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Inhaltverzeichnis
1.0 Einleitung und Problemstellung 3
2.0 Forschungshintergrund 3
2.1 Gesellschaftliche Bedingungen 3
2.2 Gesetzliche Grundlagen 3
2.3 Steuerliche Grundlagen 4
2.4 Steuerliche Rahmenbedingungen 4
3.0 Vorüberlegungen Geldanlage 5
3.1 Anlagestrategie 5
3.2 Altersabhängige Geldanlage 5
3.3 Höhe der Monatsrente 6
3.4 Die exponentiale Geldvermehrung 6
3.5 Staatlich geförderte Basisrente 6
4.0 Anlageformen 7
4.1 Gesetzliche Rentenversicherung 8
4.2 Private Anlageformen 8
4.2.1 Gläubiger-Anlagen 8
4.2.1.1 Girokonto 8
4.2.1.2 Sparbuch 8
4.2.1.3 Festgeld Termingeld 9
4.2.1.4 Sparbriefe Sparkassenbriefe 9
4.2.1.5 Anleihen 9
4.2.1.6 Bausparen 10
4.2.2 Eigentümer-Anlagen 10
4.2.2.1 Aktien 10
4.2.2.2 Genussscheine 11
4.2.2.3 Immobilien 11
4.2.2.4 Gold Silber Platin Edelsteine 12
4.2.3 Wetten 13
4.2.3.1 Lebensversicherungen 13
4.2.3.2 Private Rentenversicherung 14
4.2.3.3 Fondsgebundene Renten und Kapitallebensversicherungen 14
4.2.4 Investmentfonds 15
4.2.4.1 Fondssparpläne 15
5.0 Schlussbetrachtung 16
Literaturverzeichnis 17
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Vorbemerkung
Weibliche und männliche Personen innerhalb einer Berufs- oder sonstigen Gruppe werden in meiner Hausarbeit in der Form benannt, dass ich beispielsweise bei Arbeiterinnen und Arbeitern den Begriff Arbei- ter verwende. Dieses soll keine Diskriminierung des weiblichen Geschlechts, keine Wertung oder sonstige Herabwürdigung des jeweils anderen Geschlechts bedeuten. Vielmehr wähle ich der Einfachheit halber eine eingeschlechtliche Bezeichnung von Personengruppen, die auch beiderlei Geschlechts sein können. Sollte eine bewusste geschlechterspezifische Trennung beabsichtigt sein, werde ich dieses explizit erwähnen.
1.0 Einleitung und Problemstellung Selbstständige in der Bundesrepublik Deutschland stellen gut zehn Prozent der erwerbstätigen Bevöl- kerung dar (vgl. Statistisches Bundesamt 2004, S. 74). Während beim Rest der Bevölkerung die Altersvorsor- ge zwangsweise durch die gesetzliche Rentenversicherung erfolgt, haben Selbstständige quasi eine Fürsorge- pflicht in dieser Angelegenheit sich selbst gegenüber. Sorgen sie nicht für ihren Lebensabend finanziell vor, können sie zum Sozialfall werden. Selbstständige haben zwar die Freiheit die Vorsorge für das Alter selbst zu treffen, doch werden sie mit Angeboten überhäuft. Die Vorsorge ist jedoch von einer Vielzahl von Hürden gespickt, die es zu überwinden gilt: finanzielle Engpässe, Insolvenzen oder finanzielle Verpflichtungen, die Vorrang haben. Auch erfährt der Selbstständige je länger er sich mit dieser Thematik beschäftigt, immer wieder von neuen, teilweise noch lukrativeren Geldanlagen als er sie bis zu diesem Zeitpunkt getätigt hatte. In dieser Hausarbeit stelle ich Möglichkeiten und Risiken der Altersvorsorge für Selbstständige dar.
2.0 Forschungshintergrund 2.1 Gesellschaftliche Rahmenbedingungen Die voraussichtliche demographische Entwicklung der Bundesrepublik weist eine erhebliche Verschiebung von erwerbstätiger Bevölkerung zu Bürgern mit Altersversorgung auf. In den nachstehenden Tabellen (Statisti- sches Bundesamt 2004) ist zu erkennen, wie stark sich die Bevölkerungsanteile verändern werden, wenn sich die heutige Bevölkerungsentwicklung fortsetzt. Die sinkende Zahl an Erwerbstätigen hat sinkende Einnahmen in den Rentenkassen zur Folge, die jedoch auf ein Mehr an Empfängern verteilt werden müssen, die zudem eine noch höhere Lebenserwartung haben als heute. Selbstständige sind davon betroffen, wenn sie Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung entrichten, aber auch wenn künftig Gesetze dahin gehend geändert wer- den sollten, die diese Bevölkerungsgruppe zwangsweise an dem gesetzlichen Rentensystem beteiligen sollte.
