Hochschule Bremen
Seminar: Verkehrsökonomie
Methoden des Benchmarking
von: Henning Schmidt
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Definitionen 4
3. Geschichte des Benchmarkings 6
4. Arten des Benchmarkings 8
5. Gründe für und Ziele von Benchmarking als Methode 10
6. Komponenten des Benchmarking-Prozesses 11
7. Determinanten im Benchmarking-Prozess 13
8. Schlussfolgerung 17
Literaturverzeichnis 18
1. Einleitung
Diese Hausarbeit soll die Methoden des Benchmarkings als Konzept bearbeiten. Es geht dabei sowohl um die Einordnung von Benchmarking und der zugehörigen Begriffe im Verhältnis zu einem Betrieb als auch um die konzeptionellen Schwächen der Methode und ihre immanenten Bedingungen für eine erfolgreiche Nutzung. Benchmarking als Methode ist seit den 90ern ein fester Begriff im Management (Yasin, 2002, p. 219; Graham, 2005, p. 99) und hat sich seit der Erfindung in den 70ern weiterentwickelt, wobei fraglich bleibt, ob sie sich in einer konzeptionellen Stagnations- oder in einer Weiterentwicklungsphase befindet. Um diese Frage der Nutzbarkeit von Benchmarking und die Frage der weiteren Entwicklungsperspektive zu beantworten, werden die folgenden Analyseschritte benutzt. Zunächst werden die Definitionen für die verwendeten Begriffe erarbeitet und eine Arbeitsdefinition des Begriffs Benchmarkings erstellt. Dann wird kurz die Geschichte und die Entwicklung des Themas Benchmarkings aufgezeigt, anschließend werden die unterschiedlichen Möglichkeiten der Einordnung von Benchmarking aufgezeigt. In diesem Abschnitt wird ebenfalls eine Arbeitslösung erstellt.
Nach einer Erläuterung der Beweggründe für Benchmarking und seiner Komponenten, nur bei letzterer wird wieder auf eine Lösung geschlossen, wird aufgezeigt, welche Determinanten innerhalb des Prozesses bestehen. Auf die Darstellung von Modellen wird verzichtet, weil hier vielmehr das Prinzip von Benchmarking als einzelne Modelle dargestellt werden soll, da Benchmarking immer an die zu messende Organisation angepasst werden muss und somit auch die gängigsten Modelle nur einen von vielen Ansätzen wieder spiegeln, nicht aber auf die Einflussgrößen eingehen, die Benchmarking als Management Methode ausmachen. Auf diesen Ausführungen basierend wird gezeigt, was bei der Implementierung von BM-Resultaten wichtig ist. Aus diesem Kontrast wird aufgezeigt, welche konzeptionellen Lücken im BM-Prozess bestehen. Nach einer kurzen Zusammenfassung wird geschlossen, dass BM als Methode genauso gut wie gefährlich ist, abhängig von der jeweiligen Umgebung seiner Anwendung und den Fähigkeiten der Anwendenden.
2. Definitionen
Dieser Abschnitt bearbeitet die Begriffe, die Benchmarking und sein Umfeld beschreiben. Es geht nicht darum, eine eindeutige Definition des Begriffs Benchmarking zu finden, sondern vielmehr darum die Methode Benchmarking im Zusammenhang mit seinem Umfeld darzustellen. Grundlage dieses Ansatzes ist, dass man Benchmarking als Fortsetzung von Total Quality Management ( abgekürzt TQM von hier an) betrachten kann (s. Ramabadron et al, 1997).
a. Definition Produktivität
Produktivität ist das Verhältnis von Outputs zu Inputs. Je höher der Output aus einer bestimmten Menge Inputs, umso höher die Produktivität (Sarkis et al, 2003). b. Definition des Begriffs Total Quality Management TQM beinhaltet die Fokussierung eines gesamten Betriebs bzw. einer Organisation auf Kundenorientierung, kontinuierliche Verbesserung und Einbeziehung von Mitarbeitern in betriebliche Prozesse (Ramabadron et al, 1997).
c. Definition Projekt
Es gibt eine Vielzahl von Definitionen zu diesem Begriff, hier reicht eine Definition, die auf die Einmaligkeit eines Projektes abzielt. Wichtig für diese Betrachtungen ist, dass ein Benchmarking-Projekt spezifische, individuell unterschiedliche Aufgaben hat und, dass das ausführende Team nach einem Projekt aufgelöst werden kann (und meist auch wird) (Ramabadron et al, 1997). Auf die Beziehungen zwischen diesen Charakteristika und der Entwicklung eines Projektes wird zu einem späteren Zeitpunkt eingegangen.
d. Definition Best Practice
„Best Practice“ bezieht sich im eigentlichen Sinne auf die beste, effizienteste Art, eine bestimmte Tätigkeit auszuüben. Im Zusammenhang mit Benchmarking gibt es hierbei aber zwei Einschränkungen. Zunächst ist dieser Begriff abhängig von den Vergleichen, die gezogen werden können, da zumeist keine universellen Informationen vorliegen. Außerdem sind Unternehmen, bei denen Aktivitäten verglichen werden, so unterschiedlich, dass das, was in einem Unternehmen sehr gut funktioniert, in einem anderen nicht gleich gut funktionieren muss (Beretta et al, 1998)
Mit diesen beiden Einschränkungen ist Best Practice als die effizienteste betriebliche Aktivität innerhalb einer Stichprobe zu verstehen. Effizienz bezieht sich hier auf das günstigste Verhältnis von Inputs zu Outputs.
e. Definition Benchmarking
Die Definitionen von Benchmarking variieren, abhängig davon wann und zu welchem Zweck sie erstellt wurden (Kyrö, 2003). Ein weites Verständnis erfasst Benchmarking als Methodologie, um von außerhalb des Unternehmens zu lernen (Beretta et al,1998), wobei allerdings nicht auf die Details der Methodik eingegangen wird. Sarkis et al führen diesen Gedanken fort, in dem sie angeben, „Benchmarking is a process (…) and not just the evaluation of data“ (Sarkis et al, 2003).
Eine sehr extensive Definition, die alle Aspekte der Methodik und der Umgebung eines Benchmarking-Prozesses umfasst, wird von Kyrö (Kyrö, 2003) erstellt, für die Zwecke dieser Hausarbeit ausreichend ist das Verständnis von Benchmarking als „Learning how to improve business activity, processes and management“ (Ahmed et al).
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Arbeit zitieren:
BA (Hons) Business Economics Henning Schmidt, 2006, Methoden des Benchmarking, München, GRIN Verlag GmbH
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