Inhaltsverzeichnis II
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
1. Einleitende Betrachtung 1
1.1 Problemstellung. 1
1.2 Gang der Untersuchung 2
1.3 Begriffliche Definitionen. 2
2. Die internationale Beschaffung 3
2.1 Beschaffungsformen. 3
2.2 Organisationen. 4
2.3 Beweggründe für die internationale Beschaffung 5
2.4 Risiken der internationalen Beschaffung. 6
2.5 Beschaffungsobjektauswahl 7
2.6 Total Cost of Ownership 8
3. Beschaffungsmarktforschung. 9
3.1 Aufgaben und Zielsetzungen. 9
3.2 Organisationsformen 10
3.3 Ablauf der Beschaffungsmarktforschung. 11
3.3.1 Objektauswahl 11
3.3.2 Methoden 11
3.3.3 Länderanalyse. 13
3.3.4 Marktanalyse 17
3.3.5 Verarbeitung und Darstellung 18
3.3.6 Beschaffungsfrühwarnsysteme. 19
4. Fazit und Ausblick. 20
Quellenverzeichnis. IV
Anhang VI
Abkürzungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis
bzw. beziehungsweise
ca. circa
d. h. das heißt
etc. et cetera
ggf. gegebenenfalls
i. d. R. in der Regel
S. Seite
u. a. und andere, unter anderem
usw. und so weiter
v. a. vor allem
vgl. vergleiche
z.B. zum Beispiel
evtl. eventuell
ggü. gegenüber
bspw. beispielsweise
sog. so genannt, so genannten
Einleitende Betrachtung 1
1. Einleitende Betrachtung
1.1 Problemstellung
„Die Welt ist zehn Jahre alt“ 1 , so war der Titel einer Anzeige, die das amerikanische Brokerhaus Merrill Lynch in mehreren Wirtschaftzeitungen am elften Oktober 1998 schaltete. Mit dem Fall des eisernen Vorhangs 1989 öffneten sich die Märkte für einen weltweiten Handels- und Kapitalverkehr. Damit hatte sich der Kapitalismus durchgesetzt. Der Teilnahme am globalen Wirtschaftsgeschehen stand den Unternehmen nun nichts mehr im Wege. 2 Diese Entwicklung beschritt auch Deutschland. Im Jahr 2004 wurde die Bundesrepublik wieder Exportweltmeister. Betrachtet man die Struktur der Handelsbilanz etwas genauer, ist erkennbar, dass immer noch 60% der importierten Waren aus der EU stammen. 3 Als asiatischer Importhandelspartner steht erst an sechster Stelle China. 4 Eine Untersuchung des Beratungsunternehmens Masai Deutschland GmbH im Jahr 2002 zeigte, dass erst 21% der befragten Unternehmen zwischen 5% und 10% ihres Beschaffungsvolumens in sog. Low-Cost-Countries 5 realisieren. 6 Dies verdeutlicht den enormen Nachholbedarf deutscher Unternehmen auch auf Märkten mit kulturellen Unterschieden Sachgüter und Dienstleistungen zu beschaffen. 7
Das Ziel der vorliegenden Arbeit soll sein mit Hilfe der Beschaffungsmarktforschung grundlegende Erkenntnisse über Beschaffungsmärkte zu erlangen, um objektive, beschaffungsrelevante Entscheidungen treffen zu können und eventuelle Hemmschwellen gegenüber anderen Beschaffungsmärkten abzubauen. Dabei sollen die Potentiale aber auch die Risiken der internationalen Beschaffung aufgezeigt werden.
