Mobilfunkmarkt Österreich - Strukturen und Unternehmensstrategien
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
1.1. Problemstellung 3
1.2. Zielsetzung 3
1.3. Vorgehensweise 3
2. Strukturen im österreichischen Mobilfunkmarkt 4
2.1. Marktentwicklung 4
2.1.1. Wirtschaftliche Entwicklung 4
2.1.2. Lizenzen Frequenzen 5
2.2. Marktsituation 5
2.2.1. Markteintritts Marktaustrittsbarrieren 6
2.2.2. Mobilfunk UMTS-Teilnehmer 7
2.2.3. Nutzungsverhalten der Konsumenten 8
2.3. Marktprognose 8
3. Unternehmensstrategien 8
3.1. Beispiel Mobilkom Austria 9
3.1.1. Geschäftsfelder 9
3.1.2. Erfolgsfaktoren 9
3.1.3. Kennzahlen 10
3.2. Beispiel Hutchison 3 G Austria 11
3.2.1. Geschäftsfelder 11
3.2.2. Erfolgsfaktoren 11
3.2.3. Kennzahlen 12
3.3. Analyse 13
4. Fazit Ausblick 13
Abbildungsverzeichnis
Quellenverzeichnis
2
Mobilfunkmarkt Österreich - Strukturen und Unternehmensstrategien
1.1. Problemstellung
Der österreichische Mobilfunkmarkt besticht durch seinen intensiven Wettbewerb, hohe Produkthomogenität und Markttransparenz. Die Anzahl der Mobilfunkanbieter ist größer als in den meisten europäischen Wettbewerbsmärkten. Österreich hat einen der interessantesten Mobilfunkmärkte Europas. Anfang 2005 gab es 8.206.524 Einwohner 2 , im Vergleich dazu gab es allein nur bei den 5 großen Anbietern (Mobilkom, T-Mobile, ONE, tele.ring und Hutchison 3G Austria) Teilnehmerstände 3 in Höhe von 7.908.000 im Bereich des Mobilfunks. Wenn man davon ausgeht, dass es noch weitere Mobilfunk-Anbieter gibt, müsste jeder Österreicher (Kleinkinder und Rentner eingeschlossen), mindestens ein Handy mit Vertrag oder Prepaidkarte besitzen. Und trotzdem ist das Ende des Wachstums noch nicht abzusehen. 4 Es stellt sich nun die Frage, warum sich der Markt in einem so kleinen Land geradeso verhält?
1.2. Zielsetzung
Ziel dieser Arbeit soll es sein, dem Leser die aktuelle Marktsituation und Zukunftsaussichten des Mobilfunkmarktes in Österreich näher zu bringen. In diesem Zusammenhang wird am Ende die Frage geklärt sein, warum gerade dieser Markt in den letzten Jahren von großen Wachstumsraten geprägt war und ob in den nächsten Jahren auch damit zu rechnen ist?
1.3. Vorgehensweise
Diese Seminararbeit schafft zu Beginn einen Überblick über den Mobilfunkmarkt in Österreich, dessen Entwicklung und Zukunftsaussichten. Es wird die allgemeine Struktur des Marktes, der Marktteilnehmer und deren Unternehmensstrategien aufgezeigt. Die Unternehmensstrategien werden anhand von Erfolgsfaktoren und Kennzahlen zweier Konkurrenten, Mobilkom Austria und Hutchison 3G Austria, beleuchtet.
Mobilfunkmarkt Österreich - Strukturen und Unternehmensstrategien
Die hierbei verwendeten Daten bzw. Zahlen können nur annähernd die aktuelle Situation wiedergeben. Ein Grund dafür ist, dass die Marktdaten der Mobilfunkunternehmen zu unterschiedlichen Terminen bekannt gegeben werden.
2. Strukturen im österreichischen Mobilfunkmarkt
2.1. Marktentwicklung
Für Österreich brachte insbesondere der Beitritt zur Europäischen Union im Jahr 1995 die Notwendigkeit einer Auflösung des staatlichen Telekommunikationsmonopols und die Einleitung eines weit reichenden Restrukturierungsprozesses mit sich, der 1997 in einem neuen Telekommunikationsgesetz und der Errichtung einer aus der ministeriellen Ebene ausgelagerten Regulierungsbehörde, der >>Telekom Control<<, mündete. 5 Die Entstehung von Funktelefonsystemen liegt indessen viel länger zurück. Im folgenden Abschnitt soll ebenfalls kurz auf diese grundlegende Entwicklung eingegangen werden.
