I Inhaltsverzeichnis II Abbildungsverzeichnis III Tabellenverzeichnis IV Abkürzungsverzeichnis V Symbolverzeichnis
1 Einführender Teil
1.1 Einführung 1.2 Begriffliche Grundlagen 1.3 Zielsetzung und Gang der Untersuchung
2 Juristische Grundlagen zum Produkthaftungsrecht 2.1 Theoretische Ausgestaltungsmöglichkeiten der Produkthaftung 2.2 Das deutsche Produkthaftungsrecht
3 Ökonomische Analysen von juristischen Problemen 3.1 Problemstellungen 3.2 Kennzeichnende Merkmale
4 Ökonomische Analyse des Produkthaftungsrecht bei idealer Information und bei Fehleinschätzungen des Produktrisikos von Konsumenten
4.1 Ein Modell risikospezifischen Konsumentenverhaltens 4.2 Basismodellierung 4.2.1 Modellannahmen 4.2.2 Unilaterale Schadensfälle 4.2.3 Bilaterale Schadensfälle 4.3 Erweiterung der Modellierung
5 Schlussbetrachtungen
I
VI Anhang
Anhang A1:
Konzeptionelle Ausgestaltungsmöglichkeiten des Produkthaftungsrechts
Anhang A2:
Risikospezifischer Informationsverarbeitungsprozess und ökonomisches Verhalten von Konsumenten
Anhang A3:
Wahl des Grades der Sorgfalt durch die Unternehmen
Anhang A4:
Übersicht über den Grad der Sorgfalt der Unternehmen und der Kaufmengen der Konsumenten
VII Literaturverzeichnis
II
bspw. beispielsweise bzgl. bezüglich Diss. Dissertation f. folgende ggü. gegenüber i.d.R. in der Regel i.H.v. in Höhe von No. Nummer ProdHaftG Produkthaftungsgesetz S. Seite u.d.N. unter der Nebenbedingung u.U. unter Umständen Vgl. Vergleiche Vol. Volume z.B. zum Beispiel zzgl. zuzüglich
IV
c direkte Produktionskosten pro Produkteinheit h Haftungskosten l Schaden durch den Kauf eines Produktes p Produktpreis s Kaufmenge s* optimale Kaufmenge t totale Kosten u Nutzen u( ) Nutzenfunktion x Sorgfaltskosten (für die Unternehmen) obligatorischer Sorgfaltsgrad („due care“) x x* optimale Sorgfaltskosten y Sorgfaltskosten (für die Konsumenten)
V
1 Einführender Teil
1.1 Einführung
1.2
„A product should be thought of as bundle of characteristics: a price, a distribution over the space of possible product failure, and an insurance policy. (...) To be misinformed about the probabilities of product failure, is to be misinformed about the product.” 1
Die Produkthaftung ist in den letzten Jahren unter der Leitlinie des Verbraucherschutzes sukzessive verschärft worden. 2 In Deutschland hat sich diese Entwicklung in der Erlassung des Produkthaftungsgesetzes manifestiert. Für das Marketing ergibt sich die Notwendigkeit diese Entwicklungen im Rahmen der strategischen Marketingpolitik, insb. jedoch bei der Produktpolitik, zu berücksichtigen. Strategische Produktentscheidungen sollten sich in diesem Kontext jedoch nicht alleine von juristischen Regelungen leiten lassen, sondern vielmehr auch Aspekte des Konsumentenverhaltens in Bezug auf risikobehaftete Produkte beachten. 3 Diese Arbeit stellt ökonomische Ansätze der Analyse des Produkthaftungsrechts bei idealer Information und bei Fehleinschätzungen des Produktrisikos von Konsumenten dar und beleuchtet somit ausgewählte Aspekte des Konsumentenverhaltens bei risikobehafteten Produkten.
