Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis. II
Abk ürzungsverzeichnis. III
1. Einleitung. 1
2. Theoretischer Rahmen regionaler Innovationssysteme (RIS) 2
2.1 Innovation und Innovationsmodelle. 2
2.2 Innovationssysteme. 4
2.3 Nationale Innovationssysteme (NIS) 5
2.4 Regionale Innovationssysteme 6
2.4.1 Region und Regionalisierung. 6
2.4.2 Das Konzept RIS. 7
2.4.3 Akteure in RIS 9
2.4.4 Probleme von RIS 10
3. Globalisierung. 10
4. Gleichzeitigkeit von Globalisierung und Regionalisierung. 11
5. Europäische Beispielregionen 12
5.1 Öresund. 12
5.1.1 Kennzahlen 12
5.1.2 Öresund als RIS 13
5.2 Saarland/Lothringen. 15
5.2.1 Kennzahlen 15
5.2.2 Saarland/Lothringen als RIS. 16
6. Fazit. 17
7. Literaturverzeichnis. 19
I
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Interaktives Innovationsmodell
Abbildung 2: Innovationssystem als hybrides System
Abbildung 3: Cross-border-regions in der EU
Abbildung 4: Regionales Innovationssystem
Abbildung 5: Elemente regionale und nationaler Innovationssysteme
Abbildung 6: Biotechnologie-Unternehmen und Forschungseinrichtun-
gen in der Øresundregion
Abbildung 7: Automobilindustrie Saarland/Lothringen
II
Abkürzungsverzeichnis
EU: Europäische Union
FuE: Forschung und Entwicklung
INTERREG: Gemeinschaftsinitiative des Europäischen Fonds für regionale
Entwicklung
KMU: Klein- und Mittelständische Unternehmen
NIS: Nationale Innovationssysteme
OECD: Organisation for Economics Cooperation and Development
RIS: Regionale Innovationssysteme
Saarlorlux: Bezeichnung für Großregion Saarland/Lothringen/Luxemburg
z. B.: zum Beispiel
III
1. Einleitung
Die Begriffe Regionales Innovationssystem (RIS) und Globalisierung haben in der Wirtschaftsgeographie in den letzten Jahren verstärkt Verwendung gefunden. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten versucht man neue regionale Strategien zu entwickeln, um Globalisierungsprozessen erfolgreich zu begegnen.
Um den Begriff RIS erklären zu können, erscheint es hilfreich, vorher die Begriffe Innovation und darauf aufbauend Innovationssystem in ihrer Entstehung und ihrer Bedeutung für die Wirtschaftsgeographie näher zu erläutern. Im Anschluss soll kurz das Modell nationaler Innovationssysteme (NIS) dargestellt werden. Dieses ist in der wissenschaftlichen Forschungsentwicklung den regionalen Innovationssystemen vorgelagert und für dessen Verständnis von wichtiger Bedeutung.
Im nächsten Schritt wird ausführlich auf den Begriff RIS eingegangen. Dabei stellt sich zunächst die Frage, was eine Region auszeichnet und welche Bedeutung Regionalisierungsprozesse einnehmen. Außerdem gilt es zu klären , welchem Regionstyp die beiden Beispielregionen dieser Arbeit angehören.
Nach der theoretischen Vorarbeit, ist man in der Lage das Konzept RIS näher zu erläutern. Was gehört zum Grundgerüst solcher RIS?
Da mehrere Akteure eine ausschlaggebende Rolle bei der Bildung RIS einnehmen, wird deren Zusammenwirken gesondert beschrieben. Abschluss des zweiten Kapitels bildet eine Kritik RIS.
Im dritten Kapitel wird der zweite zentrale Begriff der Abhandlung genauer untersucht. Die Auswirkungen der Globalisierung auf das heutige Wirtschaftssystem bilden den Schwerpunkt. Die schon Eingangs angedeutete Dialektik von regionalen und globalen Wirtschaftsstrategien stellt den Abschluss des theoretischen Teils dar. Welche zentralen Prozesse koexistieren auf den beiden Ebenen?
