I. Einbettung der Stunde in das Kurskonzept
Der Bewegungsspielkurs befasst sich im Wesentlichen mit Lauf-, Fang- und Abschlagspielen, Spielen mit unterschiedlichen Bällen und Handgeräten, Spielen mit Alltagsmaterialien und Kleingeräten, wieder entdeckten "Alten Spielen" sowie Spielen aus anderen Kulturkreisen. Im Rahmen der Lauf-, Fang- und Abschlagspiele haben die Teilnehmer bereits einfache Staffelspiele und deren Variationen kennen gelernt.
In dieser Unterrichtsstunde geht es um Staffelspiele mit Gerätekombinationen. Sie liegt terminlich am Ende des Semesters und eignet sich daher besonders für die im Laufe des Bewegungsspielkurses gewonnenen Kenntnisse bezüglich der Staffelspiele.
II. Beschreibung der Kursgruppe
Die Kursgruppe besteht aus 28 Sportstudentinnen und -studenten der verschiedenen Profile und Semester. Die Veranstaltung hat ihnen vielfältige Bewegungsspiele, speziell auch den Bereich der Lauf-, Fang- und Abschlagspielen, gezeigt und des Weiteren Möglichkeiten ihrer Vermittlung aufgezeigt. Hinsichtlich ihrer Erfahrung mit Staffelspielen befinden sich die Studentinnen- und Studenten (im Folgenden abgekürzt SuS) auf einem Niveau. Es ist angesichts ihres Studienfaches davon auszugehen, dass die SuS die für die Unterrichtseinheit benötigten Fähigkeiten (konditionell: Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit; koordinativ: Gleichgewichtsfähigkeit, Orientierungsfähigkeit,
Reaktionsfähigkeit) und elementare koordinative Fertigkeiten wie z.B. gehen, laufen, springen oder kriechen, im überdurchschnittlichen Maße besitzen und nutzen können. Die Vielfalt von Spielen und ihre zahlreichen Variationsmöglichkeiten wurden den Kursteilnehmern im Laufe der Veranstaltung aufgezeigt und eigenständiges, kreatives Entwickeln und Umformen von Spielen erprobt. Folglich sollte mein Arbeitsauftrag kein Problem darstellen. Keiner der Studenten ist körperlich oder geistig auffällig, sodass niemand im Rahmen der Stundenplanung explizit berücksichtigt werden muss.
Aus der Erfahrung mit der Kursgruppe lässt sich sagen, dass die Teilnehmer motiviert, in Einzelfällen sogar übermotiviert sind.
III. Thema und Lernziele
Das Thema der Stunde sind Staffelspiele mit Gerätekombinationen. Der Fokus liegt dabei auf der gezielten Gestaltung von Staffeln mit unterschiedlichen Charakteristika (z.B. Schnelligkeit, Geschicklichkeit, etc.).
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III.a Stundenziel/ Intention
In dieser Unterrichtsstunde lernen die SuS Staffelspiele kennen. Des Weiteren sollen sie lernen in Kleingruppenarbeit selber Staffeln mit Gerätekombinationen zu entwickeln sowie durch gezielte Veränderungen ihren Charakter (Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Taktik, Soziales Miteinander) zu beeinflussen.
