Einstellungen
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Die kognitive Dissonanztheorie als Erklärung zur Einstellungsfindung
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Was sind Einstellungen? 4
2.1. Merkmale von Eigenschaften 4
2.2. Einstellungskomponente 5
3. Die Theorie der kognitiven Dissonanz 7
3.1. Grundbegriffe der Dissonanztheorie 8
3.1.1. Kognition 8
3.1.2. Dissonanz und Konsonanz 8
3.2. Die Entstehung der kognitiven Dissonanz 10
3.3. Die Stärke der Dissonanz 11
3.4. Die Reduktion der kognitiven Dissonanz 13
3.5. Reduktionsmöglichkeiten 13
3.5.2. Änderung eines kognitiven Elements des Verhaltens 14
3.5.3. Änderung eines kognitiven Elements der Umwelt 15
3.5.4. Hinzufügen neuer kognitiver Elemente durch selektive Informationssuche 15
4. Veranschaulichung der Theorie durch ein eigenes Beispiel 17
5. Zusammenfassung der Ergebnisse, Kritik und eigene Meinung 19
Literatur 21
1. Einleitung
Das Thema Einstellungen habe ich gewählt, da es mich interessierte, wieso ich mich lange nicht für ein Thema entscheiden konnte. Es kamen immer neue Themen hinzu, die ich auf einmal viel interessanter fand.
Meine Studienarbeit soll nun anhand der kognitiven Dissonanztheorie erläutern, warum Menschen aus vielen Einstellungsmöglichkeiten, eine bestimmte Einstellung haben. Als Einführung stelle man sich folgende Situation vor:
- In einem schönen gemütlichen Restaurant, sitzen abends viele Leute, die es sich bei einem guten Glas Wein schmecken lassen.
- An manchen Tischen wird noch gegessen und manche sind schon mit dem Essen fertig.
- Eine Person an einem Tisch zündet sich eine Zigarette an, und beginnt sie genussvoll nach dem Essen zu rauchen.
- Von den Nachbartischen schauen Gäste die rauchende Person böse an. Am liebsten würden sie an den Tisch gehen und sie bitten, das Rauchen zu unterlassen. - Andere Personen gelüstet es in diesem Moment auch eine Zigarette zu rauchen. - Wiederum andere Personen im Restaurant, stört es nicht, dass geraucht wird. - An einem Tisch fällt die Frage „ Was halten Sie vom Rauchen? “ Auf diese Frage würden unterschiedliche Antworten kommen. Das ist nur ein Beispiel für eine Frage nach Einstellungen. Täglich werden wir mit solchen Fragen nach unserer Einstellungen konfrontiert. Wir richten unser Verhalten und unser Handeln nach unseren Einstellungen aus. Ist eine Person gegen das Rauchen bzw. mag es nicht, ist ihr Handeln nicht zu rauchen.
Jeder Person ist klar, dass es kein Individuum gibt, ohne Einstellungen. Aber was genau sind Einstellungen? Und wie wird die Entscheidung getroffen, welche Einstellung man hat?
In meiner Studienarbeit gehe ich davon aus, dass eine bestimmte Einstellung schon vorhanden ist. Ich werde erklären, durch welche Möglichkeiten die Einstellung gefestigt oder verändert werden kann.
2. Was sind Einstellungen?
In der Literatur gibt es keine einheitliche Definition von „Einstellungen“. Deswegen versuche ich, um den Einstellungsbegriff zu definieren und zu verdeutlichen, ihn anhand von Eigenschaftsmerkmalen zu erklären.
2.1. Merkmale von Eigenschaften
NAWRATIL (1994) beschreibt den Einstellungsbegriff als ein hypothetisches Konstrukt. Er erklärt diesen Begriff damit, dass Einstellungen etwas gedanklich Konstruiertes sind. Das bedeutet, dass Einstellungen Gedankengänge im Kopf des Menschen sind, die demnach von außen nicht beobachtbar sind.
