Gliederung
1. Einleitung 3
2. Rechtliche Grundlagen 4
2.1 Administrative Gliederung 4
2.2 Gesetzliche Rahmenbedingungen 5
3. Geographische Einweisung 6
4. Leitbild der Entwicklung 7
4.1 Das MAB Programm 7
5. Zonierung 9
6. Aufgaben und Ziele 11
6.1 Landwirtschaft 11
6.2 Forstwirtschaft 12
6.3 Tourismus und Erholung 13
6.4 Verkehr 14
6.5 Bevölkerung, Industrie und Wirtschaft 15
7. Nutzungskonflikte 16
8. Finanzierung 17
9. Fazit 18
10. Literaturverzeichnis 19
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1. Einleitung
Das Biosphärenreservat Rhön wurde im März 1991 von der UNESCO anerkannt und ist somit ein Bestandteil des UNESCO MAB (Man and Biosphere) Programms.
„Biosphärenreservate sind großflächige, repräsentative Ausschnitte von Natur- und Kulturlandschaften, die um überwiegenden Teil ihrer Fläche unter gesetzlichem Schutz stehen. In Ihnen werden - gemeinsam mit den hier lebenden und wirtschaftenden Menschen - beispielhafte Konzepte zu Schutz, Pflege und Entwicklung erarbeitet und umgesetzt.“ (Quelle: Biosphärenreservat Rhön, 1995)
Der Mensch, mit all seinen Nutzungsansprüchen, soll sich nach dem Modell in die sich ihm umgebende Landschaft integrieren. Die Biosphäre soll nachhaltig genutzt werden, um sie nicht zu zerstören oder zu schädigen. In einem Biosphärenreservat gibt es unterschiedlich genutzte Bereiche. Nach diesen Zonierungen werden jeweils unterschiedliche Entwicklungsziele ausgegeben. Die Biosphärenreservate weltweit sind ein wichtiger Bestandteil der internationalen Umweltpolitik und Schutzpolitik. (Quelle: Weidenhammer/Erdmann 1995)
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2. Rechtliche Grundlagen
2.1 Administrative Gliederung
Die UNESCO weist weltweit Biosphärenreservate im Rahmen des MAB-Programms „Man and Biosphere“ zum Schutz spezieller Kulturlandschaften. So auch 1991 das Biosphärenreservat Rhön. Das Programm wurde 1970 im Rahmen der Biosphärenkonferenz gestartet, da die dort vorgetragenen Beiträge der Mitgliedsstaaten und Organisationen deutlich machen, dass eine
besorgniserregende Zunahme von Umweltproblemen festzustellen war. Aufgabe des MAB-Programms ist es, international koordiniert auf nationaler Ebene Grundlagen für eine nachhaltige Nutzung und für eine wirksame Erhaltung der natürlichen Ressourcen der Biosphäre zu erarbeiten bzw. diese zu verbessern. (Quelle: Weidenhammer/Erdmann 1995)
Für die Gestaltung des MAB-Programms ist der Internationale Koordinationsrat (ICC zuständig. Er besteht aus 30 gewählten Mitgliedern der Mitgliedsstaaten der UNESCO. Der ICC verfügt über ein MAB-Sekretariat. Für die Durchführung und Gestaltung des MAB-Programm ist das MAB-Büro zuständig, es fungiert als Vorstand des ICC. Das internationale Programm und die nationalen Schwerpunkte werden in Zusammenarbeit von einem Nationalkomitee, zusammengesetzt aus den jeweiligen Regierungen, und dem MAB-Sekretariat, erarbeitet. In das deutsche Nationalkomitee wurden Wissenschaftler umweltrelevanter Fachdisziplinen und Vertreter der Administration berufen. Den Vorsitz bildet das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). (Quelle: Weidenhammer / Erdmann 1995)
Das deutsche Nationalkomitee setzt sich zusammen aus 29 Vertretern umweltrelevanter wissenschaftlicher Fachdisziplinen, jeweils ein Vertreter des Auswärtigen Amtes, des Bundesministeriums für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau, des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft, des Bundesministeriums für Finanzen, des Bundesministeriums für Forschung und Technologie, des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten,
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des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenhänge. Jeweils ein Vertreter der Länder Bayern, Brandenburg und Rheinland-Pfalz, ein Vertreter der Deutschen Forschungsgemeinschaft, einer vom Internationalen Hydrologischen Programm und einer vom UNEP-Büro für die Harmonisierung von Umweltmssßmethoden. Und jeweils ein Vertreter vom Bundesamt für Naturschutz, vom Deutschen Wetterdienst, vom Umweltbundesamt und von der Deutschen UNESCO-Kommission. (Quelle: Weidenhammer/Erdmann 1995)
