Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2.1 Die Anfänge der Beschäftigung mit der englischen Sprache und Literatur 2
2.2 Shakespeare s Vorschule 3
3.1 Tiecks Übersetzungen von Shakespeares Dramen 6
3.2 Kritik an der Übersetzung Tiecks dramatischer Werke 9
4.1 Shakespeares Behandlung des Wunderbaren 10
4.2 Kritik und Analyse von Tiecks Aufsatz 14
5. Fazit 16
6. Literaturverzeichnis 17
2
1. Einleitung
Diese Hausarbeit schließt sich an das Hauptseminar „Ludwig Tieck“ im Wintersemester 2005/2006 an.
Ludwig Tieck bezeichnete sich selbst als Experten und glühenden Verehrer William Shakespeares. Gerade als Theaterliebhaber sah er die glückliche Eignung Shakespeares Erzählungen für die Bühne. Tieck konnte in ihm den Inbegriff der künstlerischen Vollendung sehen, indem er sich bei seinen Betrachtungen sowohl in die Lage des Zuschauers, als auch in die des Regisseurs versetzte. Besonders Shakespeares Schaffen von Illusionen hatte Tieck beeindruckt, „denn ohne
Illusion ist kein Vergnügen bei einem (...) Kunstwerke möglich“. 1 Das Genie des Dichters besteht nun darin, den Zuschauer für die Täuschung zu gewinnen.
Im Folgenden werden Tiecks Anfänge mit der Beschäftigung der englischen Sprache und Literatur erläutert, um folgend auf die Werke von Shakespeares Vorschule einzugehen. Danach werden die übersetzten Dramen von Shakespeare und die Vorgehensweise Tiecks beschrieben und Kritiken an den Übersetzungen genannt. Anhand von Tiecks Aufsatz „Shakespeares Behandlung des Wunderbaren“ wird gezeigt, wie Tieck Shakespeares Verfahren der Glaubhaftmachung des Wunderbaren beurteilte und Kritiken vorgestellt.
1 Lüdeke, Henry: Ludwig Tieck und das alte englische Theater. Ein Beitrag zur Geschichte der Romantik.
Hildesheim: Gerstenberg 1922. S. 63.
3
2.1 Die Anfänge der Beschäftigung mit der englischen Sprache und Literatur
Erste Kenntnisse der englischen Sprache eignete sich Tieck während seiner Schulzeit an, systematisch beschäftigte er sich mit dieser Sprache und der Literatur in seinen Göttinger Universitätsjahren von 1792 bis 1794. Die englischen Studien betrieb Tieck in Göttingen parallel zu seinen hispanistischen Interessen, welche jedoch den ersteren Vorrang hatten. Während den Göttinger Universitätsjahren versuchte Tieck sich in seinen ersten Übersetzungen der englischen Literatur. Jedoch erhielten Ben Jonsons „Volpone“ und Shakespeares „The Tempest“ eher die künstlerische Handschrift Tiecks statt die des Originalautors. Im Jahre 1794 beschäftigte sich Tieck jedoch nochmals mit „The Tempest“, um nun eine regelrechte Übersetzung zu erstellen. Nicht nur der Verehrung Shakespeares wegen, sondern auch weil die Übersetzung dieses Werkes von Eschenburg als gängigstes und bestes galt.
In den 90er Jahren betrieb Tieck eifrige Studien für das von ihm geplante Werk „Das Buch über Shakespeare“. Im Zuge dieser Studien entstanden um das Jahr 1797 Teilübersetzungen einiger elisabethanischer Dramen (Beaumonts, Fletchers „The Woman-Hater und Jonsons „Every Man in his Humor“). Aber genau wie „Das Buch über Shakespeare“ ein Versuch blieb, blieben auch die Übersetzungen in den Anfängen stecken. 2
Shakespeare sollte dennoch zum besonderen Gegenstand von Tiecks englischen Studien werden. Paulin sagte: „Das Studium Shakespeares war für Tiecks Schaffensjahre von 1790 bis 1840 die gleichsam seismographische Begleitung, zwischen 1810
2 Vgl.: Zybura, Marek: Ludwig Tieck als Übersetzer und Herausgeber. Zur frühromantischen Idee einer
„deutschen Weltliteratur“. Universitätsverlag Winter, Heidelberg 1994. S. 80f.
4
und 1820 beinahe ausschließlicher Gegenstand literarischer
Bemühungen“. 3
In seinen Briefen und dem Buch über Shakespeare wird die große Verehrung, die er dem Dichter entgegenbrachte, besonders deutlich. So schrieb er selbst: „Ich bin überzeugt, dass noch keiner seine Gedichte so oft gelesen hat, dass noch keiner mit diesem Glauben zu Shakespeare getreten ist, dass noch Niemand so in ihm die ganze Kunst gefunden hat und sich
daher so befriedigt gefühlt hat.“ 4 Er hatte früh erkannt, dass die Stücke Shakespeares nicht einfach aus einer Aneinanderreihung von erdachten Zufälligkeiten bestehen, sondern vielmehr aus dem künstlerischen Willen des Dichters erarbeitet und berechnet worden sind. Daher heißt es in einem der Briefe: „auf jeder Seite so feine Kunst, so feines Gefühl, den feinsten Geschmack.“
2.2 Shakespeare´s Vorschule
Mit dem Verleger Brockhaus veröffentlichte Tieck „Shakespeare´s Vorschule“ mit den Texten Die wunderbare Sage vom Pater Baco, Schauspiel von Robert Green, Arden von Feversham, eine Tragödie und Die Hexen in Lancanshire, von Thomas Heywood. 1829 wurde der zweite Band mit den Stücken Die schöne Emma, ein Schauspiel, Der Tyrann, oder die Jungfrauentragödie, ein Trauerspiel von Massinger und Die Geburt des Merlin, oder das Kind hat seinen Vater gefunden, ein Schauspiel von W. Shakespeare und W. Rowley gedruckt. Den dritten Band hatte der Verleger schon auf seiner Neuerscheinungsliste des Jahres 1835 angezeigt, Tieck schrieb aber nie die Vorrede und so kam es, dass der dritte Band nie in
3 Ebd. S. 88
4 Ebd.
5
Arbeit zitieren:
Anke Gramann, 2006, Tieck und Shakespeare, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Ludwig Tieck - Shakespeare´s Behandlung des Wunderbaren
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 12 Seiten
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Anke Gramann's Text Tieck und Shakespeare ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Anke Gramann hat den Text Tieck und Shakespeare veröffentlicht
Anke Gramann hat einen neuen Text hochgeladen
Re-Humanising Shakespeare: Literary Humanism, Wisdom and Modernity
Raymond Tallis, Andy Mousley
0 Kommentare