Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Einige Behandlungsmethoden 4
2.1 Die Misteltherapie 4
2.2 Die Organtherapie 6
2.3 Die Enzymtherapie 8
2.4 Die Orthomolekulare Therapie. 9
2.5 Die Traditionelle Chinesische Medizin. 11
2.6 Die psychologischen Methoden 12
2.7 Weitere Behandlungsmethoden. 13
3. Studien der Alternativ- und Komplementärmedizin 14
3.1 Aktueller Stand der unkonventionellen Krebsmedikamentenforschung. 14
3.2 Anwendung der Komplementär- und Alternativmedizin 15
3.3 Gefahren der Komplementär- und Alternativmedizin. 16
4. Zusammenfassung 17
5. Literaturverzeichnis. 18
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1 Einleitung
Unter den Begriffen Komplementär- und Alternativmedizin sind zahlreiche Naturheilverfahren zusammengefasst, die sich von den schulmedizinischen Verfahren abgrenzen lassen. Allerdings ist der Begriff sehr schwammig und die Grenzen zwischen klassischer Schulmedizin und Naturheilkunde heben sich immer mehr und mehr auf. Zunächst wurden und werden heutzutage teilweise immer noch Schulmedizin und Naturheilkunde als Gegensätze gehandthabt. Glücklicherweise ist zu verzeichnen, dass diese Vorstellung sich langsam auflöst. Sowohl Schulmediziner als auch Heilpraktiker und andere Naturmediziner erkennen die Vorteile der jeweils anderen Behandlungsmethoden an und wenden diese auch aktiv in ihren Behandlung an. In vielen Bereichen der Medizin ergänzen sich beide Sichtweisen. Allerdings darf nicht darüber hinweggesehen werden, dass viele selbsternannten Heiler und Mediziner ihre Pseudomethoden und unwissenschaftlichen Behandlungsmethoden unter Komplementär- und Alternativmedizin anbieten.
In dieser Abhandlung sollen nur die “wirklichen” Alternativmethoden, wie Akupunktur oder TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) behandelt werden.
Doch kommen wir nun zu den Begriffen Komplementär- und Alternativmedizin. Welche Behandlungsmethoden werden zu den Naturheilverfahren gezählt und wie sind diese Begriffe definiert? Wie schon erwähnt zählt man unzählige Behandlungsmethoden zu den Naturheilverfahren, die wohl bekanntesten sind die Akupunktur, die Homöopathie, die Traditionelle Chinesischen Medizin, die Lichttheraphie, die Lymphdrainage, die Irisdiagnostik und die Reflexzonenmassage. Dies ist nur eine kleine Anzahl unzähliger Methoden in verschiedenen Variationen. Eine genauere Aufzählung mit kurzen Erläuterungen findet man im Literaturverzeichnis (BKK, 2004).
Die Naturheilkunde findet bei nahezu allen medizinischen Fragestellungen Anwendung. Ihre Rolle als Außenseitermedizin verliert sie immer mehr und mehr, und gerät ins Rampenlicht der modernen Medizin. Es werden große Anstrengungen unternommen um die Wirkmechanismen aufzuklären und wissenschaftlich zu belegen. In dieser Abhandlung möchte ich mich auf einen kleinen Einsatzgebiet der Naturheilkunde beschränken, nämlich dem Einsatz von Komplementär- und Alternativmedizin in der Krebstherapie. Da die Beschreibung aller Behandlungsmethoden den Rahmen dieser Hausarbeit sprengen würde, möchte ich einige der wichtigsten Behandlungsmethoden in der Krebstherapie aufzeigen und deren Vor- und Nachteile mit wissenschaftlicher Literatur belegen.
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2 Einige Behandlungsmethoden
2.1 Die Misteltherapie
Die Mistel ist eine parasitäre Pflanze, die hauptsächlich auf Kosten anderer Pflanzen lebt. Ihr Name wurde vom Althochdeutschen Wort “Mistil” abgeleitet, was soviel heißt wie Mist. Dieser Umstand lässt sich auf die Art der Besamung zurückführen. Die Samen der Mistel werden hauptsächlich durch Vogelmist auf die Bäume gebracht und können dort keimen. Weltweit gibt es etwa 1300 Mistelarten (GfBK, 2005). Von diesen wird in Europa nur eine einzige für therapeutische Zwecke eingesetzt, nämlich Viscum album. Diese Art wächst in Deutschland ausschließlich auf Laubbäumen. Die Mistel wird seit Jahrtausenden als Arzneimittel gegen verschiedene Krankheiten
eingesetzt. Schon Hippokrates, ein Wegbereiter der heutigen Medizin, empfahl um 440 v. Chr. die Mistel gegen die “Milzsucht” einzusetzen. Heute wird die Mistel hauptsächlich in der Krebstherapie eingesetzt. Vor etwa 70 Jahren fand Rudolf Steiner, Begründer der Anthrophosophie (spirituelle Weltanschauung, wörtlich ,,die Weisheit vom Menschen”), heraus, dass die Mistel in ihrem parasitären Verhalten viele Gemeinsamkeiten mit dem Verhalten von Tumoren in Organismen hat (GfBK, 2005). Wie wichtig die Mistel für Mediziner und Wissenschaftler ist, belegen die über 1100 Publikationen über die Mistelpflanze. Damit zählt die Mistel zu den am besten untersuchten Phytotherapeutika. Insgesamt fanden bis heute 47 klinische Studien über die Wirksamkeit der Misteltherapie in der Krebstherapie statt. Von denen 45 für die Wirksamkeit sprachen. Trotz der vielen Belege in Praxis und Forschung, ist die Wirksamkeit durch die universitäre Forschung nicht anerkannt. Diese geht davon aus, dass die Lektine in der Mistel als Wachstumsfaktoren für die Tumore fungieren können. Die Sicht der Schulmediziner lässt sich mit folgenden Satz zusammenfassen: ,,Die lektinbezogenen Mistelanwendung ist eine experimentelle Therapieform. Ihr Risikopotential ist präklinisch belegt, ihre Unbedenklichkeit damit fragwürdig”. (MedReport, 2002).