Im letzten Abschnitt wird ein Versuch gemacht, die beiden Bespielregionen Öresund und Saarland/Lothringen auf ihre Tauglichkeit als RIS zu überprüfen. Hat sich ein regionale Innovationscluster mit entsprechenden Vernetzungen ausgebildet? Welche Rolle spielen dabei die beiden jeweiligen übergeordneten NIS und inwiefern sind die Regionen in globale Zusammenhänge eingeordnet? Eine kurze Darstellung der Kennzahlen der Regionen dient dabei als Grundlage.
1
2. Theoretischer Rahmen regionaler Innovationssysteme (RIS)
2.1 Innovation und Innovationsmodelle
Das wirtschaftliche Wachstum ist heutzutage in hohem Maße von technischem Fortschritt und den darauf aufbauenden Innovationen bestimmt. Was genau Innovationen sind und wie sich die wissenschaftliche Betrachtung von Innovationen gewandelt hat, soll in diesem Unterabschnitt erläutert werden.
Der Begriff Innovation stammt vom lateinischen Wort „innovatio“ ab, welches sich mit „Erneuerung“ oder „Schaffung“ übersetzen lässt. In den Wirtschaftswissenschaften und der Wirtschaftsgeographie ist mit Innovation allgemein ein Prozess gemeint, in dessen Verlauf neues Wissen oder sogar neue Wissenschaften durch die Einführung neuartiger Elemente auftreten.
Der erste Wissenschaftler, der sich ausführlich mit dem Begriff Innovation auseinander gesetzt hat, war Schumpeter in seinem Werk „Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung“ (1911). Er sieht den Ausgangspunkt für Innovationen im Unternehmer, der den wirtschaftlichen Produktionsmittelvorrat neu kombiniert und durch die schöpferische Zerstörung 1 den dynamischen Entwicklungsprozess vorantreibt. Neben technischen Erneuerungen (Herstellung neuer Güter und neuer Produktverfahren) zählen bei ihm auch schon die Erschließung neuer Bezugs- und Absatzmärkte sowie die Durchführung von betrieblichen Neuorganisationen zu den Arten von Innovationen. 2 Technologische Innovationen werden heute auf Grundlage des „Oslo Manual“ der OECD in Produkt- und Prozessinnovationen unterschieden. Als Produktinnovation wird die Kommerzialisierung eines technisch veränderten Produktes bezeichnet. Eine Prozessinnovation liegt vor, wenn eine bedeutende Änderung in der Produktionstechnik für ein bestimmtes Teil vorgenommen wird. Dies kann neue Maschinen, Management- oder Organisationsmethoden beinhalten. 3
Ein genaueres Bild von Innovationsprozessen kann mit Hilfe der Innovationstheorien erreicht werden. In den fünfziger Jahren gab es erste Versuche, diese Prozesse mit Hilfe von vereinfachten Modellen darzustellen. Zu Beginn dominierte das traditionelle lineare Modell
1 Jede ökonomische Entwicklung baut auf dem Prozess der schöpferischen kreativen Zerstörung auf. Durch die Zerstörung von alten Strukturen werden die Produktionsfaktoren immer wieder neu geordnet. Die Zerstörung ist
also notwendig, damit Neuordnungen stattfinden können. Auslöser für die schöpferische Zerstörung sind Unter-
nehmer.
2 vgl. Gutowski 1999, S.4
3 vgl. OECD 1992, S.10
2
die Forschung. 4 In diesem Modell geht man im Wesentlichen von drei Phasen aus: Invention, Innovation und Diffusion.