Administrativ werden die Biosphärenreservate in Deutschland folgendermaßen geleitet: Über allem steht die UNESCO mit dem MAB-Programm. Diesem direkt untergeordnet ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (MAB-Vorsitz), diesem angegliedert ist das Deutsche MAB-Nationalkomitee (MAB-Geschäftsstelle), der MAB-Ausschuss Biosphärenreservate, der MAB-Ausschuss Ökologische Umweltbeobachtung, der MAB-Ausschuss Landnutzungswandel und der MAB-Ausschuss Umweltbewusstsein. Diese bilden eine ständige Arbeitsgruppe der Biosphärenreservate in Deutschland. Diese verwaltet die einzelnen Biosphärenreservate in Deutschland. Außerdem werden die Biosphärenreservate, die Arbeitsgruppe und die einzelnen Ausschüsse durch externe Wissenschaftler beraten. Die Verwaltung der Biosphärenreservate wird von den zuständigen Ministerien der Länder unterstützt. Die Länderarbeitsgemeinschaft Naturschutz, Landschaftspflege und Erholung (LANA) unterstützt die zuständigen Ministerien und das BnF. (Quelle: Weidenhammer/Erdmann 1995)
2.2 Gesetzliche Rahmenbedingungen
Die gesetzliche Grundlage dazu bildet in Deutschland das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG). In § 25 des BNatSchG wird festgelegt, dass Biosphärenreservate großräumig für einen bestimmten Landschaftstyp charakteristisch seien und diesen einheitlich schützen sollen. Die Festlegung von Biosphärenreservaten soll großräumig bestehende Naturschutz-und Landschaftsschutzgebiete
zusammenfassen, deshalb können sie sich überlagern. Biosphärenreservate sollen im Wesentlichen die Voraussetzungen für ein Naturschutzgebiet mitbringen und im Übrigen überwiegend einem Landschaftsschutzgebiet entsprechen. Biosphären-
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reservate haben zum Ziel, historisch geprägte Kulturlandschaften zu erhalten, zu entwickeln oder wiederherzustellen. Dadurch tragen sie dazu bei, natürliche Ressourcen zu erhalten, Umweltbelastungen vorzubeugen und umweltgerechtes Verhalten bewusst zu machen. Grundsätzlich sind hier alle Handlungen, Eingriffe und Vorhaben verboten, die dem Schutzzweck zuwiderlaufen. Im Übrigen gilt für jedes bauliche oder sonstige Vorhaben die Eingriffs-Ausgleichs-Regelung des Bundesnaturschutzgesetzes. Die Entwicklungsziele der Biosphärenreservate sind bei der Bauleitplanung zu berücksichtigen und müssen in Bebauungsplänen dargestellt und beachtet werden, soweit sie in dem Maßstab eine Rolle spielen. (Quelle: www.bfn.de)
Im März 1995 organisierte die UNESCO in Sevilla/Spanien eine internationale Expertenkonferenz. Die dort ausgearbeitete Sevilla-Strategie empfiehlt konkrete Schritte für die weitere Entwicklung der Biosphärenreservate in der Zukunft. Darüber hinaus hat die Konferenz auch dazu gedient, internationale Leitlinien für das Funktionieren des Weltnetzes der Biosphärenreservate fertig zu stellen. 1995 wurden die "Kriterien für Anerkennung und Überprüfung von Biosphärenreservaten der UNESCO in Deutschland" festgeschrieben. An diesen messen sich zumindest die deutschen Biosphärenreservate. (Quelle: www.bfn.de)
3. Geographische Einweisung
Das Biosphärenreservat Rhön ist eine Mittelgebirgsregion in der Mitte Deutschlands, im Dreiländereck Thüringen, Hessen und Bayern gelegen. Es hat eine Gesamtgröße von 184.939 Hektar, davon liegen 72.802 Hektar in Bayern, 63.564 Hektar in Hessen und 48.573 Hektar in Thüringen. Im gesamten Biosphärenreservat leben 122.000 Menschen, dies ergibt eine Bevölkerungsdichte von 65 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die Flächennutzung lässt sich in 41% Wald, 30% Grünland, 22% Acker und 7% Verkehrsflächen, Siedlungen und Sonstige einteilen. Geologisch ist das Gebiet geprägt durch Basaltvulkanismus, Muschelkalk und Bundsandstein.
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Arbeit zitieren:
Simon Schlauß, Timo Willershäuser, 2005, Biosphärenreservat Rhön, München, GRIN Verlag GmbH
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