2.1.1. Wirtschaftliche Entwicklung
In vielen Ländern wurde bereits ab Ende der 40er Jahre mit verschiedenen Funktelefonsystemen experimentiert. 6 Diese Systeme gelten als eine Vorstufe des heutigen Mobilfunk. Damals wurden die Gespräche noch manuell über einen Operator vermittelt, die Endgeräte waren schwer und hatten einen erheblichen Platzbedarf. In den 60er und 70er Jahren kamen als Weiterentwicklung automatisch betriebene analoge Funktelefonnetze auf den Markt. Zu diesem Zeitpunkt gab es in fast jedem Land unterschiedliche Systeme. Deutschland, Niederlande, Österreich und Luxemburg schafften mit dem B-Netz einen Standard. Ende der 70er Jahre gab es Engpässe, da die Systeme völlig ausgelastet waren. Anfang der 80er Jahre entstanden neue zellulare Mobilfunksysteme, die den Vorteil hatten, dass viel mehr Teilnehmer den gleichen Frequenzbereich nutzen konnten. Im Jahr 1984 wurde in Österreich das Mobilfunksystem NMT-450 (C-Netz) in Betrieb genommen, im Sommer 1990 folgte das D-Netz. Das D-Netz diente als Übergangslösung bis zur Einführung des GSM-Netzes im Dezember 1993. In Österreich gab es zu dieser Zeit eine monopolistische Struktur im Mobilfunkmarkt durch den Betreiber Mobilkom Austria (Nachfolger der staatlichen Post- und Telegrafenverwaltung). Erst 1995 wurde - offenbar nach Hinweisen seitens der EU - ein Konzessionierungsverfahren für einen zweiten Betreiber eingeleitet. 7 Der strukturelle Rückstand im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern wurde relativ schnell überwunden. Im Jahr 1996 nahm T-Mobile (damals max.mobil) den Betrieb auf. 1998 nahm der dritte Betreiber Connect Austria (seit 2003 unter ONE firmiert) und im Jahr 2000 der vierte Betreiber (tele.ring) den Betrieb auf. Tele2 8 startete im Frühjahr 2003 mit Mobilfunkangeboten, übernahm 2004 die UTA Telekom AG und wurde dadurch zu einem der größten alternativen Telekom-Komplettanbietern in Österreich. Tele2 hat kein eigenes Netz, sondern nutzt das Netz von ONE.
Mobilfunkmarkt Österreich - Strukturen und Unternehmensstrategien
Im April 2005 nahm der Discount Mobilfunkanbieter yesss! 9 seinen Betrieb auf, dieser nutzt auch das Netz von ONE und zählt mittlerweile über 360.000 Kunden 10 . Der mir bis dato unbekannte Anbieter Schwarzfunk 11 sollte an dieser Stelle auch erwähnt sein. Dieser Anbieter gewährt mit Unterstützung des Netzbetreibers tele.ring in Österreich einen günstigen Prepaid-Tarif. Im Zuge der weiter fortschreitenden Globalisierung werden wahrscheinlich neue Unternehmen versuchen, sich im österreichischen Mobilfunkmarkt zu etablieren. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist das Unternehmen Green Networks, das 450-MHz-Frequenzpakete erworben hat. Diese, ehemals für das analoge C-Netz verwendeten Frequenzen, weisen laut RTR 12 „besonders günstige Ausbreitungseigenschaften“ für die Versorgung von ländlichen Gebieten auf. Die für diesen Frequenzbereich in Frage kommenden Technologien erlauben Übertragungsraten von mindestes 1 MBit pro Sekunde. 13
2.1.2. Lizenz- & Frequenzvergabe
Die Telekom-Control-Kommision führt 2-stufige Vergabeverfahren (geregelt in §55 Telekommunikationsgesetz 2003) für Mobilfunkfrequenzen durch. Unternehmen, die an den Frequenzen interessiert sind, müssen einen Antrag einreichen, der nach den Voraussetzungen gemäß dem Telekommunikationsgesetz und den Ausschreibungsbedingungen überprüft wird. Im zweiten Schritt werden die Frequenzen in einer Auktion versteigert. Ausschreibungsunterlagen und Voraussetzungen für die Vergabe der verschiedenen Frequenzen (z.B. für GSM oder UMTS) findet man im Internet bei der Rundfunk & Telekom Regulierungs-GmbH 14 . Eine Änderung der Frequenzzuteilung, notwendig geworden im Fall der Fusion von T-Mobile und tele.ring, muss beantragt werden. In diesem Fall wurden insbesondere die Auswirkungen auf den Wettbewerb geprüft. Die Übertragung der UMTS-Frequenzpakete konnten nur mit Auflagen genehmigt werden, die unter anderem vorsehen, dass T-Mobile innerhalb einer Frist zwei UMTS-Frequenzpakete den Wettbewerbern Hutchison 3G Austria und ONE zum Kauf anbieten muss. Um den Wettbewerb in Österreich zu sichern, gehen die Frequenzpakete, wenn diese nicht verkauft werden, in den Besitz der Republik Österreich über. Tritt dieser Fall ein, erhält T-Mobile keinen Kostenersatz.
2.2. Marktsituation
Die frühe Einführung von UMTS-Produkten im Jahre 2005 und die Wettbewerbsintensität auf dem österreichischen Mobilfunkmarkt stärkten vor allem kleine Netzbetreiber und führten zu einem rasanten Wachstum im europäischen Vergleich. Durch die Fusion von T-Mobile mit tele.ring, die am 28.April 2006 genehmigt wurde, gab es eine einschneidende Veränderung der aktuellen Marktsituation. 15 Welche Auswirkun-
Arbeit zitieren:
Sylvia Krüger, 2006, Mobilfunkmarkt Österreich , München, GRIN Verlag GmbH
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