untersuchung beschränkt sich auf die Auswertung dieser drei Schriften Ciceros, da sich aus den übrigen Schriften (De Inventione, Partiones Oratoriae, De Optimo Genere Oratorum, Topica und dem Cicero zugeschriebenen Werk Ad Herennium) keine zusätzlichen relevanten Angaben entnehmen lassen.
18 Vgl. Classen 1985, 1-2: Ihm geht es darum, Ciceros „rhetorische Technik zu erhellen, also zu verdeutlichen, welcher Mittel er sich bedient, um in einer jeweils gegebenen Situation sein Publikum, die Richter oder die pontifices, die Senatoren oder die Bürger in der contio, dazu zu bewegen, die von ihm gewünschte Sicht oder Beurteilung eines Sachverhaltes oder einer Person jedenfalls für den Augenblick zu akzeptieren.“ 19 Vgl. Classen 1985, 12.
20 Begrifflichkeit nach Knape 2000, 16.
5
entgegenzukommen scheint. Angesichts dieser Herausforderung und der Länge der Rede ist
in De lege agraria II mit einer Vielfalt rhetorischer Strategien zu rechnen, die in anderen
Reden, in denen Cicero etwa das Volk lediglich über Beschlüsse des Senates in Kenntnis setzt, nicht zu erwarten ist.
Die Analyse der rhetorischen Strategien in Ciceros Reden ist aufgrund des zur Verfügung stehenden Materials jedoch in zweierlei Hinsicht problematisch: Das erste Problem besteht darin, dass zur Analyse der Reden nur noch Textfassungen zur Verfügung stehen. Da Reden im republikanischen Rom aber explizit keine Leseliteratur waren, sondern Situationen der Interaktion mit einem bestimmten Publikum, sind die Erkenntnismöglichkeiten von vornherein
eingeschränkt. Weder lässt sich das rhetorische setting, 21 also die Zusammensetzung des
Publikums, seine Interessen und sein Verhältnis zum Redner genau erschließen, noch ist die
rhetorische Handlung 22 für den modernen Beobachter genau zu erfassen. Beschränkt auf
Texte bleiben alle außertextlichen Mittel der Überzeugung beim Vortrag, wie Sprechweise, Betonung oder Gestus des Redners, seiner Untersuchung entzogen. Angesichts dieser Ausgangssituation erscheinen Aussagen über den Erfolg von Ciceros Reden noch problematischer, da sie außertextuelle Wirkungsmöglichkeiten des Redners einerseits nicht in den Blick nehmen, andererseits nicht problematisieren, inwieweit eine Bestimmung der Gründe für den rednerischen Erfolg auf der Grundlage der eingeschränkten Materialbasis überhaupt möglich ist. Das zweite Problem betrifft die Textgrundlage selbst. Soweit es bekannt ist, arbeiteten antike Redner meist nur das Notwendigste ihrer Reden vor dem Vortrag schriftlich aus; das Übrige eigneten sie sich durch Memorieren an, Unvorhergesehe- nem begegneten sie aus dem Stehgreif. Entwürfe und Skizzen von ciceronischen Reden, wie sie von Tiro aus dem Nachlass seines Patrons herausgegeben wurden, lagen dem Altertum noch vor. Genau schriftlich abgefasst wurden die Reden in aller Regel erst, nachdem sie gehalten worden waren und zu einer wie auch immer gearteten Publikation vorbereitet wur- den. 23 Daraus ergibt sich die Frage, inwieweit der Wortlaut der niedergeschriebenen Reden mit dem der tatsächlich gehaltenen übereinstimmt. Einer Beantwortung dieser Frage lässt sich nur näher kommen, wenn man sich mit den Motiven und Zielen Ciceros bei der Veröffent- lichung seiner Reden beschäftigt.
