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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis....................................................................................................... 1
TEIL I 3
1. Einleitung 3
2. Theoretischer Hintergrund 3
2.1. Der Comedy-Begriff 3
2.2. Der Humorbegriff 4
3. Humortheorien 5
3.1. Die Inkongruenztheorie 5
3.2. Die Entspannungstheorie 6
3.3. Die Aggressionstheorie 7
4. Historische Entwicklung der Radio-Comedy 7
5. Besonderheiten der Radio-Comedy 8
5.1. Besonderheiten des Radios im Allgemeinen 8
5.2. Besonderheiten der Radio-Comedy im Speziellen 10
6. Merkmale der Radio-Comedy 10
7. Formate der Radio-Comedy 12
8. Formen der Radio-Comedy 12
TEIL II 14
9. Analyse einer Radio-Comedy am Beispiel von Feinkost-Zipp 14
10. Zusammenfassung 17
Literaturverzeichnis 18
Internetquellen 19
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„Comedy ist, wenn zusammenkommt, was nicht zusammengehört, aber zusammenpasst.“
(Rainer Dachselt, Ingo Schwarz, Stefan Sprang)
„Humor ist die wunderliche Traurigkeit über das Menschenleben und das Staunen darüber,
dass dies jämmerliche Leben trotzdem so schön sein kann.“
(Hermann Hesse)
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TEIL I
1. Einleitung
Radio-Comedy gibt es, seit es das Radio gibt. Comedy im Radio ist nicht nur sehr erfolg- reich, sondern auch äußerst wichtig für die Hörerbindung. Eine Studie der hr- Medienforschung von 2001 ergab, dass der Traumsender unbedingt Humor haben und den Hörer zum Lachen bringen müsse. Und nicht nur das: 74% der Radiohörer wünschen sich mehr Humor. 1 So kommt Andreas Liebold vom Frühstyxradio zu dem Fazit: „Comedy ist
die wichtigste Hörfunk-Innovation der Neunzigerjahre.“
Folgende Arbeit konzentriert sich auf Comedy im Radio. Im ersten Teil werden zunächst die Begriffe Comedy und Humor sowie die unterschiedlichen Humortheorien erläutert. Anschließend werden die Merkmale der Radio-Comedy und deren Formen sowie Formate erklärt. Der zweite Teil widmet sich dann der Praxis. Ziel ist es, die theoretisch abgehan- delten Merkmale der Comedy anhand eines Beispiels zu analysieren.
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Der Comedy-Begriff
Der Comedy-Begriff ist schwer zu definieren, da vom kurzen Spot bis hin zur mehrstündi- gen Sendung alles unter diesem Begriff subsumiert wird.
Der Begriff Comedy erschien in Deutschland Anfang der 90er Jahre als Abgrenzung gegen das politische Kabarett. Der Kabarettist hat einen hohen inhaltlichen Anspruch, während der Comedian die Welt einfach nur zum Lachen bringen will. 2 So wird in England bzw. in
den USA, dem Ursprung des Wortes, Comedy definiert als alles, was Erheitern und zum Lachen bringen möchte - unabhängig davon, ob es satirisch, humoristisch, derb oder subtil ist. 3 1 Vgl. Dachselt, Schwarz, Sprang (2003): S.15.
