Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis......................................................................................................................... II II
Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
2. Volkswirtschaftliche Betrachtung des internationalen Emissionszertifikatehandels 3
2.1 Einführung eines Modells mit reglementiertem Emissionshandelssystem 3
2.2 Folgen des Emissionszertifikatehandels im Inland 5
2.3 Folgen des Emissionszertifikatehandels im Ausland 5
3. Betrachtung aktueller Systeme 9
3.1 Das Kyoto Protokoll 9
3.2 Problematik, Struktur und Funktionsweise des Emissionshandels 12
3.2.1 Emissionszertifikate - Definition und Funktion 12
3.2.3 Handel, Clean Development Mechanisms, Joint Implementation 15
3.2.4 Das Problem der Hot-Air 18
3.3 Das Europäische Emissions Trading System - Vorreiterrolle? 19
3.3.1 CDM und JI als Wohlfahrtsverlustminimierer 19
3.3.2 Wohlfahrtsverluste durch Emissionshandel 20
3.4 Die Entwicklung außerhalb des Kyoto Protokolls 21
4. Fazit und Ausblick 23
5. Literaturverzeichnis 25
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 : World primary energy demand by fuel 2
Abbildung 2 : Weltweiter CO2 Ausstoß von 1971 2030 3
Abbildung 3 : Domestic response to foreign emission reductions in an open economy. 6
Abbildung 4 : Marginal abatement cost curves and efficiency. 7
Abbildung 5 : Die größten CO2 Emittenten 1971 2030 11
Abbildung 6 : Funktionsweise des Emissionshandels 13
Abbildung 7 : Cap and trade 13
Abbildung 8 : CO2 Handel birgt Anreiz zu Innovation 14
Abbildung 9 : Expected average annual CERs from registered projects by host party 17
Abbildung 10 : CDM Projects Locations 17
Abbildung 11 : Unterschiede zwischen CDM und JI 18
Abbildung 12 : Welfare Effects Relative to „Business-As Usual“ in the Different Scenarios 20
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1 : Countries included in Annex B to the Kyoto Protocol and their emissions targets 10
Abkürzungsverzeichnis
CDM Clean Development Mechanisms
CER Certified Emissions Reductions
EGV Europäischer Gemeinschaftsvertrag
ETS Emissions Trade System
JI Joint Implementation
UNFCCC United Nations Framework Convention on Climate Change
WTO World Trade Organization
III
1. Einleitung
Globalisierung und Liberalisierung sind die offensichtlichen Trends, auf die die Weltwirtschaft langfristig zusteuert. Globale Handelsräume in denen immer weniger tarifäre und nicht-tarifäre Handelshemmnisse bestehen entwickeln sich überall auf der Welt. Sie sorgen, unter idealtypischen Bedingungen, für ein nachhaltiges Wachsen der Weltwirtschaft.
Diese zunehmende Dynamik einer sich vergrößernden Weltwirtschaft stellt uns daher immer wieder vor neue, internationale Herausforderungen. Diese können in der Regel auch nur durch internationale Zusammenarbeit und multilaterale Verhandlungen überwunden werden. Die in dieser Arbeit verfolgte Perspektive gründet sich auf den speziellen umweltpolitischen Problemen, die die Globalisierung der Weltwirtschaft unter zunehmender Dynamisierung mit sich bringt.
Abbildung 1 zeigt, wie sich der weltweite Energiebedarf in den vergangenen Jahrzehnten gesteigert hat. Weiter sieht man, wie er auch in Zukunft in Anbetracht des starken Wachstums der aufstrebenden Märkte der Entwicklungsländer, insbesondere Asiens und Lateinamerikas weiter steigen wird. Hervorzuheben ist, dass der Anteil des fossilen Brennstoffbedarfs weiter zunimmt. Somit kommt es weltweit zu einer Fortsetzung des Trends zu übermäßigem CO 2 -Ausstoß, wie Abbildung 2 zeigt.
Eine Erwärmung des Weltklimas ist die Folge dieses Trends und wirkt sich somit verheerend auf die klimatischen und geologischen Gegebenheiten auf der Erde aus. Mitte der neunziger Jahre wurden die ersten Versuche gestartet, auf einer multilateralen Ebene diesem negativen Trend Einhalt zu gewähren. 1994 trat die UNFCCC in Kraft, welcher nahezu alle Staaten der Erde als Mitglieder beiwohnen. Die UNFCCC hat folgende Leitsätze zum Ziel:
• Informationssammlung und -austausch über Treibhausgasemissionen, nationale Politik und Optimierungspotentiale.
• Implementierung nationaler Strategien für den Umgang mit Treibhausgasemissionen unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen der Bereitstellung finanzieller und technologischer Unterstützung an Entwicklungsländer.