III.b Teillernziele
-im motorischen Bereich:
Die Teilnehmer sammeln in dieser Unterrichtseinheit Bewegungserfahrungen im Bereich der Lauf- und Abschlagspiele. Dabei sorgt insbesondere der Einsatz der Geräte und ihre Kombination für neue, nichtalltägliche Erfahrungen. Im Bereich der motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten wird nichts neu dazugelernt, dafür sammeln die SuS aber Erfahrung inwieweit eine komplexe Bewegungssituation unverletzt zu meistern ist. -im kognitiven Bereich:
Es ist mir wichtig, dass den Kursteilnehmern die Problematik von temporeichen Staffelspielen die je nach Schnelligkeit der Mannschaft gewonnen oder eben verloren werden, im Zusammenhang mit den zu überwindenden Hindernissen bewusst wird. Je nach Alter der Zielgruppe bergen Staffelaufbauten mit minder geeigneten Gerätekombinationen bzw. Hindernissen ein großes Verletzungsrisiko. Es sollen also diesbezüglich gewisse Grundregeln erarbeitet und verinnerlicht werden, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Den SuS soll kursabschließend die Grundstruktur der Staffelspiele in Erinnerung gerufen werden. Ihr erworbenes Wissen, auch das neu erworbene über die Sicherheitsregeln, müssen sie im Kreativteil anwenden und in die Entwicklung von Staffeln einfließen lassen. Dabei geht es um gezieltes und vorausschauendes Planen und Arbeiten im Rahmen der jeweiligen Aufbauten. Wichtig ist auch eine strukturierte Darstellung der Planung, die später der Gruppe präsentiert werden soll. Die Staffeln sollen nicht nur motorisch gesehen durchlaufen sondern bewusst erlebt werden, um sie abschließend hinsichtlich ihrer Eigenschaften bewerten und gegebenenfalls verbessern zu können. So sollen sich die kognitiven Repräsentationen vernetzen und systematisieren. -im sozio-emotionalen Bereich:
Staffelspiele werden grundsätzlich in Mannschaften ausgetragen, das gemeinsame Gewinnen und Erleben einer Staffel macht den besonderen Reiz dieser Spielform aus. Schlechte
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Leistungen einzelner Mannschaftsmitglieder können durch andere kompensiert werden und fallen, verglichen mit Einzelwettkämpfen, nicht auf.
Ebenfalls gemeinsam, in ihren Kleingruppen/ Mannschaften, sollen die SuS den Aufbau von Staffeln entwickeln. Das soziale Miteinander wird durch das gemeinsamen Arbeiten mit all seinen Abstimmungen und Diskussionen besonders gefördert. Hier können die Teilnehmer Sozialkompetenz erwerben, indem sie gemeinsam zu einem Ergebnis der vorzustellenden Staffel kommen. Dabei sollen sie sich unter anderem bewusst werden, inwieweit Veränderungen eines Staffelaufbaus die Leistung der einzelnen Teilnehmer beeinflussen können. Sie sollen bestenfalls lernen Staffeln so zu gestalten, dass sie unter unterschiedlichen Charakteristika für jeden Mitstreiter spannend und erfolgreich sind. In der Reflexionsphase wird von ihnen erwartet, dass sie den allgemeinen Regeln der Unterrichtsgespräche folgend, andere Studenten aussprechen lassen und andere auch gegenteilige Meinungen akzeptieren.
IV. Didaktisch-methodische Begründung
In dieser Unterrichtseinheit geht es um die Gestaltung von Staffelspielen. Dabei wird nicht beliebig ein Parcours entwickelt, sondern der Gestaltungsprozess durch Gerätevorgaben und Extraaufgaben gezielt beeinflusst. Die Extraaufgabe besteht darin, je nach Gruppe, die Charakteristika: Geschwindigkeit, Geschicklichkeit, Taktik und Soziales Miteinander explizit in der jeweiligen Staffel zu fördern.
Staffeln sollen nicht nur als Laufspiel im Sinne einer motorischen Beschäftigung dienen sondern als Möglichkeit gesehen werden, die SuS in sozialer, motorischer sowie kognitiver Hinsicht zu fördern.
Aufgrund des bereits erwähnten späten Termins der Stunde lässt sich hier das im Semester gesammelte Wissen anwenden und vernetzen. Praktische Erfahrungen sind für die SuS enorm wichtig, da sie früher oder später auf sich allein gestellt im Schulunterricht oder z.B. als Übungsleiter im Vereinssport Übungsformen entwickeln müssen. Die Stunde soll den Kursteilnehmern Staffelspiele mit Gerätekombinationen vorstellen und ihnen als Modell dienen, wie man diese Thematik in der Schule umsetzen kann. Dort könnte man sie im Rahmen der folgenden pädagogischen Perspektiven durchführen: -(A) Wahrnehmungsfähigkeit verbessern, Bewegungserfahrungen erweitern -(C) Etwas wagen und verantworten -(D) Das Leisten erfahren, verstehen und einschätzen
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Arbeit zitieren:
Bachelor of Arts (B.A.) Arne Dornseifer, 2006, Staffelspiele mit Gerätekombinationen - ausführlicher Unterrichtsentwurf zur Lehrprobe, München, GRIN Verlag GmbH
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