Gliederung
1. Einführung 3
2. Was ist Coaching 3
3. Der Coach 6
3 1 Voraussetzungen eines Coach 6
3.2 Die Position des Coach im sozialen System 8
3.2.1 Der interne Coach 8
3.2.2 Der externe Coach 9
3.2.3 Der Fachexperte 10
3.2.4 Der Vorgesetzte als Coach 10
4. Coaching in verschiedenen Situationen 12
4.1 Einzelcoaching 12
4.2 Triadencoaching 13
4.3 Teamcoaching 13
4.4 Konfliktcoaching 14
5. Ablauf eines Coachingprozesses 15
5.1 1 Phase Kontakt finden und Orientierung schaffen 16
5.2 2 Phase Situation und Ziele des Klienten herausarbeiten 17
5.3 3 Phase Lösungen entwickeln 17
5.4 4 Phase Transfer sichern 18
6. Evaluation 19
7. Voraussetzung für erfolgreiches Coaching 20
8. Sinn und Zweck von Coaching 22
Quellen NA
2 NA
1. Einleitung
Coaching ist ein Begriff, der heutzutage in aller Munde ist. In erster Linie kennen wir ihn vom Sport, wo z. B. Fußballteams von einem Coach betreut werden.
Auf den folgenden Seiten ist das Coaching in Firmen, also in der Wirtschaft gemeint. Es werden beispielsweise Angestellte, Führungskräfte oder Teams gecoacht. Was Coaching ausmacht, wer coacht, warum Coaching einen im- mer höheren Stellenwert bekommt, diese Themen werde ich ansprechen. Ziel dieser Seiten ist es, einen Überblick über Coaching zu bekommen.
Coaching wird in der Wirtschaft einen immer größeren Bestandteil der Per- sonalführung einnehmen. Die Unternehmen merken, dass die alten Struktu- ren nicht mehr zu dem erhofften Erfolg führen und beginnen sich umzuorga- nisieren.
Teil dieser Arbeit wird auch das Thema „Evaluation“ sein, das heutzutage immer wichtiger wird. Und so will ich auch in dieser Arbeit nicht Abstand da- von nehmen. Ich war erstaunt, dass Evaluation in der von mir ausge-suchten Literatur fast stiefmütterlich behandelt wurde; entweder gar nicht, oder nur sehr oberflächlich. So habe ich fast alle Informationen hierzu aus dem Buch von Eckard König und Gerda Volmer „Systemisches Coaching“ erhalten.
2. Was ist Coaching?
Der Begriff “Coaching” kommt ursprünglich von “Coach”, “Kutscher”, “Kut- sche”. „Coachman“ oder „Coach“ ist der Kutscher, der die Aufgabe hat, die Pferde sicher und schnell ans Ziel zu lenken. Die Bedeutung, jemanden si- cher und schnell an ein Ziel zu lenken, hat sich im Begriff „Coach“ bis heute erhalten (König/Volmer 2002: 9).
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Als einen Coach bezeichnete die Gesellschaft allerdings lange Zeit jeman- den, der, wie schon in der Einleitung angesprochen, Sportler betreute. Tho- mas Zimmermann hat in einem Artikel der Psychologie heute ge-schrieben, dass die Profession der Coaches zunächst nur im Sport zu finden gewesen sei. Dort sorge der Coach, der mehr als nur ein Trainer sei, mit seinem Wir- ken für die körperliche, seelische, mentale Fitness der Athletinnen und Athle- ten (Zimmermann 2000: 40).
Was ist Coaching außerhalb der Sportplätze und Turnhallen? In Deutsch- land, so Maren Fischer-Epe, kennen wir den Begriff Coaching hauptsächlich in 3 Anwendungszusammenhängen:
als individuelle psychologische Betreuung im Spitzensport
- als Bezeichnung für einen entwicklungsorientierten Führungsstil
- und gleichzeitig als Bezeichnung für die individuelle Beratung von
- Führungskräften und Projektverantwortlichen (Fischer-Epe 2002: 18).
Um den letzten dieser aufgeführten Punkte geht es im folgenden. Die Entwicklung von Coaching in Unternehmen begann in den 70er Jahren in den USA. Dort wurde Coaching mit einem personen- und entwicklungs- orientierten Führungsstil gleichgesetzt, durch den die Mitarbeiter die Chance haben, sich weiter zu entwickeln und damit ihre Leistung im Unternehmen steigern.
In Deutschland hieß das Schlagwort in der Mitte der 80er Jahre: Führungs- kraft als Coach. Die leitenden Angestellten und Manager sollten sich nicht nur als Chef der Mitarbeiter sehen, sondern auch als Coach. Die alten hie- rarchischen Strukturen wurden somit gelockert und die Industrie erkannte, dass die Mitarbeiter ihr höchstes Kapital sind. Es ist aber nicht nur die Neue- rung der Führungskraft als Coach entstanden, sondern auch die des exter- nen Beraters für Führungskräfte. Heute ist Coaching in vielen Unter-nehmen nicht mehr nur eine Unterstützung für die Führungskräfte, sondern wird auch Angestellten zugestanden, die keine explizite Leitungsposition inne haben. Es sogar ein Zeichen der Fortschrittlichkeit der Firma, wenn sie ihre Mitarbei- ter coachen lässt, denn es handelt sich um eine selbstverständliche Ergän- zung zu Personalentwicklungsmaßnahmen.
