Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort 2
2. Sachunterricht und Gesundheitserziehung 2
2.1 Aufgaben des Sachunterrichts 2
2.2 Gesundheitserziehung im Sachunterricht 3
2.2.1 Was ist Gesundheit? 3
2.2.2 Ansätze effektiver Gesundheitserziehung 3
2.2.3 Vom Wandel der Methodik und Didaktik der Gesundheitserziehung 4
2.2.4 Lehrziele der Gesundheitsförderung 4
3. Zwei Unterrichtsmodelle im Rahmen der Thematik „Wie funktioniert mein Körper?“ 4
3.1 Wirbelsäule und Körperhaltung 5
3.1.1 Lernvoraussetzungen 5
3.1.1.1 Allgemeine Lernvoraussetzungen 5
3.1.1.2 Themenspezifische Lernvoraussetzungen 5
3.1.2 Sachanalyse 6
3.1.3 Didaktisch-methodische Analyse 6
3.1.4 Lernziele 8
3.1.4.1 Richtziel 8
3.1.4.2 Grobziele 8
3.1.4.3 Feinziele 8
3.2 Muskulatur und Gelenke ermöglichen die Bewegung 9
3.2.1 Lernvoraussetzungen 9
3.2.1.1 Allgemeine Lernvoraussetzungen 9
3.2.1.2 Themenspezifische Lernvoraussetzungen 9
3.2.2 Sachanalyse 9
3.2.3 Didaktisch-methodische Analyse 10
3.2.4 Lernziele 12
3.2.4.1 Richtziel 12
3.2.4.2 Grobziele 12
3.2.4.3 Feinziele 12
4. Schlussbetrachtung 13
5. Literaturverzeichnis 14
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1. Vorwort
Die Gesundheitserziehung in der Grundschule ist eine Thematik, die bereits zu vielen Diskussionen geführt hat. Ich werde mich in dieser Arbeit mit der Frage auseinandersetzen, was Gesundheitserziehung ist und wie sie sinnvoll in den Sachunterricht eingebunden werden kann.
Diese Arbeit ist so konzipiert, dass die Thematik „Sachunterricht und Gesundheitserziehung“ zuerst im Allgemeinen geschildert wird, bevor zwei Unterrichtsmodelle exemplarisch als Anschauungsmaterial dienen.
Im allgemein gehaltenen Teil werde ich zu Beginn die Aufgaben des Sachunterrichts beschreiben, damit der Leser auf diese im weiteren Verlauf der Arbeit zurückgreifen kann. Darüber hinaus werde ich die Begrifflichkeit der Gesundheit hinterfragen, sowie einige Funktionen und Ziele der Gesundheitserziehung im Sachunterricht vorstellen. Den Schwerpunkt dieser Arbeit bilden die Unterrichtsmodelle „Wirbelsäule und Körperhaltung“ und „Muskeln und Gelenke ermöglichen die Bewegung“, die sich auf die Thematik des Sachunterrichts „Wie funktioniert mein Körper“ zurückführen lassen. Beide Modelle handeln vom menschlichen Bewegungsapparat und sind aufgrund des vermehrten Bewegungsmangels der Kinder von immer größerem Belang. Da diese Themenbereiche im Lernfeld „Sicherung des menschlichen Lebens“ der Rahmenrichtlinien des Sachunterrichts nicht explizit vorgeschlagen werden, werde ich mich auf weiterführende Literatur beziehen.
2. Sachunterricht und Gesundheitserziehung
2.1 Aufgaben des Sachunterrichts
Der Sachunterricht ist in Vergleich zu anderen Fächern ein sehr lebendiges Unterrichtsfach, das sich auf vielfältige Weise gestalten lässt, um die „Lebenswelt der Kinder erschließen“ zu können (vgl. Niedersächsisches Kultusministerium, 1982, S.5). Er will grundlegend und motivierend sein, so dass in der Sekundarstufe I auf dessen Ergebnissen aufgebaut werden kann, womit er für den späteren Unterricht „propädeutisch“ ist (vgl. ebd., S.6). Die Rahmenrichtlinien betonen besonders einen Bezug auf die „vertraute heimatliche Lebenswirklichkeit“ (ebd., S.5). Laut dieser Aussagen ist die Erschließung der Lebenswelt der Kinder eine zentrale Aufgabe des Sachunterrichts.
Jedes Kind konstruiert sich eine eigene Lebenswelt aus den Erfahrungen, die es in seinen jungen Jahren gemacht hat. Daraus ist zuerst einmal zu entnehmen, dass die Lebenswelt eines jeden Kindes individuell unterschiedlich ist. Diese Erkenntnis hilft der Lehrperson, sich das individuelle Verhalten der Schüler zu erklären. Warum benimmt sich ein Kind in einer gewissen Situation ängstlich? Warum ist ein anderes Kind besonders vorlaut? Diese Verhaltensweisen sind zum einen zwar genetisch bedingt, zum anderen jedoch gründen sie auf kindlichen Erfahrungen und bilden verschiedene Lernvoraussetzungen für den Unterricht.
