Universität Bielefeld
Fakultät für Gesundheitswissenschaften
Gesundheitskommunikation
Das Europäische Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung -
Vernetzung als Strategie betrieblicher Gesundheitsförderung
am Beispiel der Volkswagen AG Wolfsburg
Bachelor-Arbeit
vorgelegt im: Juli 2005
vorgelegt von: Miriam Sadjadi
Inhalt
Abkürzungsverzeichnis ... I
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis ... II
1. Einleitung
1.1 Problemstellung ... 1
1.2 Ziel der Arbeit ... 2
1.3 Aufbau ... 3
Teil 1: Theoretische Grundlagen
2. Das Europäische Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung (ENWHP)
2.1 Grundlagen
2.1.1 Definition von Netzwerken ... 4
2.1.2 Gesundheit als Investition in die Zukunft ... 6
2.2 Die Entstehung des Europäischen Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung ... 10
2.3 „Vision and Mission“: Aufgaben und Ziele des ENWHP ... 12
2.4 Struktur und Arbeitsweise ... 14
2.5 Die Aktivitäten des Europäischen Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung
2.5.1 Historischer Überblick ... 18
2.5.2 Die Luxemburger Deklaration ... 22
3. Die betriebliche Gesundheitsförderung als thematischer Schwerpunkt des ENWHP
3.1 Aufgaben und Ziele der BGF ... 25
3.2 Interventionsbereiche ... 26
3.3 Ablauf-Phasen und Instrumente betrieblicher Gesundheitsförderung ... 26
3.4 Rechtliche Rahmenbedingungen ... 28
3.5 Erfolgsfaktoren ... 30
3.6 Erfolge betrieblicher Gesundheitsförderung ... 31
3.7 BGF in Großunternehmen ... 31
4. Das ENWHP in der Praxis: Die 1. Gemeinschaftsinitiative „Qualitätskriterien und Erfolgsfaktoren betrieblicher Gesundheitsförderung“
4.1 Einleitung zum Projekt
4.1.1 Qualität in der betrieblichen Gesundheitsförderung ... 34
4.1.2 Der Qualitätsbegriff ... 35
4.1.3 Die Qualitätssicherung ... 35
4.1.4 Das EFQM-Modell ... 36
4.2 Die 1. Gemeinschaftsinitiative des ENWHP
4.2.1 Organisation und Ziele des Projekts ... 38
4.2.2 Die Qualitätskriterien betrieblicher Gesundheitsförderung ... 41
4.2.3 Beispiele guter Praxis betrieblicher Gesundheitsförderung ... 44
4.2.4 Der Fragebogen zur Selbsteinschätzung ... 45
Teil 2: Empirie
5. Methodik
5.1 Vorgehensweise ... 47
5.2 Die Qualitative Einzelfallanalyse ... 48
5.3 Das Leitfaden gestützte Experteninterview ... 48
5.4 Planung des Experteninterviews
5.4.1 Der Interview-Leitfaden ... 50
5.4.2 Organisation und Durchführung des Experteninterviews mit Herrn Dr. B ... 51
5.4.3 Das Experteninterview mit Herrn Dr. Breucker ... 51
5.5 Auswertung des Experteninterviews: Die qualitative Inhaltsanalyse ... 52
6. Die Qualitätskriterien und Erfolgsfaktoren des ENWHP in der Praxis – am Beispiel der Volkswagen AG in Wolfsburg
6.1 Die Volkswagen AG Wolfsburg
6.1.1 Gründe für die Wahl des VW-Konzerns ... 53
6.1.2 Die Abteilung Gesundheitswesen ... 54
6.2 Hintergrundinformationen zum Experteninterview ... 56
6.3 Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse des Experteninterviews mit Dr. B. ... 56
6.4 Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse des Experteninterviews mit Dr. Breucker ... 61
Teil 3: Ergebnisse
7. Fazit und Ausblick ... 67
Literaturverzeichnis ... XII
Internetverzeichnis @ ... XIII
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
Trotz nachgewiesener Erfolge und zunehmender Bedeutung betrieblicher Gesundheitsförderung tun sich Unternehmen mit der Umsetzung häufig noch schwer (@1). Viel zu selten sind Ansätze zukunftsfähiger betrieblicher Gesundheitspolitik zu erkennen (Institut ASER 2004). Dieser defizitären Ausgangssituation wird häufig versucht, durch vielfältige Aktivitäten entgegenzuwirken. Das Manko dabei ist jedoch, dass diese in vielen Fällen lediglich nebeneinander laufen und somit weder koordiniert noch systematisch organisiert sind. Die Bündelung der Aktivitäten zu einem übergeordneten Konzept der betrieblicher Gesundheitsförderung stellt in Anbetracht des Wandels der Arbeitswelt, in Form von zunehmendem Wettbewerb und alternden Belegschaften, die zukünftige Herausforderung im Bereich Gesundheit dar. Um dieser komplexen Herausforderung gerecht zu werden, muss eine effektive betriebsübergreifende, organisationsinterne und interaktive Kooperation aller beteiligten Akteure in den Vordergrund gerückt werden (Institut ASER 2004).
Netzwerke können hierbei einen geeigneten Lösungsansatz darstellen. Sie bündeln die vorhandenen Kompetenzen der Akteure und das Wissen, das im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) zumindest überbetrieblich bereits vorhanden ist (@1). Darüber hinaus stellen Netzwerke geeignete Foren der Kommunikation und Begegnung zwischen den beteiligten Organisationen dar. Der hier stattfindende Erfahrungs- und Wissensaustausch ermöglicht es den betrieblichen Akteuren ihre Informationsbasis zu verbessern, Kompetenzen zu ergänzen und konzentrierte Maßnahmen planen, weiterentwickeln und umsetzen zu können.
