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Inhaltsverzeichnis S e i t e :
1. Einleitung 1
2. Mediation und Stress 2
2.1 Historische Entwicklung der Mediation 2
2.2 Was ist Mediation 2
2.3 Mediation als Stressfaktor 3
2.4 Leistungsbeeinträchtigung durch Stress 4
3. Die Transaktionsanalyse (TA) 6
3.1 Die „O K Lebensphilosophie“ 6
3.2 Transaktionsebenen 8
3.2.1 Das Eltern-Ich 9
3.2.2 Das Erwachsenen-Ich 9
3.2.3 Das Kindheits-Ich 10
4. Zusammenfassung und Auswertung des
erkenntnisleitenden Interesses 1 0
5. Kritik und Anregung 1 1
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1. Einleitung
Zur Beantwortung der im Rahmen dieser Arbeit gestellten Ausgangsfragen ist es notwendig, mittels Dokumentenanalyse die Literatur auszuwerten und hinsichtlich meiner Fragestellung hermeneutisch zu interpretieren. Meinem Erkenntnisinteresse liegen dabei folgende psychologisch determinierte Fragen zu Grunde:
1. Können durch die Teilnahme an einer Mediation Gefühle der Angst entstehen?
2. Können sich diese Angstgefühle, auch als Stressverursacher, individuell und bezüglich des Mediationsergebnisses negativ auswirken?
3. Wirken die Elemente der Transaktionsanalyse bei richtiger Anwendung stressbzw. angstreduzierend? Wenn ja: wie?
4. Kann die TA dem Mediator und den Teilnehmern als methodischer Bezugsrahmen dienen? Mit welchem Ergebnis für die Mediation?
Dabei gehe ich wie folgt vor:
Nach einer kurzen Darstellung der historischen Entwicklung der Mediation wird beschrieben, was unter Mediation konkret verstanden wird. Es folgt eine Darstellung der durch die Mediation eventuell entstehenden emotionalen Belastungen, einschließlich der Beschreibung der Leistungsbeeinträchtigungen, die in einer Mediation durch Stress entstehen können. Im 3. Abschnitt wird die Transaktionsanalyse zunächst hinsichtlich ihrer „O.K.-Lebensphilosophie“, und im Anschluß daran hinsichtlich ihrer Transaktionsebenen (Ich-Zustände) dargestellt. Dabei legt der Autor wert darauf, regelmäßig den Bezug zur Mediation herzustellen. Der vierte Abschnitt fasst die gewonnen Ergebnisse zusammen und beantwortet zugleich die in der Einleitung genannten Ausgangsfragen (das Erkenntnisinteresse). Im letzten Abschnitt wird kurz Kritik an der Arbeit geübt und ein kurzer Ausblick für die Zukunft gegeben.
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2. Mediation + Stress
Als Verfahren ist die Mediation in Deutschland noch in der Wachstumsphase und noch nicht hinlänglich bekannt. Im Gegensatz dazu hat sich die Mediation in den Vereinigten Staaten bereits etabliert.
2.1 Historische Entwicklung der Mediation
Die Wurzeln der Mediation werden in der Literatur kontrovers dargestellt. Die herrschende Darstellung benennt als Ursprung die gewaltfreie Konfliktaustragung christlicher Gruppierungen (Quäker, Mennoniten) und der Bürgerrechtsbewegung der Afro-amerikaner in den USA (vgl. Risto, 2003, S.18). Mit der Darstellung des Ursprungs der Mediation wird somit auch verdeutlicht, warum im Gegensatz zu Deutschland die Mediation in den USA schon integraler Bestandteil der soziopolitisch-juristischen Kultur geworden ist. Exemplarisch sei an dieser Stelle das Harvard-Negotiation-Project („Harvard-Konzept“) aus den achtziger Jahren genannt.
