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1. Vorwort 2
2. Medien allgemein 2
3. Fernsehen: Rolle in der Familie. 3
4. Lebensform „Familie“ 3
5. Fernsehverhalten. 4
6. Gründe fürs Fernsehen schauen. 8
7. Wirkung des TV 9
8. Wirkung verschiedener Programmtypen. 11
8.1 Vorschulsendungen. 11
8.2 Wissenschaftssendungen. 12
8.3 Nachrichtensendungen 12
8.4 Sportsendungen 13
8.5 Zeichentrickfilme. 14
9. Gestaltung von Kinderfernsehen 15
10. Gewalt im Fernsehen 15
11. Warum lieben Kinder Krimis? 17
12. Kriminalität in kleiner Dosis? 17
13. Tiefenpsychologie des Krimizuschauers. 18
14. Jugendschutzmaßnahmen. 19
15. Schlussbemerkung 23
Literaturverzeichnis : 24
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Mit dieser Arbeit möchte ich versuchen, dass Verhältnis und die Bedeutung von Kindern zum Fernsehen darzustellen. Ich glaube kaum, dass sich John Logie Baird, britischer Amateurforscher, im Jahr 1925 bewußt war, dass er das einflussreichste Massenmedium unserer Zeit erfunden hat. Von Anfang an vermuteten Kritiker eine schädliche Wirkung des Fernsehen - vor allem für Kinder. Immer wieder kamen Diskussionen auf, an denen Eltern, Wissenschaftler und Gerichte beteiligt waren. Für mich erscheint die Thematik sehr wichtig und interessant, da fast jeder täglich mit dem Medium Fernsehen konfrontiert wird. Der Grund dafür, dass ich mich speziell auf Kinder beziehe, resultiert aus einer persönlichen Erfahrung und liegt schon ein paar Jahre zurück. Während eines Schulpraktikums habe ich einen Jungen beobachtet, welcher seine gesehenen Filmszenen im Kindergarten nachspielte. Er versuchte immer wieder, den Mädchen den Kopf „aufzuschrauben“. Diese waren mit der Situation überfordert und liefen weinend weg. Seit diesem Tag habe ich mir des öfteren Gedanken dazu gemacht, wie stark Kinder vom Fernsehen beeinflußt werden können.
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In der heutigen Zeit werden die Kinder mit vielen verschiedenen Medien groß. Sie sind ein Bestandteil der „kommerzialisierten“ 1 Kinderkultur. Das Wort Medium hat seinen Ursprung im Lateinischen und bedeutet „Vermittler“- Vermittler von Informationen, Meinungen, Werten, Normen und Erfahrungen. Durch die verschiedenen Massenmedien entstehen für die Menschen neue Wahrnehmungs- und Erfahrungsweisen. In den letzten Jahrzehnten entwickelten sich immer mehr neue Medien (z.B.: Fernsehen, Radio), welche die alten Freizeitmedien aber nicht verdrängten. Sie erhielten einen zusätzlichen Platz im Alltagsleben der Kinder. Häufig wird vermutet, dass die Medien die anderen Freizeitaktivitäten der Kinder einschränken würden, dies ist aber nicht der Fall. Die Kinder bevorzugen die anderen Aktivitäten eher. Sie nutzen die Medien intensiver und wechseln sie regelmäßig, um sich zu Informieren, zur Unterhaltung und manchmal einfach nur um zu Träumen.
1 Kunstmann, Wilfried: Jeden Tag zwei Stunden vor der Glotze Kinder und Bildschirmmedien, in: Friedrich
Hagedorn (Hrsg.): Kindsein ist kein Kinderspiel, Frankfurt am Main 1987, S. 125
2
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In den letzten Jahren haben sich nicht nur die Medien entwickelt, sondern auch die Familientypen. Man kann sie in zwei Gruppen aufteilen. Einmal gibt es die kleinere Zwei-Eltern-Familie mit einem oder zwei Kindern, die Ein-Eltern-Familie und kinderreiche Familien. In ihnen herrschen verschiedene Lebensbedingungen, welche auch dem Fernsehen verschiedene Rollen zuschreiben.
Die erste Gruppe kommt am besten mit dem Fernsehen zurecht:
In der kleinen Zwei-Eltern-Familie haben die Eltern „alles im Griff“. Die von ihnen aufgestellten Fernsehregeln werden von ihren Kindern befolgt. Außerhalb des eigenen Heimes sehen die Kinder nichts Ungeeignetes. Die Eltern wissen über die Sehgewohnheiten ihrer Kinder bescheid. Fast immer sehen sie gemeinsam fern. Negative Einflüsse, durch das Fernsehen, stellen sie selten fest.
In der Familie mit zwei Elternteilen und einem Kind, ist ein hoher Anteil der Mütter erwerbstätig. Die meisten arbeiten Teilzeit. In diesem Familientyp herrscht eine hohe Aufgeschlossenheit dem TV gegenüber.
Die traditionelleren Familie, zwei Eltern und zwei Kinder, sind rollendifferenzierter und mediendistanzierter. Hier liegt die Medienerziehung in der Hand der Mutter. Die zweite Gruppe hat Probleme mit dem Fernsehverhalten ihrer Kinder: In den Ein-Eltern-Familien oder kinderreichen Familien wissen die Eltern selten über die Sehgewohnheiten ihrer Kinder bescheid. Hier werden auch keine Fernsehregeln aufgestellt, da die Eltern sich der Wirksamkeit nicht sicher sind. Meist spielt der Fernseher eine wichtige Rolle bei der Freizeitgestaltung von Mutter und Kind.
