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Inhalt :
1. Einleitung
2. Kleine Biographie von Oliver Sacks
3. Mögliche Ursachen für Hörschäden
4. Das Bewusstwerden des Fehlens von Gehör und Sprache
5. Was und wie denkt Mensch ohne Sprache?
6. Zu Sack s Reise
7. Die Gebärdensprache
8. Das Lippenlesen - Die visuelle Lautsprachperzeption
9. Persönliches Fazit und Reflexion
10. Literaturnachweis
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1. Einleitung
Wir behandelten im Seminar „ Die Grundlagen der Sprache und Kommunikation “, die verschiedensten Formen und Arten der menschlichen Kommunikation. Der Fokus lag meiner Meinung nach im Seminar auf der sprachlichen Kommunikation.
Ich habe den Entschluß getroffen, ein fundamental wichtiges Thema der menschlicher Kommunikation zu erläutern : Die Welt der Gehörlosen. Ich bin auf diese Thematik gestoßen, da mir das Buch „Stumme Stimmen“ des Neurologen Oliver Sacks „in die Hände fiel“.
Die Thematik der Gehörlosen und der Gebärdensprache fand ich auf Anhieb sehr interessant. Ich mußte sofort umdenken! Wie konnte ich mir Anmaßen etwas über Kommunikation zu wissen? Wie können wir (die Hörenden) dies behaupten? Mit dieser Arbeit möchte ich einen Einblick in die Welt der Gehörlosen bieten. Ich habe mich dazu entschlossen, so oft wie möglich in dieser schriftlichen Arbeit nicht das „ich“ zu benutzen, sondern das „wir“. Ich möchte darauf hinweisen, daß das „wir“ als ein „wir Hörende“ zu verstehen ist, denn bei dieser Arbeit mußte ich mehrfach Vergleiche der Hörenden , mit der Welt der Gehörlosen (den Begriff „Stumme“ habe ich versucht nicht zu berücksichtigen) anstellen. Anders gesagt mußte ich meine eigene Welt hinterfragen und mich selber in die Gruppe der „Normal-Hörenden“ kategorisieren.
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Ich möchte mit dieser Arbeit einen Einblick n die Welt der gehörlosen schaffen, hierzu gehört auch die Gebärdensprache, oder das Lippenlesen. Allerdings möchte ich auch eine klare Fragestellung behandeln, welche schwieriger zu behandeln ist als z.B. die Gebärdensprache. Ich möchte einen Einblick in die Gedankenwelt Gehörloser bieten und somit werde ich mich auch damit befassen, was und wie Mensch denkt ohne Sprache. Dies soll die zentrale Frage meiner Arbeit darstellen. Für diese Arbeit waren die Forschungen und Reisen des Neurologen Oliver Sacks von großer Bedeutung, deshalb möchte ich ihn hier besonders berücksichtigen.
2. Kleine Biographie von Oliver Sacks
Oliver Wolf Sacks wurde 1933 in London geboren. Sacks wurde durch seine Arbeiten mit Parkinsonkranken und den sich daraus ergebenden Fallschilderungen berühmt. Ende der 1950er Jahre begann er eine Gruppe von Kranken zu behandeln, bei denen die Parkinsonsche Krankheit bei einer 1916/1917 grassierenden "Epidemie" ausgebrochen war. Er benutzte dazu ein Catecholamin, das unter anderem als Transmittersubstanz über die Synapsen für die Signalübertragung zwischen den Nerven sorgt. Catecholamin kommt zum Beispiel in Gehirn, Nebenniere, sympathischen Nervenendungen vor und ist unter der allgemeinen Bezeichnung "Dopamin" bekannt ist. 1960 gelang Sacks damit der Nachweis, dass es dem Körper von Parkinsonkranken an diesem Neurotransmitter mangelt. Diese Behandlungen lieferten genug Material für einen Hollywoodfilm. Ende der 80er Jahre spielte der berühmte Schauspieler Robin Williams den Neurologen Oliver Wolf Sacks in dem Film „Awakenings - Zeit des Erwachens“. Sein Patient wurde gespielt von Robert de Niro .Der sentimental -traurige Film wurde zum Welterfolg.