Cicero publizierte die Reden De lege agraria innerhalb eines Corpus von insgesamt zwölf Re-
den aus der Zeit seines Konsulats. Über die Publikation dieser Reden berichtet Cicero in einem Brief an Atticus aus dem Jahre 60 v. Chr. 24 Aus diesem Brief ergibt sich nicht nur die
Datierung zumindest einer Publikation auf die Zeit nach dem 1. Juni 60, 25 sondern Cicero
21 Begrifflichkeit nach Knape 2000, 16.
22 Begrifflichkeit nach Knape 2000, 16.
23 Vgl. mit den entsprechenden Quellenangaben Helm 1979, 1; vgl. auch Classen 1985, 3-5.
24 Cic. Att. II 1.
25 Der 1. Juni als terminus post quem ergibt sich aus Cic. Att. II 1,1: Kal[endis] Iun[iis] eunti mihi Antium et gladiatores M. Metelli cupide relinquenti venit obviam tuus puer. Die Erwähnung dieser Publikation schließt
6
nennt auch deren genauere Ziele und Motive, aus denen sich Rückschlüsse ziehen lassen, in welchem Verhältnis gehaltene und niedergeschriebene Rede zueinander stehen. Zum einen verbindet er einen pädagogischen Zweck mit der Publikation: „Die gewünschten Reden sollst Du haben […]; auch Du hast ja Deine Freude an dem, was ich zur Förderung der jungen Leute in ihren rhetorischen Studien [schreibe]“ 26 , zum anderen gibt er ausdrücklich an, Atticus mit den Reden über seine Tätigkeit während des Konsulats informieren zu wollen: „[…] [D]a Dich ja meine Taten nicht weniger als meine Schriften interessieren, wirst Du aus den gleichen Büchern erfahren, was ich geredet, und gleichzeitig, was ich geschafft habe - sonst hättest Du sie Dir nicht fordern sollen […].“ 27 Aus diesen Aussagen lässt sich zweierlei folgern: Zum einen sieht Cicero seine Reden als vorbildhafte Muster, so dass diese in ihrer publizierten
Fassung zumindest gehalten worden sein könnten, zum anderen sind die publizierten Reden
aber zugleich auch mehr als Musterreden, da Cicero mit ihnen seine Leistungen dokumentiert sehen will. Dies schließt jedoch keinesfalls aus, dass auch persönliche Interessen die Publikation bestimmten, dass er auch politische Motive verfolgte und entsprechende Änderungen vornahm. 28 Zusammenfassend ist festzustellen, dass es sich bei den überlieferten Texten um publizierte Fassungen handelt, die auf mehr oder weniger zuverlässiger Grundlage rekonstruiert und im Hinblick auf unterschiedliche Interessen auch verändert worden sind. Da die veröffentlichten Reden aber nicht zuletzt als Muster für wirklich zu haltende Reden dienen und die Leistungen des Konsuls Cicero dokumentieren sollten, ist nicht davon auszugehen,
dass sie durch nachträgliche Eingriffe wesentlich von dem abweichen, was Cicero in der
jeweiligen Situation zu sagen für angemessen hielt. Für die hier zu untersuchende Frage nach den rhetorischen Strategien stellt der letztlich nicht mehr genau bestimmbare Zusammenhang von gehaltener und publizierter Rede kein methodisches Hindernis dar. Solange die publizierten Reden dem entsprechen, was Cicero in der betreffenden Situation für angemessen und Erfolg versprechend hielt, sind sie geeignetes Material für die Untersuchung rhetorischer Strategien.
2. RHETORISCHE STRATEGIEN IN CICEROS THEORETISCHEN SCHRIFTEN
Im Folgenden wird das begriffliche Instrumentarium zur Analyse der Rede De lege agraria II
definiert, indem Ciceros theoretische Schriften auf rhetorische Strategien untersucht und diese
natürlich nicht aus, dass die Reden nicht schon einmal veröffentlicht wurden, kurz nachdem sie im Jahre 63 gehalten worden sind.
26 Cic. Att. II 1,3: Oratiunculas autem et quas postulas et plures etiam mittam, quoniam quidem ea quae nos scribimus adulescentuorum studiis excitati te etiam delectant.