1 Niehoff, 2001, S.1
2 vgl. Niehoff, 2001, S.1
3 Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, o. Jg.; siehe Abbildung 1 im Anhang
4 Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, o. Jg.; siehe Abbildung 2 im Anhang
5 Low-Cost-Country: Land, in dem ein niedriges Lohnniveau herrscht
6 vgl. Koppelmann, S.15
7 vgl. Gruschwitz, 1993, S. 103; siehe Abbildung 3 im Anhang
Einleitende Betrachtung 2
1.2 Gang der Untersuchung
Zunächst werden in Kapitel eins die elementaren Begriffe der Studienarbeit definiert. Das zweite Kapitel umfasst die Bereiche Beschaffungsformen, die Neustrukturierung des Einkaufs, die Potentiale und Risiken der internationalen Beschaffung und die Objektauswahl. Zusätzlich verschafft Kapitel zwei einen Überblick über die - im Zusammenhang mit der internationalen Beschaffung - entstehenden Kosten.
Das dritte Kapitel benennt Möglichkeiten, eventuelle Risiken bei der internationalen Beschaffung, bereits im Vorfeld durch systematische Beschaffungsmarktforschung auf ein Minimum zu reduzieren.
Die Studienarbeit schließt mit einem kurzen Ausblick auf das Thema der Diplomarbeit ab.
1.3 Begriffliche Definitionen
Zu Beginn werden die Unterschiede zwischen Global Sourcing und internationale Beschaffung aufgezeigt, da sie häufig simultan verwendet werden. Global Sourcing wird als eine strategische, an den Erfolgspotentialen orientierte Funktion charakterisiert. Im Gegensatz dazu ist die internationale Beschaffung operativ ausgerichtet. Bezüglich des Umfangs erstreckt sich Global Sourcing auf alle Funktionsbereiche eines Unternehmens. Die internationale Beschaffung hingegen konzentriert sich nur auf den Bezug von Sachgütern (Rohstoffe, Hilfs- und Betriebsstoffe, Einzelteile, Baugruppen, Handelswaren, Anlagen). 1
Beschaffungsmarktforschung wird definiert als „die planmäßige, systematisch-methodische Ermittlung, Interpretation und Bereitstellung von Informationen, die der Sicherung und Optimierung der Beschaffungsaufgaben dienen.“ 2
1 vgl. Arnold, 1997, S. 113ff; vgl. Boutellier/Locker, 1998, S.139
2 Hirschsteiner, 2002, S. 177
Die internationale Beschaffung 3
2. Die internationale Beschaffung
2.1 Beschaffungsformen
Internationale Güterbeschaffung kann in unterschiedlichster Weise erfolgen. Li beschreibt in einem Portfolio 1 vier unterschiedliche Stufen der internationalen Beschaffung, wobei nach dem Grad des Kapitaleinsatzes und der Managementleistungen differenziert wird. Dabei wird in direkten Import, Vertragsproduktion, Einkaufsvertretungen und Direktinvestitionen unterschieden. 2 Piontek beschreibt die Beschaffungsformen ausführlicher. Er teilt die Beschaffungsaktivitäten in die vier folgenden Kategorien ein: Import, vertragliche Kooperation ohne Kapitalbeteiligung, ausländische
Beschaffungsmarktbearbeitung mit direkter Kapitalbeteiligung sowie Verbundgeschäfte. Die Kategorie Import umfasst den direkten und indirekten Import sowie Importkooperationen 3 . Intensiver wird die Beschaffungsaktivität bei Franchise-Verträgen 4 , Management-Verträgen, Contract manufacturing 5 . Zur dritten Kategorie gehören die Einkaufsniederlassungen (IPO 6 ), Tochtergesellschaften und das Joint Venture 7 . Als Sonderformen werden Verbundgeschäfte Bartergeschäfte 8 , Rückkaufgeschäfte 9 , aufgeführt, wie z.B. Gegengeschäfte,
Junktimgeschäfte 10 , Offset 11 , Switch 12 und die Kompensation 13 . 14
1 Portfolio: Stammt ursprünglich aus der Finanzwelt; Zusammenstellung von Wertpapieren, das nach bestimmten Kriterien bewertet, eine optimale Verzinsung des an der Aktienbörse investierten Kapitals erbringen sollte.
