Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Die islamische Politik
Die Muslimbrüder
Geschichte
Ideologie und Ziele
Lokale Politik
Internationale Politik
Die PJD
Geschichte
Ideologie und Ziele
Lokale Politik
Internationale Politik
Literaturverzeichnis
2
Einleitung
Nach der Revolution in Iran bekam der Islam eine neue Dimension in der Politik und in der Internationalen Beziehungen. Trotzdem außer in Iran und in Saudi Arabien, wo die Religion viele aber nicht alle Aspekte des politischen Leben bestimmt, haben die anderen islamischen Bewegungen es schwer in die Macht zu kommen.
Diese islamischen Bewegungen kann man in 4 großen Gruppen unterteilen, die Politisch Aktivisten, die Militanten, die Zivilgesellschaftlichen, und die zurückgezogenen.
Die Politisch Aktivisten sind die islamischen Parteien bzw. islamisch geprägten Parteien. Die Militanten sind Gruppen die nicht mit friedlichen Mittel in die Macht kommen wollen (können) sondern durch den Gewalt. Die Zivilgesellschaftlichen sind jene die nicht an die Politik interessiert sind aber trotzdem in der Gesellschaft aktiv sind, durch Stiftungen, Organisationen, Sufi-Orden usw. Die Zurückgezogenen sind ein Teil von dem friedlichen Zweig der Salafiyya Bewegung, die weder politisch noch zivilgesellschaftlich handeln will.
In dieser Arbeit möchte ich die erste Gruppe näher untersuchen, am Beispiel von zwei Parteien, die islamisch geprägt sind, die PJD [Le parti de la justice et du développement] in Marokko, und die Muslimbrüder in Ägypten. Sie spielen in den letzten Jahren eine wichtige Rolle in der Opposition in ihren jeweiligen Ländern, aber ihre Gegner werfen ihnen vor, dass sie keine Konkrete Pläne haben und gar nicht an eine seriöse Politik interessiert sind. Dass sie die "demokratische" Mittel benutzen, nur um in die Macht zu kommen, und die Herrschaft wieder neu zu gestalten, hört man auch oft von ihren Kritikern.
Es ist schwer die Behauptungen der Gegner empirisch zu belegen, da diese Parteien nie regiert haben, aber eine kritische Haltung gegenüber ihren Plänen, ihren Haltungen, ihr politisches Handeln in der Opposition sowie auf der Regionalen Ebene, kann man haben.
3
Auf Fragen wie, was ist eine islamische Politik? Wie Demokratisch sind diese Parteien? Machen sie Politik oder nur Propaganda? werde ich versuchen zu beantworten. Ich will hinweisen dass es schwer war Literatur über die PJD zu finden, sowie über die Projekte von den Muslimbrüdern, deswegen habe ich viel auf der Selbstdarstellung dieser Parteien mich geschützt aber auch auf unabhängige Zeitungen.
4
1. Die "islamische" Politik
Die islamische Welt geriet nach dem Zerfall vom Osmanischen Reich in einer Identität Krise, die man versucht hat durch den Nationalismus, zu überwinden, Westliche Ideologien wurden von Oben durchgesetzt, um die Region zu modernisieren. Diese Modernisierung brachte viele Änderung in der islamischen Gesellschaft. Solcher Progressismus wurde von Linken Bewegungen unterstützt, es war oft der Fall dass man Arabischer Nationalismus mit Sozialistischen Ideologien verbindet wie man es bei dem Nasserismus und Ba'th Partei feststellen kann. Diese Tendenz war nicht ohne Kritik, schon während der Kolonialzeit erhoben sich konservative Stimmen gegen die kapitalistische Ausbeutung und das immer stark zunehmende Liberalismus der vom Westen importiert ist. Der Ausgangpunkt dieser Westen ablehnenden Haltung war Ägypten, hier entstand die Bewegung der Muslimbrüder unter Hassan Al-Banna. Die Ideologie der Muslimbrüder, die im nächsten Kapitel dargestellt sind, hat die Mehrheit der islamischen Bewegungen geprägt.
Der Islamismus wird in der Literatur häufig so dargestellt: Islamismus bezeichnet die politische Forderung nach Wiedereinführung der klassischen islamischen Gesetze. Er wird auch oft mit Fundamentalismus gleichgesetzt [1] . Die Ziele des Islamismus [2] sind oft in den Medien und im Westen Allgemein die Einführung von der Sharia und die Errichtung von einem Gottesstaat, zwei Begriffe die man näher erklären soll. Der Begriff Gottesstaat, kommt in der Islamischen Theologie oder Islamische politische Philosophie nicht vor, zumindest nicht wie es in der europäischen Philosophie verstanden ist. Im Islam sieht sich der Herrscher nicht als Statthalter Gottes auf der Erde, sondern als Nachfolger von dem Propheten [3] . Der Begriff Gottesstaat enthält die Absolutistische Doktrin der Christlichen Mittelalter. Auch wenn die islamische Geschichte viele Absolutistische Herrscher gekannt hat, kann man das nicht mit der Staatsvorstellung in den islamischen Quellen gleichsetzen. [1] Armin Pfahl-Traughber, Kapitel II / Kleines Islam-Lexikon, S.100
[2] Man kann nicht über einen Islamismus reden, denn die Zielen und Organisationsformen sind unterschiedlich von
einer Bewegung zu der anderen.
[3] Al-Mawardi, Kapitel I, S.4
5
Die Übertragung von christlichen Begriffen, die in bestimmten Umständen entstanden sind, auf eine andere Religion, die eine eigene historische Entwicklung hat, scheint mir nicht korrekt.