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Was beinhaltet Coaching nun konkret? Hans Jellouschek sagte im Interview für die Psychologie heute: Ich definiere Coaching als personenbezogene Be- ratung für Menschen im beruflichen Feld. Es geht um drei Bereiche: erstens um die Person – Thema kann zum Beispiel sein: Wie kann ich dafür sorgen, dass mein Privatleben nicht zu kurz kommt? Zweitens geht es um die berufli- che Rolle: Wie fülle ich meine Funktion aus, welche Fähigkeiten muss ich entwickeln? Und drittens geht es um die berufliche Rolle in einem bestimm- ten beruflichen Kontext: Wie funktioniert das System, von dem ich ein Teil bin? Coaching unterstützt Menschen also darin, ihre Berufsrolle mit ihrer Persönlichkeit in Einklang zu bringen (Jellouschek 2002: 40f.).
Coaching ist bei den Mitarbeitern von Unternehmen inzwischen sehr gerne gesehen, da sie erkannt haben, was für (persönliche) Chancen eine solche Beratung mit sich bringt.
Ursula Nuber berichtet in ihrem Artikel „Coach statt Couch“ in der Psycho- logie heute über eine Umfrage der ICF, in der die positive Resonanz von Co- aching bestätigt wurde, denn unter den 210 befragten Coachingklienten ga- ben über 84 Prozent an, dass der Coach für sie in erster Linie als Zuhörer und Feedbackgeber wichtig war, 78 Prozent schätzten ihn als Motivator, 56 Prozent sahen in ihm einen Freund und 50 Prozent einen Mentor. Als wich- tigste Ergebnisse des Coachingprozesses nannten die Befragten unter ande- rem „Stärkung des Selbstbewusstseins“, „besser Ziele setzen zu können“, „eine größere Balance im Leben zu haben“, „mehr Selbstvertrauen“, „Ver- besserung der Lebensqualität“ und „besseres Stressmanagement“ (Nuber 2002: 39).
Wichtig zu erwähnen ist, dass es (speziell) beim systemischen Coaching nicht nur um die Person, die gecoacht wird (auch Coachee genannt) geht, sondern auch um die Systeme, in der sie arbeitet und lebt, also das Unter- nehmen, die Abteilung, die Familie usw. Es geht um die Unterstützung der Rolle des Coachee in den sozialen Systemen, in denen er sich bewegt und seine Beziehung zu den darin vorkommenden Personen.
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Nun werden einige Menschen sagen, aha, wieder so eine neue Therapie, nur etwas verpackt dargestellt. Was unterscheidet Coaching von einer Therapie? Maren Fischer-Epe hat es gut auf den Punkt gebracht, in dem sie schrieb, dass Therapie nach ihrem Verständnis die Behandlung von Krankheiten sei und Ziel einer Therapie Gesundheit und die Befreiung von Symptomen mit Krankheitswert. Beratung (z. B. Coaching, Supervision) versuche dagegen Klärungen und Lösungen zu finden für punktuell schwierige Situationen. Die angewandten Interventionsmethoden und Vorgehensweisen könnten ähnlich sein, zumal die meisten Beratungsmethoden im klinisch-therapeutischen Feld entwickelt würden. Beratung/Coaching könne sozusagen im Neben- effekt ebenfalls zum Verschwinden von Symptomen führen. Das beseitigen von Symptomen mit Krankheitswert könne jedoch nicht Ziel von Coaching sein (Fischer-Epe 2002: 181).
Zur Ergänzung des Unterschieds zwischen Therapie und Coaching sei er- wähnt, was Herr Jellouschek über die Dauer von Coaching in einem Inter- view sagte: Mindestens drei bis maximal 15 Termine. Dabei ist das Ganze eine niedrigfrequente Beratung, das heißt, man trifft sich nur alle vier bis sechs Wochen. Der einzelne Termin dauert länger, als man es von einer psychologischen Beratung gewohnt ist, nämlich eineinhalb bis zwei Stunden. (...) Coaching ist eine Kurzzeitberatung, eine fokussierte und zielorientierte Beratung (Jellouschek 2002: 43).
3. Der Coach
3.1 Voraussetzungen des Coach
Da Coaching die Unterstützung eines Klienten in einer bestimmten Situation bedeutet und die Aufgabe hat, z. B. bei anstehenden Entscheidungen dem Coachee zu helfen eine gute Basis zu schaffen, auf der er seine Entschei- dung treffen kann, ist eines ganz wichtig: Neutralität. Diese kann nur gewähr- leistet werden, wenn der Coach nicht seine eigenen Lösungen an den „Mann“ bringen will. Außerdem ist wichtig, dem Klient offen und unvoreinge- nommen zu begegnen.
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Arbeit zitieren:
Silke Stabenow, 2003, Coaching, München, GRIN Verlag GmbH
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