2 vgl. Li, 1998, S. 29
3 Importkooperationen: Zusammenschluss mehrer Unternehmen mir gleichen Bedürfnissen bündeln ihr Einkaufsvolumen.
4 Franchise-Verträge: ausländischer Franchisegeber räumt inländischen Franchisenehmer gegen Bezahlung die Nutzungsrechte seines Markennamens ein.
5 Contract manufacturing: Teile der Fertigung werden an ausländische Lieferanten vergeben.
6 IPO: International Purchasing Office
7 Joint Venture: Kooperation von zwei Unternehmen, die ein drittes, rechtlich selbständiges Unternehmen gründen.
8 Bartergeschäft: Tauschhandel, d. h. Tausch von Ware gegen Ware; es finden keine Geldbewegungen statt.
9 Rückkaufgeschäft: langfristige Bezahlung mit Investitionsgütern hergestellter Waren.
10 Junktimgeschäft: Vereinbarung zweier Staaten, bei dem sich der exportierende Staat verpflichtet, die Wirtschaft des importierenden Staats zu fördern.
11 Offset: Großlieferungen werden mit umfangreicher, industrieller Kooperation und Entwicklung im Importland verbunden.
12 Switch: Handelsvertrag zwischen zwei Staaten bei dem Waren und Dienstleistungen ausgetauscht werden. Differenzen werden durch einen Dritten ausgeglichen und er erhält dafür Devisen.
13 Kompensation: Handelsgeschäft, bei dem die Ware mit Geld und Güter bzw. Dienstleistungen beglichen wird.
14 vgl. Piontek, 1993, S. 37ff; vgl. Piontek, 1997, S. 82ff
Die internationale Beschaffung 4
2.2 Organisationen
Um die Ziele der internationalen Beschaffung realisieren zu können, müssen im Unternehmen zuerst die Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Deshalb ist es notwendig die Organisation des Einkaufs zu überdenken.
Internationale Konzerne stehen vor der Entscheidung sich zentral oder dezentral zu organisieren. Göltenboth, Piontek und Perlitz unterscheiden die drei Ausprägungsformen „ethnozentrisches, polyzentrisches und geozentrisches Beschaffungsmanagement“. 1 Beim ethnozentrischen Beschaffungsmanagement übernimmt der Zentraleinkauf der Muttergesellschaft alle strategischen Entscheidungen. Die Tochtergesellschaften verrichten lediglich operative Aufgaben.
Bei der zweiten Variante - dem polyzentrischen Beschaffungsmanagement - übernimmt die Muttergesellschaft eine beratende und koordinierende Funktion. Sie gibt die Richtlinien in Bezug auf die Beschaffungspolitik, die Beschaffungsziele, etc. vor. Die geozentrische Form zeichnet sich dadurch aus, dass die Tochtergesellschaften mit dem größten Materialbedarf einer Materialgruppe stellvertretend für die Muttergesellschaft, die Verträge mit den Lieferanten abschließen und für alle Tochtergesellschaften die Materialien einkaufen. 2
Innerhalb des Unternehmens müssen sich die Einkäufer den wachsenden Anforderungen stellen. Das komplexere Aufgabengebiet verlangt eine Entlastung von operativen Aufgaben. 3 Die strategische Beschaffungsabteilung kann als Linien- oder Stabstelle bzw. als Matrixorganisation gebildet bzw. reorganisiert werden. 4
1 Perlitz, 2004, S. 349
2 vgl. Göltenboth, 1997, S.164ff; siehe Abbildung 4 im Anhang; vgl. Piontek, 1993, S.30ff; vgl. Perlitz, 2004, S. 349ff
3 vgl. Menze, 1993, S. 334ff
4 vgl. Boutellier/Locker, 1998, S. 142ff
Arbeit zitieren:
Marcus Schäufele, 2005, Beschaffungsmarktforschung als Instrument zur Risikominimierung der internationalen Beschaffung, München, GRIN Verlag GmbH
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