INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG 4
2. EINFÜHRUNG IN DAS THEMA INVESTMENT BANKING 4
2.1 DEFINITION VON INVESTMENT BANKING 4
2.2 ABGRENZUNG INVESTMENT BANKING COMMERCIAL BANKING 5
2.3 HISTORISCHE ENTWICKLUNG 6
2.4 INVESTMENTBANKEN ALS FINANZINTERMEDIÄRE 8
3. EINFLUSSFAKTOREN AUF DIE GESCHÄFTSPOLITK 9
3.1 GLOBALER WETTBEWERB 9
3.2 KONJUNKTUR 10
3.3 TECHNOLOGIE 10
3.4 FINANZINNOVATIONEN 11
4. GESCHÄFTSPOLITIK DER INVESTMENTBANKEN 12
4.1 ARTEN VON INVESTMENTBANKEN 12
4.2 SYSTEMATISIERUNG DES INVESTMENT BANKING 12
4.3 GESCHÄFTSFELDER 13
4.3.1 MERGERS ACQUISITIONS (M A) 13
4.3.2 CORPORATE FINANCE 15
4.3.3 CORPORATE RESTRUCTURING 16
4.3.4 STRUCTURED FINANCE 17
4.3.5 CAPITAL MARKETS 19
4.3.6 SALES TRADING 20
4.3.7 ASSET MANAGEMENT 22
4.3.8 PRINCIPAL INVESTMENT 23
4.3.9 RESEARCH 25
5. WETTBEWERBSSITUATION 26
5.1 MARKTANTEILE 26
5.2 UMSATZENTWICKLUNG 28
6. DIE GESCHÄFTSPOLITK AM BEISPIEL GOLDMAN SACHS 29
6.1 ALLGEMEINES 29
6.2 GESCHÄFTSBEREICHE 29
6.2.1 INVESTMENTBANKING 29
6.2.2 TRADING AND PRINCIPAL INVESTMENTS 29
6.2.3 ASSET MANAGEMENT AND SECURITIES SERVICES 30
6.3 GESCHÄFTSENTWICKLUNG 30
7. ENTWICKLUNGSTENDENZEN DER LETZTEN JAHRE 31
8. AUSBLICK UND FAZIT 33
9. LITERATURVERZEICHNIS 36
2
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abb 1: Gegenüberstellung Commercial Banking Investment Banking 5
Abb 2: Investment Banking Ein Prozess 6
Abb 3: Modelle der Finanzintermediation 8
Abb 4: Entwicklung der Handelsvolumina derivativer Finanzprodukte 11
Abb 5: Systematisierung des Investment Banking 13
Abb 6: Ablauf eines Kaufmandates bei einer M A-Transaktion 14
Abb 7: Vereinfachter Ablauf einer Asset-Backed Securities-Transaktion 17
Abb 8: Entwicklung der internationalen Kapitalmärkte 19
Abb 9: Wertschöpfungskette des Asset Managements 22
Abb 10: Marktanteile der Investmentbanken in Europa 26
Abb 11: Marktanteile Equity Capital Markets M A 27
Abb 12: Margen und Einnahmenentwicklung im Investment Banking 28
Abb 13: Goldman Sachs Geschäftszahlen 2003 30
Abb 14: Performance der NASDAQ von 1994 2004 31
Abb 15: Entwicklung der Börsengänge in Deutschland 32
Abb 16: Globale M A-Aktivität 1997 2003 33
Abb 17: Investment Banking Ausblick bis 2006 34
3
1. EINLEITUNG
Beim Investment Banking handelt es sich ohne Zweifel nicht nur um eines der interessantesten, sondern auch um eines der spannendsten Sektoren eines Wirtschaftssystems.
Aller Voraussicht nach wird die Bedeutung der Investmentbanken in den nächsten Jahren noch weiter zunehmen. So ist es nicht verwunderlich, dass sich einige deutsche Universalbanken gezielt Investmentbanken hinzugekauft haben, um für diese Entwicklung gerüstet zu sein.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, dem Leser eine Vorstellung über die „Geschäftspolitik von Investmentbanken“ zu geben.