27 Cic. Att. II 1,3:
28 Als Argument für diese These nennt Carl Joachim Classen den Umstand, dass Cicero innerhalb des Corpus der Konsulatsreden von den vielen Reden, die er gegen Catilina gehalten hat, nur insgesamt vier zur Veröffentlichung ausgewählt hat und diese geschickt aufeinander abgestimmt hat (vgl. Classen 1985, 5-6). Jerise Fogel und Christoph Helm gehen zudem davon aus, dass Cicero bei der schriftlichen Niederlegung einige Paragraphen der Reden De lege agraria an die politische Situation des Publikationsjahres angepasst hat (vgl. Fogel 1994, 332-338 und Helm 1979, 19-20 und 52-56).
7
Strategien dann systematisiert werden. Diese Systematik wird später auch die Analyse der Rede strukturieren. Dabei erscheint es angebracht, vorher Ciceros Deutung der antiken Rhetorik in ihren Zielen, Voraussetzungen und Ansprüchen darzustellen, gleichsam als Hintergrund, vor dem die rhetorischen Strategien und die eigentliche Analyse der Rede ihre Plausibilität gewinnen.
Bei diesen Untersuchungen ergeben sich methodische Schwierigkeiten, die nicht übergangen werden können. Die erste Schwierigkeit betrifft die Auswahl der theoretischen Schriften, die der Untersuchung auf rhetorische Strategien zugrunde gelegt werden. Die vorliegende Arbeit
beschränkt sich auf die Schriften De oratore, Brutus und Orator. Diese Beschränkung folgt
Ciceros eigenem Urteil, der selbst in einer Übersicht seiner Schriftstellerei von allen seinen rhetorischen Werken nur diese drei genannt hat 29 und ihnen damit eine deutlich größere Rele- vanz gegenüber den anderen Schriften zuerkennt. 30 Sie wird zudem durch den gegenwärtigen Befund gerechtfertigt, dass sich in diesen drei Schriften eine Vielzahl von Deutungen der antiken Rhetorik und Hinweise auf rhetorische Strategien finden, so dass eine Überprüfung aller rhetorischen Schriften im Rahmen dieser Arbeit ausbleiben kann.
Die zweite Schwierigkeit ergibt sich aus der oben getroffenen Auswahl und betrifft die zeitliche Diskrepanz zwischen den rhetorischen Schriften und der Rede. Die zweite Rede über das Agrargesetz des Rullus hielt Cicero im Jahre 63 während seines Konsulats und veröffent- lichte sie spätestens im Jahre 60 v. Chr. 31 Die zu untersuchenden theoretischen Schriften
entstanden dagegen erst wesentlich später, De oratore im Jahre 55, 32 Brutus und Orator im
Jahre 46. 33 Aufgrund der wesentlich späteren Abfassung der rhetorischen Schriften könnte nun eingewandt werden, dass Cicero in diesen Schriften Gedanken entwickelt, die er zur Zeit
seines Konsulats, als er die Reden De lege agraria hielt, noch nicht gefasst hatte. Dies hätte
zur Folge, dass aus den rhetorischen Schriften gewonnene Untersuchungskategorien in der Anwendung auf konkrete Reden zu einem Anachronismus führen würden. Dagegen ist zweierlei einzuwenden: Zum einen ist es sehr wahrscheinlich anzunehmen, dass Cicero die in den zu behandelnden rhetorischen Schriften niedergelegten Überlegungen nicht erst bei deren Verfassen entwickelte. Dafür sprechen Ciceros rhetorische Ausbildung und seine rednerische
29 Vgl. Cic. div. II 4: cumque Aristoteles itemque Theophrastus, excellentes viri cum subtilitate, tum copia, cum philosophia dicendi etiam praecepta coniunxerint, nostri quoque oratorii libri in eundem librorum numerum referendi videntur. ita tres erunt de oratore, quartus Brutus, quintus orator.
30 So bezeichnet Cicero seine früheren rhetorischen Schriften als roh und unvollkommen (Cic. de or. I 5): […] quae pueris aut adulescentulis nobis ex commentariolis nostris incohata ac rudia exciderunt, vix sunt hac aetate digna et hoc usu […].
