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Aspekte neusachlicher Malerei bis 1933. Der deutsche
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Die Bedeutung der Metropolen für die Malerei der Neuen Sachlichkeit in Deutschland
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Um über die Bedeutung der Metropolen für die Neue Sachlichkeit zu sprechen, ist es erst einmal notwendig, den Begriff Metropole an sich, zu definieren. Metropole gilt allgemein als eine Hauptstadt, ein Mittel- und Knotenpunkt und als ein Zentrum. Das deutsche Wort setzt sich ursprünglich aus zwei griechischen zusammen, zum einen „ meter“ , was „ Mutter“ bedeutet, zum anderen „ polis“ , die „ Stadt“ .
Großstädte sind Ballungszentren nicht nur für Politik und Wirtschaft sondern auch für Kultur. Sie bieten Möglichkeiten der persönlichen Entfaltung und die Früchte des Schaffens können einer großen Masse präsentiert werden. Durch das Zusammentreffen von Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen, verschiedenen sozial - gesellschaftlichen Schichten und Milieus, ergeben sich äußerst interessante Gruppierungen und Tendenzen. Sie bieten ebenfalls einen fruchtbaren Boden für Innovationen und jede Art von Extremismus. So formulierte es Hugo Ball, der 1915 von München nach Berlin übergesiedelt ist: „ Die Stadt hat Initiative, Energie, Intellekt. Es gibt Menschen, die an der Spitze stehen und mit denen man sich auseinandersetzen kann ... Hier geht ein neues Leben los: anarcho - revolutionär ... widersprechend ... Aktiv.“ (Duchamp 1987: 103)
Die Neue Sachlichkeit, wie auch all ihre einzelnen Tendenzen, hat sich in ihrem künstlerischen Schaffen unter anderem „ revolutionär politische Gesellschaftskritik“ (Thomas 1988 : 177) und „ die provokative Demonstration sozialer Mißstände“ (Thomas 1988 : 177) zu den Hauptthemen gemacht. Der Großteil der gesellschaftskritisch eingestellten Künstler innerhalb der Neuen Sachlichkeit gruppiert sich in großen Städten, da diese durch ihre „ extremen Gegensätze in Politik, Wirtschaft und Kultur“ (Schrader / Schebera 1987 : 24) „ eine ständige Herausforderung“ (Schrader / Schebera 1987 : 24) und viel künstlerischen Stoff bieten.
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In Europa kam es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem großen Wandel. Neue Energiequellen sind aufgetreten, wie zum Beispiel Dampfmaschinen und Elektromotoren, die nun zu den meistgenutzten Energiequellen wurden. Kommunikation und Güteraustausch wurden durch den Einsatz von Dampfschiffen, Eisenbahn, Automobilen, Telegraph und Telefon sowie den Ausbau der Verkehrswege enorm beschleunigt und vervielfacht. Zwischen 1870 und 1914 vollzog sich ein rasanter Aufschwung in den Bereichen der Wissenschaft, Technik und Industrie, wodurch den Menschen nun viele neue Möglichkeiten und Perspektiven offengelegt wurden. So konnte zum Beispiel die Sterblichkeitsrate bei Säuglingen beträchtlich gesenkt werden. Auch allerlei Seuchen konnten nahezu vollständig bekämpft werden. Aufgrund der vielen positiven Veränderungen und Errungenschaften kam es zu einer Bevölkerungsexplosion, was automatisch eine Expansion von Städten und Ballungszentren herbeiführte.
Was jedoch besonders auffallend ist, ist daß dieser Fortschritt und diese Bewegtheit dieser Zeit im gesellschaftlich - kulturellen Bereich nicht beobachtet wurde. Der Einzelne erschien verloren und verwirrt, ohne jeglichen Rückhalt im gesellschaftlichen Umfeld oder innerhalb der Familie. All der Fortschritt und die Freiheit, die das Individuum nun erreichte, führte dazu, daß man sich immer mehr in den privaten Bereich zurückzog. Eine Innovation folgte der anderen und die Menschen konnten mit diesem Tempo größtenteils nicht Schritt halten. Daher versuchte man sich im Privaten an die überlieferten, festen Lebensformen zu halten, um somit wieder Grund unter den Füßen zu gewinnen. So wurden aber Klassenunterschiede besonders deutlich und ein Spießertum bildete sich heraus.
In diese Zeit brach der Krieg hinein, der vorerst von allen verherrlicht wurde. Dies änderte sich jedoch schnell. Niemand befürwortete mehr diese Zeit des Mordens, den Ersten Weltkrieg.
Aus diesen Umständen heraus bildeten sich verschiedene Gruppierungen von Künstler und Literaten, die eine radikale Protesthaltung aufweisen und daher zueinander fanden.
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Arbeit zitieren:
Anna Michna, 2000, Die Bedeutung der Metropolen für die Malerei der Neuen Sachlichkeit in Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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