Nach Einführung in die Thematik sollen die Einflussfaktoren auf die Geschäftsentwicklung erläutert werden. Des Weiteren wird die Geschäftspolitik der Investmentbanken anhand der verschiedenen Tätigkeitsfelder ausführlich beschrieben. Weitere Themen sind die Wettbewerbssituation im Investment- Banking sowie die Darstellung der Geschäftsentwicklung am Beispiel von Goldman Sachs. Abschließend wird näher auf die ereignisreichen letzten Jahre eingegangen und ein Blick in die Zukunft gewagt.
2. EINFÜHRUNG IN DAS THEMA INVESTMENT BANKING
2.1 DEFINITION VON INVESTMENT BANKING
Eine klare Definition des Begriffes „Investment Banking“ fällt aufgrund der stark differenzierten regulatorischen und historischen Rahmenbedingungen der jeweiligen Länder schwer.
Im weiteren Sinne fallen alle Aktivitäten darunter, die von den führenden Investmentbanken ausgeübt werden. Damit wird der oftmals gebrauchten Meinung „Investment Banking is what Investment Banks do“ 1 Rechnung getragen. In einem anderen weitgefassten Definitionsversuch wird Investment Banking als die Gesamtheit aller Leistungen beschrieben, die der Übertragung monetärer Dispositionsmöglichkeiten dienen, soweit diese mittels Wertpapiertransaktionen
1 Vgl. Reicheneder (1992), S. 13
4
erbracht werden 2 . Hierzu zählen auch die Unternehmensberatung, die Anbahnung von Fusionen sowie die Vermittlung von Unternehmenskäufen und -verkäufen bzw. Beteiligungen 3 .
Ein präziserer Definitonsansatz führt die Branche auf ihre historischen Wurzeln zurück. Diese sind Unterbringung und Aufnahme von Kapital am Primärmarkt (erstmalige Emission) sowie der Wertpapierhandel (Sekundärmarkt) 4 . Die Begriffsbestimmung zeigt, wie abstrakt und umfangreich das Tätigkeitsfeld der Investmentbanken ist.
2.2 ABGRENZUNG INVESTMENT BANKING - COMMERCIAL BANKING
Grundsätzlich unterscheiden sich Investment Banking und Commercial Banking in vielerlei Hinsicht (siehe Abb. 1).
Abb. 1: Gegenüberstellung Commercial Banking - Investment Banking (Quelle: Achleitner, S. 11)
Im Mittelpunkt der Aktivitäten des Commercial Banking steht das traditionelle Einlagen- und Kreditgeschäft. Hierbei nimmt das Kreditinstitut Einlagen von Sparern (Kapitalangebot) an und gibt sie in Form von Krediten an die Kapitalnachfrager weiter. Das Marktrisiko wird im vollen Umfang von den Banken getragen, welche im
2 Vgl. Hockmann (2002), S. 3
3 Vgl. Gabler Bank-Lexikon, 11. Auflage, S. 877
4 Vgl. Achleitner (2002, S.9
5
Gegenzug die Entscheidungsfreiheit in der Hinsicht auf Geschäftspartner und Konditionen haben.
Das Investment Banking hingegen ist durch einen ständigen Wandel geprägt. Dies spiegelt sich auch in der Vielzahl der innovativen Produkte wieder, welche hauptsächlich in Form von verbrieften Forderungen an den Kapitalmärkten gehandelt werden. Die Aufgabe der Investmentbank besteht hier primär in der Beratung von institutionellen Kunden und der Platzierung von Wertpapieren am Markt. Dadurch wird das zugrunde liegende Risiko an die Marktteilnehmer weitergegeben.
2.3 HISTORISCHE ENTWICKLUNG
Die Geschichte des Investment Banking lässt sich zwar nicht mit den Anfängen des Bankwesens gleichsetzen, jedoch gab es schon im 18. Jahrhundert erste Tendenzen, welche maßgeblich zur Entwicklung beigetragen haben (Abb. 2).
Abb. 2: Investment Banking - Ein Prozess (Quelle: Hockmann, Westfalen Bank AG, 2003)
Bereits um 1780 bildete sich z.B. in England ein sehr gut entwickelter Markt für öffentliche Geldmarktpapiere und Anleihen heraus.