„Unter einer Invention ist die Entdeckung neuer Problemlösungen und neuer Ideen zu verstehen. Die Innovation bezeichnet die erstmalige Realisierung der neuen Idee und die Diffusion deren allgemeine Verbreitung. 5
Die Kritik an diesem linearen Modell besteht darin, dass die einzelnen Phasen des Innovationsprozesses nicht durch Rückkopplungsmechanismen miteinander vernetzt sind und Lernprozesse somit keine Berücksichtigung finden 6 . Der Ausgangspunkt muss nicht bei Wissenschaft und Forschung liegen. Bedürfnisse und Nachfragen von z.B. Kunden oder Kooperationspartnern können ebenso Anlass für Innovationen sein. Aus dieser Kritik heraus wurden in der Forschung mehrere interaktive Modelle entwickelt, in denen der Prozess vom gegenseitigen Lernen als neuer zentraler Aspekt integriert wurde. Abbildung 1: Interaktives Innovationsmodell
Quelle: Kline / Rosenberg 1986
Die durch die vielen Pfeile gekennzeichnete Interaktion zwischen den an den einzelnen Prozessen beteiligten Akteuren ist der zentrale Punkt dieses interaktiven Modells. Zudem wird davon ausgegangen, dass Wissen und Forschung den gesamten Prozess unterstützend begleiten. Damit es allerdings zum Austausch kommt, müssen die beteiligten Akteure eine
4 vgl. Fischer/Suarez-Villa/Steiner 1999 S. 14 ff.
5 Schätzl 1996, S.110
6 vgl. Bathelt/Depner 2003, S.130
3
Arbeit zitieren:
Jan Berewinkel, 2006, Globalisierung und regionale Lernprozesse: Regionale Innovationssysteme und Globalisierung. Beispiele Öresundregion und Saarland/Lothringen, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Soziale Ungleichheit im Spiegel der Theorien Ulrich Becks und Pierre B...
Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen
Seminararbeit, 14 Seiten
Forschungs- und Technologiepolitik in Theorie und politischer Umsetzun...
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Seminararbeit, 15 Seiten
Joseph Alois Schumpeter (1883-1950)
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hausarbeit, 10 Seiten
Systemisches Coaching - Identifizierung charakteristischer Kriterien
BWL - Personal und Organisation
Diplomarbeit, 99 Seiten
Globalisierung durch Innovationen: Die Rolle der multinationalen Unter...
Seminararbeit, 30 Seiten
Konzepte der sozialen Institutionalisierung der "Region": ...
Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
Seminararbeit, 17 Seiten
Globalisierung und Internationalisierung - Begriffe, Inhalte, Auswirku...
BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
Seminararbeit, 30 Seiten
Sachbücher für Kinder im Heimat- und Sachunterricht
Sachunterricht, Heimatkunde (Grundschulpädagogik)
Seminararbeit, 19 Seiten
Innovationstheoretische Ansätze in der Wirtschaftsgeographie - Konzept...
Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
Seminararbeit, 37 Seiten
Nîmes, Montpellier, Marseille und Nizza als südfranzösische Wirtschaft...
Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
Hausarbeit (Hauptseminar), 43 Seiten
Evolutionärer Wertewandel in einer institutionellen Wirtschaftsethik
BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik
Seminararbeit, 24 Seiten
Die Außenpolitik der Bush-Adminstration - Neocons auf dem Vormarsch
Politik - Internationale Politik - Region: USA
Hausarbeit, 20 Seiten
Vampirism as a (Timeless) Image : Interpretation of Angela Carter'...
Hausarbeit (Hauptseminar), 26 Seiten
Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation
Seminararbeit, 30 Seiten
Sachbücher für Kinder und Jugendliche - Theoretische Grundlagen
Bibliothekswissenschaften, Information Science
Referat (Ausarbeitung), 18 Seiten
Personalmarketing 2.0 - Möglichkeiten und Grenzen des Web 2.0 Einsatze...
Inklusive Onlinebefragung groß...
BWL - Personal und Organisation
Bachelorarbeit, 120 Seiten
Jan Berewinkel hat den Text Globalisierung und regionale Lernprozesse: Regionale Innovationssysteme und Globalisierung. Beispiele Öresundregion und Saarland/Lothringen veröffentlicht
Jan Berewinkel hat einen neuen Text hochgeladen
Abschlussprüfung Englisch. English G 21. 10. Schuljahr. Regionale Schu...
Arbeitsheft mit Lösungsheft un...
David Christie, Chris Caridia
Regionale Schule 2012 Englisch. Mittlere Reife. Mecklenburg-Vorpommern
Abschluss-Prüfungsaufgaben mit...
0 Kommentare