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Inhalt ..................................................................................................................................... 2
1. Einleitung 3
2. Die Fünf Ebenen der Herrschaft. 4
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2.3 Diskriminierung 6
2.4. Kontrolle der Öffentlichkeit 6
2.5. Existenzielle Abhängigkeit. 7
3 Herrschaftsanalyse bei Max Weber 8
3.1. Der Begriff Herrschaft. 9
3.2. Die drei reinen Typen legitimer Herrschaft. 10
3.2.1. Legale oder bürokratische Herrschaft 10
3.2.2. Traditionelle Herrschaft. 10
3.2.3. Charismatische Herrschaft 11
4. Zusammenfassung 12
Literaturverzeichnis 13
2
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Christoph Spehr unterscheidet in seinem Buch „Die Aliens sind unter uns!“ zwischen verschiedenen Herrschaftsformen. Als ein herausragendes Beispiel nennt er die alienistische Herrschaft, der er den größten Teil seines Buches widmet. Seine Methode ist dabei, die Herrschaftsverhältnisse zu personalisieren, wodurch Prozesse anschaulich werden, die ansonsten nicht beachtet worden wären. Ein Beispiel, das er für Aliens nennt, sind Personen, die sich im Supermarkt mit einer Flasche Sekt und einer Tiefkühlpizza vordrängeln, während man selbst den vollgepackten Einkaufswagen vor sich herschiebt und noch vier Kinder zu beaufsichtigen hat. 1
Aliens können in ihrem Verhalten nicht von jedem erkannt werden, man muss für ihre Strategien und Argumentation sensibilisiert sein, Spehr nennt das die Alien Brille. Bei Lektüre des Buches kam mir die Assoziation, die Herrschaftsanalyse von Christoph Spehr mit der Max Webers zu vergleichen. Max Webers Theorie kennt Herrschaft durch Rationalität, d.h. wenn Argumente aus Rationalitätsgründen für etwas sprechen, hat man eine Chance sich damit durchzusetzen. Für Max Webers Theorie heiß das, dass man sich im Supermarkt mit den zwei Artikeln vordrängeln kann, wenn man plausibel macht, dass das Vordrängeln den Ablauf im Supermarkt effizienter machen würde, und für alle einfacher. In dieser Hinsicht sind Max Weber und Christoph Spehr gar nicht so verschieden, aber Spehr würde Max Weber als Alien outen, da er den ganzen Herrschaftsmechanismus, den er beschreibt gänzlich unkritisch sieht.
Wie verhalten sich die beiden Theorien zu einander, was sind ihre Gemeinsamkeiten, welche Aspekte können sich gut ergänzen?
Ziel dieser Arbeit soll es sein, beide Theorien zu vergleichen und evtl. eine Synthese hervorzubringen.
Beide Autoren arbeiten mit der „Vermittelbarkeit“ von Herrschaftsprozessen, sie gehen der Frage nach, was ein Herrscher aufwendet, um seine Macht zu akkumulieren bzw. zu stabilisieren. Der große Unterschied zwischen beiden ist die Methode, mit der sie vorgehen. Christoph Spehr personalisiert Herrschafts-Verhältnisse um sie plastischer darzustellen. Max Weber dagegen versucht dies möglichst abstrakt dazustellen. Der Text von Spehr ist dadurch deutlich angenehmer zu lesen.
1 Vgl. Christoph Spehr, Die Aliens sind unter uns! Berlin 1999, S.335
3
Angesichts des Umfanges dieser Arbeit scheint ein breiter Vergleich der beiden Theorien schwer möglich, ich werde mich daher auf einige Kernaussagen beschränken.
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Christoph Spehr unterscheidet zwischen fünf Ebenen der Herrschaft, die alle zusammenspielen und im Alienismus auf besondere Art vorkommen. Diese Ebenen der Gewalt ergänzen sich, bzw. bauen aufeinander auf. Die eine Stufe der Gewalt sichert die andere, wenn die obere nicht hilft bedient man sich einer niedrigeren, aber es ist nach Möglichkeit immer die höchste, d.h. subtilste zu verwenden. Das Verwenden der Macht darf aber, in der Regel, nicht offensichtlich geschehen. Es gilt alles mehr oder weniger als „Naturgesetz“ darzustellen. In unterschiedlichen Herrschaftsformen kommen diese Herrschaftsinstrumente verschieden stark gewichtet, aber sie sind immer anzutreffen. Einzelne davon dienen dazu direkte Unterdrückung auszuüben, andere mehr den öffentlichen Diskurs zu beeinflussen und die Beherrschten bei der Stange zu halten.
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Die erste Ebene des Zwanges ist die der direkten Gewalt. Direkte Gewalt ist körperliche Gewalt, wie sie z.B. durch Waffen ausgeübt wird. Die Aliens stehen direkter Gewalt aber sehr kritisch gegenüber. Gewalt darf nur als chirurgischer Schnitt eingesetzt werden und um das System aufrecht zu erhalten. Kriege werden quasi klinisch dargestellt, sollten sie als unkontrolliert erscheinen, wirken sie barbarisch. Gewalt darf nur als letztes Mittel und zur Abschreckung eingesetzt werden. 2 Der Vietnamkrieg ist ein Beispiel, an dem Spehr zeigt, dass Kriege im öffentlichen Diskurs nicht vermittelbar sind, wenn sie sich als unkontrollierbar darstellen. Das scheint auch dadurch plausibel, dass aktuelle Kriege, wie z.B. Afghanistan als klinische Kriege dargestellt werden.
2 Vgl. A .a .O, S. 137f
4
Arbeit zitieren:
Martin Gloger, 2002, Herrschaft bei Christoph Spehr und Max Weber im Vergleich, München, GRIN Verlag GmbH
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