§ 18. Jhdt.: Nun auch Ashkenasische Juden (eher Unterschicht) aus London, Resteuropa und britischen Karibik-Kolonien
§ Siedlungsrichtung: von New England nach Georgia; aber auch nach Westen
§ Erste Synagogen in 5 Hafenstädten:
§ Newport (1677)
§ Savannah (1733)
§ Philadelphia (1745)
§ Charleston (1750)
§ Juden hauptsächlich (auch international shipping), Pelzhandel
Amerikanische Revolution
§ Unterstützten amerikanische Revolution, da sich die Briten in den Handel einmischten (Zölle)
§ Die wenigen Juden waren "whigs"; ca. 50 dienten im Militär (Anhänger der Revolution)
§ Trotz der Verfassung waren in einigen Staaten Religionstests vor der Bekleidung öffentlicher Ämter vorgeschrieben
§ 1st Amendment trennte Kirche und Staat
§ aber kein Wahlrecht für Juden
§ Juden eher Jeffersonians als Hamiltonians, ehre Republican-Democrats als Federalists (Jefferson war für wenig Zölle und Handelsbeschränkungen)
§ Juden in der Tammany Hall (Demokraten, NY) repräsentiert
§ Etwa 2000 Juden bis 1790
1.2. Deutsche Juden 1820-1880
Entwicklung
§ Deutsche Juden seit 1820 in den USA; Auswanderung begann aber erst 1830/1840 richtig
§ 1835 bereits 10 Synagogen in New York
§ 1825 ca. 500 Dt. Juden in NYC 1860 bereits 40.000 in NY
1820-1860 Gesamtzahl der Juden von 6.000 auf 150.000
§ Durch Niederschlagung der 1848er Revolutionen war die Auswanderung noch zusätzlich begünstigt (Juden Anhänger der Revolutionen)
§ 1843 B´nai B´rith mutual aid functions with the organizational structures of the Masonry
§ Jüdische Community nicht nur in Küstennähe; insgesamt über 150 jüdische Communities
§ Wichtigste im Mid-Westen: Cincinnati: 3.300 in 1850; 10.000 in 1860
§ Aufgrund des Gold Rauschs auch viele Juden in Kalifornien / San Francisco (u.a. auch Levi Straus à Levi´s); Juden aber meist Händler
§ Viele Juden aus dem Süd-Westen Deutschlands (50% aus Bayern) und später auch Preussen (auch Ostpreussen, Posen)
§ Waren eher arm; Wohlhabende blieben in Deutschland
§ Dt. Juden kamen im Rahmen der Gesamtdeutschen Auswanderungswelle; wurden nicht durch Einwanderungsbehörde oder Census offiziell erfaßt (nur Aufzeichnungen in den Synagogen)
§ Juden wanderten als Familien ein (s. Guggenheims) aber meistens Kettenmigration (erst einer, dann der Rest)
§ Viele Juden wußten bereits was sie erwartet, denn Benjamin Franklin´s Erfolgsstory wurde früh in Jiddische übersetzt
§ Dt. Juden fühlten sich vorrangig als Deutsche
§ Sahen einzigen Unterschied zwischen sich und den Amerikanern in der Religion; "Amerikaner jüdischen Glaubens"
§ Sprache: Deutsch; Englisch
Bürgerkrieg
§ Großteil der Juden lehnte Sklaverie ab und sympathisierte mit den Republikanern; aber Isaac Wise lehnte eine radikale Lösung der Sklaverei ab
§ Da Demokraten traditionelle Heimat der Minderheiten auch Anhänger unter den Juden
§ Zu diesem Zeitpunkt ca. 150.000 Juden in den USA (27 Mio. Gesamtbevölkerung)
§ Ca. 6-15.000 Juden in der Union Army des Nordens
§ Jehova hat die Israeliten von den Ägyptern befreit; Analogie zu den Schwarzen
§ 10-12.000 Juden in der Armee der Konföderation
§ viele Juden unter den Anhängern des Süden, da im Süden die politischen und sozialen Barrieren für Juden zuerst beseitigt wurden (erste Juden als Gouverneur in Georgia 1801; auch erster jüdischer Senatsabgeordneter aus dem Süden)
