Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort 02
2. Popliteratur 02
2.1. Umriss der Popliteratur in Deutschland 1968 bis heute 02
2.2. Definition - was ist Popliteratur? Merkmale und Form 03
3. Beispiellektüre „Crazy“ 04
3.1. Inhalt 04
3.2. Warum ist „Crazy“ Popliteratur? 05
4. Die Charaktere 07
4.1. Die Hauptfigur 07
4.2. Freunde 08
4.2.1. Janosch A. Schwarze 08
4.2.2. Malen und Marie 09
4.2.3. Die Clique von Janosch und Benjamin 09
5. Fazit 10
6. Literatur- und Quellenverzeichnis 11
6.1. Buchmaterial 11
6.2. Internetquellen 11
1
1. Vorwort
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob Benjamin Leberts Debütroman „Crazy“ der Popliteratur zugeordnet werden kann.
Beginnend mit einer kurzen Einführung in die Geschichte und das Themengebiet der Popliteratur werden im Folgenden popliterarische Merkmale anhand einiger Zitate herausgearbeitet. Im Anschluss wird noch einmal besonders auf die verschiedenen Charaktere eingegangen, um damit den Status des Romans als Werk der Popliteratur zu festigen, ohne dabei zu sehr auf die bereits im Proseminar besprochenen Eigenschaften und Merkmale des vorliegenden Werkes einzugehen, was sich jedoch an manchen Stellen nicht vermeiden lässt.
2. Popliteratur
2.1 Umriss der Popliteratur in Deutschland - 1968 bis heute
Der Begriff Popliteratur umschreibt einen Trend, der, wie viele andere auch, gegen Ende der 1960er Jahre aus den USA nach Deutschland gekommen ist. Seine Entstehung geht auf die 40er- und 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück, als die Beat Generation eine große Bedeutung hatte.
Zu dieser Zeit wurde von jungen Schriftstellern, wie beispielsweise William S. Burroughs erstmals versucht, Gefühle und den subkulturellen Lebensstil von jugendlichen Menschen literarisch möglichst realistisch zum Ausdruck zu bringen. Durch so genannte „Bewusstseinserweiterungen“ mittels Drogenkonsum entstand eine unkonventionelle Schreibweise, so dass es gelang, junge und jung gebliebene Menschen für diese neue Art der Literatur zu begeistern und sich gleichzeitig von der breiten Masse abzuheben.
Gegen Ende der 1960er Jahre wurde in Deutschland ein Aufsatz von Leslie Fiedler veröffentlicht, und zwar zur gleichen Zeit sowohl in einer christlichen Zeitung als auch im Männermagazin Playboy. Darin forderte der Autor eine Literatur, welche den Alltag zum Inhalt habe.
2
Die 1970er- und 80er Jahre hindurch hatte das „literarische Establishment“ 1 kaum nennenswertes Interesse an der Popliteratur. Dies ändert sich wenig später in den 90ern, als junge Schriftsteller wie Benjamin Lebert, Christian Kracht oder Alexa Hennig von Lange plötzlich großen Zuspruch von einem Massenpublikum erhalten und heute quasi den Status eines Popstars inne haben.
2.2 Definition - was ist Popliteratur? - Merkmale und Form
Wie definiert man aber nun den Begriff „Popliteratur“, bzw. das, was sich dahinter verbirgt? Das Wort selbst lässt sich in zwei Teile teilen. Der hier maßgebende Teil „Pop“ entstammt dem englischen Wort „popular“. Das deutsche Äquivalent dazu lautet „populär“ und formt seine Bedeutung durch ältere deutsche Begriffe, wie „volkstümlich, beliebt, allbekannt, gemeinverständlich“ 2 . Gepaart mit dem Oberbegriff für die Gesamtheit von Texten nämlich dem Wort „Literatur“, lassen sich daraus folgende Gemeinsamkeiten popliterarischer Texte ableiten: Es wird einfache Umgangs- und Szenesprache verwendet, Prosa- und Lyrikformen simpler Art kommen zum Einsatz, so dass jeder Leser den Text schnell aufnehmen und verstehen kann.
Die Themen der Popliteratur sind überwiegend Themen des Alltags junger und junggebliebener Menschen. Dass dies ein nur scheinbar leicht überschaubares Themengebiet ist, wird durch zwei Beispiele aus verschiedenen Popromanen verdeutlicht, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Das wäre erstens:
„Na, wie war Dein erster Schultag?“ [...] „Ging so.“ [...] „Ging so heißt scheiße, oder?“ [...] „Ging so heißt scheiße.“ 3
1 Arbeitstexte für den Unterricht - Popliteratur: Dirk Frank, Stuttgart 2003, Seite 5
2 Duden Band 7 - das Herkunftswörterbuch: Mannheim 2001, S. 619
3 Crazy: Benjamin Lebert, Köln 1999, S. 23
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Arbeit zitieren:
Sven Prasse, 2005, "Crazy" als Exempel für Popliteratur, München, GRIN Verlag GmbH
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