Hausarbeit: Investitionscontrolling Robert Millenet
Investitionscontrolling
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1 Aufgabenstellung 2
2 Grundbegriffe des Investitionscontrolling 3
2.1 Investitionsbegriff 3
2.2. Beurteilung von Investitionen 4
2.3. Investitionsprozess als Ansatzpunkt für das Controlling 5
3 Aufgaben des Controllings 8
3.1. Controllingbegriff 8
3.2. Operatives und strategisches Controlling 10
4 Instrumente des Investitionscontrolling 11
4.1 Übersicht über Investitionsrechnungsmethoden 12
4.1.1 Statische Investitionsrechnungen 12
4.1.2 Dynamische Investitionsrechnungen 13
4.2 Mittel und Methoden des Investitionscontrolling 15
4.2.1 Differenzierung nach qualitativen und quantitativen In
strumenten 15
4.2.2 Kennzahlen 16
4.2.3 Budgets 17
4.2.4 Lenkpreise 18
5 Beurteilung des Controllereinsatzes in Unternehmen 18
6 Zusammenfassung 19
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Hausarbeit: Investitionscontrolling Robert Millenet
INVESTITIONSCONTROLLING
1. Aufgabenstellung
Mit den folgenden Ausführungen wird das Ziel verfolgt, einige mögliche Anwendungen für das Controlling für Investitionen aufzuzeigen. Dazu werden zunächst die Begriffe Investition und Controlling für diesen Zusammenhang definiert.
Die folgende Gliederung folgt der Phasenunterteilung für Investitionen von der Entscheidung bis zur Nachbesserung nach Adam 1 . Die wichtigste Aufgabe von Investitionsrechnungen ist es, zu einem möglichst objektiven Vergleich verschiedener Investitionsalternativen zu kommen und damit eine Beurteilung der beabsichtigten Investitionen zuzulassen. Mit diesen Investitionsrechnungen wird also die Entscheidung zur Wahl einer bestimmten Investition vorbereitet. Es ist aufzuzeigen, inwieweit das Investitionscontrolling bereits in dieser Entscheidungsphase eingesetzt werden kann.
Weiterhin ist darauf einzugehen, inwieweit das Investitionscontrolling Einwirkungsmöglichkeiten in der Phase der Durchführung der entschiedenen Investition hat. Hier wird der Zeitraum, den die Realisierung der Investition benötigt, eine wichtige Rolle spielen.
Nach der Realisierung der Investition wird sich eine über die Nutzungsdauer der Investition anhaltende Phase des Vergleichs der Plan- und der Istzahlen sowohl der Kostenseite als auch der Ertragsseite der Investition anschließen. Dies stellt mit Sicherheit eine wesentliche Aufgabe des Investitionscontrolling dar, weil sich hieraus das Investitionsende ergeben wird.
Außerdem erbringt dieser permanente Vergleich ggfs. auch Entschei-dungsgrundlagen für mögliche Nachbesserungen. Darunter sind zu ver-
1 Adam,Dietrich „Investitionscontrolling“ Seite 1, 2. Auflage 1997, R. Ouldenbourg Verlag Mün-
chen Wien
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stehen zusätzliche Verbesserungen an der Investition, die z.B. die Investition in ihrem Leistungsbild effektiver werden lassen.
2. Grundbegriffe des Investitionscontrolling
2.1. Investitionsbegriff
Adam definiert: „Investieren ist die Kernfunktion jedes Wirtschaftens. Eine Investition ist eine Auszahlung für die Beschaffung von Gütern, deren Verwertung Einzahlungen erwarten lässt, die die Auszahlungen möglichst deutlich übersteigen. Jede Investition hat daher spekulativen Charakter. Mit Sicherheit fallen Auszahlungen für die zu beschaffenden Güter an;...“ 2 Adam schränkt für seine weiteren Ausführungen ein, dass man nur von einer Investition spricht, wenn Auszahlungen längerfristige Nutzungspotentiale zur Folge haben. Demzufolge sind nur die Auszahlungen für Maschinen, Geldanlagen am Kapitalmarkt, Entwicklung neuer Produkte als Investition zu betrachten. 3 Im folgenden werden deshalb nur die Auszahlungen für längerfristig nutzbare Güter, wie Maschinen und neue Produkte betrachtet.
