Inhalt
Inhalt
1. Übersetzung. 3
1.1. Der mittelhochdeutsche Text. 3
1.2. Die neuhochdeutsche Übersetzung 7
2. Einleitung 13
3. Gregorius Leben auf der Klosterinsel 14
3.1. Die Erziehung im Kloster zur damaligen Zeit. 14
3.2. Inhalt. 14
3.3. Gregorius Jugend im Kloster und seine damit verbundene Bildung und
Erziehung. 15
3.4. Die Beziehung zum Fischer und zum Abt. 17
3.5. Gregorius Identitätsbewusstsein. 17
4. Gregorius Entscheidung für das Rittertum 19
4.1. Der Ritterbegriff zur damaligen Zeit. 19
4.2. Inhalt. 19
4.3. Der Streit mit dem Abt 20
4.4. Gregorius Entscheidung und sein Auszug in die Ritterschaft 22
4.5. Die Schuldfrage in Bezug auf Gregorius Entscheidung für das Rittertum 22
5. Schluss. 24
6. Literaturverzeichnis 25
6.1. Primärliteratur 25
6.2. Sekundärliteratur 25
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1555 ze einem gotes kinde
1560 dêswâr ob si mir missestât,
1565 swer guot ritter wesen sol.
1570 daz ich bedenken kunde
1575 swelh ritter ze Henegouwe
1580 dâ engerou mich nie niht an und kunde ir gerne mêre:
sô turnierte mîn gedanc. 1585 sô man mich buoche wente,
1590 vür den griffel zuo dem sper,
1595 und den schilt ze halse genam
1 HARTMANN VON AUE: Gregorius. Hrsg.: PAUL, Hermann. Tübingen: Niemeyer 1992.
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Übersetzung Die neuhochdeutsche Übersetzung
1.2. Die neuhochdeutsche Übersetzung
1496 Was nun, wenn 2 meine Vorfahren 3
von solcher Herkunft 4 sind, dass ich leicht 5 Ritter 6 werden könnte 7 , wenn ich
1500 den Willen 8 und die Ausrüstung 9 hätte? Wahrlich 10 , es war immer meine Gesinnung 11 , hätte ich die entsprechende Herkunft 12 und den Besitz 13 , ich würde gerne Ritter werden. Der süße 14 Honig ist bitter 15 1505 für jeden 16 Mensch 17 , der ihn nicht 18 genießen 19 kann. Ihr habt das angenehmste 20 Leben 21 , das Gott der Welt 22 geschenkt 23 hat: Wer 24 es für sich als das Richtige 25 erkannt 26 hat,
2 ob: wenn, wenn auch, falls. Vgl. LEXER, Matthias: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch. Nachdruck der Ausgabe Leipzig 1872-1878. Bd. II. Stuttgart: Hirzel 1992, S. 128.
3 vordern: Ahnen, Vorfahren, Eltern. Vgl. LEXER, Bd. III, S. 463.
4 geslähte: Geschlecht, Stamm, Familie, vonhoher Abkunft. Hier als von solcher Herkunft übersetzt. Vgl. LEXER, Bd. I, S. 917.
5 wol: gut, wohl, sehr, völlig, gewiss, leicht, fast. Vgl. LEXER, Bd. III, S. 965.
6 ritter: Ritter, Reiter. Vgl. BENECKE, Georg Friedrich, MÜLLER, Wilhelm, ZARNCKE, Friedrich: Mittelhochdeutsches Wörterbuch, Stuttgart 1990, Bd. II, 1, S. 739.
7 mähte: von mugen, mügen: Möglichkeit haben, können, Recht und Ursache haben, sollen, dürfen. Vgl. LEXER, Bd. I, S. 2219.
8 den willen: Dativ von wille: der Wille, das Wollen, Wünschen, Verlangen, Entschlus oder Geneigtheit etw. zu tun, Gesinnung. Vgl. LEXER, Bd. III, S. 888.
9 geraete: Ausrüstung, Vorrat, Fülle, Reichtum. Vgl. LEXER, Bd. I, S. 871.
10 weizgot: Gott weiß es, wahrlich. Vgl. LEXER, Bd. I, S. 1052.
11 muot: Kraft des Denkens, Empfindens, Wollens; Sinn, Seele, Geist, Gemüt, Gemütszustand, Stimmung, Gesinnung. Vgl. LEXER, Bd. I, S. 2241.
12 geburt: angeborener Stand, Ursprung, Herkunft, bes. aus vornehmen Geschlecht. entsprechende Herkunft.Vgl. LEXER, Bd. I, S. 765.
13 guot: Gut, vermögen, Besitz.Vgl. BENECKE, MÜLLER, ZARNCKE, Bd. I, S. 590.
14 süeze: süß, milde, angenehm, lieblich. Vgl. LEXER, Bd. II, S. 1287.
15 bitter: bitter, eigentl. Und bildl..Vgl. LEXER, Bd. I, S. 287.
16 ieglîch: jeglicher, jeder. Vgl. LEXER, Bd. I, S. 1414.
17 man: Mensch, Mann. Vgl. BENECKE, MÜLLER, ZARNCKE, Bd. II, 1, S. 30.
18 niene: von niht ne: nicht, nichts, allgem. Vgl. LEXER, Bd. II, S. 77.
19 niezen: gebrauchen, benutzen, genießen. Vgl. LEXER, Bd. II, S. 80.
20 süeziste: Superlativ von süeze. Siehe Fußnote 14.
21 leben: Leben, Glaube. Vgl. BENECKE, MÜLLER, ZARNCKE, Bd. I, S. 955.
22 werlde: Welt, allgem. Und zwar: die ganze Schöpfung, Welt, Erde als Wohnsitz der Menschen und als Gegensatz zum Meer. Vgl. LEXER, Bd. III, S. 783.
23 gegeben: Part. Von geben: geben, schenken, Vgl. LEXER, Bd. I, S. 749.
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Arbeit zitieren:
Daniela Klaiber, 2002, Gregorius Leben auf der Klosterinsel und seine Entscheidung für das Rittertum, München, GRIN Verlag GmbH
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