Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 4
2. Elisabeth Christines Geburt und Kindheit. 5
3. Heiratspläne für Elisabeth Christine. 6
4. Friedrich und Elisabeth Christine. 7
4.1. Erstes Treffen und Verlobung. 7
4.2. Die Hochzeit und die ersten Ehejahre. 9
4.3. Schloss Rheinsberg. 9
4.4. Die einsame Königin in Schönhausen. 11
4.5. Die letzten Lebensjahre von Elisabeth Christine. 12
5. Elisabeth Christine im Spiegel ihrer Zeitgenossen. 13
6. Schluss. 15
7. Literaturverzeichnis. 16
3
1. Einleitung
Der Name Prinzessin Elisabeth Christine löst bei nicht wenigen ein fragendes Gesicht aus, denn nur wenige wissen, dass diese Prinzessin die Königin von Preußen war. Der zwanzigjährige Friedrich II heiratete die siebzehnjährige am 12. Juni 1733. Eine Hochzeit ohne Liebe und ohne Akzeptanz von Seiten Friedrichs, der seine junge Frau weder vor noch nach der Vermählung schätzte. Selten sah man diese Frau an Friedrichs Seite; fast so selten wie man ihren Ehemann etwas nettes über seine Angetraute sagen hörte. Stattdessen hatte er nur zu oft lediglich abfällige Bemerkungen für sie übrig. Kann man diese Haltung verstehen, wenn man weiß, dass die Heirat der alleinige Wunsch seines tyrannischen Vaters war? Sicherlich könnte dies ein Grund neben weiteren sein, weshalb der Kronprinz und spätere König von Preußen eine derart kühle Beziehung zu seiner Frau hatte. Dennoch kann es bei weitem keine Entschuldigung für sein oft beleidigendes Verhalten sein. Das Schicksal einer jungen Prinzessin, die nach einer überaus friedlichen Kindheit die unbarmherzige Realität eines europäischen Königshofes erfährt, wo sie in den ersten Ehejahren mit Intrigen und zahlreichen Demütigungen konfrontiert wurde, soll hier im Folgenden aufgezeigt werden. Ziel dieser Arbeit soll ebenfalls sein an Elisabeth Christine zu erinnern und der kinderlosen Königin von Preußen aus dem Dunkel des Vergessens zu helfen. Angefangen bei ihrer Kindheit, über die Vermählung und die nachfolgenden glücklichen und unglücklichen Jahre bis hin zu ihrem Tod 1797.
4
2. Elisabeth Christines Geburt und Kindheit
Prinzessin Elisabeth Christine wurde am 8. November 1715 in Wolfenbüttel geboren. 3 Sie stammte aus dem Hause Braunschweig - Bevern. Ihre Eltern waren zum einen der Herzog Ferdinand Albrecht von Braunschweig - Bevern und zum anderen Antoinette Amalie von Braunschweig - Blankenburg. Diese war eine Schwester der habsburgischen Kaiserin Elisabeth Christine 4 , der Gemahlin von Karl VI. Als Elisabeth Christine geboren wurde, war sie bereits das dritte Kind der damals gerade mal neunzehnjährigen Mutter. Das Mädchen, das in den frühen Morgenstunden das Licht der Welt erblickte, wurde noch am selben Nachmittag auf den Namen der Kaiserin getauft. Ferdinand Albrecht schrieb dazu in der Hausbibel: „Im Jahr Christi 1715, den achten Novembris, morgend 6 á 7 Minuten vor acht Uhr genaß meine Hertzgeliebte Frau Gemahlin Liebd. einer jungen Printzessin auf Unserm Fürstl. Hause zu Wolfenbüttel, welcher noch selbigen Tages, nachmittags zwischen 3 und 4 Uhr, die Namen Elisabeth Christine, nach der Regierenden Kaiserin Majestät, geborene Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg, in der Heyl. Taufe beigelegt wurden.“ 5 Getauft wurde sie von dem Oberhofprediger und Abt des Klosters Riddagshausen Gottlieb Treuer, der ebenfalls der Generalsuperintendent von Wolfenbüttel war. Die Taufe selbst fand im Speisesaal der Familie statt.
Das Paar Ferdinand Albrecht und Antoinette Amalie führten eine glückliche Ehe, aus der zahlreiche Kinder hervorgingen. Die Eltern legten, im Gegensatz zur damals üblichen Erziehung, „keinen gesteigerten Wert auf die höfische Etikette“ 6 . Vieles lief in einer überaus familiären Harmonie ab. Die Eltern liebten ihre Kinder und ließen sie das auch im Umgang mit ihnen spüren. Im Gegensatz hierzu steht die Erziehung von Friedrich II, ihrem späteren Gemahl, der von Kindheit an bis hin zum Tod seines despotischen Vaters unter dessen Fuchtel stand. Ein weit bekanntes Beispiel für die unbarmherzige Erziehung des Vaters Friedrich Wilhelm I ist, als sein Sohn Friedrich II 1730 mit seinem Jugendfreund Hans Hermann von Katte versuchte aus Preußen zu fliehen. Die beiden wurden gefangen genommen und sollten laut königlichem Beschluss als Deserteure hingerichtet werden. Letztlich traf dieses Urteil nur Friedrichs Freund. Doch auch hier zeigte sich ein weiteres Mal des Vaters Tyrannei, indem er seinen Sohn zwang bei der Hinrichtung seines Freundes zu zusehen. Friedrich wurde anschließend auf der Festung Küstrin bis zu seiner Heirat
3 Vgl.: C. Pangels: Friedrich der Große, S. 13/95.
4 Vgl.: Einsame Königin, in: P.M. History, S. 34.
5 zitiert nach E. Poseck: Elisabeth Christine, S.19f.
6 H.-H. Sprado (Hrsg.): P.M. History, S. 34.
5
Arbeit zitieren:
Anna-Maria Stolze, 2004, Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern - Gemahlin von Friedrich II -, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
In der Spannung von Professionalität und Erbarmen in Krankenhäusern un...
Hausarbeit (Hauptseminar), 16 Seiten
Anna-Maria Stolze hat den Text Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern - Gemahlin von Friedrich II - veröffentlicht
Anna-Maria Stolze hat einen neuen Text hochgeladen
Proseminar II. Neues Testament - Kirchengeschichte
Martin Meiser, Uwe Kühneweg, Rudolf Leeb, Petra von Gemünden, Thomas Schmeller
Friedrich Wilhelm II. König von Preußen (1744-1797)
Ein Leben zwischen Rokoko und ...
Brigitte Meier
Souvenirs de Madame Louise-Elisabeth Vigee-Lebrun, Tome II (Dodo Press...
Louise-Elisabet Vigee-Lebrun
0 Kommentare