1.2 Begriffliche Grundlagen
In diesem Abschnitt sollen die für den weiteren Verlauf der Arbeit zentralen Begriffe definiert werden. Als erster grundlegender Begriff kann Produkthaftung als „das Einstehen müssen für Schäden, die durch fehlerhafte Produkte verursacht werden (…)“ 4 definiert werden, wobei sich diese Pflicht auf Unternehmen bezieht. Weiterhin sind die Begriffspaare Produktrisiko und Produktsicherheit von Bedeutung. 5 Unter Produktrisiko soll im Folgenden die Möglichkeit von Produktschäden nach Umfang und Eintrittswahrscheinlichkeit verstanden werden, während umgekehrt Produktsicherheit ein Ausbleiben solcher Schäden repräsentieren soll. 6
1 Spence, M.: Consumer Misperceptions, 1977, S. 561.
2 Vgl. Standop, D.: Produkthaftungsgesetz, 1988, S. 521.
3 Vgl. Standop, D.: Consumer Behaviour, 1989, S. 1.
4 Standop, D.: Produkthaftungsgesetz, 1988, S. 521.
5 Anmerkung: Die beiden Begriffe verhalten sich reziprok zueinander: eine
hohe Produktsicherheit führt zu einem geringem Produktrisiko (et vice
versa).
6 Vgl. Standop, D.: Produkthaftung, 1992, S. 1.
1
Im Folgenden wird häufiger der Begriff Grad der Sorgfalt verwendet werden. Darunter sollen alle Maßnahmen der Unternehmen (z.B. Schulungen der Mitarbeiter, Qualitätskontrollen) oder der Konsumenten (z.B. Sorgfalt im Umgang mit dem Produkt) gefasst werden, die zu einer Senkung des Produktrisikos geeignet sind. Diese Anstrengungen verursachen Sorgfaltskosten. Hierunter werden alle Kosten subsumiert, die durch Maßnahmen zur Risikoverminderung entstehen 7 . Haftungskosten entstehen für das betrachtete Unternehmen aus gesetzlichen Verpflichtungen zur Produkthaftung 8 . Im Zusammenhang mit den Sorgfaltskosten und den Haftungskosten ist auch der Begriff der totalen Kosten zu nennen. Hierunter sollen sämtliche Kosten verstanden werden, die bei der Produktion bzw. beim Gebrauch des Produktes entstehen. Die totalen Kosten umfassen die Produktionskosten, die Sorgfaltskosten und die Haftungskosten. 9
1.3 Zielsetzung und Gang der Untersuchung
Die Zielsetzung dieser Arbeit liegt in der Darstellung von Ansätzen zu ökonomischen Analysen des Proukthaftungsrechts bei idealer Information und bei Fehleinschätzungen des Produktrisikos von Konsumenten. Zu diesem Zweck erfolgt in Abschnitt 2 zunächst eine kurze Darstellung wesentlicher juristischer Aspekte des Produkthaftungsrechts. Der Abschnitt 3 stellt Grundlagen ökonomischer Analysen von juristischen Problemen dar. Auf diesen Grundlagen aufbauend werden in Abschnitt 4 Ansätze zur ökonomischen Analyse des Produkthaftungsrechts bei idealer Information und bei Fehleinschätzungen des Produktrisikos von Konsumenten dargestellt. Abschnitt 5 dient der abschließenden kritischen Würdigung der Arbeit.
7
Anmerkung: Diese Kosten können entweder auf Seiten der Unternehmen oder
auf Seiten der Konsumenten entstehen.
8 Anmerkung: Während die Haftungskosten für Unternehmen monetäre Ab-flüsse darstellen, sind sie für Konsumenten monetäre Zuflüsse.
9 Vgl. Shavell, S.: Economic Analysis, 1987, S. 64.
2
Arbeit zitieren:
Torben Bartz, 2006, Produktpolitik und Produkthaftungsrecht - Ansatzpunkte einer ökonomischen Analyse , München, GRIN Verlag GmbH
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Innovationswirkung des Target Costing auf Produktinnovationen
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