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7\SRORJLHQGHV%LOGHUEXFKV 4.1 Allgemein
4.2 Bedeutung für die ausgewählten Seiten
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5.2 Bedeutung für die ausgewählten Seiten
/HVHUEH]XJ5H]HSWLRQ 6.1 Allgemein
6.2 Bedeutung für die ausgewählten Seiten
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7.1 Bild
7.2 Text 7.3 Bild-Text-Interdependenzen 7.4 Bedeutung für die ausgewählten Seiten
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Literatur
(LQOHLWXQJ Mit dieser Vorlage soll eine Anregung geboten werden, wie man eine Bilderbuchanalyse durchführen könnte. Dabei ist zunächst der Theorieteil zu beachten und dann ist dieser speziell auf das jeweilige Bilderbuch anzuwenden.
In der Einleitung einer solchen Bilderbuchanalyse sollte zunächst eine Kurzbeschreibung des Buches vorgenommen werden. Ebenso sollte erwähnt werden, auf welche Literatur man sich sekundär bezieht.
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Das Bilderbuch fällt unter den Begriff der Kinder- und Jugendliteratur, dennoch bildet es durch seine verminderten Textanteile und erhöhten Bildanteile eine eigene Gattung der Literatur. Dennoch wird es von der Literatur- und Kunstwissenschaft kaum wahrgenommen. In seiner pädagogischen Funktion und Wirkung wird es meist unterschätzt. 1 Das Bilderbuch ist ein Buch, in dem die Illustration über den Text dominiert. 2 Charakterisierend für ein Bilderbuch ist die enge Wechselwirkung von Bild und Text. Durch diese Wechselwirkung lässt sich das Bilderbuch in die Gattung der Wort-Bild-Beziehungen einordnen. Es grenzt sich dadurch klar vom illustrierenden Buch ab, wo die Bilder nur erläuternde, kommentierende Funktionen zum Text haben. Im Bilderbuch stellen Bild und Text zusammen ein komplexes symbolisches Gebilde dar, in dem meist Stoffe fiktionalen Charakters erzählt werden. Damit bildet das Bilderbuch ein primär narratives Medium. 3 Die Bilder haben dabei meist einen größeren Aufforderungscharakter, eine tiefere Wirkung und Nachhaltigkeit als der Text. Das Bilderbuch hat sinnlich-ästhetische Qualitäten und erzählt in relativ wenigen Bild-Text-Einheiten die Geschichte, denn es ist meist vorrangig den kindlichen Adressaten zugedacht. Das quantitative Verhältnis zwischen Bild und Text lässt sich nicht verallgemeinern. Das Bilderbuch bedarf zunächst der Vermittlung durch Ältere.
1 Vgl. Halbey 1997.
2 Vgl. Baumgärtner in: Erler/Paetzold 1990.
3 Vgl. Thiele 2000.
3
Baumgärtner beschreibt das Bilderbuch als ein überaus komplexes Gebilde, das an den Betrachter die verschiedenartigsten Ansprüche stellt und begründet damit die mißliche Lage auf dem Gebiet der Bilderbuchforschung. 4
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Erste Bilderbücher gab es schon vor Jahrhunderten. Ursprünglich wurden sie für Erwachsene gemalt und geschrieben. Im Laufe seiner Geschichte entwickelte sich das Bilderbuch zu einer Spezialkunst für Kinder. Literarisch und künstlerisch hat es sich in seinem Selbstverständnis von freien künstlerischen Ideen abgekoppelt und sich auf die Seite einer pädagogisch-psychologisch begründeten Gebrauchskunst geschlagen. Die Kategorie des Einfachen wurde zu einer zentralen Maxime für Bild und Text, auch im Hinblick auf den Adressaten Kind. Durch neue Forschungsergebnisse über die kindliche Psyche, nach denen Kinder als schutzbedürftige, zu lenkende Wesen angesehen wurden, konnten normative Setzungen über kindgemäße Bild-Text-Produktion und -Rezeption formuliert werden. Sie dienten der ästhetischen Bildung, der Erziehung, Lenkung und Disziplinierung der Kinder. Erst die Forschungen über die kindliche Psyche führten zu einer Spezialkunst Bilderbuch, die ausschließlich Kindern zugedacht war. Diese Spezialisierung hat sich bis heute hin fortgezogen. Früher hatten Bilder nur illustrierenden Charakter zum Text.
Im 19. Jahrhundert vollzog sich eine Trennung von Kunst und Kunstgewerbe. Durch Verbindung von ästhetischen, pädagogischen und ökonomischen Bedingungen wurde das Bilderbuch frühzeitig auf den Typus eines kommerziellen Produktes festgelegt. Schaulust trieb die Popularität des Bilderbuchs im 19. Jahrhundert voran. Es wurde immer mehr zum Massenartikel und erhielt einen Gebrauchswert, wodurch auch die Bilder zweckgebundener waren. Es wurden Volkssagen, Dichtung und Märchen in immer wieder neuen illustrieten Ausgaben gedruckt. Erst durch die Spezialisierung der Illustratoren auf Kinder-, Tier- und Naturdarstellungen geriet das Kind als Motiv und Adressat mehr und mehr in das Blickfeld der Illustratoren. Meist zeigten die Bilder, als Folge auf den Jugendstil, extrem künstliche Kinderwelten, wie die Erwachsenen sie sahen (Kinder in Zwergengröße etc.).
