Inhaltsverzeichnis
1. Das Boot - ein authentischer deutscher Kriegsfilm 1
2 D e r F i l m 2
2.1 Geschichtlicher Hintergrund 2
2.2 Filminhalt 3
3. Die Produktion 4
3.1 Der Regisseur 4
3.2 Der Durchbruch: Auf Erfolgswelle mit dem Boot 5
3.3 Die Produktion 5
3.4 Die Schauspieler 6
4 D e r R o m a n 6
4.1 Der Autor das Buch und die wahre Geschichte 6
4.2 Unterschiede zum Film und Kritik des Autors 8
5. Autor und Regisseur sitzen in einem Boot 9
1
1. Das Boot – ein authentischer deutscher Kriegsfilm
(…) Es war der erste Publikumstest außerhalb Deutschlands, in Los Angeles, vor vielen, vielen, auch jüdischen Zuschauern. Es waren etwa 1500 Leute im Kino. Am Anfang des Filmes taucht der Satz auf, dass von den 40.000 deutschen U-Boot-Fahrern 30.000 nicht mehr zurückkehrten. Während dieses Satzes brach ein Riesenapplaus los, der uns einen Schauer über den Rücken jagte. Ich dachte : Das wird eine Katastrophe! Wenn der Tod von
30.000 Menschen beklatscht wird, dann weiß man nicht, was einen erwartet. Aber es war
unheimlich: Der Film hat das Publikum in den folgenden 150 Minuten total umgedreht.(…) (Wolfgang Petersen über die erste Wirkung des Films in Hollywood) 1
1981 nach der gleichnamigen Vorlage des Autors Lothar-Günther Buchheim verfilmt, zählt das Boot nach wie vor zu den größten Erfolgen des deutschen Films und ist auch die bisher teuerste deutsche Produktion. Durch seinen Film, der national und international als Aushängeschild der hiesigen Filmwirtschaft gilt, wurde Wolfgang Petersen zum weltweiten Star. Nicht umsonst ist er heute der einzige ernstzunehmende deutsche Hollywoodregisseur. Neben der wahren und überaus fesselnden Geschichte über Panik, Klaustrophobie und dem Kampf ums nackte Überleben einer U-Boot- Mannschaft im 2. Weltkrieg legt der Film vor allem Wert auf tiefgründige Charakterstudien. Erstmals wurde ein großer Kriegsfilm ganz aus deutscher Sicht konzipiert. Während amerikanische Kriegsfilme den Wehrmachtssoldaten oft als schlichtweg bösen Nazi darstellen, erfährt man in diesem Film über Menschlichkeit, Ängste und Sorgen des einfachen deutschen Soldaten. So wird der harte Alltag an Bord geschildert, und auf politische Hintergründe des Nationalsozialismus kaum eingegangen. Von den vierzig Besatzungsmitgliedern zeigt nur einer den ideologischen Führergehorsam. Die anderen haben keine Zeit sich Gedanken um Politik zum machen oder beschweren sich gar über das, was Hitler ihnen eingebrockt hat. Die Sinnlosigkeit des Krieges und die absolute Aufopferung für das Vaterland wird anhand des Leidens der jugendlichen Soldaten scharf kritisiert, wenn auch nicht direkt thematisiert.
1
Petersen, Wolfgang. Greiwe, Ulrich: Ich liebe die großen Geschichten. S. 174.
2
2. Der Film
2.1 Geschichtlicher Hintergrund
1941. Hitlers Macht ist auf dem Höhepunkt. Die Landesgrenzen des deutschen Reiches verbreitern sich Tag für Tag. Durch schnelle Blitzkriege im Osten dringen deutsche Truppen scheinbar unaufhaltsam in die Sowjetunion vor. Frankreich ist eingenommen und die Marine kann sich aller französischer Häfen im Atlantik nutzbar machen. Bis 1941 schien es ganz so, als würde die Seemacht Großbritannien die Hoheit auf dem Meer verlieren. „Seit dem ersten Kriegsjahr wurde eine steigende Zahl von U-Booten eingesetzt, anfangs gegen Einheiten der feindlichen Kriegsmarinen, später vor allem gegen Transporter, die in Geleitzügen, d.h. in Verbänden unter dem Schutz von Kriegsschiffen, den Atlantik überquerten.“ 2 Schon zu
Beginn des Krieges werden in deutschen Werften monatlich vierzig U-Boote gebaut. Zahlreiche britische Versorgungsschiffe und ganze Geleitzüge werden durch Admiral Dönitz` Rudeltaktik versenkt. Churchill rüstet zum Gegenschlag und lässt seine Frachter nur noch in Konvois mit Zerstörern fahren und entwickelt neue Messmethoden zum Aufspüren des Feindes. Nun kann auch er gezielt Jagd auf deutsche U- Boote machen. Der Kampf um die Vorherrschaft im Atlantik beginnt von Neuem. Deutsche, Briten später Amerikaner leisten sich bittere Kämpfe mit hohen Verlusten. Aber erst 1943 konnten die Alliierten den Atlantik wieder vollends kontrollieren. “Die Wende in der `Schlacht im Atlantik` kam im Mai 1943. Von diesem Zeitpunkt an neigte sich die Waage endgültig zugunsten der U-Boot-Abwehr. Aus den `Jägern im Weltmeer` (…) wurden die Gejagten.“ 3 Mitten in diesem Kampf bereitet
sich die deutsche Flotte im Herbst 1941 im französischen Hafen La Rochelle auf einen neuen Einsatz im Atlantik vor. Hitler will die Briten mit einer Handelsblockade aushungern. Der Befehl lautete: So viele Handelschiffe wie möglich zerstören.
2 Kaier, Dr. Eugen (Hrsg.): Grundzüge der Geschichte. Band 4. S. 231.
3 Salewski, Martin: Von der Wirklichkeit des Krieges. .S. 28.
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Christian Hardinghaus, 2006, Das Boot - Von Buchheims Tatsachenroman zu einem der erfolgreichsten deutschen Filme aller Zeiten, Munich, GRIN Publishing GmbH
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