Inhalt
EINLEITUNG 3
DER ABT 4
DIE KLOSTERÄMTER DES BENEDIKTINERORDENS: 6
SCHLUSS: 9
QUELLEN: 9
LITERATUR: 9
Einleitung
In meiner Hausarbeit werde ich mich mit dem Thema Ämter im (Benediktiner-) Kloster beschäftigen.
Dabei will ich der Frage nachgehen, warum es in einem Kloster überhaupt so etwas wie ein Amt geben musste und in wieweit diese den Mönchen im Kloster von Nutzem waren. Ich beziehe mich hierbei auf den Benediktinerorden, welcher durch die Regel des heiligen Benedikt von Nursia (regula benedicti) entscheidend geprägt ist und ebenso auf dieser aufbaut. Die Regel geht sowohl auf die weltlichen Angelegenheiten als auch auf die geistlichen ein, mit der ein jeweiliges Amt konfrontiert werden könnte und ist daher unbedingt notwendig für Beschreibung und Deutung der Ämter.
Wichtig ist dies auch in Bezug auf die Funktion der jeweiligen Ämter und auch auf deren Bezeichnung, die sich von anderen Orden differenziert.
Ich habe mich dafür entschieden dem Abt ein eigenes Kapitel zu gewähren, denn dieses Amt ist meiner Meinung nach das wichtigste und kann nicht in einem kurzen Abschnitt abgehandelt werden.
Weiterhin werde ich die verschieden anderen Ämter charakterisieren und versuchen eine möglichst genaue Beschreibung zu geben.
Als beste und bekannteste Quelle ist die schon vorher erwähnte Regel des heiligen Benedikts heranzuziehen.
Der Abt
Zunächst stellt sich die Frage was ein Abt ist. Das Wort Abt leitet sich, nach der Interpretation Benedikts von Nursia, von Vater ab („Vater“> lat.-gr. „Abbas“), wie man in einem Auszug aus der Bibel (Der Brief des Paulus an die Römer. Kapitel 8. Absatz 15) sieht, den Benedikt auch in seiner regula verwendet:
„Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müßtet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater!“
Diese Stelle aus dem Römerbrief bezieht sich nach dem Wortsinn nicht auf Christus sondern auf den heiligen Vater. In seiner Regel gebraucht Benedikt diesen Auszug, um seinen Gedanken von der Vaterschaft des Abtes als des Vertreters Christi auszudrücken. (Vgl. Hegglin, S. 28 f.)
Allgemein gesprochen ist der Abt der Mittelpunkt im benediktinischen Kloster und im gesamten klösterlichen Leben. (Vgl. Hegglin, S.28) Er steht in der Pflicht dem Willen Gottes und der benediktinischen Regel zu entsprechen und seine Gemeinschaft für die er die Verantwortung trägt, dementsprechend zu führen. Die Rollen die er für sich dabei beanspruchen muss sind die des Vaters (wie schon sein Name besagt), des Lehrmeisters (magister), des Hausherrn (dominus abbas) und des Hirten (pastor), des Arztes (medicus), des Richters (iudicare) und Verwalter des Klosterbesitzes. Die wichtigste Aufgabe jedoch ist die Rettung der Seelen seiner Anvertrauten, was meint das er diese auf dem rechten Pfad halten soll unter Einhaltung der Regel Benedikts und falls sie einmal abweichen zurückführen zur Tugend eben dieser. All dies muss der Abt eines Klosters in sich vereinen. Daher kommt für dieses Amt nur jemand in Frage der „mit einem würdigen Lebenswandel die Befähigung verbindet andere in Weisheit zu lehren.“ (Regula, Kpt. 64)
So wird gewünscht, dass niemand diesen Posten übernimmt der nicht das auch vorlebt, was er versucht den anderen Mönchen beizubringen. Dabei ist es allerdings egal ob der Auserwählte in der Rangfolge weit unten steht, oder ob er relativ jung ist. Wichtig ist auch das der Abt, der ja innerhalb der Regeln Benedikts, mit fast allumfassenden Befugnissen ausgestattet ist, bei seinen Entscheidungen ein gutes Gespür für das richtige Maß besitzt. Dies bewies sich auch
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Patrik Hantzsch, 2006, Die Klosterämter im Benediktinerorden, Munich, GRIN Publishing GmbH
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