2.2 Was ist Mediation?
Nahe liegend scheint im Falle eines Konfliktes zwischen zwei oder mehr Parteien zu sein, dass sich die Beteiligten Personen bzw. Organisationen (durch Personen vertreten) zusammensetzen und im Rahmen eines konstruktiven Gespräches eine für alle Beteiligten zufrieden stellende Lösung finden. Oftmals ist dies allerdings nicht ganz so leicht. Die Gründe hierfür können vielfältiger Natur sein. Manchmal ist die Möglichkeit einer konstruktiven Kommunikation nicht mehr gegeben, weil die persönlichen Antipathien (im Verlauf des Prozesses der Konfliktlösung) zu groß (geworden) sind, die quantitative Vielzahl der Missverständnisse, der persönlichen Angriffe oder der Misstrauensbekundungen zu groß geworden ist, oder weil die Konfliktparteien zu sehr in ihrer individuellen Sichtweise gefangen sind oder noch trauriger: Die Parteien haben im Verlaufe ihrer Sozialisierung nicht gelernt, Konflikte konstruktiv und friedlich zu lösen. In diesen Fällen wird es für die Beteiligten einfacher werden können, wenn eine Dritte Person hinzukommt, die von allen Beteiligten vertrauensvoll akzeptiert wird und dabei behilflich ist, eine Lösung zu finden. In den siebziger Jahren wurde in den Vereinigten Staaten, auf dieser Erkenntnis basierend, das Verfahren der Mediation etabliert.
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Es geht also in der Mediation darum, dass die Konfliktparteien aufgrund der Hilfe unparteiischer Dritter eine konstruktive und allseits anerkannte Lösung für ihren Konflikt finden. Dabei ist der Mediator weder Schiedsrichter, der über „gut“ oder „schlecht“, „brav“ oder „böse“ befindet, auch entscheidet er nicht, welche Variante bzw. welcher Kompromiss gewählt wird. Der Mediator ist „lediglich“ behilflich, den Prozess der Problemlösung konstruktiv zu gestalten. Insofern bedeutet Mediation 1 „Vermittlung im Konfliktfall durch eine dritte Person“. Aufgabe des Mediators ist es sodann, die Moderation für den Kommunikationsprozess zu übernehmen (vgl. Risto, 2003). Zur Zielführung im Rahmen der hier zu untersuchenden Fragestellung ist es an dieser Stelle notwendig, die Wörter „Moderation“ und „Kommunikation“ zu „übersetzen“. „Moderation“ 2 meint: Leitung einer Diskussion und „Kommunikation“ 3 : Verständigung, Austausch von Informationen, Gespräch.
Zwischenergebnis
Es mag dem aufmerksamen Leser als profane Erkenntnis erscheinen, dass hier die Feststellung getroffen wird, dass also die Mediation einen kommunikativen Prozess zum Gegenstand hat bzw. einen solchen darstellt, bei dem Mittels verbal und nonverbal ausgetauschter Informationen ein wie auch immer geartetes Ergebnis erreicht wird. Für das sozialwissenschaftlich korrekte Herleiten dieser Erkenntnis, in Folge dessen für die Beantwortung der Fragestellung dieser Arbeit, gibt es jedoch keine wissenschaftlich korrekte Alternative.
2.3 Mediation als Stressfaktor
Verstehen wir mit Semmer/Pfäfflin (1978, S.116) unter Stress „die Wahrnehmnung einer Diskrepanz zwischen Anforderungen einerseits und den eigenen Möglichkeiten, diesen Anforderungen gerecht zu werden, andererseits,“ so liegt in den Prozessen der Konfliktbewältigung im Rahmen einer Mediation jedenfalls dann eine Stresssituation für die Beteiligten vor, wenn diese, z.B. durch überzogene Erwartungen, sich selbst unter Erfolgsdruck (=Anforderungen) hinsichtlich des erwarteten Ergebnis setzen, oder von ihren Auftraggebern (je nach Mediationsthema
- u.a. Nachbarn, Freunde, Vorgesetzte, Wählerschaft) gesetzt werden.
1 Vergleiche auch: Fremdwörterbuch-Herkunft, Bedeutung, Schreibweise, 2003, S.262, München
2 ebenda, S.271
3 ebenda, S. 223
Quote paper:
M.A. M.A. Mag.rer.publ. B.A. Dipl.-Verwaltungswirt (FH) Andreas Stoller, 2006, Mediation im Kontext der Transaktionsanalyse, Munich, GRIN Publishing GmbH
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