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Oft hört man, dass die Deutschen bei ihrer Erziehung scheitern. Immer weniger Eltern stehen ihren Kinder zur Verfügung und das dadurch entstehende Vakuum wird vom Fernseher ausgefüllt. Die überforderten Eltern haben keinen Zugriff zum Leben ihrer Kinder. Sie erreichen dieses „secret life“ 2 nicht. Diese Welt läßt die Kinder innerlich verwahrlosen, da es
2 Sandmeyer, Peter: Coole Sehnsucht nach Geborgenheit, in: Zeitschrift „Stern“, Ausgabe 52, S. 18
3
in ihr keine Geborgenheit und soziale Bindungen gibt. Die Kinder gehen psychisch kaputt oder werden krank.
Natürlich gibt es auch Gegenstimmen, welche mit dieser Einstellung nicht übereinstimmen. Menschen brauchen in dieser Welt eine familiäre Verläßlichkeit. „In einer Welt ohne Grenzen brauchen Menschen einen festen Haltepunkt“ 3 .
Ein repräsentativer Durchschnitt der deutschen Jugendlichen lebt in einer Welt, in welcher die stabile Rolle der Familie das Zentrum darstellt. Zahlen, die dieses unterstützen sind: - für 68% der Gesamtbevölkerung war im Jahr 1980 die Familie sehr wichtig - heute ist sie für 80% der Westdeutschen und für 85% der Ostdeutschen sehr wichtig - bei einer Umfrage nach den liebsten Menschen antworteten bei den Jüngeren 58% und bei den Älteren 47% mit: die Eltern
- anerkannte Erzieher sind für die Kinder mit großen Abstand zu anderen Personen (z.B. Lehrer) die Eltern
Angeblich würden die Deutschen viele Bücher über Erziehung lesen, da sie verunsichert seien und sich überfordert fühlen würden. Dies entspricht aber nicht der Wahrheit. Die Analyse zum subjektiven Familienbild durch die „Stern“-Studie zeigt, daß die „emotionale Verbundenheit“ und die „individuelle Autonomie“ (wichtige Indikatoren für die Funktion einer Familie und der Erziehung) bei den Jugendlichen „hoch durchschnittlich“ oder „überdurchschnittlich“ ist.
Ein Fünftel bis ein Viertel der befragten Jugendlichen scheint wunschlos glücklich zu sein.
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Das Sehverhalten wird durch kindliche Erfahrungen und durch die Umgebung geprägt. Es ist erlernt. In den Eltern sehen die Kinder ein Vorbild. Die Gewohnheiten der Eltern werden zur Angewohnheit des Kindes. Es kopiert das Verhalten der Eltern. Zu Hause werden die meisten Kinder zum ersten Mal mit dem Fernsehen in Berührung kommen, daher ist es die Aufgabe der Eltern ihre Kinder zu „medienkompetenten“ Wesen zu erziehen.
3 Äußerung von Renate Schmidt, SPD
4
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Jedes dritte Kind in den alten Bundesländern besitzt ein eigenes Fernsehgerät. In den neuen Bundesländern stehen sogar bei 50% der Kinder Fernseher in ihren Zimmern.
Der Fernsehkonsum der Kinder ist in den letzten Jahren gestiegen. Die Mädchen sehen im Durchschnitt weniger fern als die Jungen (90 zu 100 Min.). Bei den Wenig-Fernseher (1-29 Min.) gibt es mehr Mädchen und bei den Vielsehern (120-+ Min.) führen die Jungen die Liste an.
Bei den folgenden Tabellen muß man beachten, daß es sich hierbei um Durchschnittswerte handelt, welche nichts über das Sehverhalten einer Einzelperson aussagen.
BRD 1982 4
BRD 1985 5
4 Kunstmann, Wilfried: Jeden Tag zwei Stunden vor der Glotze Kinder und Bildschirmmedien, in: Friedrich
Hagedorn (Hrsg.): Kindsein ist kein Kinderspiel, Frankfurt am Main 1987, S. 127
5 Kunstmann, Wilfried: Jeden Tag zwei Stunden vor der Glotze Kinder und Bildschirmmedien, in: Friedrich
Hagedorn (Hrsg.): Kindsein ist kein Kinderspiel, Frankfurt am Main 1987, S. 129
5
6-13 88 Min.
Erwachsener 143 Min.
BRD 2000 6
Jahre Tägl. Fernsehnutzung
0-2 58 Min.
3-5 75 Min.
6-9 92 Min.
10-13 108 Min.
6 Zentrale für gesundheitliche Aufklärung, in: TvNeu33/2000
6
Arbeit zitieren:
Mareike Elberg, 2002, Massenmedium Fernsehen und Kinder, München, GRIN Verlag GmbH
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Kritik.
Der Schreibstil erinnert an Realschulen-Niveau, die Arbeit erweckt den Eindruck, dass keine Quellenvielfalt vorlag.
Tiefgreifende Auseinandersetzung mit dem Thema wird heir vergeblich gesucht.
Die Arbeit ist ihr Geld nicht wert.
am Thursday, February 10, 2005-