In Europa kam es um 1820 dazu, dass ganze Neuemissionen von Unternehmen, die einer Investmentbank nahe kamen, begleitet wurden. Dadurch wurde auch das damit verbundene Risiko zunächst vollständig übernommen und anschließend auf die Investoren verteilt, welche die Papiere abnahmen.
6
Mitte des 19. Jahrhunderts führten das zunehmende Volumen und das große Wirtschaftswachstum in den USA zu einer Verselbstständigung des Kapitalmarktes. In Europa hingegen verhinderten viele kleine Regionalmärkte sowie wiederkehrende Kriege eine nachhaltige Belebung der Wirtschaft. In dieser Zeit nahmen die Vereinigten Staaten eine Vorreiterrolle im Investment Banking ein.
Ein einschneidendes Ereignis war der „Glass-Steagall-Act“ vom 16.06.1933. Auslöser war der Wall Street Crash im Oktober 1929, der aufgrund von Spekulationsfieber herbeigeführt wurde. Zu dieser Zeit tätigten US-Banken mit Spareinlagen ihrer Kunden Aktientransaktionen. Weiterhin nahmen die Kunden Kredite der Bank in Anspruch, um ebenfalls an der Börse spekulieren zu können. Der Zusammenbruch der Börsen stürzte die Weltwirtschaft in eine tiefe Depression. Eine Vielzahl von Banken musste Insolvenz anmelden. Durch den Glass Steagall Act wurde dieser Entwicklung entgegengesteuert, indem das bisherige Universalbankensystem in ein Trennbankensystem umgewandelt wurde. Fortan gab es einerseits Commercial Banks, die ausschließlich für das Einlagen- und Kreditwesen zuständig waren und andererseits Investmentbanken für das Wertpapiergeschäft. Dieser staatliche Eingriff bedeutete eine externe Regulierung der Märkte in den USA. Die Zielsetzung bestand in der Einschränkung der Spekulation, der Umgehung von Interessenkonflikten sowie der Förderung der Bankenstabilität.
Ebenso wurde 1934 die Securities and Exchange Commission (SEC) als externe Aufsichtsbehörde geschaffen und eine Einlagensicherungsorganisation gegründet. Ab 1975 trat eine schrittweise Liberalisierung der Finanzmärkte in den USA ein. Ein wichtiges Ereignis war der 1. Mai 1975 (May Day), an welchem die amerikanische Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEC) die anfallenden Gebühren des Wertpapierhandels dem Zusammenwirken von Angebot und Nachfrage freigab 5 . Dies hatte einen erhöhten Wettbewerb und sinkende Erträge für die Banken zur Folge.
Des Weiteren ermöglichte die so genannte „Shelf Registration“ (Rule 415) aus dem Jahre 1983 den Investmentbanken eine beschleunigte und flexiblere Handhabung des Platzierungsprozesses am Markt.
Schließlich trugen die „Section-20-Subsidaries“ dazu bei, dass Commercial Banks berechtigt waren, eine Holding zu gründen und über diese zunächst 10% (später 20%) ihrer Erträge aus dem Wertpapiergeschäft zu erwirtschaften. So wurde es Banken, die sich nach 1933 auf das Commercial Banking spezialisiert hatten, ermöglicht, teilweise wieder in ihr ursprüngliches Geschäft zurückzukehren. 5 Vgl. Reicheneder (1992), S. 16
7
All diese Entwicklungen führten zu einer schleichenden Aufweichung der Glass- Steagall Vorschriften, die 1999 im Zuge des Gramm-Leach-Bliley-Act formal aufgehoben wurden. Als Folge der Umsetzung lässt sich erkennen, dass das Universalbankensystem seitdem wieder an Bedeutung gewinnt.
