Inhaltsverzeichnis
Abstract 1
1. Teamfähigkeit als berufliche Voraussetzung und Herausforderung 2
2. Gruppentheoretische Grundlagen 3
3. Planung und Organisation des Arbeitsteams 4
3.1 Von „Forming“ zu „Performing“ 4
3.2 Interpersonale Organisation 5
4. Prävention, Analyse und Bewältigung potentieller Konflikte innerhalb des
Arbeitsprozesses 8
4.1 Konfliktvorbeugende Massnahmen. 8
4.2 Konfliktanalyse und Bewältigung. 9
4.3 Einfluss des einzelnen Gruppenmitgliedes auf das Gelingen der Teamarbeit 11
5. Methoden zur optimalen Teamarbeit im Überblick 12
Literaturverzeichnis. 13
Anhang 14
Abstract
Die Seminararbeit befasst sich mit der Konfliktprävention und der Bewältigung von entstandenen Problemen anhand eines Beispielteams der Universität St. Gallen. Mittels grundlegenden soziologischen und psychologischen Modellen und Erkenntnissen wird versucht eine optimale Arbeitsplanung und Organisation der Gruppe zu erreichen, sowie allfällige Konflikte zu verhindern oder zu lösen. Als Hauptfaktor für erfolgreiches Zusammenarbeiten stellte sich die Kommunikation und die Gruppenstruktur heraus, aber auch andere Einflussgrössen wie Toleranz und Engagement tragen beträchtlich dazu bei.
-1-
1. Teamfähigkeit als berufliche Voraussetzung und Herausforderung
„To remain innovative and competitive, businesses are looking for employees who can work and learn effectively in teams“ (GARDNER & KORTH, 1998, p. 1)
An diesem Zitat lässt sich sehr schön die Relevanz der Teamarbeit in der heutigen Arbeitswelt aufzeigen und den daraus folgenden Anforderungen an die Mitarbeiter: Sich in einer Gruppe integrieren und dort produktiv verhalten zu können. Die Eigenschaft mit anderen Teammitgliedern zu interagieren lässt sich nach PFAFF AND HUDDLESTON (2003) durch Arbeiten in Gruppen erlernen und wirkt sich ebenfalls positiv auf das Lernergebnis eines Studenten aus. Dies scheint einer der Gründe zu sein, weshalb Universitäten ihren Studierenden im Rahmen von Seminararbeiten, Präsentationen oder Übungsstunden die Möglichkeit bieten, sich in Teamarbeit zu üben. Die Erfahrung lehrt, dass sich Arbeit im Kollektiv oft als sehr nervenaufreibend herausstellt und meist schon vor dem eigentlichen Arbeitsbeginn Herausforderungen in Form von Erwartungsdivergenzen oder Kommunikationsschwierigkeiten auftreten.
In dieser Seminararbeit sollen die Tücken der Teamarbeit herausgearbeitet und allfällige Verhaltensmuster aufgezeigt werden. Ausgangspunkt der Studie ist folgende Situation: Als Student der Universität St. Gallen im zweiten Semester erhalte ich die Aufgabe innerhalb einer Kleingruppe, welche aus vier Personen besteht, eine Seminararbeit zu verfassen. Während es sich bei einem Gruppenmitglied um eine bekannte und befreundete Person handelt, sind mir die beiden anderen kaum bekannt. Als überdurchschnittlich motivierter Student ist es mir ein Anliegen, die eingereichte Arbeit als „sehr gut“ bewertet zu erhalten. Im Verlaufe der Seminararbeit soll das Vorgehen bei der Arbeitsplanung und Organisation des Teams und die im Zusammenhang mit dem Arbeitsprozess auftretenden Schwierigkeiten und Probleme erarbeitet werden. Darauf aufbauend sollen präventive wie auch kurative Verhaltensweisen aufgezeigt und ein ideales Vorgehen vorgeschlagen sowie mein eigener Beitrag als Teammitglied in dieser Situation definiert werden.
-2-
2. Gruppentheoretische Grundlagen
Um den Herausforderungen der Teamarbeit in der Praxis zu entgegnen, möchte ich mit einer kurzen theoretischen Ausführung zum allgemeinen Verständnis der Gruppe beginnen.
Unter dem Begriff Gruppe 1 versteht man in der Sozialpsychologie eine Gemeinschaft von Individuen, welche sich selber als ein Mitglied der gleichen sozialen Kategorie fühlen, ein bestimmtes Mass an gefühlsbasierter Bindung an diese Kategorie zeigen und dabei einen gewissen Grad an sozialem Konsens über die Beurteilung ihrer Gruppe und ihre Mitgliedschaft darin aufweisen (TAJFEL & TURNER, 1986). Weiter sind nach FISCHER UND WISWEDE (2002) einige Voraussetzungen zu beachten: Erstens muss man von einer geringen Zahl an Mitgliedern ausgehen, sodass jede Person die Möglichkeit hat, mit allen anderen Personen in Verbindung treten zu können. Als zweite Grundlage gehen die Autoren von einem gemeinsamen Gruppenziel aus. Drittens soll die Gruppensituation während einer gewissen Dauer stattfinden, damit Normen und Strukturen gebildet werden können. Solche Strukturen werden nach CARTWRIGHT AND ZANDER (1968) durch drei Faktoren wesentlich beeinflusst: Zum einen sei die Einflussgrösse genannt, welche durch die Aufgabe und Arbeitsbedingungen entsteht und sich in Form von Arbeitsverteilung und Koordination verkörpert. Andererseits wirken sich die Charakteristika der Gruppenmitglieder durch unterschiedliche Fähigkeiten, Motivation oder Zielvorstellungen auf die Gruppenstruktur aus. Eine weitere Einflussgrösse ist die Umgebung, welche die Gruppe ihrerseits in Strukturen wie Unternehmensorganisationen, Zeit oder Arbeitsplatzgestaltung integriert. FISCHER UND WISWEDE (2002) sind der Meinung, dass vor allem in aufgabenorientierten Gruppen, auch socio-groups genannt, ein relativ hohes Mass an Strukturierung auftritt. Hingegen bei den gefühlsbasierten Gruppen (psyche-groups), wie beispielsweise Spielgruppen oder Geselligkeitsgruppen, wird man weniger auf Strukturen stossen. Die Autoren unterscheiden im Weiteren zwischen objektiven, subjektiven, formellen und informellen Strukturen, worauf hier aber nicht weiter eingegangen werden soll. 2
1 In der Folge werden die Begriffe „Gruppe“ und „Team“ synonym verwendet, da eine begriffliche
Grenzziehung problematisch ist und andererseits für meine Arbeit nicht zweckdienlich wäre (vgl. GUZZO &
DICKINSON, 1996; GEBERT, 2004).
2 weitere Ausführungen dazu in FISCHER UND WISWEDE (2002), S. 591ff.
-3-
Arbeit zitieren:
Michael Schärer, 2007, Fallvignette Team - Methoden zur erfolgreichen Teamarbeit am Beispiel einer Gruppenarbeit der Universität St. Gallen, München, GRIN Verlag GmbH
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