Wie Kinder nun auf Ereignisse und Erlebnisse aus dem Sachunterricht reagieren, ist schwer abzuschätzen. Vorhersehbar ist dennoch, dass Kinder sich wohl nur die Themenbeiträge aneignen, die sie mit ihrer Lebenswelt vereinigen können. Dies besagt, dass die Erlebnis-und Erfahrungswelt der Kinder im Sachunterricht neben den wissenschaftlichen Beiträgen in den Unterricht einfließen sollten, worauf der Lehrer beim Aufstellen eines kindgerechten Lehrplanes zu achten hat: Es muss eine Lehre aus dem Erlebten gezogen werden, sonst hätte das Erleben keinen Sinn (vgl. Müller- Gäbele, 1997, S.16).
Diese Aufgaben des Sachunterrichts sind bei der Vermittlung gesundheitsspezifischer Themen zu berücksichtigen.
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2.2 Gesundheitserziehung im Sachunterricht
2.2.1 Was ist Gesundheit?
Das Verständnis von Gesundheit hat sich parallel zum historischem Kontext stets verändert, indem vorbeugende Maßnahmen gegen Krankheiten, wie zum Beispiel Hygiene, qualitativ gute Nahrung und präventive Maßnahmen in Form von Impfungen und Antibiotika es dem Menschen möglich machten, die Begrifflichkeit „Gesundheit“ immer wieder neu zu definieren (Muntean, 2000, S.1f.).
Das Gesundheitsverständnis der Menschen kann als ein Bestandteil ihrer Kultur angesehen werden, denn es ist mit ihren kulturellen Wertvorstellungen verbunden, die sich in der individuellen Lebensführung jedes einzelnen Menschen niederschlagen (Wulfhorst, 2002, S.19). Eine weitere Auslegung des Gesundheitsbegriffes lässt darauf schließen, dass Gesundsein ein Zustand ist. Diese ist in der Definition der Weltgesundheitsorganisation vom Jahre 1948 wiederfinden:
„Gesundheit ist ein Zustand des völligen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheiten und Gebrechen“ (Wulf-horst, 2002, S. 20).
Die Idealnorm von Gesundheit, die in diesem Zitat beschrieben wird, wurde bereits mehrfach kritisiert, da einige Wissenschaftler davon ausgehen, dass die Gesundheit nicht durch einen statischen Zustand gekennzeichnet werden darf, sondern dass das Empfindungsleben „nur als Werden, als Wechselspiel, als Bewegung“ (Homfeldt, 1991, S.10) aufgefasst werden kann, wodurch es einer gewissen Dynamik unterliegt.
Dieser Aussage ist zu entnehmen, dass es sich bei der Gesundheit um ein veränderbares Gleichgewichtsstadium zwischen dem Gefühl vom Gesundsein und Kranksein handeln muss (ebd., S.9). Dieses Stadium ist sehr individuell (Troschke, 1993, S.12) und sollte nicht als etwas Selbstverständliches angesehen werden (vgl. Niedersächsisches Kultusministerium, 1982, S. 11).
2.2.2 Ansätze effektiver Gesundheitserziehung
Die ganzheitliche Gesundheitsförderung in der Schule als eine „zentrale Sozialisationsagentur“ (Troschke, 1993, S.11) gewann in den achtziger Jahren an Bedeutung, als die EG, WHO und der Europarat erkannten, dass Kinder und Jugendliche in der Entscheidung für eine gesunde Lebensweise vermehrt Unterstützung bedurften, die sie dazu befähigen sollte, ein Gesundheitsbewusstsein zu entwickeln (Breithecker, 6/98, S.22). Im Sachunterricht ist die Reichweite der Gesundheitserziehung laut Rahmenrichtlinien des Bundeslandes Niedersachsen auf das Lernfeld „Sicherung des menschlichen Lebens“ begrenzt. Dieses Lernfeld beinhaltet verschiedene Zugänge für die „individuelle Sicherung des menschlichen Daseins im Sinne einer umfassenden Gesundheit durch sinnvolle Lebensführung“ (Niedersächsisches Kultusministerium, 1982, S.10). Da der Sachunterricht Verknüpfungen zu anderen Fächern aufrecht hält, ist es möglich, die Gesundheitserziehung ganzheitlich zu vermitteln, und sie den Kindern somit vielseitig verstehbar zu machen. Die Vermittlung gesundheitsspezifischer Themen sollte bei der Rückeroberung der eigenen Sinne und des eigenen Körpers ansetzen (Schneider, 1993, S.55), da diese durch den Bau von Straßen und Wohnsiedlungen und die damit verbundene Eingrenzung der Spiel -und Bewegungsräume der Kinder (R. Zimmer, 1997, S.21) verkümmert sind.