§ Judah Benjamin (Anwalt) als Secretary of War und später Secretary of State für den Süden
Berufe
§ Juden waren in Deutschland Handwerker, Rindertreiber, Händler und wenige Banker; lebten vor allem in Städten
§ In den USA waren sie oft Händler à Erfolg durch rasche Urbanisierung der USA begünstigt
§ Waren zuerst oft erst Hausierer bis sie Geld gespart hatten und dann ein Geschäft eröffnen konnten (ließen dann oft Familienmitglieder nachkommen) à Marcus Goldman: Goldman, Sachs & Co. Hausierer, dann Herrenbekleidungsgeschäft à Joseph Seligman
kam 1837, 1841 erstes Geschäft, etablierte sich mit Brüdern zu bedeutenden Finanziers
§ 1890 Untersuchung über den Status von Juden; 10.000 Juden (eingewandert um 1850-1880: 50% Geschäftsmänner; 20% White Collar jobs; 5% Banker, 2% Farmer; nur 1% unskilled workers
§ Motive: Dt. Juden suchten in den USA Diskriminierungsfreiheit und Gleichheit (spezielle Steuern und Bestimmungen in D)
Unterschiede zu anderen Deutschen
§ Return Migration: 15% aller Deutschen kehrten zurück, aber nur 5% der Juden
§ Deutsche waren oft Analphabeten; Juden konnten lesen, da sie ihre Gebetsbücher lesen mußten à Vorteil für Juden
§ Doppel-Vorurteile: Juden waren Ausländer und Nicht-Christen
Religion
§ 1830/1840: Einwanderung dt. Liberaler Juden
§ Bewegung von Orthodoxie zum Reformjudentum, eine Annäherung an protestanische Liturgie
§ 3 jüdische Gruppen in den USA: Reform-, konservative- und orthodoxe Juden
à alle dynamischer als anderswo
§ Juden in Deutschland erhielten 1871 Gleichberechtigung à Aufstieg der Juden in Deutschland und Österreich
§ Führer der Reformjuden war Isaac Wise (aber nicht Orthodoxe)
§ Wurde Führer der dt. Juden
§ Aber Konflikte mit Orthodoxen
§ Kämpfte erfolgreich gegen Schulgebet
§ Verbündete sich mich Katholiken
§ Gründete erste Reformgemeinde
§ Juden "als amerikanische Bürger mit israelitischer Religion"
1.3. Juden aus Osteuropa 1880-1930
§ 1880: ca. 250.000 Juden in den USA; weniger als 50.000 aus Osteuropa
§ Zunahme der Juden von 1.5 Mio. auf 7 Mio. im 19. Jhdt.; doppelt so schnelles Wachstum wie Gesamtbevölkerung der USA
§ à Wegen religiöser Verfolgung
§ 1924 Congress Einwanderungsbeschränkung der Osteuropäer; zu diesem Zeitpunkt 4 Mio. Juden; 3 Mio. Davon aus Osteuropa stammend (inkl. 2nd & 3rd Generation)
Motive und die Auswanderung
§ Auswanderung aus zwei Gründen:
§
Wirtschaftliche Gründe; Verbesserung des
§ Zunahme der religiösen Verfolgung seit 1881
§ Verfolgung in Rußland:
§
Nach der Ermordung des Zars Alexander II 1881
§ 1891 wurden 20.000 Juden per Gesetz aus Moskau
§ Aufgrund des Russisch-Japanischen Krieges (1905) und
§ Erst nach der bolschewistischen Revolution (1917) wurde
§ Auswanderung aus Rußland schwierig: Juden reisten oft erst nach Deutschland, weil die Schiffahrt von dort aus billiger war; außerdem Schwierigkeiten bei der Ausreise aus Rußland für Männer im Militär-Alter
§ Reise durch Deutschland in versiegelten Zügen; waren in Deutschland nicht willkommen
Eigenschaften der Auswanderer aus Rußland
§ Relativ jung, arm und ungebildet
§ Industriearbeiter (needle trades) wanderten aus; Händler blieben à nicht Bevölkerungsrepräsentativ für jüdische Bevölkerung Osteuropas à Juden der Mittelschicht fanden Möglichkeiten auch weiter in Europa tätig zu sein; die Ärmsten wanderten aus
