Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
Abbildungsverzeichnis 3
1 Einleitung 4
2 E-Learning Grundwissen 5
2.1 Begriff 5
2.2 Formen 5
2.2.1 Computer-Based Training (CBT) 5
2.2.2 Web-Based Training (WBT) 7
2.2.3 Virtuelle Seminare 9
2.2.4 Lernplattformen Lern-Portale und Learning Management Systeme (LMS) 10
2.2.5 Learning Content Management Systeme (LCMS) 12
2.3 Blended Learning 14
2.3.1 Begriff 14
2.3.2 Blended Learning ein Szenario und seine Voraussetzungen 14
3 E-Learning Kosten Nutzenabwägungen 16
3.1 Exkurs: Hauptmethoden zur Wirtschaftlichkeitsanalyse 16
3.1.1 Return on Invest(ment) (ROI) 16
3.1.2 Kosten-Nutzen Analyse (KNA) 17
3.2 Kosten auf Unternehmens und institutionaler Ebene 19
3.2.1 Kostentypen 19
3.2.2 Kostenkategorien 21
3.3 Kosten auf der individuellen Ebene 25
3.4 Nutzeffekte 26
3.4.1 Arbeitsplatz und Individualebene 27
3.4.2 Unternehmensweite Ebene 28
3.4.3 Zwischenbetriebliche Ebene 29
3.5 Fallbeispiel zur Vorgehensweise ROI-Betrachtung 30
3.5.1 Exkurs: Business Case 30
3.5.2 Betrachtung des ROI einer Lernplattform 31
4 Schlussbetrachtung 34
Literaturverzeichnis 35
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Matrixdarstellung(1) der e-Learning Formen 7
Abbildung 2: Matrixdarstellung(2) der e-Learning Formen 8
Abbildung 3: Vor und Nachteile von CBT und WBT 9
Abbildung 4: Matrixdarstellung(3) der e-Learning Formen 10
Abbildung 5: Matrixdarstellung(4) der e-Learning Formen 11
Abbildung 6: Die Architektur von Learning Management Systemen 12
Abbildung 7: Die Architektur von Learning Content Management Systemen 13
Abbildung 8: Berechnung des ROI 16
Abbildung 9: Die verschiedenen Schritte einer KNA 17
Abbildung 10: Preismodelle und Beispiele für e-Learning Lösungen 19
Abbildung 11: Kosten entlang des Einführungsprozesses 20
Abbildung 12: Kosten pro Stunde Teachware 23
Abbildung 13: Kostenmodellierung von Kursen 25
Abbildung 14: Ebenenmodell zur Systematisierung von Nutzeffekten 27
Abbildung 15: Nutzeffekte mit einer kostenändernden Wirkung 28
Abbildung 16: Einsparpotenzial durch den Einsatz von e-Learning 29
Abbildung 17: Nutzenpotenziale von e-Learning in der betrieblichen Bildung 30
Abbildung 18: Einsparpotenziale durch ein LMS 32
Abbildung 19: Kostenblöcke durch ein LMS 32
Abbildung 20: Berechnung des Business Case 33
1 Einleitung
Unsere Gesellschaft befindet sich im Wandel von der Dienstleistungs- zur Wissensge- sellschaft, immer öfter und im größeren Rahmen wird uns dies in den unterschiedlichs- ten Medien dargelegt. Längst ist diese Tatsache auch in den Chefetagen deutscher Un- ternehmen angekommen und bewirkt dort ein Umdenken hinsichtlich der betrieblichen Aus- und Weiterbildung als Teil des gesamten Wissensmanagements im Unternehmen. Wissen wird als Produktionsfaktor begriffen, es gilt dieses Wissen greifbar zu machen, im Unternehmen zu verteilen und zu bewahren, um sich Wettbewerbsvorteile gegenüber Konkurrenten zu sichern.