31 Zur Datierung der Publikation vgl. Anm. 25.
32 Die Datierung ergibt sich aus einem im November 55 verfassten Brief an Atticus (Cic. Att. IV 13,2), in dem Cicero das Werk erwähnt: de libris oratoriis factum est a me diligenter. diu multumque in manibus fuerunt. describas licet. Vgl. auch Schanz/Hosius 1979, 459-463.
33 Zu Brutus: Die Abfassungszeit wird aufgrund äußerer Ereignisse durch das Intervall vom Januar bis April 46 begrenzt. Vgl. auch Schanz/Hosius 1979, 464-466.
Zu Orator: Das Jahr 46 gilt als terminus ante quem, da das Werk schon verbreitet war, als Cicero im November 46 an Atticus mit der Bitte schrieb, einen Fehler zu verbessern (Cic. Att. XII 6a,1): […] et erit gratius si non modo in tuis libris sed etiam in aliorum per librarios tuos Aristophanem reposueris pro Eupoli. Vgl. auch Schanz/Hosius 1979, 466-468.
8
Praxis, die er bereits vor und im Laufe seiner politischen Karriere erwarb, und der Umstand, dass Cicero sich bereits in seiner Jugend mit dem Gedanken trug, ein rhetorisches Lehrge- bäude zu entwerfen. 34 Zum anderen ergibt sich aus der späten Abfassungszeit der drei rheto- rischen Schriften kein Anlass zu folgern, dass Cicero wesentlich neue Gedanken entwickelt hatte und diese nun niederschrieb. Vielmehr ist anzunehmen, dass Cicero als reifer Mann seine Muße, die ihm die politischen Verhältnisse aufzwangen, dazu nutzte, Schriften zur Rhetorik zu verfassen. 35 Daraus ergibt sich, dass die aus den rhetorischen Schriften entnommenen rhetorischen Strategien ohne größere methodische Probleme zur Analyse einer wesentlich früher gehaltenen und publizierten Rede verwendet werden können.
Die dritte Schwierigkeit ergibt sich aus der thematischen Ausrichtung von De oratore, Brutus
und Orator. Keines dieser Werke ist ein rhetorisches Handbuch in dem Sinne, dass hier in
Form von Regeln Argumentationsstrategien dargelegt werden, die - zumindest nach der Auffassung des Verfassers - geeignet wären, ein bestimmtes Publikum zu überzeugen. Viel
eher kann De oratore als der Entwurf einer Rhetorik gesehen werden, die eine umfassende
Bildung und Philosophie mit einschließt, 36 Brutus als Geschichte der römischen Beredsamkeit 37
und Orator als Darstellung des idealen Redners, der alle genera dicendi beherrscht. 38 Eine
handbuchartige Darstellung scheint auch nicht in Ciceros Absicht gelegen zu haben, denn er
lässt in De oratore den Gesprächsteilnehmer Antonius nach einer kurzen Darstellung der
Mittel, mit denen der Redner die Sympathie des Publikums gewinnen und dessen Affekte lenken kann, 39 verkünden, dass er seine Dialogpartner nicht als Führer durch das Terrain der
Rhetorik leiten, sondern ihnen nur die Richtung weisen wolle. 40 Ebenso weist Cicero in Orator
darauf hin, dass er bei der Behandlung der Frage, was, in welcher Reihenfolge und auf welche Weise der Redner vortragen solle, keine Regeln aufstellen will, da er sich dies nicht zur Aufgabe gemacht habe. Er will nicht darstellen, auf welche Weise herausragende Beredsamkeit erreicht wird, sondern von welcher Art sie ihm zu sein scheint. 41 Dementsprechend sind genaue Beschreibungen rhetorischer Strategien und umfangreiche Anleitungen für ihre Verwendung nur selten zu finden, vielmehr ist der moderne Beobachter oft nur mit Hinweisen konfrontiert, die weiterer Spezifikation bedürfen, um damit eine konkrete Rede analysieren zu können. Diesem Problem wird in dieser Arbeit auf zweierlei Weise begegnet. Zum einen werden Hinweise auf rhetorische Strategien im theoretischen Teil
34
Vgl. Schanz/Hosius 1979, 455.
