Inhaltsverzeichnis
1.1 Einleitung
2.1 Gruppe: eine Definition
3.1 Gruppendynamik: ein Definitionsversuch
4.1 Entstehungsgeschichte der Gruppendynamik
5.1 Das gruppendynamische Modell nach Tuckman
6.1 Das gruppendynamische Modell nach Lewin
7.1 Zwei Prinzipien der gruppendynamischen Sozialen
Arbeit
8.1 Gruppendynamische Methoden
9.1 Kritische Würdigung des Konzepts der
Gruppendynamik
10.1 Zusammenfassung
11.1 Literaturverzeichnis
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1.1 Einleitung
In der vorliegenden Arbeit werde ich mich mit der Gruppendynamik als einem Handlungskonzept für die Soziale Arbeit auseinandersetzen.
Die Entstehungsgeschichte der Gruppendynamik, die theoretischen Bezüge sowie die praktische Relevanz des Konzeptes für die soziale Gruppenarbeit werden ein leitendes Thema für die Ausgestaltung dieser Hausarbeit abgeben.
Der Vorstellung des Phasenmodells dern Gruppenkonstitution nach B.W. Tuckman wird die erläuternde Wiedergabe des dreistufigen nach Kurt Lewin folgen. Hieraus ergeben sich Aufschlüsse über die Initiierung und Förderung von angestrebtenund erwünschten Änderungen in Sichtweisen und im Verhalten einzelner TeilnehmerInnen innerhalb des Mediums Gruppe.
Die Betrachtung und Darstellung der Themenzentrierten Interaktion als einer gruppendynamischen Arbeitsform - implementiert von Ruth Cohn im Jahre 1975 - wird einen zentralen Hauptteil der vorliegenden Hausarbeit ausmachen.
Eine kritische Würdigung der Gruppendynamik wird die Arbeit abschließen.
Literaturgrundlage wird in diesem Zusammenhang in der Hauptsache das Buch „ So- ziale Arbeit mit Gruppen. Eine Einführung“ von Marianne Schmidt – Grunert aus dem Jahre 2002 darstellen. Schmidt – Grunert leistet in ihrem Buch den Versuch, die Gruppendynamik für die Soziale Arbeit zu modifizieren. Zur Ergänzung habe ich die Veröffentlichung: „ Konzepte Sozialpädagogischen Handelns. Ein Leitfaden für soziale Berufe“ von Karl – Heinz Geißler und Marianne Hege aus 1991 sowie einen Auszug aus Jürgen Kalchers Beitrag: „ Zur Psychologie der Gruppe. Theoretische Grundlagen für die Soziale Arbeit mit Gruppen“ aus 1997 herangezogen. In beiden Veröffentlichungen wird das gruppendynamische Konzept in kritischer Weise vorgestellt.
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2.1 Gruppe: eine Definition
Schmidt- Grunert leistet eine Definition der Gruppe. Demnach ist unter Gruppe ein Miteinander gesellschaftlicher Subjekte zu verstehen, welches durch eine gewisse Dauerhaftigkeit und durch wechselseitige Gemeinsamkeiten gekennzeichnet ist. In Rückgriff auf Hofstätter benennt sie zudem, dass von einer sozialen Gruppe dann gesprochen werden könne, wenn sich Lebens- und Erlebenslinien mehrerer Menschen miteinander fest und dauerhaft verknoten.
3.1 Gruppendynamik: ein Definitionsversuch
Geißler und Hege bestimmen den Begriff der Gruppendynamik in dreifacher Weise. Zunächst erfassen sie die Bedeutung von Gruppendynamik als ein spezifisches Lernkonzept, welches verschiedene Methoden und Verfahren zur professionellen Intervention in Gruppen zur Verfügung stelle. Diese verfolgen das Ziel, die stattfindenden Gruppenprozesse selbst zum Lerngegenstand zu machen und diese als Lernmöglichkeit nutzen zu können.
Weiterhin biete die Gruppendynamik Theorien über die Gesetzmäßigkeiten von Entwicklungs- und Veränderungsmöglichkeiten innerhalb des Gruppengeschehens. Hier steht das Auffinden von Erklärungen über Gruppenprozesse und Gruppenstrukturen im Vordergrund.
An dritter Stelle ist das spezifische Handeln in der Gruppe und mit der Gruppe zu erwähnen – die praktische Arbeit mit gruppendynamischen Konzepten.
Alle drei Definitionsversuche sind nicht isoliert voneinander zu betrachten, sondern stehen in einem Wechselwirkungszusammenhang.
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4.1 Entstehungsgeschichte der Gruppendynamik
Der Psychologe Kurt Lewin entwickelte in den 1930er Jahren in den USA die Kleingruppenforschung unter dem Begriff Gruppendynamik. Industrie Handel und Militär waren an einer Optimierung der Arbeitsabläufe durch sozialpsychologische Forschungsergebnisse interessiert – diese Nachfrage begünstigte die Erforschung und Theoriebildung über informelle Gruppen, deren Strukturen und den in ihnen ablaufenden Gruppenprozessen. In Europa hielt diese Entwicklung um etwa zwanzig Jahre verspätet Einzug. „ Gruppendynamische Laboratorien“ fanden ab 1946 statt, die Entwicklung der Gruppendynamik ist hierbei durch ein breites Spektrum an experimentellen Versuchen zur Gewinnung von Methoden und Verfahren charakterisiert. Die Möglichkeiten der kommerziellen Nutzung des gruppendynamischen Konzeptes verstärkte diese Tendenz hin zu einer heute schwer zu überschauender Angebotsvielfalt.
Die Nutzbarkeit von Methoden und Verfahren der Gruppendynamik für Soziale Berufe stand dabei in Deutschland mit an vorderer Stelle. Die Systematisierung gesellschaftlich-politischer Erziehungsprozesse – etwa für LehrerInnen, SozialpädagogInnen, Bildungsträger von Aus- und Fortbildungen etc. – war zentraler Gedanke.
5.1 Das gruppendynamische Modell nach Tuckman
B.W. Tuckman stellt das Phasenmodell der Gruppenentwicklung bereit. Hierbei handelt es sich um ein Modell , welches die Konstitution und Entwicklung einer Gruppe in vier Phasen ( Formierungs-, Konflikt-, Normierungs-, und Arbeitsphase ) unterteilt und jede Phase durch die Perspektive von einerseits Gruppenstrukturbildung und andererseits Aufgabenaktivität betrachtet.
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Arbeit zitieren:
Christian Dreker, 2006, Gruppendynamik, München, GRIN Verlag GmbH
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