2.4 INVESTMENTBANKEN ALS FINANZINTERMEDIÄRE
Nach der Definition von Investment Banking und dessen historischer Entwicklung stellt sich die Frage nach der Einordnung im Finanzsystem. Die Grundfunktionen in einem Finanzsystem werden von Finanzintermediären übernommen 6 . Zu den Grundfunktionen gehören Transformationsleistung, Transaktionsabwicklung und Informationsverarbeitung. Bei einer Transformations-leistung wird ein Ausgleich zwischen unterschiedlichen Angebots- und Nachfragebedürfnissen geschaffen (Bsp.: einer Vielzahl von Einlagen steht ein großer Kredit gegenüber). Die technische Zusammenführung von Anbieter und Nachfrager wird als Transaktionsabwicklung bezeichnet. Unter Informations-verarbeitung versteht man die detaillierte Analyse von Märkten, Branchen und Unternehmen.
Ein Finanzintermediär ist ein Dienstleister, der Angebot und Nachfrage am Kapitalmarkt koordiniert 7 (Vgl. Abb. 3).
Abb. 3: Modelle der Finanzintermediation (nach Hockmann, Westfalen Bank AG, 2003) Die klassischen Kreditinstitute können als Finanzintermediäre im engeren Sinne betrachtet werden. Sie nehmen Einlagen von Gläubigern entgegen und stellen diese Schuldnern als Kredit zur Verfügung.
6 Vgl. Achleitner (2002), S. 28
7 Vgl. Hockmann (2002, S. 8
8
Quote paper:
Florian Braun, Jens Buchmann, 2004, Die Geschäftspolitik von Investmentbanken, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Ursachen und Ablauf der Subprime-Krise
Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Termpaper, 36 Pages
Die chinesischen Öffnungspolitik - war sie erfolgreich?
South Asian Studies, South-Eastern Asian Studies
Scholarly Essay, 18 Pages
VR China: Wirtschaftspolitik von Mao bis Jiang
Geography / Earth Science - Economic Geography
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 20 Pages
Target Costing - "marktorientiertes Zielkostenmanagement"
Business economics - Accounting and Taxes
Scholary Paper (Seminar), 30 Pages
Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Diploma Thesis, 78 Pages
Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Scholary Paper (Seminar), 44 Pages
Ursachen der aktuellen Finanzmarktkrise
Business economics - Economic Policy
Scholary Paper (Seminar), 19 Pages
Instrumente und Inhalte der Due Diligence
Business economics - Accounting and Taxes
Scholarly Research Paper, 29 Pages
Hedging von Rohstoffpreisrisiken im Rahmen des Finanzrisikomanagements
Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Bachelor Thesis, 93 Pages
Die Finanzmarktkrise 2007 in den USA und in Europa
Status Quo und Implikationen f...
Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Essay, 28 Pages
Strategische Ausrichtung am Pr...
Diploma Thesis, 83 Pages
ABS - Finanzierung, Grundstruktur und Gestaltungsmöglichkeiten
Business economics - Investment and Finance
Scholary Paper (Seminar), 14 Pages
Mitarbeiter-Motivation durch leistungsorientierte Vergütung im TVöD
Fallstudie zu einem Buchartike...
Business economics - Personnel and Organisation
Termpaper, 9 Pages
Die Phil Collins-Entscheidung des EuGA und die nationalen und europare...
Law - Media, Multimedia Law, Copyright
Scholary Paper (Seminar), 35 Pages
Das Burnout-Syndrom - Symptome und die Möglichkeit der Selbstanalyse
Termpaper, 14 Pages
REITs und Offene Immobilienfonds
Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Scholary Paper (Seminar), 28 Pages
Die spekulative Preisblase auf dem US-Immobilienmarkt
Theorie, Empirie und finanzwir...
Economics - International Economic Relations
Diploma Thesis, 117 Pages
Das TRIPs-Abkommen - Konzept, gegensätzliche Interessen und aktuelle F...
Termpaper, 22 Pages
Florian Braun has published the text Die Geschäftspolitik von Investmentbanken
Florian Braun has uploaded a new text
Prüfungen in Kreditinstituten und Finanzdienstleistungsunternehmen
Interne und externe Revision, ...
Axel Becker, Martin Wolf
Über die Regulierung und die Rechtsfolgen von Interessenkonflikten in ...
Eine vergleichende Darstellung...
Maximilian Findeisen
0 comments