à Einwanderer: 5% Geschäftsleute; 1,3% mit Berufsausbildung (ca. 1900)
§ Lebensumstände: arm, working poor in ethnischen Enklaven, tenement housing; bildeten selbst Ghettos (konnten jiddisch und russisch sprechen) à 1910: 500.000 Juden in New Yorks Lower East-side
§ Juden wollten in den USA bleiben: nur 5% kamen zurück (deutlich weniger als andere Einwanderer)
§ Als Folge der stetigen Einwanderung war der Frauenanteil sehr hoch (45%)
§ Einwanderer kamen auf Ellis Island an; 70% der osteurop. Juden blieben in NYC; Rest in Städte im Nord-Osten und Mid-Westen
§ 1820 25% aller Juden in New York
1860 33% "-"
1920 50% "-" (25% der Bevölkerung dort) à insgesamt 60% aller Juden zwischen Boston und Baltimore
§ 1880 0,6% der Bev. Juden; 1917 bereits 3,5% aufgrund der russischen Juden
§ 1910 Juden stellten ca. 10% der Bevölkerung in Chicago, Cleveland und Philadelphia
§ Sprache: Jiddisch; blieben unter sich
§ Einwanderer lebten "für die Kinder"; ihnen war bewußt, dass sie selbst arm bleiben würden
§ Zur Jahrhundertwende waren die Mehrheit der Juden Anhänger der Republikaner (political expression of business enterprise); Anzeichen dafür, dass sie sich als "normale" Amerikaner sahen
Berufe
§ Konzentration in der Textilbranche: 75% der Arbeiter war osteuropäische Juden; die meisten Fabriken gehörten auch osteuropäischen Juden (Triangel Shirt Waist Fire von 1911 in jüdischer Fabrik)
§ Im Gegensatz zu anderen Einwanderern arbeiteten die Juden oft auch für andere Juden
§ Großteil waren skilled workers
§ Aufgrund der sozialistischen Ideen in der Heimat organisierten sich jüdische Arbeiter schon bald in Gewerkschaften die jüdisch-dominiert waren (andere Gewerkschaften erst eine Generation später)
§ 20% der osteuropäischen Juden waren Händler (pushcarts, stores etc.)
Kulturelle Unterschiede
§ Osteuropäische Juden unterschieden sich kulturell deutlich von deutschen und iberischen Juden:
§ Communal tradition: shtetls (self-contained rural communites); landsmannschafftn (Juden aus dem gleichen Ort; unterstützten Familien in den Heimatorten)
§ Sozialistische und zionistische Überzeugungen (im Gegensatz zu antizionistischen amerik. Juden)
§ Zionisten verstanden sich als Angehörige des jüdischen Volkes und nicht als Amerikaner jüdischen Glaubens (wie die dt. Juden)
§ Konflikte zwischen uptown German-American-Jews und downton Eastern European Jews
§ German-American-Jews waren die religiösen und politischen Ansichten der Osteuropäischen Juden unangenehm
§ Den dt. Juden waren die osteurop. z.T. zu arm; sie befürchteten auch, dass sie Antisemitismus hervorrufen könnten
§ Jiddisch wurde von dt. Juden geringschätzig als Akzent betrachtet
§ Trotzdem war die bestehende jüdische Gemeinschaft eine große Hilfe für die Osteurop. Juden:
§
Gaben finanzielle Hilfe an Neuankömmlinge und den
§ Jüdische Arme sollte kein Problem der Gesellschaft
Arbeit zitieren:
Reza Mir Heidari, 2002, Juden in den USA, München, GRIN Verlag GmbH
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Gesellschaft & Moral: Das richtige Mass von Autonomie und Autoritä...
Hausarbeit, 16 Seiten
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El Evangelio de Judas: Y la Formacion del Cristianismo = Reading Judas
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