Man kann jedoch durch das Verhalten eines Menschen Rückschlüsse auf die Einstellungen ziehen. Das Verhalten, das aus den Einstellungen resultiert, ist nach außen für die Mitmenschen sichtbar. Man kann also in gewisser Weise wahrnehmen, welche Gedankengänge sich in einem Menschen abspielen. Aber Menschen verhalten sich nicht immer entsprechend ihren Einstellungen. Man kann nur Rückschlüsse auf Einstellungen ziehen, wenn bei immer wiederkehrenden Situationen die gleichen Verhaltensweisen gezeigt werden. Diese Verhaltensweise kann zum Erklären von Verhalten dienen. Einstellungen werden im Laufe des Lebens erworben bzw. erlernt. Einstellungen können zum Beispiel durch Erfahrungen, Erziehung, Beeinflussung durch Werbung oder politische Propaganda entstehen.
Eine Einstellung ist zu dem immer objektbezogen, was bedeutet, dass jede Person eine bestimmte Einstellung zu allen Objekten hat, was sie umgibt. Einstellungsobjekte können Personen, konkrete Gegenstände oder Sachverhalte sein. Sachverhalte können beispielsweise Geburtenkontrolle, Kirche, Probleme, Mutterrolle vs. Karriere, der Nachbar oder Vorgesetzte sein.
Eine Einstellung ist entweder positiv oder negativ ausgerichtet (siehe: affektive Komponente).
Je nach Person, variiert die Bedeutsamkeit der Einstellung. Für eine Person kann ein Objekt eine unwichtige Rolle spielen. Für eine andere Person hingegen, hat genau das gleiche Objekt, eine total große Bedeutung.
Einstellungen sind relativ lang andauernd. Eine neu gewonnen Einstellung wird nicht nur einmal „gezeigt“, sondern wird normalerweise für das restliche Leben beibehalten. NAWRATIL (1994) meint damit, dass eine Einstellung gegenüber einem Einstellungsobjekt nicht verschwinden kann, man kann aber die Einstellung ändern. 1 , 2
2.2. Einstellungskomponente
MANN (1997) sagt, dass es viele Arten von Einstellungen (beispielsweise Vorurteile, Selbstwertgefühle oder Wertvorstellungen) gibt, an deren Erscheinung viele psychologische Prozesse beteiligt sind. Eine Einstellung ist eine komplexe Einheit, die gewöhnlicher Weise aus drei Komponenten besteht. 3
Die kognitive Komponente (Denkkomponente) entsteht aus der Wahrnehmung, Ansicht und den gebildeten Stereotypen des Individuums. Das heißt, sie entwickelt sich aus den Vorstellungen einer Person gegenüber einem Objekt. 4 Diese Vorstellungen werden beispielsweise durch Wissen, Überzeugungen, Ideen, Gedanken oder Vermutungen über das Einstellungsobjekt erlangt. 5
Eine weitere Komponente ist die affektive Komponente oder auch Gefühlskomponente genannt. Wir empfinden etwas gegenüber dem Einstellungsobjekt. Diese Gefühle zeigen sich meist durch ein „Für“ oder „Gegen“ (positiv oder negativ) und „Mögen“ oder „Nicht-Mögen“(ablehnend oder zustimmend).
1 Vgl. HEIDENREICH 1998, 219-221.
2 Vgl. NAWRATIL 1994, 74-76.
3 Vgl. MANN 1997, 165.
4 Vgl. MANN 1997, 165.
5 Vgl. HEIDENREICH 1998, 222.
Die affektive Komponente wird oft als Kern einer Einstellung bezeichnet, da sie der Einstellung einen handlungsaktivierenden Charakter gibt. HEIDENREICH (1998) meint damit, dass die Entscheidung zu handeln oder nicht zu handeln, von unseren Gefühlen abhängt. 6
Die dritte Komponente ist die konative oder verhaltensmäßige Komponente. Sie drückt gegenüber dem Einstellungsobjekt die Verhaltensabsicht aus, das heißt wie sich die Person dem Objekt gegenüber verhält. 7
So entsteht das Drei-Komponenten-Modell (kognitiv-affektiv-konativ). Ich werde in dieser Studienarbeit nur auf die kognitiven Komponenten und deren Änderung eingehen.
6 Vgl. HEIDENREICH 1998, 222.
7 Vgl. HEIDENREICH 1998, 223.
Arbeit zitieren:
2006, Einstellungen - Die kognitive Dissonanztheorie , München, GRIN Verlag GmbH
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