Der zweite Begriff ist die Sharia. Es wird oft Sharia mit Strafgesetz gleichgesetzt, wenn man bei den Medien erfährt, dass die islamische Bewegung XY für Ziel hat, die Sharia durchführen, dann denkt man sofort an Steinigung, Hinrichtung und andere Körperstrafen. Das ist als ob man die Us-amerikanische Gesetzgebung nur auf die Todesstrafe beschränkt, was ja undenkbar ist.
Die Sharia ist die Auslegung der Rechtsquellen. Sie ist nicht nur Strafrecht, sondern das ist die gesamte islamische Gesetzgebung, die alle Bereiche des Lebens umfasst, auch die Ökonomie und Politik ja sogar die Ökologie haben in der Sharia zumindest Richtlinien.
Außerdem es gibt nicht "die" Sharia, es gibt verschiedene Rechtsschulen, die ständig in vielen Fragen im Wandel sind. Die Sharia ist nicht etwas, was heiliges, was Unberührbares wie manche denken.
Gamal Al-Banna, der Bruder von dem Begründer der Muslimbrüder sagte in einem Interview mit der marokkanischen kritischen und liberalen Zeitschrift "TelQuel": "-L'islam progressiste, c'est possible ?
-C'est même nécessaire. Et je vous rappelle que c'est l'esprit même qui a fondé l'islam et lui a assuré sa diffusion originelle. Notre situation actuelle est une rétrogradation, un énorme saut en arrière. Regardez par exemple le cas particulier de la femme. Sa situation actuelle, à quelques exceptions près, est terriblement injuste. Elle était infiniment plus avantageuse, plus juste, aux premières heures de l'islam, et cela ne posait de problème à personne." [1]
Eine Vereinfachung und Pauschalisierung der Begriffe, hilft uns nicht weiter zu kommen, um die anders denkenden als wir zu verstehen, und es ist wichtig die Begriffe zu verstehen wie gerade diese islamischen Parteien es tun, damit man eine scharfe Blick auf die Problematik bekommt.
Die Einführung der Sharia ist nicht das Ziel der islamischen Politik, sondern sie gilt als eine Grundlage für diese Politik, sie ist vor-politisch. Das Ziel aber ist eine bestimmte Ordnung, die man romantisiert und idealisiert hat, zu erreichen.
6
Arbeit zitieren:
Ali Ghandour, 2006, Die islamische Politik, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Politik und Religion in Saudi Arabien: eine kurze Einführung
Politik - Internationale Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient
Referat (Ausarbeitung), 11 Seiten
Politik - Internationale Politik - Thema: Völkerrecht und Menschenrechte
Seminararbeit, 17 Seiten
Al-Jazeera versus CNN: Vergleich der beiden Rundfunkanstalten in bezug...
Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik
Hausarbeit, 28 Seiten
Einwanderung und Multikulturalismus in Kanada und Deutschland
Ist Kanada eine Orientierung f...
Politik - Politische Systeme - Allgemeines und Vergleiche
Seminararbeit, 35 Seiten
Brain Drain und Brain Gain in Australia
Politik - Internationale Politik - Region: Australien, Neuseeland
Hauptseminararbeit, 25 Seiten
Armut im Wohlfahrtsstaat Deutschland
Soziologie - Soziales System, Sozialstruktur, Klasse, Schichtung
Hausarbeit, 20 Seiten
Die Frauen des Islam im Blick der Menschenrechte
Politik - Internationale Politik - Thema: Völkerrecht und Menschenrechte
Hauptseminararbeit, 20 Seiten
Wissenschaft als Beruf - Der Begriff des Dilettantismus bei Max Weber
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 19 Seiten
Der westafrikanische Islam am Beispiel der Wolof
Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft
Hausarbeit, 16 Seiten
Auswirkungen der Ost-West Migration auf den deutschen Arbeitsmarkt
Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union
Seminararbeit, 16 Seiten
'Der Schüler bittet um Schock' - Das Milgram-Experiment in den...
Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen
Seminararbeit, 24 Seiten
Die Entwicklungspolitik der Europäischen Gemeinschaft
Historische Entwicklung, Regio...
Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union
Seminararbeit, 23 Seiten
International Trade and the Role of the State in Development
Politik - Internationale Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie
Hauptseminararbeit, 12 Seiten
Kanada und die USA -Zwei verschiedene Einwanderungsgeschichten?
Politik - Politische Systeme - Allgemeines und Vergleiche
Seminararbeit, 26 Seiten
Ali Ghandour hat den Text Die islamische Politik veröffentlicht
Ali Ghandour hat einen neuen Text hochgeladen
Illegale Einwanderung, Flüchtlingsmigration und das Ende des Nord-Süd-...
Zur funktionalen Äquivalenz de...
Claudia Finotelli
Sprachfreunde 2. Schuljahr. Arbeitsheft. Ausgabe Nord/Süd
5-Minuten-Training Richtig sch...
Barbara Schumann, Uta Bettzieche
Sprachfreunde 3. Schuljahr. Ausgabe Nord/Süd. 5-Minuten-Training "Rich...
Arbeitsheft
Katrin Junghänel
Rechenwege Nord/Süd 1. Schuljahr. Übungsheft
Mandy Fuchs, Wolfgang Grohmann, Friedhelm Käpnick, Elke Mirwald
Rechenwege Nord/Süd 2. Schuljahr. Übungsheft
Mandy Fuchs, Wolfgang Grohmann, Friedhelm Käpnick, Elke Mirwald
Mathefreunde 3. Schuljahr. Arbeitsheft. Tägliche Übungen. Nord/Süd
Edmund Wallis, Karin Fischer
Mathefreunde 4. Schuljahr. Arbeitsheft. Tägliche Übungen. Nord/Süd
Edmund Wallis, Karin Fischer
0 Kommentare