35 Vgl. Schanz/Hosius 1979, 455; mit ähnlicher Argumentation Kytzler 1988, 223 und Merklin 1976, 22-23. 36 Vgl. Schanz/Hosius 1979, 459.
37 Vgl. Schanz/Hosius 1979, 464.
38 Vgl. Schanz/Hosius 1979, 466-467.
39 Vgl. Cic. de or. I 178-202.
40 Vgl. Cic. de or. I 203: equidem vobis, quoniam ita voluistis, fontes, unde hauriretis atque itinera ipsa ita putavi esse demonstranda, non ut ipse dux essem, sed ut commonstrarem tantum viam et, ut fieri solet, digitum ad fontes intenderem.
41 Vgl. Cic. orat 43: quoniam tria videnda sunt oratori, quid dicat et quo quidve loco et et quo modo, dicendum omnino est quid sit optimum in singulis […]. nulla praecepta ponemus - neque enim id suscepimus - sed excellentis eloquentiae speciem et formam adumbrabimus; nec quibus rebus ea paretur exponemus, sed qualis nobis esse videatur.
9
im Wortlaut aufgeführt und auf ihre möglichen Bedeutungen hin analysiert, zum anderen wird ihnen bei der Analyse der Rede in allen möglichen Bedeutungen nachgegangen.
2.1 CICEROS DEUTUNG DER ANTIKEN RHETORIK
Die folgende Untersuchung beschränkt sich ihrem Gegenstand nach auf Reden vor dem Volk,
die ebenfalls zum genus deliberativum gehörenden Reden vor dem Senat werden
ausgeblendet. Dieser Umstand ergibt sich aus drei Gründen: Erstens lässt sich schon Ciceros
eigenen Aussagen entnehmen, dass die Volksreden als maxima oratoris scaena 42 das
eigentliche Feld der rednerischen Leistung ausmachen 43 , zweitens beziehen sich die meisten der Stellen, die sich mit der Deutung von Rhetorik beschäftigen, auf Reden vor dem Volk, drittens schließlich ergibt sich aus einem Vergleich von Senats- und Volksreden für die Untersuchung von rhetorischen Strategien keine relevanten Hinweise. 44
Unter dem Gesichtspunkt rhetorischer Strategien wird Ciceros Deutung der antiken Rhetorik vor allem aus seinen Aussagen zu den Aufgaben, der Bewertung und den
Bildungsvoraussetzungen des Redners deutlich. In Brutus stellt er die drei wesentlichen
Aufgaben des Redners vor: (1) Vergnügen zu verbreiten und die Anwesenden vom Ernst zur Heiterkeit umzustimmen, 45 (2) zu überzeugen 46 und (3), was am wichtigsten ist, das Publikum glauben machen, es habe überhaupt niemand zuvor eine andere Meinung als die des Redners vertreten. 47 Derartige Dreigliederungen werden von Cicero immer wieder aufgegriffen, 48 und zudem thematisiert er auch in anderen Zusammenhängen die Beredsamkeit immer wieder als Mittel, um ein anwesendes Publikum von der eigenen Sichtweise nachhaltig zu überzeugen. 49
42
Cic. de or. II 338:
fit autem ut, quia maxima quasi oratoris scaena videatur contionis esse, natura ipsa ad ornatius dicendi genus excitemur; habet enim multitudo vim quandam talem, ut, quem ad modum tibicen sine tibiis canere, sit orator sine multitudine audiente eloquens esse non possit.
Ähnlich Cic. Brut. 186:
id enim ipsum est summi oratoris summum oratorem populo videri.
Cic. Brut. 6: […]
forum populi Romani, quod fuisset quasi theatrum illius ingeni
[…].