Mit seinem Hinweis auf den spekulativen Charakter einer Investition begründet Adam eigentlich besonders die Notwendigkeit des Investitionscontrolling. Denn gerade bei Unsicherheit bei einer Auszahlung hat das Unternehmen die Pflicht, zum Zweck der Unternehmenssicherung alle Möglichkeiten der Überwachung seiner Investitionsentscheidung zu nutzen. Sowohl für die finanzierenden Banken als auch für die Aufsichtsgremien des Unternehmens, wie Aufsichtsrat, Beirat, sind die realen Zahlen, aufbereitet durch das Controlling, wichtige Basis zur Beurteilung des Erfolgs oder auch Misserfolgs der Investitionsentscheidung.
Zu ergänzen ist der oben angeführte Investitionsbegriff meines Erachtens durch den Hinweis auf die mit der Investition verbundenen Kosten, so z.B.
2 Adam, a.a.O. Seite 1
3 vgl. Adam, a.a.O. Seite 1 f
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Zinsen, Instandhaltung, Reparaturen, etc., die alle durch die Einzahlungen gedeckt werden müssen.
Grundsätzlich werden bei den Investitionen unterschieden die Errichtungsinvestition und die Ergänzungsinvestition. 4 Bei der Errichtungsinvestition handelt es sich um eine Neu- oder Gründungsinvestition.
Mit einer Ergänzungsinvestition werden bereits bestehende Anlagen auf einem definierten Stand erhalten, oder sie werden in ihrer Kapazität bzw. Ausbringung bzw. Qualität erweitert.
2.2. Beurteilung von Investitionen
Die Voraussetzung für eine Beurteilung von Investitionen ist zunächst die Festlegung der strategischen Ziele des Unternehmens. In dieses strategische Zielebündel müssen die Investitionen hineinpassen (Zielkonformität). 5 In die Festlegung dieser strategischen Ziele gehören die grundsätzlichen Entscheidungen über den Umfang des Produktprogramms, der Absatzmärkte, der grundsätzlichen Fertigungstechnologien.
Bei der Fertigungstechnologie kann dazu z.B. festgelegt werden, dass nur hochwertige Produkte mit einem hohen Anteil manueller Tätigkeit gefertigt werden statt einer billigen Massenproduktion. Damit werden bereits bestimmte Investitionen ausgeschlossen und Tendenzen für die Investitions-vorhaben entwickelt.
Die Verfahren, mit denen die strategischen Zielsetzungen mit bestimmt werden, sind die qualitativen Verfahren. Das sind Punktbewertungsverfahren, Scoring-Modelle. 6 In den qualitativen Verfahren werden Grundsätze fixiert und zum Teil unternehmenphilosophische Forderungen aufgestellt. Diese entziehen sich einer quantitativen Vorgabe bzw. eines Vergleichs. Sie sind aber Voraussetzung und Richtschnur der nachfolgenden 4 vgl. Adam: a.a.O. Seite 4
5 vgl. Adam: a.a.O. Seite 22 f
6 vgl. Adam: a.a.O. Seite 20
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Investitionen, die mit quantitativen Verfahren beurteilt werden können. Nach der Festlegung der unter den Prämissen der strategischen Zielsetzungen in Betracht kommenden Investitionsvorhaben, die damit also mit den strategischen Zielen übereinstimmen, werden mit Hilfe der Verwendung quantitativer Verfahren der Investitionsrechnung die Investitionsalternativen bestimmt.
Weil es für die Darstellung der Einwirkmöglichkeit des Controlling wichtig erscheint, ohne jedoch auf die verschiedenen Methoden der Investitionsrechnung in dieser Arbeit sehr tief eingehen zu wollen, soll auf Adam verwiesen sein, der drei Typen von Entscheidungsproblemen, die durch Investitionsrechnungen zu lösen sind, unterscheidet:
• „Analysen zur Vorteilhaftigkeit einzelner Investitionen,
• Wahlprobleme (Wahl zwischen zwei Sachinvestitionen oder Wahl der Nutzungsdauer von Investitionsobjekten) und
• Investitionsprogrammanalysen“ 7
Die Beurteilung von Investitionen erfolgt also mit quantitativen Verfahren der Investitionsrechnung. Die Voraussetzung für die Übereinstimmung der Investition mit den strategischen Zielen ist die Kenntnis des strategischen Zielebündels.
2.3. Investitionsprozess als Ansatzpunkt für das Controlling
Adam zerlegt, wie bereits erwähnt, den Investitionsprozess in vier Phasen:
1. „ Investitionsentscheidung
2. Realisation und Investitionssteuerung
3. Kontrolle
4. Nachbesserungsentscheidung“ 8
7 Adam: a.a.O. Seite 40
8 Adam, a.a.O. Seite 6
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Quote paper:
Robert Millenet, 2004, Investitionscontrolling, Munich, GRIN Publishing GmbH
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