Die enorme Geschwindigkeit des technischen Fortschritts verlangt eine ständige Anpas- sung des Wissens an die Erfordernisse. Dieser Fakt ist unter dem Stichwort „lebenslan- ges Lernen“ in aller Munde und bringt uns auf den Inhalt dieser Arbeit, dem e-Learning. Ständig wachsender Kostendruck und der Wunsch nach Wettbewerbsvorteilen durch oben beschriebenen richtigen Umgang mit dem Wissen der Organisation, ließen Maß- nahmen des e-Learnings anfangs als das Allheilmittel erscheinen. Wie auch in anderen Bereichen, denken wir an den Neuen Markt, führte dies zu einem unglaublichen Hype, der sein Niveau nicht halten konnte, seine Daseinsberechtigung jedoch nicht verlor. Es kommt eben auf das „Wie“ an.
Ziel dieser Arbeit ist es, dem interessierten Leser einige wissenswerte Fakten über die- ses Thema, insbesondere von Kosten- und Nutzenseite her, an die Hand zu geben. Der erste Teil der Arbeit beschäftigt sich mit Grundwissen zur Thematik und wirft einen Blick auf den Begriff des „elektronischen Lernens“. Hier sollen typische Formen des e- Learnings hinterleuchtet werden. Auch geht dieser Teil auf die noch recht junge Form des Blended Learnings ein und zeigt mögliche Ausprägungsformen.
Im zweiten Teil steht die Betrachtung der Kosten- und Nutzenpotenziale im Vorder- grund. Kurz erläutert werden hier auch zwei Methoden der Wirtschaftlichkeitsbetrach- tung. Neben der Erläuterung aller zu bedenkenden Kosten auf der einen Seite, sowie der Nutzeffekte auf der anderen, wird zudem in diesem Teil anhand eines Fallbeispiels ge- zeigt, wie der Return on Investment einer modernen Lernplattform im Unternehmen ermittelt werden kann und anhand eines Business Case der Nachweis der Rentabilität einer neuen Plattform möglich ist.
2 E-Learning – Grundwissen
2.1 Begriff
Der Begriff e-Learning 1 unterliegt wie alle anderen „elektronischen“ Dinge einem star- ken Wandel, der eben dem kleinen „e“ zu verdanken ist. Zwar unterlag und unterliegt auch der Begriff des Lernens einem Wandel, doch ist dieser von nicht zu vergleichend kleinerer Geschwindigkeit. Die rasante und stetige Entwicklung im Bereich der Elekt- ronik jedoch eröffnet immer mehr und bessere Möglichkeiten des elektronischen Ler- nens und Lehrens. Baumgartner, Häfele und Maier-Häfele (2002, S.13) weisen zudem darauf hin, dass e-Learning nur ein Teil des Ganzen sei, denn erst zusammen mit e- Teaching könne eine Einheit zur e-Education gebildet werden, welche die lehrende Sei- te mit einschließt. E-Learning soll in dieser Arbeit als ein Ausdruck für Lernen mit Soft- wareunterstützung (lokal oder serverseitig installiert) gelten. 2
Als der Begriff e-Learning noch in seinen Kinderschuhen steckte, galt er eher dem Ler- nen, welches elektronisch unterstützt wurde. Dies geschah und geschieht mit Disketten und CD-ROMs sowie DVDs (mit den enthaltenen Lernsoftwaredaten), wobei heute aufgrund des geringen Speicherplatzes auf Disketten verzichtet wird, aber auch durch Videobänder, satellitengestützt oder durch interaktives Fernsehen. Dann begann gegen Ende der neunziger Jahre das Internet immer stärker zu wachsen und der Begriff e- Learning wurde nur noch fast ausschließlich für das webunterstützte Lernen via Internet benutzt, schließt heute aber wieder alle möglichen Varianten mit ein.
2.2 Formen
2.2.1 Computer-Based-Training (CBT)
Unter CBTs werden Lernprogramme verstanden, die per Diskette (früher), CD-ROM oder DVD auf dem Computer zum Laufen gebracht werden. Es sollte hier gleich er- wähnt werden, dass in Zukunft natürlich nicht mehr nur der Computer die Plattform darstellen muss, sondern auch Handys und PDAs können in Zukunft Träger der Lern- software sein, was natürlich die Mobilität des Lernenden 3 drastisch erhöht. Seit den ers- ten diskettenbasierten Lernprogrammen hat sich im Grunde die Struktur dieser kaum
1 Zur Schreibweise von „e-Learning“ vgl. Baumgartner, Häfele, Maier-Häfele (2002, S. 14)
2
Vgl. Baumgartner et al. (2002, S. 15)
3
Wird hier und im Fo lgenden d ie männlic he Form verwendet, soll stets auch das weib liche Pendant
gemeint sein.