Diese Erkenntnis war Anfang 1996 der Ausgangspunkt für die Gründung des Europäischen Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung (ENWHP), das es sich ebendiese Sammlung von vorhandenem Wissen und Erfahrungen zur Aufgabe gemacht hat, um seine Vision von „Gesunden Mitarbeitern in gesunden Unternehmen“ realisieren zu können. Vordringliche Aufgabe hierbei ist die aktive Verbreitung „guter Praxis“, die für vorbildliche Konzepte und Maßnahmen betrieblicher Gesundheitsförderung steht (Orfeld 2001). Auf dem Weg zum Ziel ist das Netzwerk stetig gewachsen und kann mittlerweile nicht nur 31 Mitgliedsorganisationen (@2) für sich verzeichnen, sondern auch wichtige Erfolge der Netzwerkarbeit vorweisen. Dazu gehören unter anderem die Definition und Verbreitung eines gemeinsamen europäischen Verständnisses betrieblicher Gesundheitsförderung durch die „Luxemburger Deklaration zur Betrieblichen Gesundheitsförderung in der Europäischen Union“ (Luxemburger Deklaration, 1997). Diese ist Grundlage innovativer Aktivitäten im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung auf europäischer Ebene und erhebt die BGF zur vordringlichen gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Aufgabe. Als weitere Erfolge des ENWHP zählen die Entwicklung einheitlicher Kriterien für qualitätsgerechte BGF, sowie die Dokumentation und Veröffentlichung vorbildlicher Praxisbeispiele. Auch zahlreiche namhafte Großunternehmen, wie der Automobilkonzern Volkswagen, haben die Luxemburger Deklaration unterzeichnet und sich an Projekten des Netzwerks beteiligt.
1.2 Ziel der Arbeit
Da bereits die erste Gemeinschaftsinitiative des ENWHP speziell auf Großunternehmen ausgerichtet war, wird im Rahmen dieser Arbeit besonderes Augenmerk auf diese Betriebsgröße gelegt, um die Wirkungsweise des ENWHP zu untersuchen. Für die Einzelfallstudie wurde als klassisches Beispiel eines Großunternehmens die Volkswagen AG Wolfsburg gewählt. Experteninterviews mit einem leitenden Angestellten des VW-Gesundheitswesens, sowie mit dem Koordinator des ENWHP sollten, aufbauend auf eingehenden Literaturrecherchen und Dokumentenanalysen, Aufschluss über Fragestellungen geben, die im Rahmen des Themas von besonderem Interesse sind.
Ziel der Studie ist die Gewinnung eines orientierenden Überblicks über die Stärken und Schwächen von Netzwerken allgemein und des ENWHP im Besonderen, welche Motive hinter Kooperationen zwischen Netzwerken und Unternehmen stehen und welchen Nutzen beide Parteien im Alltag aus der Zusammenarbeit ziehen. Im Detail wurde außerdem der Frage nachgegangen, inwieweit speziell Großunternehmen die Angebote des ENWHP nutzen beziehungsweise nutzen können und somit als Zielgruppe überhaupt in Frage kommen. Die Fragestellung basiert auf den Instrumenten zur Qualitätssicherung aus der ersten Gemeinschaftsinitiative. Abschließend werden aus den Ergebnissen Handlungsempfehlungen abgeleitet und Schlüsse für die Zukunft gezogen.
1.3 Aufbau
Theoretische Grundlage dieser Arbeit ist neben einer allgemeinen Beschreibung von Netzwerkstrukturen, die Darstellung des Wandels der Arbeitswelt. Diese, für das weitere Verständnis notwendigen Informationen werden in Kapitel 2.1 vorgestellt. Dabei wird aufgezeigt, warum die Investition in die Gesundheit der Mitarbeiter auch eine Investition in die Zukunft ist und welche Rolle hierbei der betrieblichen Gesundheitsförderung zukommt. In Kapitel 2.2 bis 2.5.1 erfolgt die eigentliche Vorstellung des Europäischen Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung bezüglich seiner Aufgaben und Ziele, seiner Struktur, sowie seiner zeitlichen Entwicklung. Da die Luxemburger Deklaration im Kontext des ENWHP eine besondere Rolle spielt, wird sie in Kapitel 2.5.2 kurz dargestellt. In Kapitel 3 folgt weiterhin die zusammenfassende Beschreibung der Inhalte und Ziele betrieblicher Gesundheitsförderung, um den Schwerpunkt der Arbeit des ENWHP verständlich zu machen. Um den Hintergrund der ersten Gemeinschaftsinitiative von 1997 zu beschreiben, wird in Kapitel 4 zunächst eine Einführung in das Thema Qualität und Qualitätssicherung gegeben. Daraufhin werden die Ergebnisse des Projekts beschrieben. Bevor in Kapitel 5 des dritten Teils der Arbeit die Ergebnisse der Leitfaden gestützten Experteninterviews vorgestellt werden, wird diese Erhebungsmethode zunächst näher erläutert und die genaue Vorgehensweise bei der Bearbeitung beschrieben. Am Ende erfolgen auf Basis der Darstellungen und Ergebnisse schließlich das Fazit und der Ausblick.
[...]
Quote paper:
Miriam Sadjadi, 2005, Das Europäische Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung - Vernetzung als Strategie betrieblicher Gesundheitsförderung am Beispiel der Volkswagen AG Wolfsburg, Munich, GRIN Publishing GmbH
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