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Seine Schulausbildung erhielt Sacks, der aus einer englischen Ärztefamilie stammt, in London. Nach dem Abschluss der St. Paul´s School ging er 1951 an das Queen´s College in Oxford, wo er mit dem Medizinstudium begann. 1958 legte er am Middlesex Hospital in London sein Examen ab. Hier begann er, sich auf Chirurgie und Neurologie zu spezialisieren. 1960 wechselte er in die USA nach Kalifornien an das Mount Zion Hospital in San Francisco, wo er die Abteilung für Parkinsonkranke übernahm. Von 1962 bis 1965 war er an der Neurologischen Klinik der Universität von Kalifornien in Los Angeles tätig. 1966 erhielt er am Albert Einstein College of Medicine in New York einen Lehrstuhl für Klinische Neurologie. Daneben ist Sacks als medizinischer Berater mehrerer Senioreneinrichtungen und Krankenhäuser in New York tätig.
1973 veröffentlichte Sacks seine Berichte über Parkinsonpatienten ("Bewußtseinsdämmerung" ["Awakenings"]). Da seine Fallgeschichten nicht nur wissenschaftlich-analytisch, sondern zugleich erzählend sind, ermöglichte Sacks damit auch Nichtmedizinern eine Einblick in nervliche Erkrankungen und damit zusammenhängende Probleme wie die der Farb- und Bewegungswahrnehmung. Durch diese Darstellungen und weitere Fallgeschichten wie "Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte" (1985), „Stumme Stimmen“ (1990) und "Eine Anthropologin auf dem Mars" (1995). Durch Bücher zur Kopfschmerzkrankheit Migräne ("Migräne: Evolution eines häufigen Leidens", 1985), zur Taubheit und andere Erkrankungen fand Sacks viele Leser. Die Besonderheit an Sack`s Büchern ist stets, dass immer Einzelpersonen im Mittelpunkt stehen. Dies macht seine Bücher sehr persönlich und unglaublich intensiv. 1
1 Gefunden bei http://www.faventia.de:81/lexikon/objekt/Oliver_Sacks/, gekürzt und verändert
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3. Mögliche Ursachen für Hörschäden
Hörschäden können durch Krankheiten, Infektionen und Fehlentwicklungen entstehen. Man unterscheidet die Ursachen des Hörschadens ob er pränatal (v.d. Geburt), perinatal (bei / während der Geburt) oder postnatal (n.d. Geburt) entstanden ist. Pränatale Ursachen : Erkrankung der Mutter durch z.B.:
-Röteln , Masern, Keuchhusten , Toxoplasmose , konnatale Lues, Zytomegalie, Diabetes,toxische Schäden (durch Alkohol, Drogen , Antibiotika ect.) . Perinatale Ursachen :
Geburtsgewicht unter 1500g , Frühgeburt , Hypoxie , Neugeborenenasphyxie , Schädelverletzungen , Sepsis , Meningitis , Gelbsucht . Postnatale Ursachen :
Meningitis , Encephalitis , Zoster oticus , Dystrophie , Mumps, Masern, Scharlach , Diphterie , bakterielle tympanogene Labyrinthitis , Lyme - Borreliose , Toxoplasmose , Lues, HIV - Infektion , Knall - und Explosionstrauma , Hörsturz , Morbus Menière , Presbyakusis .
Das Statistische Bundesamt hat Zahlen vorgelegt, aus denen man erkennen kann, dass in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1999 an Taubheit insgesamt (ohne Altersschwerhörigkeit) 48.747 Menschen „erkrankt“ waren.
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Altersverteilung der Hörgeschädigten:
40% 35% 30% 25% 20% 15% 10% 5% 0% 40-60Jahre über 60 J. unter 20 J. 20-40J.
4. Das Bewusstwerden des Fehlens von Gehör und Sprache
Hören ist eine Fähigkeit, deren Bedeutung der hörende Mensch fast immer unterschätzt. Spontan macht sich kaum jemand Gedanken darüber, in welchem Maß die Beziehung zwischen Individuum und Umwelt beeinträchtigt wird, wenn das Hören aus irgendeinem Grund ausfällt.
Denkt man aber über den Verlust bewusst nach, wird die Tragweite dieses Problems schnell bewusst. Die zwischenmenschliche Kommunikation im Kontakt miteinander erlebt erhebliche Beeinträchtigungen, welche es zu benennen gilt. Wir müssen uns bei diesem Problem bewusst werden, dass es für uns Normalhörende in der Regel etwas Selbstverständliches ist, nämlich Sprache anderer Mitmenschen zu hören (und zu verstehen). Den Wert des Hörens für die Entwicklung eines Menschen verstehen wir eigentlich erst, wenn die Funktionstüchtigkeit des Hörorgans herabgesetzt wird, oder sogar ein Verlust einsetzt.
Arbeit zitieren:
Tobi Hempel, 2006, Was und wie denkt Mensch ohne Sprache? Eine Arbeit über die Kommunikationswelt Gehörloser , München, GRIN Verlag GmbH
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