Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Darmstadt
Berufsbegleitender Studiengang zum
Diplom Betriebswirt (VWA)
Diplomhausarbeit zum Thema:
Mitarbeitermotivation
vorgelegt von:: Markus Messerer
2006
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis ... III
1. Einleitung ... 1
2. Grundlagen der Motivationsforschung ... 2
2.1. Der Begriff der Motivation ... 2
2.2. Inhaltstheoretische Ansätze der Motivationsforschung ... 4
2.2.1. Die ERG-Theorie von Clayton P. Alderfelder ... 5
2.2.2. Die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg ... 6
2.2.3. Zusammenfassung der Inhaltstheorien ... 9
2.3. Prozesstheoretische Ansätze der Motivationsforschung ... 10
2.3.1. Die VIE-Theorie von Vroom ... 10
2.3.2. Das Erwartungs-Wert-Modell von Porter & Lawler ... 12
2.3.3. Zusammenfassung der Prozesstheorien ... 13
3. Ausgewählte Motivationsinstrumente ... 14
3.1. Immaterielle Instrumente der Mitarbeitermotivation ... 14
3.1.1. Personalmanagement als wichtiger Faktor motivationsoptimierender Führungskultur ... 15
3.1.2. Motivation durch Zielvereinbarung ... 16
3.1.3. Motivation durch Information und Kommunikation ... 18
3.1.4. Anerkennung und Kritik ... 19
3.1.5. Delegation ... 20
3.1.6. Weiterbildung und Entwicklungsmöglichkeiten ... 21
3.1.7. Arbeitsplatzsicherheit ... 22
3.1.8. Motivation aus der Arbeit selbst ... 23
3.2. Materielle Instrumente der Mitarbeitermotivation ... 24
3.2.1. Ist Geld motivationssteigernd? ... 24
3.2.2. Leistungsabhängige Vergütung ... 26
3.2.3. Ertragsorientierte Bezahlung ... 27
3.2.4. Team- und Gruppenorientierte Vergütung ... 29
3.2.5. Mitarbeiter – Kapitalbeteiligung ... 30
3.2.6. Freiwillige Sozialleistungen zur verbesserten Mitarbeiterbindung ... 31
3.2.7. Cafeteria – System ... 32
4. Der Wertewandel und deren Auswirkungen ... 33
4.1. Definition Werte ... 34
4.2. Der Wertewandel ... 34
4.3. Die Ursachen des Wertewandels ... 35
4.4. Die Auswirkungen des Wertewandels ... 36
5. Zusammenfassung ... 40
Quellen und Literaturverzeichnis ... 42
1. Einleitung
Durch die immer komplexer werdenden und sich rasch verändernden Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen und Mitarbeiter während der letzten Jahre ist die Mitarbeitermotivation immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Die schlechte Konjunkturentwicklung in Deutschland seit dem Beginn dieses Jahrhunderts, die sich beschleunigende Globalisierung und der sich verschärfende Wettbewerb, sowie der Wertewandel der letzten Jahrzehnte sind maßgebliche Gründe für Unternehmen sich Gedanken bezüglich Veränderungen in den Organisations- und Arbeitsstrukturen zu machen. Das hat Einsparungsmaßnahmen, Entlassungen, Versetzungen, usw., zur Folge. Dies wiederum ruft in vielen Mitarbeitern Ängste um den Verlust des eigenen Arbeitsplatzes hervor. Das alles prägt den betrieblichen Alltag und die Motivation der Mitarbeiter.1 Deshalb bietet sich eine Neubeurteilung des Themas Motivationsinstrumente unter Berücksichtigung des Wertewandels an.
Die Bedeutung des Humankapitals für den Erfolg und den Misserfolg von Unternehmen ist auch internationalen Topmanagern bekannt. Im Rahmen einer Umfrage stuften sie das Humankapital als den wichtigsten Faktor für den Unternehmenserfolg ein.2 Die Ansätze und Meinungen zu diesem Thema sind dabei so unterschiedlich wie zahlreich, wie in der nachfolgenden Arbeit zu sehen ist, verfolgen jedoch immer das gleiche Ziel: Wie ist es unter dem Einfluss des oben beschriebenen Wandels für ein Unternehmen möglich, unter Mithilfe der Motivationsinstrumente, das höchstmögliche Maß an Mitarbeitermotivation zu erreichen und es über einen längeren Zeitraum hinweg auf diesem Standard zu halten?