4 Vgl. Baumgärtner 1968.
4
Im 20. Jahrhundert wandten sich bildende und freie Künstler mehr und mehr dem Kind zu, dennoch gaben sie zunächst eine falsch verstandene 'Kindertümlichkeit' wieder und stellten eine schematisch verharmloste Welt dar. In den Jahren des Nationalsozialismus waren die Bilderbücher vor allem durch ideologische Beeinflussung geprägt. Die künstlerische Vielfalt und Freiheit wurde nicht zugelassen. Die vor 1933 erschienenen Bilderbücher wurden erst nach dem Zweiten Weltkrieg wieder neu aufgelegt, und allmählich entwickelten sich immer intensivere, internationale Bemühungen um Bilderbücher von künstlerischer Qualität. Im Zuge der Popart gerieten Gegenstände, Motive und Gestaltungsformen der Alltagsmedien in das Blickfeld des Bilderbuchs, was eine stärkere Alltagsbezogenheit der Illustrationen bewirkte.
Das Bilderbuch differenzierte sich trotz der Dominanz des Trivialen auch in den 80er und 90er Jahren ästhetisch weiter. Vor allen Dingen mediale Einflüsse führten zu einer zeitgemäßen Bildsprache. Auch internationale Einflüsse haben dazu einen Teil beigetragen. Sie brachten malerische Tendenzen, Comiceinflüsse, karikaturhafte Stile und viele mehr. Auch experimentelle Bilderbücher, wie Tast und Spielbücher, haben eine wichtige Nischenfunktion auf dem Bilderbuchmarkt gesichert.
Heute verfügt das Bilderbuch über eine breite bildnerisch-stilistische Vielfalt, vom Gegenständlich-naiven über realistische Malweisen und surreal-phantastische Stile bis zur bildnerischen Abstraktion./Heute findet man auf dem Bilderbuchmarkt ein reichhaltiges Angebot an Bilderbüchern verschiedenster Stilrichtungen. Es gibt reich illustrierte Kinderbücher für jede Altersstufe, für die verschiedensten Interessengruppen und in allen Preislagen. Ökonomische Vermarktungskonzepte von Medien haben auch vor Bilderbüchern nicht halt gemacht und seine Motive, Figuren und Bildstile in andere Medien und Genres transferiert. Auf diese Weise hat das Bilderbuch eine neue Präsenz und Allgegenwärtigkeit im Kinderalltag. 5
5 Vgl. Thiele 2000 und Doderer/Müller 1973.
5
7\SRORJLHQGHV%LOGHUEXFKV $OOJHPHLQ Die Ansichten über die Ordnungskriterien für die Typologien des Bilderbuchs gehen oft weit auseinander. Halbey zählt die unterschiedlichsten Einteilungsmöglichkeiten auf. So kann man eine Einteilung in Kleinkinder-, Reim-, Rätsel-, Fabel-, Märchen-, Traum-, Abenteuer-, Tier-, Zoo- und Fotobilderbücher vornehmen. Auch eine Einteilung in Elementar- (Kleinstkind-), Szenen-Bilderbuch, realistische, phantastisches, Tier-, Sach-, Märchen- und religiöses Bilderbuch ist möglich. Dabei müssten nach Halbeys Ansicht Geschichte, Brauchtum, Gesellschaftliches, Politisches, Naturkundliches, Aufklärung, Stadt und Land, Technik und Verkehr, Sachbilderbuch, Umwelt und vieles mehr ergänzt werden. Bei einer Klassifizierung nach literarischen Gesichtspunkten ist eine Einteilung in Kinderreime (Volks- und Kunstreime), Sprachspiele; Kettengedicht, Lyrik; in der Prosa: Erzählung, Märchen, Fabel, Legende, Mythen, Balladen, Sprüche, Volksweisheiten; Comics möglich. Habey selbst teilt ein nach bildkünstlerischem Aspekt; literarischem, informationstheoretischen, psychologischem (besonders rezeptionspsychologisch) Aspekt, Identifikationsaspekt (Rollenverständnis), soziologischem, medizinischem und marktbezogenem Aspekt. Bilderbücher können in didaktische und freie Bilderbücher unterschieden werden. Beim didaktischen Bilderbuch sollen bestimmte grafische und sprachliche Mittel Lernprozesse einleiten. Beim freien Bilderbuch handelt es sich um die künstlerische Aussage eines Malers/Grafikers/Poets, die unabhängig von der Zielgruppe Kind entsteht. Man kann Bilderbücher auch nach ' Sachwelt' , ' Sozialwelt' und ' Zeitwelt' einteilen. 6 Jens Thiele teilt ein in erzählendes Bilderbuch (realistische und phantastische Erzählungen) und Sachbilderbuch, die sich nach thematischen Schwerpunkten ihrerseits wiederum aufteilen. Er ordnet auch nach ästhetisch-stilistischen Kriterien in abstrakte und figürlich-gegenständliche Bilderbücher ein. 7 Malerische Eine eindeutige Typologie ist also nicht feststellbar.
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Ich möchte mich in meiner Klausur nicht auf ein Ordnungskriterium festsetzen, sondern diese kombinieren. Zunächst handelt es sich bei den zu untersuchenden Bilderbüchern
6 Vgl. Halbey 1997.
7 Vgl. Thiele 2000.
6
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Viola Draude, 2002, Rezept / Vorlage zur Bilderbuchanalyse, Munich, GRIN Publishing GmbH
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