Inhaltsverzeichnis
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Abkürzungsverzeichnis II
1. Problemstellung und Ziel der Arbeit 1
2. Grundlagen 2
2.1 Definition 2
2.2 Weitere Grundlagen 2
3. Motive der Kaufentscheidung 3
4. Bewertungskriterien und wesentliche Einflussfaktoren 4
5. Musterbeispiel 6
6. Formen von Optionsscheinen 7
7. Preisbildung bei Optionsscheinen 8
7.1 Der Einfluss des Zinssatzes 8
7.2 Der Einfluss der Dividende 8
7.3 Der Einfluss des Underlyingkurses 8
7.4 Der Einfluss der Restlaufzeit 9
7.5 Der Einfluss der Volatilität 9
8. Abgrenzung des Optionsscheins zur Option 9
9. Risiken 10
10. Fazit 11
Literatur und Quellenverzeichnis 12
Erklärung Versicherung 13
Anhang I: Kennzahlen eines Optionsscheines 14
Abkürzungsverzeichnis
Bez.-Verh. Bezugsverhältnis
bzw. beziehungsweise
d.h. das heißt
p.a. per anno / pro Jahr
z.B. zum Beispiel
3
1. Problemstellung und Ziel der Arbeit
„Sie bringen hohe Gewinne, doch sie sind gefährlich“, so titelte die Wirtschaftsw oche 1 und meinte damit Optionsscheine. Woher die oft enormen Verdienstmöglichkeiten stammen und was „Scheine“, wie viele schlicht sagen, für den Anleger so riskant macht, lässt sich mit einigen wenigen Worten kaum zum Ausdruck bringen. Dass ein Erfolg an Erfahrung und Sachkenntnis geknüpft ist, steht allerdings wohl außer Frage. Unzählige Male nämlich landen die oft vollmundig angepriesenen Wertpapiere nur deshalb im Depot, weil die Anleger eine falsche Vorstellung von den damit verbundenen Chancen und Ris iken haben. Am Ende steht dann nicht selten eine große Enttäuschung, da aus der erhofften Traumrendite ein großer Verlust wurde. Damit einem derlei Erfahrungen erspart bleiben, wäre es vorteilhaft, wenn Optionsscheinanleger fundierte Kenntnisse über Produkte und deren Bewertung mitbringen.
Jedoch sind auch für den „unwissenden“ Kleinanleger Optionsscheine speziell zur Absicherung des Depots durchaus sinnvoll, deshalb soll an dieser Stelle eine provokante These aufgestellt werden: Mit Optionsscheinen kann jeder handeln!
Auch wenn das Kauderwelsch der Fachleute gelegentlich den Eindruck erweckt, man müsste zuvor ein entsprechendes Studium mit d em Abschluss „Optionsscheinhändler“ ablegen. Wichtiger als mit jedem Fachbegriff etwas anfangen zu können, ja sogar wicht iger als die zur Bewertung von Optionsscheinen notwendigen Kennzahlen sind allerdings einfach Verhaltensregeln. Wer daher Folgendes bei der Auswahl von Optionsscheinen beachtet, umgeht bereits die meisten der üblichen Fehler: „Wait and see“ ist tödlich. Keinesfalls sollte man bei Optionsscheinen aus dem eigenen Depot, die ins Minus gerutscht sind, irgendwann zu der fatalistischen Einschätzung übergehen: “Die lass ich jetzt liegen“. Das ist bei Aktien schon falsch, kann sich aber bei Optionsscheinen als absolut tödlich erwe isen. Da die Laufzeit eines Optionsscheins begrenzt ist, frisst der Zeitwertverlust – ohne dass sich der Kurs des Basiswertes bewegen muss – den Restwert des Optionsscheins unaufhaltsam auf. Und das umso schneller, je näher das Laufzeitende rückt.
1 Wirtschaftswoche Nr.34 vom 14.08.1997
4
Noch wichtiger als bei Aktienkäufen ist daher die Fähigkeit, von einer einmal gefassten Meinung abrücken zu können, wenn sie sich als unzutreffend erwiesen hat, und den entsprechenden Schein notfalls auch mit Verlust wieder zu verkaufen.
In der vorliegenden Praxisarbeit werden die wichtigsten Merkmale eines Option sscheines kurz beleuchtet. Zu definierende Wörter sind dabei immer tiefschwarz hervorgehoben.
Grundlagen
2.
2.1
Definition
Optionsscheine, auch „Warrants“ genannt, verbriefen das Recht, nicht aber die Verpflichtung, eine bestimmte Menge eines Basiswertes („ Underlying“) zu einem heute festgelegten Basispreis („Ausübungspreis oder Strike“) an oder bis zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt zu kaufen („Call-Option“) oder zu verkaufen („Put-Option“). 2
2.2
Weitere Grundlagen
Als Basiswerte kommen Aktien, Aktienkörbe, Indizes, Anleihen, Währungen und Rohstoffe in Frage, also im Prinzip alle Basiswerte, für die ein Marktwert festgestellt werden kann. 3 Für die Ausübung von Optionsscheinen gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Die Lieferung des Basiswertes („stock delivery“) ist in der Regel nur bei Aktien möglich. Bei einem Barausgleich („cash settlement“) findet mit der Optionsausübung kein Erwerb, bzw. keine Veräußerung des Basiswertes statt. Der Optionsscheininhaber erhält die Diff erenz zwischen dem aktuellen Marktpreis und dem Ausübungspreis ausgezahlt. Bei der Ausübung wird zwischen sogenannten europäischen und amerikanischen Optionen unterschieden. Bei Optionen amerikanischen Typs kann das Optionsrecht zu j edem Zeitpunkt während der Laufzeit ausgeübt werden, bei Optionen europäischen Typs ist eine Ausübung nur am Ende der Laufzeit möglich.
Das Bezugsverhältnis drückt aus, wie viele Optionsscheine ausgeübt werden müssen um eine Einheit des Basiswertes zu kaufen, bzw. zu verkaufen. Es wird auch Parität genannt. Beispiel: Ein Bezugsverhältnis von 100:1 bedeutet, d ass 100 Optionsscheine zum Bezug einer Aktie berechtigen.
2 Basisinformation für Wertpapiervermögensanlagen
3 Optionsscheine, Beike und Potthoff, dtv-Verlag
5
Quote paper:
Andre Merz, 2002, Grundlagen der Optionsscheinanlage, Munich, GRIN Publishing GmbH
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