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2.2 Gesetzliche Grundlagen Während für Angestellte, Arbeiter und einige spezielle Berufsgruppen in der Bundesrepublik Deutsch- land die gesetzliche Rentenversicherungspflicht gilt, freie Künstler und Publizisten über die Künstlersozial- kasse (KSK) im Alter pflichtversichert sind, haben die meisten Selbstständigen freie Wahl in der Altersabsi- cherung. (vgl. Buchholz, S. 377) Für die Pflichtversicherten war früher das Drei-Säulen-System von Bedeu- tung: gesetzliche Rentenversicherung, betriebliche Altersvorsorge und private Altersvorsorge (vgl. Klöckner, S. 13). Dieses Modell rührt aus der Zeit, als für die Selbstständigen noch keine staatlich geförderte Basisver- sorgung möglich war. Diese wird berücksichtigt im Drei-Schichten-Modell (siehe unten), das von der soge- nannten Rürup-Kommission entwickelt wurde. Es ist unterteilt nach Basisversorgung, Zusatzversorgung und individueller Vorsorge und seit 2005 gültig. (vgl. Adolph 2006)
In der ersten Schicht sind alle Minimal-Versorgungen enthalten, wobei die Rürup-Rente eine freiwillige Beteiligung des Beitragszahlers ist. Aufbauend darauf sind in der zweiten Schicht Zahlungen aus ergänzen- den Sicherungssystemen, die den Selbstständigen nicht betreffen. Auf den Sonderfall des GmbH-Geschäfts- führers seiner eigenen Unternehmung gehe ich aus arbeitsökonomischen Gründen nicht ein. In der dritten Schicht geht es um die eine individuelle private Altersvorsorge: Lebens- und Rentenversicherungen sowie Kapitalanlagen jeglicher Art. (vgl. Schmähl et al., S. 262) Auf die Rahmenbedingungen für Selbstständige bei der Basisversorgung werde ich in Kapitel 3.5 näher eingehen.
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2.3 Steuerliche Grundlagen Die vorgenannten drei Schichten unterscheiden sich in ihrer steuerlichen Belastung. (vgl. Krause 2006)
• Erste Schicht: Renten werden steuerlich streng dem Beitragszahler und teilweise dessen direkten An- gehörigen zugeordnet. Beiträge werden steuerlich stärker berücksichtigt, die Auszahlung im Alter dage- gen allmählich voll besteuert.
• Zweite Schicht: nur für abhängig Beschäftigte von Bedeutung
• Dritte Schicht: Kapitalanlagen, außer der privaten Rentenversicherung, sind nicht steuerlich begünstigt.
2.4 Steuerliche Rahmenbedingungen Die Steuergesetze haben sich im Zuge der sich stark wandelnden gesellschaftlichen Rahmenbedingun- gen in den letzten Jahren erheblich verändert. Einerseits wurden staatliche Zulagen wie die Eigenheimzulage abgeschafft, andererseits aber wurde die Einkommensteuer erheblich gesenkt. Für den nicht auf dem Fi- nanzsektor bewanderten Bürger muss es unüberschaubar sein, was möglich, eingeschränkt möglich oder nicht mehr möglich ist und was auf der anderen Seite neuerdings statthaft ist. Im Allgemeinen helfen Steu- erberater ihren Klienten, möglichst wenig Steuern zu zahlen. Ohne Zutun des Steuerberaters hat der Steuer- zahler aber schon erhebliche Erleichterungen vom Staat bekommen. Der Spitzensteuersatz wurde von 53 Prozent im Jahre 1999 auf 42 Prozent im Jahre 2005 gesenkt und setzt ein bei einem Einkommen ab 52.152 Euro (Stand 1.1.2004) ein. Ein Selbstständiger mit durchschnittlichem Einkommen wird sich in der An- fangsphase seiner Unternehmung sicherlich unterhalb dieser Grenze bewegen, dennoch hat die Steuerre- form 2005 auch für einkommensschwache und damit auch in der Regel Existenzgründer Vorteile gebracht. Rein theoretisch wäre die Steuerersparnis für den Selbstständigen die Möglichkeit, den Differenzbetrag zwi- schen früherer und heutiger Einkommenssteuerlast als Altersvorsorge zu nutzen, was damit auch teilweise beabsichtigt ist.
3.0 Vorüberlegungen Geldanlage Die Geldanlage ist aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Einerseits hängen die Anlageformen vom Alter des Anlegers und dessen Sicherheitsbedürfnis ab, andererseits sind steuerliche Aspekte und gege- benenfalls staatliche Zuschüsse relevant. Das Wichtigste für den Anleger ist die erzielte Rendite.
3.1 Anlagestrategie Es gibt keine allgemein verbindlichen Empfehlungen, da auch die Finanzmärkte keinen einheitlichen Gesetzen folgen. Zurzeit ist zwar langfristig ein Aufwärtstrend der Aktienindizes erkennbar, aber niemand kann voraussagen, wie lang dieser Trend anhält.
Quote paper:
Matthias Hinrichsen, 2005, Altersvorsorge für Selbstständige, Munich, GRIN Publishing GmbH
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