1. Vorbemerkung.................................................................................................................... 3 2. Zur Person des Autors ........................................................................................................ 4 3. Das Romangeschehen ........................................................................................................ 5 4. Der Roman Im Westen nichts Neues in Zahlen ................................................................. 7
Literatur:................................................................................................................................... 13
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1. Vorbemerkung
Der Roman Im Westen nichts Neues hat eine außergewöhnliche Rezeptionsgeschichte, die anfangs von heftigen Auseinandersetzungen geprägt war. Dieser Streit um den Roman speiste sich weniger aus dem Werk selbst, als aus der Geisteshaltung der Interpreten. Erich Maria Remarques Roman diente als Folie, auf deren Hintergrund ideologische Debatten und Wahlkämpfe geführt wurden. Er wurde je nach Nationalität und Kriegserfahrung von der Leserschaft ganz unterschiedlich aufgenommen. In Deutschland und Österreich wurden der Roman und seine US-Spielfilmfassung zum Politikum, dessen Schicksal sogar vor dem preußischen Landtag und dem österreichischen Nationalrat thematisiert wurden. Die Kontroverse um Im Westen nichts Neues lässt sich gut an den zeitgenössischen Rezensionen ablesen. Diese Quellen zeigen, wie sehr die Interpretationen des Werkes von der politischen Einstellung des Rezensenten und den Wirren der Tagespolitik in der Weimarer Republik abhängig waren. Die nüchterne Erzählhaltung und der Verzicht des Autors auf direkte Beeinflussung des Lesers haben Unterschiedliches zur Folge. Einerseits war dies der Grund dafür, dass viele Veteranen sich mit den Figuren unmittelbar identifizieren konnten. Die Tatsache, dass der Roman in 49 Sprachen übersetzt wurde und bis in die Gegenwart Neuauflagen erlebt, dokumentiert seine Zeitlosigkeit und Übernationalität. Umso verwunderlicher sind die Wogen, die Im Westen nichts Neues in den ersten Jahrzehnten nach seinem Erscheinen schlug. Zeitweise galt die Wertschätzung oder Verurteilung des Romans und seines Autors innerhalb Deutschlands als Votum für oder gegen die Republik. Die Gegner des Buches wurden nicht müde, dessen antideutsche Botschaft zu verurteilen. Dabei wird der vorurteilsfreie Leser vergeblich nach antideutschen oder welcher Art auch immer nationalistischen Aussagen in dem Roman suchen. Auf den folgenden Seiten soll näher auf diesen Antikriegsroman, seine Verfilmung, den Autor und diese einmalige Rezeptionsgeschichte eingegangen werden.
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2. Zur Person des Autors
Erich Paul Remark, der sich erst ab 1922 E. M. Remarque nannte, wurde am 22. 8. 1898 in Osnabrück geboren und verstarb am 25. 9. 1970 in der Schweiz. Er wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf und wurde streng katholisch erzogen. Seine Lehrerausbildung wurde durch seine Teilnahme am I. WK an der Westfront unterbrochen. Nach schwerer Ver-wundung und anschließendem Lazarettaufenthalt bis Oktober 1918 verhinderte das Kriegsende einen erneuten Fronteinsatz des jungen Mannes. Er beendete sein Studium, arbeitete kurz als Lehrer, ging in der Folgezeit Gelegenheitsarbeiten nach und schrieb. Er zog nach Berlin, wurde Sportjournalist und schließlich Herausgeber einer Literaturzeitschrift. Berühmt und wohlhabend wurde Remarque jedoch erst mit seinem bereits dritten Roman Im Westen nicht Neues, der 1928 zunächst als Fortsetzungsroman in der Vossischen Zeitung und im Januar 1929 in Buchform erschien. Die Nazis stuften den Autor als entarteten Künstler ein und verbrannten am 10. 5. 1933 seinen Erfolgsroman. Remarque verließ Deutschland und verbrachte die folgenden Jahre in der Schweiz, Frankreich und den USA. 1938 wurde er offiziell ausgebürgert und er nahm die deutsche Staatsbürgerschaft in der Folgezeit nie wieder an. In den USA betrieb er Aufklärung gegen die Nazis und half zahlreichen Emigranten mit seinem beträchtlichen Vermögen. Seinem Erfolg als Schriftsteller konnten die politischen Wirren nichts anhaben. Er schrieb bis zu seinem Tod 1970 erfolgreiche Romane wie Arc de Triomphe und Die Nacht von Lissabon, die, wie auch Im Westen nichts Neues, verfilmt wurden.
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Arbeit zitieren:
Nathalie Kónya-Jobs, 2005, Erich Marias Remarques Roman "Im Westen nichts Neues", München, GRIN Verlag GmbH
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