Jugendbanden
von Mareike Elberg
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Geschichte 3
3. Warum schließen sich Jugendliche Cliquen an?
Wie sieht die Lebenswelt dieser Jugendlichen aus? 5
I. Rahmenbedingungen 5
II. Krisis der klassischen Sozialisationagenturen 6
III. Status und Alltagserfahrungen junger Menschen 8
IV. Situation Jugendlicher in den neuen Bundesländern 8
V. Situation jugendlicher Migranten in Deutschland 9
VI. Gründe für den Beitritt in eine Bande/Gruppe/Clique 10
4. Banden 11
I. Allgemein 11
II. Zusammensetzung und Rollenverteilung 12
III. Bandeninterneinteraktion und Normsysteme 13
IV. Erscheinungsformen und ihre Delikte 14
V. Mitglieder der Banden 18
VI. Ursachen der Bandenkriminalität 21
VII. Die bekanntesten Banden 23
VIII. Entwicklung und Struktur der Jugendgewalt 27
IX. Prävention und Repression 28
5. Schlußbemerkung 31
Literaturverzeichnis
1. Einleitung
Täglich sehen wir in den Medien Bilder von Kindern, welche Erfahrungen mit Gewalt machen. Es gibt eine breite Palette von Beispielen: Kindersoldaten, Straßenkinder, Mißhandlungen in der Familie, Entführungen, Vergewaltigungen,.....
Es gibt aber auch noch eine andere Seite. Kinder und Jugendliche als Täter, Kriminelle, als Mitglieder von gewalttätigen Banden.
Mit dieser Thematik möchte ich mich in meiner Hausarbeit auseinander setzen. Hierbei handelt es sich nicht um eine "neue" Thematik, sondern um ein Thema welches in Europa zum ersten Mal im Mittelalter auftauchte und seitdem immer aktuell ist.
2. Geschichte
Die Bevölkerung wird laut den Medien durch die gewalttätigen Jugendcliquen, kriminellen Banden und Jugendgangs verunsichert. Sie haben Angst um die Zukunft der Kinder und blicken immer wieder auf die "gute alte Zeit" zurück. Früher wäre noch alles in bester Ordnung gewesen. Es hätte verläßliche Bindungen, eine beständige Sicherheit und Ordnung und eine Zukunft gegeben, welche von der eigenen Leistung abhing.
Wie schon in der Einleitung angesprochen gab es die ersten Räuber- und Gaunerbanden im Mittelalter. Sie bestanden grundsätzlich aus mindestens sechs erwachsenen Personen.
Im 13. Jahrhundert bestand die Bande aus einem Anführer und fünf Folgern.
Aufgrund der Kriege (Bauernkrieg, Dreißigjähriger Krieg) im 16. und 17. Jahrhundert bildeten sich mehrere Banden. Ihre Anhänger waren zum Beispiel Landsknechte.
Im 18. Jahrhundert kam es zu einem Aufschwung der Banden. Grund dafür waren zum Beispiel gescheiterter Existenzen aus der revolutionären Bewegung (franz. Revolution).
In den USA, dem "Wilden Westen" wurde die Verstädterung und Industrialisierung im 19. Jahrhundert von der Bandenbildung begleitet.
Die ersten Berichte über Jugendbanden in Deutschland tauchten im Kaiserreich auf. Wobei diese verwahrlosten Gewalttäter noch als Einzelgänger angesehen wurden.
In der Weimarer Republik gab es alleine 600 "Wilde Cliquen", welche eine enorme soziale Funktion zur Zeit der Weltwirtschaftskrise übernahmen. In ihnen herrschte eine starke Hierarchie. "Cliquenbullen" nannte man die Anführer der männlichen Mitglieder, welche oft ohne berufliche Perspektive waren. Mädchen waren eher selten vertreten. Die Cliquen grenzten sich mit ihrem äußeren Erscheinungsbild von einander ab. Sie trugen Lederhosen mit auffallenden Hosenträgern oder Gürteln, Wadenstrümpfen und meist weiße Hemden mit grünen Aufschlägen.
Die Bildung von Banden hat in den 30er Jahren etwas nachgelassen, da sie von der nationalistischen Bewegung als Störfaktoren angesehen worden sind. Die Aktivitäten der Banden wurden eingeschränkt, wenn nicht sogar verboten. Ihre Autonomie und Spontaneität stand nämlich im Gegensatz zur erwünschten Disziplin und Fremdbestimmung (siehe Hitlerjugend). Die "Edelweißpiraten" war damals die bekannteste Jugendopposition. Sie lehnten den Nationalsozialismus ab. Ihnen ging es eher um Verweigerung als um ideologische Überzeugung. Sie waren kleine Provokateure, wobei dies zur damaligen Zeit schon gefährlich genug war.
Zahlreiche Subkulturen bildeten sich in den fünfziger Jahren. Es begann die Zeit des Wohlstandes. Für die Jugendlichen zählten die alten Traditionen nicht mehr. Sie wollten einen bestimmten Stil leben und fanden alles gut was aus den USA (Musik, Film, Idole) kam. Für sie zählte Freiheit, Ekstase und Ungebundenheit.
Bei Konzerten kam es des öfteren zu Ausschreitungen, welche bis hin zu Straßenschlachten mit der Polizei führten. Der Rock `n` Roll zog in Deutschland ein.
In den 60er Jahren wurde die Szene immer unübersichtlicher. Man konnte nicht von einer ausgeprägten Jugendgang-Kultur sprechen.
In den Arbeitervierteln Britanniens entstand die erste Generation der Skinheads. Sie waren unpolitisch und recht konservativ eingestellt. Ihren Unmut (Weltwirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit) drückten sie mit ihrer Gewaltbereitschaft aus, zu welcher sie sich bewußt entschieden hatten.
In den Siebzigern kam die zweite Generation der Skinheads zum Vorscheinen. Skins spielten eine Rolle bei rassistischen Überfällen und Morden in der britischen Welt. Diese Entwicklung ist dafür verantwortlich, dass die Mehrheit der deutschen Skins sich in den 80er Jahren als "rechts" verstanden. Die lockere Bewegung wandelte sich in kleine feste Gruppenstrukturen um, welche netzwerkartig miteinander verbunden sind. Sie treffen sich zu bestimmten Anlässen, haben eigene Zeitschriften und Bands. Ihr Alltagsleben spielt sich in der Kleingruppe ab.
Hier habe ich nur kurz einige der verschiedenen Banden angesprochen. Diese Darstellung reicht meiner Meinung nach aus, um zu zeigen das dieses Thema schon immer aktuell war und ist. Im weiteren Verlauf meine Hausarbeit werde ich noch einmal genauer und ausführlicher auf die verschiedenen Jugendbanden eingehen.
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Arbeit zitieren:
Mareike Elberg, 2002, Jugendbanden, München, GRIN Verlag GmbH
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