2 Vgl. Dachselt, Schwarz, Sprang (2003): S.16.
3 Vgl. Dachselt, Schwarz, Sprang (2003): S.16.
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Auch Reinhard unterscheidet zwischen Comedy und Kabarett: Während sie Comedy als
Sammelbegriff für alle Phänomene des Komischen, d.h. der „Komödie in all ihren Er-
scheinungsformen“ 4 beschreibt, definiert sie Kabarett „als Kleinkunst, die kleine Formen
der darstellenden Kunst als humoristisch-satirisch oder politisch-gesellschaftskritisches
Programm zur Aufführung bringt, [und] als eigenständige Bühnenform existiert, sich aber
darüber hinaus einen Verbreitungsweg im Fernsehen gesucht hat.“ 5
2.2. Der Humorbegriff
Der Begriff des Humors stammt aus von dem lateinischen Wort ‚umor’, was Feuchtigkeit
bzw. Flüssigkeit bedeutet. 6 Bis ins Mittelalter hinein war Humor ursprünglich die Bezeich-
nung für das jedem Lebewesen eigene Temperament, das sich aus der Mischung der vier
elementaren Körpersäfte ergab. 7 Der Vorherrschaft eines Körpersaftes wurde nach der an-
tiken Temperamentenlehre von Galen ein besonderer Typ Mensch zugeordnet. Ein Un-
gleichgewicht dieser Flüssigkeiten wurde zunächst für Krankheiten, ab dem 16. Jahrhun-
dert dann für Launen oder für bestimmte Charakterzüge eines Menschen verantwortlich
gemacht. 8 So stand ein ausgeglichenes Verhältnis der Säfte für eine Person mit einem gu-
ten Sinn für Humor, ein Ungleichgewicht wurde mit einer humorlosen Person gleichge-
setzt. 9
Im 18. Jahrhundert entwickelt sich der Humorbegriff zu dem, was wir heute darunter ver-
stehen: Ein heiteres und gelassenes Verhalten „inmitten aller Widerwärtigkeiten und Unzu-
länglichkeiten des Daseins“ 10 , zu dessen Eigenschaft es gehörte, mit Kritik und Spott sou-
verän umgehen zu können. Menschen, die dazu fähig waren, hatten nach damaligem Ver-
ständnis einen Sinn für Humor, auch wenn dies damals so noch nicht formuliert wurde. 11 4 Reinhard (2006): S. 8 f.
5 Reinhard (2006): S. 8 f.
6 Vgl. Häcker, Stapf (2004): S. 417.
7 Vgl. Meyer (2001): S. 105.
8 Vgl. Ossowski (2004): S.3.
9 Vgl. Merzinger (2005): S. 27.
10 Meyer (2001): S. 105.
11 Vgl. Ossowski (2004): S. 3.
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5 Auch heutzutage versteht man unter Humor eine „Gemütsverfassung, die sich über die Unzulänglichkeiten des Lebens wohlwollend, doch lächelnd distanziert erhebt und zu einer gesunden und natürlichen Weltauffassung durchdringt. Humor gilt als Mittel der Selbstkri- tik und der Selbstbehauptung im unsinnigen Dasein.“ 12
3. Humortheorien
Für die Erklärungen des Phänomens Humor wurden Faktoren wie die „willkürliche Ver- bindung zweier sonst getrennter Ideen und Vorstellungen, die Überlegenheit gegenüber dem Belachten sowie das Ausleben unbewusster sexueller [...] Impulse“ 13 geltend ge- macht.
Entsprechend dieser Erklärungen lassen sich in der derzeitigen Literatur über Humor im Wesentlichen drei Humortheorien unterscheiden: die Inkongruenztheorie, die Entspan- nungstheorie und die Aggressionstheorie. Im Folgenden sollen die drei Theorien kurz vor- gestellt werden. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass keine der drei Theorien heute noch in ihrer Reinform vertreten wird. 14
3.1. Die Inkongruenztheorie
Bei der Inkongruenztheorie entsteht Humor durch die überraschende Zusammenführung zweier verschiedener Ideen, Konzepte oder Situationen, die eigentlich nicht zueinander passen. „Es muss eine Irritation vorliegen, etwas Unerwartetes, eine Überraschung oder eine Diskrepanz, ein Konflikt zwischen Vorstellungen oder Empfindungen. Auf diese Weise kommt etwas Absurdes zustande, das Gelächter auslöst.“ 15 Die Inkongruenztheorie wird in Deutschland mit zwei großen Philosophen verbunden: Kant und Schopenhauer.
Laut Immanuel Kant ist Lachen „ein Affekt, der aus der plötzlichen Verwandlung einer gespannten Erwartung in nichts" 16 entspringt. Auch Arthur Schopenhauer führt die Humor- reaktionen auf die „Beigesellung bzw. Vermischung widersprüchlicher Sachverhalte“ 17 zurück. Für Schopenhauer ist der „Ursprung des Lächerlichen [...] die paradoxe und daher 12 Reinhard (2006): S. 217.
13 Häcker, Stapf (2004): S.418.
14 Vgl. Häusermann (1998): S. 11.
15 Vgl. Merzinger (2005): S. 27.
16 Kant (1968): S. 273.
17 Titze (2004).
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Quote paper:
Lydia Gaukler, 2005, Radio-Comedy, Munich, GRIN Publishing GmbH
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