Gesundheitssysteme Gesundheitspolitik im Vergleich: USA Wintersemester 06/07 Lars Rehberg - 2289220
Inhaltsverzeichnis
1. Anforderungen an die Hausarbeit. 3
2. Einleitung. 3
3. Definitionen 4
OECD 4
Gesundheitspolitik - Definition am Beispiel BRD 4
Gesundheitssystem 4
Das Gesundheitssystem in den USA 5
Disease-Management/Managed-Care in den USA 5
Medicaid 6
Medicare. 6
Wer ist wie Krankenversichert? 7
Input/Output. 8
4. The six objectives of health care policy. 10
Adequacy and equity in access to care. 10
Income Protection 11
Macroeconomic efficiency 15
Microeconomic efficiency 17
Freedom of choice for consumers. 19
Appropriate autonomy for providers 21
5. Fazit 21
6. Quellen 22
Literatur und Weblinks 22
Bildnachweis 23
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Gesundheitssysteme + Gesundheitspolitik im Vergleich: USA | Wintersemester 06/07 | Lars Rehberg - 2289220
1. Anforderungen an die Hausarbeit
- was ist Gesundheitspolitik, was ist ein Gesundheitssystem?
- Elemente, Konfiguration und Vergleichskategorien eines Gesundheitssystems
- Länderstudie nach Form des Schlüsseltextes „The NHS reforms in an international context“ von Jeremy Hurst
- Umfang: 20 Seiten
- Abgabe: bis 31. März 2007
2. Einleitung
Das Gesundheitswesen der USA stellt sich bis heute als problematisch dar. Es gibt keine bundeseinheitliche Regelung der Krankenversicherung, nur verschiedene Versicherungsoptionen. Dazu zählen gewinnorientierte private Versicherungsunternehmen, Betriebskrankenkassen und Organisationen wie die HMO. Das amerikanische Gesundheitswesen krankt an zwei Ursachen. Die USA haben die höchsten Gesundheitsausgaben der Welt. Gründe dafür: Übertriebener Einsatz teurer, hochtechnisierter Apparatemedizin, zu viele Untersuchungen von Seiten der Ärzte, mangelnde Konkurrenz zwischen den großen Versicherungsunternehmen, hoher Verwaltungsaufwand. Die andere Krise besteht darin, dass rund 40 Millionen Amerikaner nicht über einen Versicherungsschutz verfügen, weil es keine Verpflichtung zur Krankenversicherung gibt. Lediglich ein sehr kleiner Betrag wird den Erwerbstätigen vom Einkommen abgezogen, um die staatliche Krankenversicherung im Rentenalter (Medicare) zu finanzieren. Staatlichen Versicherungsschutz genießen über diese Programme auch die Armen (Sozialhilfeempfänger), so dass vor allem die unteren Einkommensschichten vom Phänomen der Versicherungslosigkeit betroffen oder unterversichert sind.
Präsident Clinton hat vor diesem Hintergrund `93/`94 versucht, eine Gesundheitsreform durchzusetzen. Demnach sollte jede Bürgerin und jeder Bürger einen staatlich garantierten Anspruch auf eine Krankenversicherung erhalten. Das größte innenpolitische Reformprojekt der Clinton-Administration scheiterte jedoch am Widerstand der Versicherungen und der Unternehmen, die 80 Prozent der Krankenversicherungskosten ihrer Beschäftigten hätten tragen müssen. Die heftig ausgetragene öffentliche Diskussion über die Reformbedürftigkeit führte zu ersten Veränderungen. Ende der neunziger Jahre waren 60 Prozent der versicherten Amerikaner Mitglied bei „managed-care-Organisationen“. Diese funktionieren nach dem
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Solidarprinzip und leisten einen ersten Beitrag zur Kostendämpfung. Dabei ist allerdings noch nicht absehbar, ob es sich um einen dauerhaften oder einmaligen Effekt handelt. 1
3. Definitionen
OECD
Die „Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ ist ein Forum, in dem die Regierungen von 30 demokratischen Marktwirtschaften zusammenarbeiten. Auch mit Nichtmitgliedsländern erfolgt ein Meinungsaustausch bei Themen von gemeinsamem Interesse. Die Organisation bietet den Rahmen, Politikerfahrungen zu vergleichen und Lösungen für gemeinsame Probleme zu suchen. Das OECD-Sekretariat in
Paris sammelt Daten, beobachtet Trends, analysiert und prognostiziert wirtschaftliche Entwicklungen. Die Datenbank der OECD erfasst die unterschiedlichsten Bereiche. Darunter z.B. Handel, Migration, Bildung, Industrie, Gesundheit u.v.a. Die OECD wird von den
Mitgliedsstaaten anteilig finanziert. Das Budget 2005 betrug 330 Millionen Dollar, die USA trugen knapp 25% des Etats. Gefolgt von Japan, Deutschland und Großbritannien. Die Amtssprachen der Organisation sind Englisch und Französisch. 2 Die Grafik zeigt die OECD Mitgliedsstaaten.
Gesundheitspolitik - Definition am Beispiel BRD
Die Gesundheitspolitik beschäftigt sich mit der Planung, Organisation, Steuerung und Finanzierung des Gesundheitssystems. In Deutschland sind das „Bundesministerium für Gesundheit“ (und in geringerem Umfang auch die Bundesländer) dafür zuständig mit Krankenkassen, Krankenhausträgern, Ärzten und Apothekern sowie der Pharmaindustrie zu verhandeln. Es wird sich auch um Gesetze und Verordnungen im Gesundheitswesen gekümmert. Die Themenschwerpunkte des Ministeriums sind: Gesundheit, Prävention, Pflege, Drogen + Sucht, Ressortforschung und Internationales.