verändert, es fanden aber Anpassungen an neue Möglichkeiten statt. Viele verwandte Begriffe haben sich mit der Zeit gebildet, sie beschreiben letztendlich alle dasselbe:
N CAL: Computer Aided (Assisted) Learning,
N CAI: Computer Aided (Assisted) Instruction,
N CUL: Computerunterstütztes Lernen und
N CUI: Computerunterstützte Instruktion. 4
Computer-Based-Trainings brauchen keine Schnittstelle zum Internet, es handelt sich um selbstständige Programme auf dem jeweiligen System. Dies unterscheidet sie von allen anderen hier vorgestellten Formen des e-Learnings.
Dittler (2002, S. 30) führt hierzu aus:
„In der Regel wird der Lernende nach dem Start eines Computer-Based- Trainings zunächst in einer selbstablaufenden Sequenz mit der Bedienung des Programms und der Programmoberfläche vertraut gemacht. An- schließend kann er entweder einem linearen Programmablauf folgen und die einzelnen Einheiten des Programms nacheinander bearbeiten oder über eine Übersichtsseite (Sitemap) direkt auf einzelne Abschnitte des Lernprogramms zugreifen.“ Eine typische Vorgehensweise dieser Programme ist die abwechselnde Präsentation von Lerninhalten, das Bereitstellen von passenden Übungen und ein differenziertes Feed- back. Nach einer Lernphase hat dann der Lernende die Möglichkeit – ganz im Sinne des Konstruktivismus – sein Wissen im natürlichen Kontext zu überprüfen, indem z.B. ein Kundengespräch virtuell dargestellt wird. Es folgt ein Feedback des Programms mit Hinweisen auf Wissenslücken. 5
4
Vgl. Seufert und Mayr (2002, S. 25)
5
Vgl. Dittler (2002, S. 30)
Betrachten wir nun die (in der Abbildung) angekreuzten Eigenschaften von CBTs etwas näher. „Verteiltes Lernen“ ist möglich, der Lernende muss nicht an einen bestimmten Ort gehen, sehen wir einmal davon ab, dass er zum Träger der Software (z.B. PC) gehen muss. Bei zentralistischen Lernformen wie Präsenzseminaren oder Vorlesungen wird ein bestimmter Ort vorgegeben.
„Medienbasiertes Lernen“ bedeutet, dass dem Lehrer oder Dozenten eine viel kleinere Rolle zukommt, als dies bei personenzentrierten Lernformen der Fall ist. „Wichtiger für den Lernerfolg ist das den Lerninhalt vermittelnde Medium des CBT […].“ (Dittler 2002, S. 31) Im Gegensatz zum synchronen Lernen ist hier „asynchrones Lernen“ möglich, der Ler- nende ist also nicht nur ortsunabhängig, sondern auch zeitlich vollkommen flexibel, d.h. er entscheidet wann mit dem CBT gelernt wird. Wenn man bedenkt wie unterschiedlich die Vorlieben der Menschen in Hinsicht auf den besten Zeitpunkt für das Lernen sind, ist dies ein großer Gewinn an Lernkomfort.
Ein weiteres Plus von Computer-Based-Trainings ist die Interaktivität. Im Gegensatz zu Vorlesungen oder Schulungs-TV kann bei „interaktivem Lernen“ durch Eingabe oder Auswahl im Programm der Ablauf dieses verändert werden und somit den persönlichen Bedürfnissen angepasst werden.
2.2.2 Web-Based-Training (WBT)
Web-Based-Training unterscheidet sich von Computer-Based-Training nicht nur in technischer, sondern auch in methodisch-didaktischer Hinsicht. 7 WBT ist, wie der Name schon sagt, auf die Anwesenheit eines Internetzugangs angewiesen. Dieser technische
6
Quelle: Dittler (2002, S.31)
7
Vgl. Dittler (2002, S. 163)
Quote paper:
Alexander Knipp, 2005, Die Kosten-Nutzen-Relation von e-Learning-Angeboten, Munich, GRIN Publishing GmbH
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