• Zusammenarbeit bei der Vorbereitung für Maßnahmen im Falle von Auswirkungen des Klimawandels. (Vgl. o. V.: UNFCCC Website 2006)
1
Die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre war geprägt vom Bestreben, einen internationalen Konsens auf dem Gebiet des Klimaschutzes anzustreben. Im Dezember des Jahres 1997 gipfelten diese Bemühungen in Verhandlungen über eine Begrenzung des weltweiten Ausstoßes von Treibhausgasen. Das in Kyoto ausgehandelte Protokoll trat mit Wirkung zum 1. Januar 2005 in Kraft. Es legte den Grundstein für eine neue, internationale Umweltpolitik und markierte gleichzeitig den Start zu einem Handel mit Emissionszertifikaten über ein reglementiertes System. (Vgl. o. V.: UNFCCC Website 2006)
Diese Arbeit richtet ihren Fokus auf diese Systeme zum Handel mit Emissionszertifikaten. Im ersten Teil folgt eine volkswirtschaftstheoretische Betrachtungsweise, um die makroökonomischen Wirkungen solcher Systeme aufzuzeigen. Der zweite Teil soll insbesondere auf die aus dem Kyoto Protokoll entsprungenen Handelssysteme für Emissionszertifikate und deren Funktionsweise abzielen. Gegenstand der Arbeit ist eine Folgenabschätzung der Implementierung von Emissionshandelssystemen in der Weltwirtschaft. Es soll überprüft werden, ob es im Rahmen eines internationalen Handels mit Emissionszertifikaten zu ökonomischen und ökologischen Verlusten kommt.
Abbildung 1: World primary energy demand by fuel
(United Nations Website 2006, http://unfccc.int/files/meetings/seminar/application/vnd.ms-powerpoint/sem_pre_netherlands.ppt, zugegriffen am 20.11.2006)
2
Abbildung 2: Weltweiter CO2-Ausstoß von 1971 - 2030
(BBC News,
http://news.bbc.co.uk/1/shared/spl/hi/pop_ups/04/sci_nat_global_energy_crisis/html/2.stm, zugegriffen am 20.11.2006)
2. Volkswirtschaftliche Betrachtung des internationalen
Emissionszertifikatehandels
2.1 Einführung eines Modells mit reglementiertem Emissionshandelssystem
Die volkswirtschaftliche Betrachtung soll hier anhand eines von Copeland und Taylor angenommenen Modells nachverfolgt werden. In diesem Modell gelten besondere Annahmen. Anzumerken ist, dass die für diese Arbeit gewählten Annahmen im Modell sich möglichst nah an der Wirklichkeit orientieren, um den Ergebnissen eine möglichst hohe Realitätsnähe zu verleihen.
Zur Vermeidung des externen Effekts, welcher durch die Treibhausgasemissionen verursacht wird, wird hier eine Zertifikatslösung eingeführt. Kernelement eines Modells für den Handel mit Emissionsberechtigungen ist ein Emissionszertifikat, welches den Besitzer zum Ausstoß einer gewissen Menge an CO 2 Kohlendioxid oder -äquivalent berechtigt. In einem eigens zum Handel dieser Zertifikate geschaffenen Markt können diese erworben, veräußert und übertragen werden.
3
Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit eines solchen Marktes ist die Schaffung eines allgemein anerkannten Regelkatalogs. Dieser wandelt ein - zunächst - grundsätzlich kostenfreies Gut in ein handelbares, Marktmechanismen unterworfenes Gut um. Es wird also dem Besitz oder Gebrauch solcher Zertifikate eine Nutzen stiftende Eigenschaft zugewiesen. (Anm.: Nicht zu verwechseln mit dem allgemeinen Übel der Emission an sich) Dies erzeugt automatisch eine Teilung der Welt in zwei Gruppen:
• Gruppe der Markteilnehmer (zwei ökonomisch identische Länder A und B; A+B = Inland) und
• Gruppe der Außenstehenden (Ausland)
Es wird hier angenommen, dass Emissionshandelssysteme nur in den Ländern A und B installiert werden und Land A Zertifikate von B importiert. (Vgl. Copeland / Taylor 2005, S. 225)
Die Gruppe der Außenstehenden (Ausland) hat, im Gegensatz zu den Marktteilnehmern, nicht das Regelwerk akzeptiert und ist ihm somit nicht unterworfen. Weiter muss eine vertragliche Vereinbarung über die Gesamtmenge an Zertifikaten festgelegt werden. Nur diese garantiert ein weiteres Ansteigen der Emissionen innerhalb des Regelungssystems. Die Höhe dieser Menge sollte dann unterhalb einer als umweltverträglich geltenden Menge liegen, um dem Ziel einer Emissionsreduktion zum Schutze der Umwelt gerecht zu werden. Resultierend daraus wird sich auf dem Markt für Emissionszertifikate ein Preis entwickeln, der sich am Angebot und an der Nachfrage nach Zertifikaten orientiert. (Vgl. Stewing 2004, S. 9ff)
Zum Zeitpunkt der Einführung des Systems muss eine Regelung über die Zuteilung der Zertifikate getroffen werden. Diese Aufgabe übernehmen in der Regel übergeordnete Institutionen einer Volkswirtschaft, wie zum Beispiel der Staat. Um die Wirksamkeit des Systems zu gewährleisten muss in der Rahmenvereinbarung ein Strafsystem verankert werden, das die Konsequenzen bei Zielabweichungen regelt. (Vgl. Stewing 2004, Vorwort, S. 9ff) Zur Vereinfachung werden die internationalen Güter in zwei Kategorien aufgeteilt:
• Emissionsintensive Güter und
• Emissionsarme Güter
Land A hat sich auf die Produktion emissionsarmer Güter spezialisiert, Land B ist nicht spezialisiert und das Ausland hat einen komparativen Vorteil bei der Produktion emissionsintensiver Güter. Außerdem herrscht weltweit Freihandel von Gütern.
In den nachfolgenden Abschnitten sollen die Folgen des Handels mit Emissionszertifikaten innerhalb und außerhalb des Regelungssystems aufgezeigt werden.
4
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Ilyas Bora, 2006, Internationaler Handel mit Emissionszertifikaten, Munich, GRIN Publishing GmbH
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