Gliederung
1. Definition
2. Die Verbreitung des Swings
2.1. Benny Goodman
2.2. Duke Ellington
3. Der Swing in Europa
3.1. Der Swing in Deutschland
4. Verbote, Maßnahmen und Gründe, warum der Swing vom NS-Regime abgelehnt wurde
5. Der Swing als Form des Widerstandes (Beispiele)
5.1. Ihre Mode
5.2. Ihre Sprache
5.3. Ihre Musik und ihr Tanz
5.4. Ihre Lebenseinstellung und Verhaltensformen
5.5. Ihre Widerstände
5.6. Eigene Stellungnahme
6. Die „Zazous
6.1. Ihre Mode
6.2. Ihre Sprache
6.3. Ihre Musik und ihr Tanz
6.4. Ihre Lebenseinstellung und Verhaltensformen
6.5. Ihre Widerstände
6.6. Eigene Stellungnahme
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„Swing ist Jazz im Stadium der Anerkennung durch das Bürgertum und des daraus resultierenden kommerziellen Großerfolgs.” 1
1. Definition
Der Swing ist sowohl eine Musikrichtung, ein Rhythmus, als auch ein Tanz. Doch allgemein ist er die wohl populärste Form des Jazz. Er entstand in den dreißiger Jahren aus dem Chicago-Stil sowie aus dem Kansas City- und dem Harlem-Stil mit New York (Harlem) und Kansas City als Zentren.
Der Swing hat demnach - wie der Jazz - schwarze (afro-amerikanische) und weiße Ursprünge. Vor allem von Big-Bands mit bis zu 16 Instrumenten wurde der Swing gespielt, aber auch von Quartetten.
Ein Merkmal des Swings ist die Improvisation, die teilweise auch durch feststehende Arrangements unterbrochen wurde.
Die bedeutendsten Swing-Orchester wurden u.a. von Duke Ellington, Count Basie, Benny Goodman und Artie Shaw geleitet.
In Deutschland war vor allem die Zeit des Nationalsozialismus bedeutend für den Swing.
Der swingende (engl.: Swing = das Schwingen) Rhythmus, tritt selbstverständlich vor allem im Jazz auf. Der schwingende Eindruck wird dadurch hervorgerufen, dass die Achtelnoten nicht gleichmäßig, sondern triolisch - die erste Achtelnote länger als die zweite - gespielt werden.
Als Tanz fand der Swing seinen Anfang vor allem im „New York Savoy Ballroom”. Er war ein Paartanz und folgte keinen feststehenden Schrittfolgen, sondern lebte von dem Improvisationstalent der Tänzer und Tänzerinnen. Man bewegte sich einfach im Takt der Musik.
In Deutschland versuchte man, den Swing zu unterdrücken, dadurch wurde er zwar gespielt, dazu tanzte man aber eher einen schnellen Foxtrott.
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2. Die Verbreitung des Swings
Die Swing-Musik hat ihren Anfang in den schwarzen New Orleans Bands der 30er Jahre. Nach dem Ersten Weltkrieg bewegte sich die aus New Orleans und dem Mississippi-Delta stammende Dixieland-Musik in Richtung Chicago und New York, wo sich über die folgenden
Jahre hinweg immer größere Orchester und Bands bildeten, die die „swingende” Musik zu einer Art Tanz- und Unterhaltungsmusik machten.
Deshalb wurden die darauffolgenden 30 Jahre auch zur „Swing-Ära” ernannt. Allerdings hatte Amerika zu der Zeit noch wenig für die mitreißende Big-Band-Musik übrig. Die jüngere Generation, die eine Alternative zum Foxtrott suchte verhalf dem Swing zu seinem großen Durchbruch.
Mit Benny Goodmans Amerikatournee, 1935, wurde dann auch die Tanzleidenschaft der Amerikaner entfacht und bei späteren Touren auch in Europa.
Hollywood war in dieser Hinsicht natürlich auch eine große Plattform zur Verbreitung des Swings.
Allerdings war es Duke Ellington, der den Begriff „Swing” mit seinem Lied „It Don't Mean a Thing If It Ain't got that Swing” prägte.
2.1. Benny Goodman
Benjamin David „Benny” Goodman wurde am 30. Mai 1909 in Chicago geboren. Er war Sohn armer jüdischer Immigranten.
Als seine „Jazzlehrmeister” sind vor allem King Olivers Creole Jazz Band mit Louis Armstrong und die Vertreter des Jazz in Chicago zu nennen.
1926 machte Goodman seine ersten Aufnahmen mit dem Ben-Pollack-Orchester, das damals zu den führenden Bands der Stadt gehörte.
1934 dann gründete er seine eigene Big Band, in der zum ersten Mal weiße und schwarze Musiker zusammen spielten.
