Inhaltsverzeichnis
Vorwort 4 - 5
1. Einleitung 6 - 7
2. Die Geschichte der schulischen Betreuung 7 - 9
3. Förderung der ethnischen Minderheiten in Österreich 9
3.1“ Die reisenden Schulen“ 9
3.2 “Der Unterricht zu Hause“ 10
3.3 “ Laufende Projekte in Österreich“ 10 - 11
4. Auswahl und Kompetenz der zu ausbildendenden Lehrkräfte
und hilfreichen Lernmethoden
f ür ethnische Minderheiten 12 - 16
4.1. Die Roma und die Schule 16 - 17
5. Schlussbemerkung 18
6. Literaturverzeichnis 19
3
Vorwort
Gleichberechtigung zu schaffen bedarf einer unabdingbaren Herausforderung. Vor allem die Randgruppen (ethnische Minderheiten), werden meistens zu oft ignoriert. Möglicherweise besteht deswegen auch noch nach Jahrhunderten kein einheitliches Gesamtbild. In Europa existieren nach wie vor Minderheiten, soziale Gruppen, die benachteiligt, unterdrückt, diskriminiert oder stigmatisiert werden.
Ich möchte mich in dieser Arbeit besonders der Sinti und Roma widmen, da diesen Minderheiten auch in der Gegenwart oftmals nur mangelnde Integration hinsichtlich einer spezifisch, einheitlichen, fördernden Schulausbildung gewährt wird. Die Bildung jedes Menschen, sofern es die biologische Voraussetzung ermöglicht, sollte schon in frühem Entwicklungsstadium unterstützt werden.
Schon in frühen Jahren ließ mich die Frage, wo denn die vielen dunkelhäutigen Kinder zur Schule gingen nicht unberührt, denn dort wo ich zur Schule ging, waren diese kaum zu sichten, die einen während dem Tag auf Straßen und in Parkanlagen begegneten. Tatsächlich Initiative zu diesem Thema fand ich durch oftmalige Überlegung, wie sozial Mindergestellte ohne eigene adäquate Schulbildung, ihrer nachfolgenden Generation das Übel einer Benachteiligung und die Anerkennung in der Gesellschaft erleichtern könnte. Die Möglichkeit als Unterprivilegierte in einem Land zu einem gleichwertigen Status zu gelangen, wird allzu oft aus politisch - gesellschaftlichen Ursachen beeinträchtigt.
Um verständlicheren Einblick zu dieser Situation zu finden, habe ich zuerst einschlägiges Literatursortiment bezüglich dieser Thematik, an der Universität für Erziehungswissenschaft, ausfindig gemacht. Leider konnte ich an weiteren Universitäten Österreichs, über das Internet, für mich nicht genügend brauchbare Literatur finden. Ein Versuch auf der Nationalbibliothek blieb auch ergebnislos, da die reichlich bestehende Lektüre primär zur Geschichte und Kultur ethischer Minderheiten Stellung nimmt.
Durch das Internet kam ich weiter zu wesentlichen Berichten über die Schulsituation der Sinti und Roma und weiter auch zu Adressen wie: Vereine in Wien, die sich einsetzen für eine gerechte Assimilation der sozialen benachteiligten Minoritäten.
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Das European Monitoring Centre, Rahlg. 3, 1060 Wien, und der Kulturverein Österreichischer Roma, Devrientg. 1, 1190 Wien, die zu meinem zu behandeltem Thema nicht spezifisch passendes Material hatten, vermittelten mich an das: Roma-Kulturzentrum, (1030 Wien), konnte mir bei meinen vorhandenen Fragen, verifizierbare Erläuterungen geben.
Zu guter Letzt, nach einem Telefonat mit Herrn Horvath, tätig bei: Verein Roma, Spitalg. 4, 7400 Oberwart, konnte ich meine offenen Fragen halbwegs verständnisgemäß beantworten.
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1.Einleitung
Rom, Plural "Roma" bedeutet wörtlich übersetzt " Mensch ". Ausserhalb des deutschen Sprachraumes ist es ein Sammelbegriff für alle Zigeunergruppen einschließlich der Sinti. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde durch sprachwissenschaftliche Analysen die Herkunft der Roma aus dem Nordwesten Indiens belegt. Etwa 8 Millionen Roma leben in Europa, davon ca. 25.000 in Österreich 1 .
Die Bezeichnung Zigeuner wird verwendet für unterschiedlichste ethnische Gruppen, die sich selbst als Sinti oder Manusch 2 , Roma, Kale 3 oder Gitanos bezeichnen. Sinti wurden erstmals schon im 15. Jahrhundert tatsächlich erwähnt, wobei die Roma erst im 19. Jahrhundert in Mitteleuropa Einzug fanden. 4
Die Geschichte der Sinti und Roma verdeutlicht eine stetige Unterdrückung und Verfolgung über Jahrhunderte. Die kulturelle Entwicklung dieser Völker blieb durch ihr bevorzugtes Nomadenleben, weit vernachlässigter anderen Populationen gegenüber, weil es aus beruflichen Gründen zu keiner beständigen Ortsansässigkeit kommen konnte - so zogen sie umher als Musiker, Pferdehändler, Hausierer, Schausteller und Kesselschmiede, da diese Tätigkeiten, Mobilität voraussetzte.
Von der Mehrzahl der Forscher geht die Annahme aus, dass diesen Völkern kein immanent, angeborener Wandertrieb inne wohne, sondern diese sich wegen kriegerischen Ereignissen oder wirtschaftlichen Gründen ihre Überlebungsstrategie somit kultivieren mussten. Fortwährend wurden sie zur Hexerei, Zauberei und Spionage verdächtigt, als arbeitsscheu deklariert, schon im Jahre 1427 werden sie exkommuniziert, der Eintritt in Städte strengstens verwehrt. Katastrophaler Genozid im Jahre 1938, wo ca. 300.000 bis 500.000 Sinti und
1 ( vgl. Reemtsma, in: Beck ( Hg.), 1996, S 13-60)
2 bedeutet Mensch,
3 leben in Europa hauptsächlich auf der Iberischen Halbinsel, aber auch in Südfrankreich und in Norditalien
4 ( vgl. Emundts, Martin et al., in : Ritterbach mbH (Hg.), 1993, S7)
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Arbeit zitieren:
Martina Dude, 2002, Homogene Schulbildung der Sinti und Roma, München, GRIN Verlag GmbH
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