Gesundheitssystem
Im Gesundheitssystem oder Gesundheitswesen eines Landes sind alle Organisationen, Personen, Regelungen, Einrichtungen und Prozesse zusammengefasst, deren Aufgabe die Förderung und Erhaltung der Gesundheit, Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten
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und Verletzungen ist. Die Hauptziele eines Gesundheitswesens sind (oder sollten sein) Zugang für alle, Qualität, Effizienz, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit. Der Schlüsseltext ([1] in den Quellenangaben) nennt ähnliche Punkte.
Ein Zentrales Steuerungsinstrument des Gesundheitswesens ist das Finanzierungs-System. Die OECD Länder lassen sich hiernach in 3 Typen einteilen, von denen es aber auch Mischformen gibt.
Typ Nationaler Gesundheitsdienst: Finanzierung aus Steuermitteln (GB, I)
Typ Sozialversicherung: Finanzierung durch gesetzliche Kranken-/ Pflichtversicherung (D, F)
Typ Privatversicherung: Finanzierung individuell oder durch Beiträge der Unternehmen (USA) . 3
Das Gesundheitssystem in den USA
Disease-Management/Managed-Care in den USA
Zwischen den Gesundheitswesen in Deutschland und den USA besteht ein großer Unterschied: In Amerika ist die Gesundheitsversorgung nicht Bundeseinheitlich geregelt. Nicht allen Bürgern wird der gleiche, wohnortnahe Zugang, unabhängig von Alter, Geschlecht, Einkommen und Familienstand geboten. Die Gesundheitssysteme der einzelnen Staaten sind zudem sehr unterschiedlich. Es gibt aber hunderte, ähnlich strukturierte Disease-Management Programme. Diese Programme gehen oft von der Privatwirtschaft -auch der pharmazeutischen Industrie- aus. 4
Kostenträger sind z.B.: HMO (Health-Maintenance-
bezeichnet ein bestimmtes Krankenversicherungs-Versorgungsmodell. Grundidee dieses Modells ist einerseits, dass Leistungserbringer im Gesundheitswesen (Ärzte, Physio-/Psycho/Ergotherapien, Logopädien, Ernährungsberatung usw.) nicht für die Krankheit, sondern für die Gesundheit ihrer Klientel bezahlt werden, und andererseits, dass ein Leistungserbringer keine finanzielle Belohnung für ausufernde Diagnose- und Therapiemaßnahmen erhält. Dies wird im ersten Ansatz so realisiert, dass eine Gemeinschaft aus Klienten und Leistungserbringern ein bestimmtes fixes Gesamtbudget hat, aus dem alle medizinischen Maßnahmen bezahlt werden. Der Leistungserbringer hat dadurch einen Sparanreiz, dass er den nicht verbrauchten Rest des Budgets als Einkommen hat, während sein Einkommen dann sinkt, wenn er höhere Kosten verursacht. Im Gegensatz dazu steigt im traditionellen Krankenkassensystem das
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Einkommen des Leistungserbringers umso mehr, je mehr Leistungen er erbringt, also je mehr Kosten er verursacht. 5
Medicaid
Ein Krankenversicherungssystem der USA für Bürger mit geringem
Einkommen, welches von den Bundesstaaten organisiert und zum Teil von Bundesstaat und Bundesregierung finanziert wird, ist „Medicaid“. Hier sind Personen mit geringem Einkommen, Kinder, behinderte- und ältere Menschen versichert. Medicaid ist eine sozialhilfeartige Leistung, die als Kriterium für die Bedürftigkeit eine signifikante Verarmung des Empfängers voraussetzt. 1965, im Rahmen des „Social Security Act“ entstanden, hat jeder Staat sein eigenes, unterschiedlich gestaltetes und benanntes Medicaid Programm. Die Programme werden zentral vom CMS Überwacht. Die Abwicklung wird teils von privaten Versicherungsgesellschaften übernommen, teils nimmt der Bundesstaat selber z.B. Ärzte unter Vertrag. In den meisten Staatshaushalten ist Medicaid der größte Posten. Im Schnitt verschlingt das Programm ¼ der Ausgaben. Die zentrale Überwachungsstelle CMS sagt, dass im Jahr 2001 über 46 Millionen Amerikaner mit Gesundheitsdienstleistungen aus dem Medicaid Programm versorgt wurden. Im Pflegefall bekommen pflegebedürftige Personen von Medicaid erst dann Leistungen, wenn sie keine eigenen Mittel mehr besitzen. In den meisten Fällen finanzieren betroffene z.B. einen Aufenthalt im Pflegeheim solange selber, bis die eigenen Mittel aufgebraucht sind. 6
Medicare
Das öffentliche Krankenversicherungssystem „Medicare“ wurde für Bürger ab einem Alter von 65 Jahren und für behinderte Menschen eingerichtet. Medicare ist teils steuer- und teils beitragsfinanziert.
Etwa 6,5 Millionen Amerikaner sind in beiden Programmen gleichzeitig Mitglied. Sie erfüllen also die Aufnahmekriterien für Medicaid und Medicare gleichzeitig. 7
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Arbeit zitieren:
Dipl.Ing.(FH) Lars Rehberg, 2006, Länderstudie USA - Gesundheitspolitik/Gesundheitssystem, München, GRIN Verlag GmbH
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