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Innerhalb weniger Jahre erlangte sie dank ihrer Perfektion großen Ruhm und Anerkennung, nicht nur durch Jazz-Fans, sondern auch durch Musikliebhaber außerhalb des Jazzbereiches. 1938 gab Goodman in der berühmten Carnegie Hall in New York,
die sonst nur klassischer Musik vorbehalten war, ein Swing-Konzert; am nächsten Tag war ganz New York im „Swingfieber”.
Viele Musikkenner sind der Meinung, dass Goodman im Jazz genauso viel Erfolg erzielte wie Jahre später Elvis Presley im Rock 'n' Roll.
Goodmans Ziel war es, den Jazz und den Swing auch einem jungen weißen Publikum näher zu bringen, was er durch seine Big Band auch möglich machte. Am 13. Juni 1986 starb Benny Goodman in New York.
2.2. Duke Ellington
Edward Kennedy „Duke” Ellington wurde am 29. April 1899 in Washington in eine schwarze Mittelklasse-Familie geboren.
Den Spitznamen Duke, was soviel wie „Herzog” bedeutet, gab er sich selbst und behielt ihn auch ein Leben lang.
Er arbeitete neben seinem Geschäft für Schilder und Plakate als Pianist, hatte allerdings bis 1917 keinen Kontakt zum Jazz, der sich erst später bis nach Washington verbreitete. Doch er lernte rasch und verbreiterte seine Tonvielfalt und nach mehreren Jahren ging er schließlich nach New York, bereits mit eigener Band, wo er zum ersten Mal völlig umgeben vom Jazz-Sound war.
Ab 1926 fand auch Duke mit seiner Band The Washingtonians zum richtigen Swing. Doch nun, auf dem Höhepunkt der Karriere, begann die Band auseinander zu fallen. Die Instrumentalisten wurden dauernd von neuen ersetzt, dadurch konnte die einstige Harmonie der Band nicht mehr hergestellt werden. Streitigkeiten waren vorprogrammiert.
Doch Mitte der fünfziger Jahre schaffte es Ellington, seinen Ruf wieder zu stabilisieren. Er holte frühere Mitglieder seiner Band zurück, aber auch junge Musiker wie Paul Gonsalves. Viele Auftritte folgten und sogar Tourneen nach Japan, Südamerika und Osteuropa, wo seine Fangemeinde stetig wuchs.
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Doch das Ende der Band ließ sich auch damit nicht mehr aufhalten. Viele Mitglieder erkrankten an Krebs, Tuberkulose oder schweren Brustleiden und gaben ihren Platz in der Band auf und auch bei Ellington wurde Krebs diagnostiziert, dem er schließlich am 24. Mai 1974 erlag.
3. Der Swing in Europa
Der Schweizer Teddy Stauffer war der Erste, der den Swing nach Europa brachte. Er begeisterte mit dieser neuen Musikrichtung viele und Musiker aus allen Ländern versuchten, den Stil, den sie sonst nur von Notenblättern her kannten und nicht aus eigener Hörerfahrung, nachzuahmen.
Erst wurde nur nach bestimmten und bekannten Arrangements gespielt, mit der zunehmenden Sicherheit wurde immer mehr improvisiert.
Die Orchester wurden immer größer bis sie nachher über 16 Instrumente fassten.
Von da an kamen auch immer mehr Amerikanische Swing-Bands, unter anderem die von Benny Goodman nach Deutschland und seine Fan-Gemeinde wuchs. In Deutschland wird der Swing allerdings mehr und mehr vom NS-Regime als Bedrohung angesehen, da er für die das Fremde und Entartete versinnbildlicht. Die Jazzverbote werden gewaltsam umgesetzt.
In London hingegen konnten die Menschen ohne Angst weiter dem Swing lauschen und dazu tanzen. Dies wurde besonders im Covent Garden oder in den kleinen Cafés um den Piccadilly Circus herum getan.
In Österreich hingegen wird ab 1938 hart gegen die „Swinger” vorgegangen, die Bomben machten das Tanzen fast unmöglich.
3.1. Der Swing in Deutschland
1924 - 1930
Zwischen 1924 und 1928 erreichte der Jazz, der 1919 nach Deutschland gekommen war, hierzulande seinen Höhepunkt. Die neue Spielweise des Jazz wurde als „Zähmung” des wilden, früher gespielten Jazz angesehen; er galt nun auch nicht mehr als „Radaumusik”. Das Orchester von Paul Whiteman mit seinem symphonischen Jazz war Vorbild für viele deutsche Orchester.
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Arbeit zitieren:
Katharina Ebert, 2005, Der Swing als besondere Form des Widerstandes während der Zeit des Nationalsozialismus, München, GRIN Verlag GmbH
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