43 Vgl. zu dieser Auffassung Mack 1937, 16.
44 Vgl. dazu Mack 1937, 16: „Der entscheidende Grund jedoch dafür, dass Cicero so selten über das Verhältnis von Senatsrede und Volksrede zueinander in seinen Schriften spricht, liegt in seiner Auffassung, dass die Volksrede, nicht die Senatsrede das eigentliche Feld der rednerischen Leistung ist. Aus dieser Auffassung Ciceros von der wahren eloquentia erklärt es sich, dass seine ganze Redetheorie Theorie der Volksrede ist […]. Es hieße also einen Überblick über die gesamte ciceronische Redetheorie geben, wenn wir hier die Theorie der Volksrede behandeln wollten.“ Die relevanten Stellen zum Vergleich von Volks- und Senatsreden finden sich bei Mack 1937, 12-17.
45 Vgl. Cic. Brut. 197: […] hoc ille [sc. Scaevola] initio consecutis multis eiusdem generis sententiis delectavit animosque omnium, qui aderant, in hilaritatem a severitate traduxit; quod est unum ex tribus, quae dixi ab oratore effici debere.
46 Vgl. Cic. Brut. 197: haec et multa eius modi dicens fidem faciebat; quod est ex tribus oratoris officiis alterum. 47 Vgl. Cic. Brut. 198: haec […] explicans eam admirationem assensionemque commovit, dixisse ut contra nemo videretur. hoc erat oratoris officium partione tertium, genere maxumum.
48 Vgl. Cic. Brut. 185: tria sunt enim, ut quidem ego sentio, quae sint efficienda dicendo: ut doceatur is, apud quem dicetur, ut delectetur, ut moveatur vehementius; Cic. orat. 69: erit igitur eloquens […] is qui in foro causisque civilibus ita dicet, ut probet, ut delectet, ut flectat;
49 Weitere Stellen: Cic. de or. I 223: acuto homine nobis opus est […], qui sagaciter pervestiget, quid sui cives eique homines, quibus aliquid dicendo persuadere velit, cogitent, sentiant […]; Cic. orat. 97: huius eloquentiae es test tractare animos, huius omni modo permovere; haec modo perfringit, modo inrepit in sensus; inserit novas opiniones, evellit insitas.
10
Quote paper:
Frank Sicklinger, 2006, Ciceros Rede 'De lege agraria II' und seine theoretischen Schriften zur Rhetorik. Eine Untersuchung unter dem Gesichtspunkt rhetorischer Strategien, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
"Die Brücke" von Franz Kafka - Interpretation
German Studies - Modern German Literature
Termpaper, 20 Pages
Analyse und Interpretation der Kurzgeschichte „Die Tochter“ von Peter ...
Lesson Plan, 29 Pages
Das Falkenlied des Kürenbergers: Eine Interpretation
German Studies - Older German Literature, Mediaevistik
Scholary Paper (Seminar), 10 Pages
Online-Wahlen und Wahlgeheimnis
Politics - Political Systems - Germany
Scholary Paper (Seminar), 16 Pages
Claude Monets Seerosen-Serien. Genese der Abstraktion
Scholary Paper (Seminar), 23 Pages
König Hieron II. zwischen Karthagern und Römern (269-218)
History - World History - Early and Ancient History
Scholary Paper (Seminar), 14 Pages
Jüdische Identität in der DDR und ihre Darstellung in Jurek Beckers Br...
German Studies - Modern German Literature
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 19 Pages
(unknown) (unknown) now follows Ciceros Rede 'De lege agraria II' und seine theoretischen Schriften zur Rhetorik. Eine Untersuchung unter dem Gesichtspunkt rhetorischer Strategien
Frank Sicklinger has published the text Ciceros Rede 'De lege agraria II' und seine theoretischen Schriften zur Rhetorik. Eine Untersuchung unter dem Gesichtspunkt rhetorischer Strategien
Frank Sicklinger has uploaded a new text
Air and Space Law - de Lege Ferenda: Essays in Honour of Henri A. Wass...
Fenema, Tanja L. Masson-Zwaan, Frans G. Von Der Dunk
Wahrheit Und Notwendigkeit: Die Theorie Der Wahrheit Bei Anselm Von Ca...
Markus Enders, M. Enders
0 comments