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Durch diese Herangehensweise sollen Schüler lernen, sich selbst wahrzunehmen und ihre körperlichen und geistigen Stärken herausarbeiten, denn nur „wer seinen Körper kennt, be-wundert, schätzt, mag, für den ist es natürlich, ihn zu schützen und ihm das zu geben, was er braucht“ (Brennholt, 1999, S.11). Hierbei ist von Bedeutung, dass Kinder eine positive Einstellung zu ihrem Körper gewinnen.
Darüber hinaus sollten Schüler eigene Fragestellungen unter Hilfestellung des Lehrers bearbeiten dürfen, wobei ihre Interessen an der Gesundheit im Vordergrund stehen. Dies hat zur Folge, dass sie auf primäre Erfahrungen zurückgreifen können und nicht nur auf auswendig gelerntes Wissen, das oftmals keinen offensichtlichen Bezug zu ihrer Lebenswelt hat, angewiesen sind.
2.2.3 Vom Wandel der Methodik und Didaktik der Gesundheitserziehung
Lehrkräfte des Sachunterrichts distanzieren sich in ihren Unterrichtsvorbereitungen zu ge-sundheitsspezifischen Themen immer mehr von der „Zeigefinger- und Drohpädagogik“ (Schneider, 1993, S. 58), um negativen Folgen in Form von gesundheitswidrigem Verhalten entgegenzuwirken, und widmen sich dem ganzheitlichen Lernen, das ein positives Empfinden im Umgang mit dem eignen Körper hervorrufen soll (Schneider, 1993, S.59). Diese Art des Lernens soll Schüler/ innen eine Gelegenheit bieten, anhand praxisorientierter Arbeitsweisen im Sachunterricht, Erfahrungen mit dem eignen Körper zu sammeln. In Rahmen des ganzheitlichen Lernens plant die Lehrkraft freie Arbeitszeiten ein und stellt verschiedene Arbeitsutensilien zur Verfügung, die den Schüler/innen ermöglichen, sich nach persönlichen Interessen, Begabungen und Vorkenntnissen mit verschiedenen Sachverhalten zur Gesundheitserziehung auseinanderzusetzen. Darüber hinaus werden durch das ganzheitliche Lernen soziale Fähigkeiten im Klassenverband vermittelt (Hurrelmann, 1997, S.21).
Um die behandelten Themen zu begründen und zu vertiefen, sollte die Lehrkraft erst im Anschluss an die Praxis theoretische Inhalte vermitteln (Schneider, 1993, S. 59), denn die Schüler/innen, die sich bereits praktisch mit verschiedenen Thematiken auseinandergesetzt haben, werden theoretische Inhalte besser verstehen und nachvollziehen können.
2.2.4 Lehrziele der Gesundheitsförderung
Eine Aufgabe des Sachunterrichtlehrers ist, durch die Gesundheitserziehung grundlegende Kenntnisse über den menschlichen Körper zu vermitteln, damit Kinder ein Verantwortungsbewusstsein für ihren eigenen Körper realisieren können (vgl. Niedersächsisches Kultusministerium, 1982, S.12).
Die Lehrperson soll die Schüler/innen darüber hinaus dazu motivieren, die Bedürfnisse ihres Körpers zu akzeptieren und gezielt wahrzunehmen, wobei die Schüler/innen genug Selbstbewusstsein und Ichstärke erwerben sollen, um ihre Vorstellungen von Gesundheit gegenüber anderen vertreten können (Schneider, 1993, S.60).
Letztendlich besteht die Aufgabe der Gesundheiterziehung darin, Kindern zu vermitteln, dass Gesundheit keine Selbstverständlichkeit ist (Niedersächsisches Kultusministerium, 1982, S.11), und sie somit lernen müssen, mit ihrem Körper pfleglich umzugehen.
3. Zwei Unterrichtsmodelle im Rahmen der Thematik „Wie funktioniert mein Körper?“
Die Thematik „Wie funktioniert mein Körper“ ist sehr komplex, so dass bei der Bearbeitung Schwerpunkte gesetzt werden müssen. Ich habe mich in dieser Arbeit auf zwei Themenbe-
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Eva Fründt, 2005, Sachunterricht und Gesundheitserziehung konkretisiert anhand zweier Unterrichtsmodelle zur praktischen Umsetzung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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