Nichtsdestotrotz ist die Misteltherapie die am meisten eingesetzte und am kontroversesten diskutierte Alternativmethode in der Tumortherapie. Zurzeit sind zahlreiche Mistelpräparate auf dem Markt, die sich in zwei Hauptgruppen einteilen lassen:
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1. Anthrophosophische Präparate
Diese Präparate sind Gesamtextrakte die aus der Mistelpflanze gewonnen werden.
2. Standardisierte Präparate
Bei diesen Präparaten konzentriert man sich auf den Hauptwirkstoff, nämlich dem Mistellektin. Dieser Wirkstoff ist hauptsächlich für die Steigerung des Immunsystems verantwortlich. Deshalb versucht man diesen einen Wirkstoff zu isolieren und als Arzneistoff einzusetzen.
Nach heutigen Erkenntnissen hat die Misteltherapie bei der Tumortherapie folgende positiven Effekte: Stärkung des Immunsystems •
Verbesserung des Allgemeinbefindens •
Verlangsamung des Fortschrittes der Krebserkrankung, in manchen •
Fällen sogar Stillstand des Tumorwachstums •
Milderung der Nebenwirkungen von Medikamenten, Chemotherapie • und Strahlentherapie •
Stärkung des gesunden Gewebes •
Die Misteltherapie kann bei allen Tumoren eingesetzt werden und zeigt auch ihre Wirkung. Allerdings ist bei einigen Arten Vorsicht geboten. Wie zum Beispiel bei “Hämoblastosen (Oberbegriff für bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems ohne Bildung solider Tumore)”, Gehirntumoren, Leukämie und Lymphomen (GfBK, 2005). Das Präparat kann dabei subkutan, intravenös oder intramuskulär verabreicht werden. Bei der Misteltherapie sind starke Nebenwirkungen sehr selten. Bekannte und leichte Nebenwirkungen wie Fieber, leichte Allergie oder lokale Entzündung der Einstichstelle sind eher zu erwarten. Die Misteltherapie ist kein Ersatz für die schulmedizinischen Behandlungsmethoden. Sie kann jedoch parallel zu diesen eingesetzt werden und erzielt sehr gute Ergebnisse. Es treten dabei kaum negative Wechselwirkungen mit diesen Methoden auf, so dass sie sich sehr gut ergänzen.
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2.2 Die Organtherapie
Die Idee hinter der Organtherapie ist sehr simpel. Sie lässt sich sogar bis ins Altertum zurückverfolgen und geht von folgender Überlegung aus: Ist ein Organ erkrankt, scheint es naheliegend diesen Prozess rückgängig zu machen. Dazu gibt man dem Organ die nötigen Nährstoffe aus gesunden Zellen. Dadurch können die einzelnen kranken Zellen repariert werden und das Organ kehrt in den gesunden Zustand zurück. Anwendung in der Praxis fand es durch Prof. Dr. Niehans im Jahre 1930, der auch als Initiator der Organtherapie gilt. Das Prinzip dieser Methode lässt sich mit folgenden Worten zusammenfassen: ,,Gleiches heilt Gleiches” (Die Organtherapie, 2006). Ist zum Beispiel das Herz erkrankt, so nimmt man Herzzellen, bei Lebererkrankungen Leberzellen und bei Milzerkrankungen Milzzellen. Da aber meistens die Erkrankung auch Auswirkungen auf andere Organe hat, werden die verschiedenen Zellen kombiniert und verabreicht.
Wie werden nun diese Präparate gewonnen und verabreicht?
Die Präparate werden vor allem aus Kalbs-, Schafs-, Pferde- und Schweinsorganen gewonnen. Dabei werden den meistens fötalen Tieren die Organe entnommen. Diese werden dann durch hochspezialisierte Verfahren so verarbeitet das die Spezies-Späzifität verloren geht und die Substrate gespritzt werden können. Die Organtherapie ist in der Literatur auch unter den Namen Frischzelltherapie und Zelltherapie bekannt. Sie kann auf zwei unterschiedliche Arten angewendet werden:
1. Als vorsorgende Maßnahme gegen Alterserscheinungen und den damit verbundenen Krankheiten
2. Als Behandlungsmaßnahme für bereits vorhandene Krankheiten
Die Organtherapie kann bei verschiedenen Krankheiten eingesetzt werden: • begleitende Krebstherapie • zur Stärkung des Immunsystems • bei verschiedenen Infektionen • Erkrankungen von Organen • allen Abwehrschwächen • bei zahlreichen anderen Krankheiten...
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Arbeit zitieren:
Garif Yalak, 2006, Komplementär- und Alternativmedizin in der Krebstherapie, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Kombinierte Anwendung von Naturstoffen in der biologischen Krebsabwehr
Wissenschaftlicher Aufsatz, 68 Seiten
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