Und genau hier setzt die Aufgabe dieser Arbeit an. Um ein besseres Verständnis über das Warum und das Wie menschlichen Handelns zu erlangen, ist es unerlässlich, die Grundlagen der Motivationsforschung an den Anfang dieser Arbeit zu stellen. Sie verdeutlichen die Grundlagen aus psychologischer, betriebswirtschaftlicher sowie aus verhaltensbiologischer Sicht und erläutern zudem die Zusammenhänge zwischen Motivation, Arbeitszufriedenheit und Leistung.
Die Vielfalt der Instrumente zur Mitarbeitermotivation, die sich in Immaterielle und Materielle gliedern lassen, wird im Hauptteil der Arbeit dargestellt. Im Vierten Kapitel wird der Wertewandel der letzten Jahrzehnte und die aus ihm resultierenden Auswirkungen auf die Arbeitswelt und das Umdenken hinsichtlich der Anwendung der Motivationsinstrumente beschrieben.
Abschließend soll mit Hilfe dieser Arbeit ein Weg gefunden werden, die Motivation jedes einzelnen Mitarbeiters, unter Berücksichtigung der Umwelt, kurzfristig und dauerhaft zu steigern und somit den Erfolg des Unternehmens und die Zufriedenheit des Arbeitnehmers zu gewährleisten.
2. Grundlagen der Motivationsforschung
Um die ab Kapitel 3 genannten Motivationsinstrumente deutlich zu machen, ist es nötig, zunächst ihre theoretischen Ansätze und wissenschaftlichen Grundlagen zu erläutern. Dafür muss an erster Stelle der eigentliche Begriff der Motivation erklärt werden.
2.1. Der Begriff der Motivation
Das heute vielfach verwendete Schlagwort der Motivation kommt aus dem lateinischen (movere = bewegen) und soll Antworten „über die Beweggründe des Handelns und Verhalten eines Menschen“3 geben. Die Psychologie versteht unter dem Vorgang der Motivation die Gefühle des Begehrens, Wünschens oder Strebens, die das Tun und Lassen eines Menschen auslösen. Motivation ist die Summe der aktivierenden und orientierenden Beweggründe (Motive) für Handeln, Verhalten und Verhaltenstendenzen. In diesem Zusammenhang muss man die beiden Begriffe Motivation und Motiv trennen. Ein Motiv – auch Wunsch, Bedürfnis, Trieb, Streben, etc. – ist eine von innen kommende Kraft. Sie kann nicht von außen angeordnet werden, ebenso wenig wie Freude oder Glück. Motive die wir haben, können durch ein attraktives Ziel gestärkt werden, so dass daraus Motivation entsteht.4 Motiv und Motivation sind allerdings hypothetische Konstrukte, d.h. man kann sie weder unmittelbar beobachten noch kann man sie exakt messen. Über die biologischen Antriebe hinaus, die für das Handeln und Verhalten von Menschen wichtig, aber in ihrer Gesamtheit jedoch begrenzt sind, werden über Sozialisierungsprozesse neue oder andere Motive vom Menschen erlernt oder ihm vermittelt.5
[...]
1. Vgl. Engelmann, P., (Personalmanagement, 2003), S. 9
2. Vgl. Möller, H., (Zukunft,1997), S. 152
3. Staehle, W.H., (Management, 1999), S. 200
4. Vgl. Mehrmann, E., (Mitarbeiter fördern, 2003), S. 12
5. Vgl. Gabler, T., (Gablers Wirtschaftslexikon, 1993), S. 2326
Arbeit zitieren:
Markus Messerer, 2006, Motivationsinstrumente, München, GRIN Verlag GmbH
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