Inhaltsangabe:
1. Einleitung
2. Definition des Begriffs der Tragfähigkeit
3. Die Geschichte der Tragfähigkeitsmodelle
4.1 Der Club of Rome
4.2 Aufbau und Struktur des Weltsystems
4.3 Stabilisierung des Weltsystems
4.4 Der Zustand des Gleichgewichts in der „realen“ Welt
5. Die Kritik an der Studie und dem Buch:
„Die Grenzen des Wachstums“
6. Die neuen Grenzen des Wachstums
7. Schlußbemerkung
Literaturverzeichnis
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1. Einleitung:
Wie viel Mensch verträgt unsere Erde?
Diese Frage ist traurigerweise heute aktueller denn je. Die Bevölkerung in weiten Teilen der Erde scheint fast unkontrolliert zu wachsen. Um dieses Wachstum kontrollieren zu können bedarf es noch vieler Maßnahmen und Aufklärungsarbeit. Jedoch müssen auch die spezielle Problematik und die komplexen Zusammenhänge bekannt sein. Dieser Thematik haben sich schon viele Wissenschaftler angenommen.
Dieses Referat soll einen Überblick über den heutigen Wissenstand geben, sowie die geschichtliche Entwicklung aufzeigen. Insbesondere der Club of Rome und seine Forschungsergebnisse werden im folgenden Text beleuchtet.
2. Definition des Begriffs Tragfähigkeit:
Als Tragfähigkeit der Erde versteht man allgemein das Fassungsvermögen an Menschen auf unserer Erde, unter Berücksichtigung aller vorstellbaren Einflussfaktoren. Es sind verschiedene Größen der Tragfähigkeit denkbar, je nach dem, welche Maßstäbe gesetzt werden.
So ist die Tragfähigkeit demnach niedriger, wenn für jeden Menschen nicht nur die Grundversorgung an Ernährung einkalkuliert ist, sondern zusätzlich ein gewisser Lebensstandard berechnet wird.
Zusätzlich unterschiedet man die Begriffe maximale und optimale Bevölkerungszahl. Die maximale Bevölkerungszahl beziffert die Menge an Menschen, die für die Erde, für einen begrenzten Zeitraum, verträglich ist. Auf lange Sicht ist der Zustand eines ökologischen Gleichgewichts jedoch nicht aufrecht zu erhalten.
Die optimale Bevölkerungszahl hingegen gibt die Menge an Menschen an, die auf der Erde leben könnten, ohne ein Kollabieren des Ökosystems.
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3. Die Geschichte der Tragfähigkeitsmodelle:
Die Erkenntnis, dass die Erde nur eine begrenzte Kapazität aufweist und die damit verbundene Problematik ist keineswegs neu. Auch wenn diese Vermutung bei den heutzutage explosionsartig wachsenden Bevölkerungszahlen zunächst nahe läge. Doch gab es Anzeichen des Zweifels daran, dass es gut ist, dass der Menschen stets nach Wachstum strebt, bereits ca. 300 Jahre v. Chr. Dies belegt ein aus dieser Zeit stammendes Zitat von Aristoteles:
„Die meisten Leute meinen, ein Staat, der die Menschen glücklich machen könne, müsse groß sein; aber selbst wenn sie Recht haben sollten, wissen sie doch nicht, was eigentlich groß und klein bei Staaten bedeuten soll [...] Auch für große Staaten gibt es eine Grenze, so wie für jedes andere Ding, für Pflanzen, Tiere und für Handwerkzeuge; denn diese Dinge verlieren ihre natürliche Wirksamkeit, wenn sie zu groß oder zu klein sind; entweder gehen sie völlig ihrer Eigenart verlustig oder sie werden zerstört“ 1 .
Doch trotz solcher Erkenntnisse strebte und strebt der Mensch damals wie heute stets nach Wachstum.
Durch die zu große Bevölkerung in einer Region konnte die Ernährung aller schon in der Antike erstmals nicht gewährleistet werden. Dieser zu hohe Bevölkerungsdruck konnte allerdings noch durch Wanderungen kompensiert werden. Zur Zeit des römischen Reiches kam es dann jedoch erstmals zu Hungersnöten und Epidemien. Dies kann als Anzeichen dafür gewertet werden, dass die Grenze der Tragfähigkeit schon damals, wenn auch nur in einem regionalen Rahmen, überschritten wurde.
Der Zusammenhang zwischen einer zu großen Bevölkerungszahl und dem Erreichen bestimmter Kapazitätsgrenzen wurde jedoch lange Zeit nicht erkannt. Vom 16. bis 18. Jahrhundert sah der Adel trotz Hungersnöten in einer großen Bevölkerungszahl den „Schlüssel“ für Reichtum und Macht. Die Politik war dementsprechend darauf ausgerichtet.
1 Zit. nach: Meadows, Dennis: Die Grenzen des Wachstums, Stuttgart 1972 [15. Auflage] , S. 141
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Erst Mitte des 18. Jahrhunderts betont der Wissenschaftler Süssmilch den Zusammenhang
von Bevölkerungszahl und Nahrung. Er ist sich in seinen Studien jedoch sicher, dass die
Nahrungsmittelproduktion (Abbildung 1) 2 .
Abbildung 1
Erläuterung: Die Horizontalachse gibt die Zeit in Verdoppelungszeiträumen an. Diese sind auf 25 Jahre festgelegt und ergaben sich aus Studien Malthus in Nordamerika.
Aufgrund seiner Annahme, dass dieses Ungleichgewicht früher oder später kollabieren
muss, entwarf er drei hypothetische Diagramme, die mögliche Annährungen an die
Tragfähigkeitsgrenze simulieren (Abbildung 2) 3 .
Abbildung 2
Erläuterung: „a“ zeigt eine unmittelbare Anpassung, der Bevölkerungsgröße an
die Tragfähigkeitsgrenze. Dieser Ablauf Gilt und Galt als höchst unwahrscheinlich. Eine langsame Annäherung an diese Grenze, wie sie in „b“ abgebildet ist, ist wahrscheinlicher. Etwa gleich hoch ist die Wahrscheinlichkeit einzuschätzen, dass die Tragfähigkeitsobergrenze kurzzeitig überschritten wird, und sich die Bevölkerung so, „wellenartig“ an diese Grenze anpaßt („c“).
2 Aus Bähr, Jürgen: Bevölkerungsgeographie, Stuttgart 1997 [3. Auflage]
3 ebd.
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Arbeit zitieren:
M. A. Eric Horster, 2001, Die Tragfähigkeit der Erde, München, GRIN Verlag GmbH
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